King Arthur: Legend of the Sword

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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McClane
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King Arthur: Legend of the Sword

Beitrag von McClane » 29.12.2017, 08:02

King Arthur: Legend of the Sword

Bild

Originaltitel: King Arthur: Legend of the Sword
Herstellungsland: USA/Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Charlie Hunnam, Jude Law, Astrid Bergès-Frisbey, Djimon Hounsou, Eric Bana, Aidan Gillen, Freddie Fox, Tom Wu, Kingsley Ben-Adir, Neil Maskell, Annabelle Wallis, Geoff Bell, Michael McElhatton, Poppy Delevingne, David Beckham u.a.

Guy Ritchie modernisiert die Legende von König Arthur in seinem patentierten Stil, wenn Charlie Hunnam den Thronfolger als Boss einer Londoner Straßengang und Rebellen wider Willen zeigt. Mit einer ordentlichen Portion Fantasy versetztes Mittelalter-Abenteuer mit reichlich Action, das trotz Blockbusterbudget immer noch klar Ritchies Handschrift erkennen lässt.

:liquid6:

Hier geht's zur Kritik
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von McClane » 29.12.2017, 08:03

Platzhalter für ein bestenfalls begrenzt wahrscheinliches Sequel
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von McClane » 29.12.2017, 08:03

Platzhalter für einen noch unwahrscheinlicheren dritten Teil
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von Vince » 29.12.2017, 08:04

Juhu, ich darf meinen Tagebuchkommentar endlich auswärts parken!

Out Of The Ghetto, Into The History. Guy Ritchie hat es weit gebracht und ist doch bei seinen Ursprüngen geblieben: Zu Beginn seiner Karriere hat er in britischen Seitengassen Stories über Gangster und Betrüger gedreht, heute inszeniert er ein wildes Mittelalter-Fantasy-Epos mit Magiern, Schwertern und Ungetümen aus dem Computer. Geblieben ist aber der Dunst englischer Kneipen, eingefangen in desorientierenden 360-Grad-Rotationen und sprunghaften Bildmontagen. „King Arthur“ ist als „Ritchiefikation“ angelsächsischer Geschichte der nächste logische Schritt zu seiner „Sherlock Holmes“-Modernisierung und beeindruckt einmal mehr mit Beharrlichkeit und Querköpfigkeit innerhalb der Regeln des Popcornfilms.

Selbst Hauptdarsteller Charlie Hunnam ist Profiteur offensichtlichen Type Castings nach Ritchie-Geschmack; wenn er als König proletarischen Ursprungs mit nacktem Oberkörper einen Knuckle Fight bestreitet, muss man schon zweimal hinschauen, um nicht Brad Pitt als versoffenen irischen Preisboxer in ihm zu sehen.

Das funktioniert, weil ein Ritchie-Film eben ein Ritchie-Film ist. Obwohl „King Arthur“ in Sachen Farbgebung, Soundtrack und Dramaturgie düster gehalten ist, reicht oft schon die Nutzung überzeichneter Actioneinlagen (teilweise unterfüttert mit Kameraperspektiven, die bisher fast ausschließlich in kontemporären Filmerzählungen zur Anwendung kamen und daher betont als modern wahrgenommen werden), um Augenzwinkern zu signalisieren.

Auf diese Weise legt das Publikum Ansprüche an historische Authentizität bereitwillig ab und lässt sich auf die phantastischen Elemente ein, die mit State-Of-Art-Effekten beeindruckend realisiert werden, auch gerade weil sie nicht prahlerisch in den Mittelpunkt gestellt werden, sondern oft eher beiläufig in die unkonventionelle Montage eingeflochten sind. Die Bildfülle ist so beeindruckend, dass man auch gerne mal über weniger kreative Leihgaben hinwegsieht (Stichwort Herr-der-Ringe-Oliphanten). Ganze Panoramen in Weitwinkel- und Vogelperspektiven wechseln sich ab mit Detaileinstellungen, die Verzierungen von Schwertern oder einfach die Strukturierung von Holz, Stein und Lehm einfangen.

Natürlich handelt es sich dabei um reine Zerstreuung, die Wissbegierigen über die Artus-Sage rein gar nichts beibringen kann, als solche erfüllt sie aber ihren Zweck viel besser als das Gros der Gegenwarts- und SciFi-Blockbuster, die wochenlang unsere Kinosäle verstopfen.
:liquid7:

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Beitrag von freeman » 29.12.2017, 16:45

Da mach ich mit:

King Arthur: Legend of the Sword:
Nachdem der Film im Kino ja gnadenlos versenkt wurde, aber irgendwie jeder, der den gesehen hat, schwer begeistert war, bekam er seine Chance. Hat sich gelohnt. Flotter, megaunterhaltsamer Spaß, in dem Guy Ritchie endlich mal wieder Guy Ritchie sein darf und beispielsweise aus Fight Club und ähnlichen frühen Hits bekannte Stilmittel herüberrettet. Wenn hier seine Charaktere anfangen, Storys zu erzählen, beginnt man automatisch zu feixen, weil das irre montiert ist und auch soundmixtechnisch großartig arrangiert ist. Auf eine Love Story hatte Ritchie auch keinen Bock, also gehts den ganzen Film über nur ab: Magie, Fantasiewesen, ein genialer Jude Law als schleichend fieser Bösewicht und ein megasympathischer Rockerbub als Arthur. Misslungen sind nur ein paar Burly-Brawl-Matrix-Reloaded-CGI-Sequenzen, in denen man sieht, dass CGI-Charaktere am Wirken sind. SEHR SEHR geil ist der Score zum Film! Da ist man permanent am Mitwippen, so geht der ab. Großer Spaß!
:liquid8:

In diesem Sinne:
freeman

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Beitrag von McClane » 30.12.2017, 08:15

freeman hat geschrieben:Nachdem der Film im Kino ja gnadenlos versenkt wurde, aber irgendwie jeder, der den gesehen hat, schwer begeistert war, bekam er seine Chance.
War bei mir im realen wie Online-Umfeld ähnlich (hatte auch deine und Vince' Meinung gesehen). Gemessen daran war ich dann wieder etwas enttäuscht vom Ritchie-Arthur, auch wenn der Film natürlich seine Meriten hat.
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Beitrag von SFI » 21.01.2018, 07:02

Bei King Arthur muss man unweigerlich an Opernklassiker denken, die urplötzlich mit einem modernen Szenenbild aufwarten und zum Ärgernis werden. Modernisierungen von Legenden sind daher so eine Sache, denn nicht jede Legende hat Coolness von Nöten. Was bei den langweiligen Musketieren jüngst noch auf trashige Weise unterhielt, versetzt dem Geschichtsfan im Falle Arthur einen tiefen Schlag. Lösgelöst von der Sage ist der Streifen dabei durchaus gelungen, der Soundtrack ist der Wahnsinn und die Bebilderung dreckig opulent. Doch wenn Guy Ritchie Kollege Arthur samt Straßenbande im Stile von "Bube, Dame, König, grAS" oder "Snatch" inszeniert, Schwertkämpfe im Stile misslungener Matrix Sequels choreographiert, Klamotten und die Ausmaße von London eher an das 18. Jahrhundert und Dialoge an die Neuzeit erinnern, dann sind das imo eher unnötige Modernisierungen. Das Änderungen dennoch funktionieren können, beweist der Streifen indes mit seinen fantasylastigen Gimmicks und Geschöpfen zuhauf. Da gefiel mir die Herangehensweise des Fuqua Streifens deutlich besser.

:liquid5:
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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