Criminal Squad

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Criminal Squad

Beitrag von McClane » 20.01.2018, 08:05

Criminal Squad

Bild

Originaltitel: Den of Thieves
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: Christian Gudegast
Darsteller: Gerard Butler, Pablo Schreiber, O'Shea Jackson Jr., 50 Cent, Evan Jones, Brian Van Holt, Maurice Compte, Mo McRae, Cooper Andrews, Oleg Taktarov, Michael Papajohn, Nick Loeb, Michael Bisping u.a.

In „Den of Thieves“, hierzulande „Criminal Squad“ getauft, spielt Gerard Butler den Chef der Major-Crimes-Einheit von Los Angeles. Er und seine Truppe jagen eine Crew von Ex-Soldaten (u.a. Pablo Schreiber, Curtis '50 Cent' Jackson und Evan Jones), die Raubüberfälle begehen. Fluchtwagenfahrer Donnie (O'Shea Jackson Jr.) wird als unfreiwilliger Informat rekrutiert und gerät zwischen die Fronten.

:liquid6:

Hier geht's zur Kritik
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Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von StS » 20.01.2018, 08:52

Wenn der Film 80 (und nicht 140!) Minuten laufen würde, hätte mein Interesse eventuell etwas übers "Emmett Furla Oasis"-Niveau hinausgereicht...

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Beitrag von Vince » 21.01.2018, 06:41

Ein 80-minütiges Heat-Rip-Off wäre ja schließlich kein Heat-Rip-Off. ;)

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Beitrag von freeman » 21.01.2018, 16:44

Feine Kritik @ McClane. Werd ich mir sicher im Kino gönnen, so ihn jemand hier ins Programm nimmt.

Eine Frage zur Kritik:
„Den of Thieves“ ist Standardware, der man die Vorbilder von Michael Mann bis David Ayer ansieht, die anfangs etwas anhängt und das Atzentum seiner Hauptfiguren zelebriert.
Ist da tatsächlich anhängt als Wort geplant? Oder eher durchhängt? Ich kann mit dem Begriff irgendwie nichts anfangen...

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Beitrag von McClane » 22.01.2018, 11:50

Das kommt davon, wenn man Texte eben noch beim Korrekturleselauf ändert. Ich hatte glaube ich erst etwas von "unter anfänglichen Hängern leidern" geschrieben und das dann umformuliert ohne mehr richtig drauf zu achten. Hab nur "hängt" jetzt genommen. "anhängt" war definitiv nicht geplant :lol: .
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Beitrag von freeman » 22.01.2018, 17:36

Aah ok!

:yeah:

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Beitrag von freeman » 29.01.2018, 18:07

Bock auf Kino? Dann haben wir hier Freikarten für euch!

Kostenlos in "Criminal Squad" neihirschen

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Beitrag von Actionfilmfan » 11.02.2018, 16:27

freeman hat geschrieben:Bock auf Kino? Dann haben wir hier Freikarten für euch!

Kostenlos in "Criminal Squad" neihirschen

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Wenn man davon 16 Minuten rausschneidet und nicht weiß ob Handlung oder Action poste ich sicher nicht. Ja, geil hab ich Bock drauf :lol:

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Beitrag von McClane » 13.02.2018, 12:37

Wurde doch schon kommuniziert, dass die internationale Fassung um Handlung gestrafft wurde.
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Beitrag von freeman » 13.02.2018, 16:04

Ist eigentlich auch Rille, denn als der Actionfilmfan das Ganze entdeckt hat, gabs gar nix mehr zum Aufregen, weil da die Gewinner sicher schon längst im Kino waren :lol:

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Beitrag von freeman » 05.06.2018, 09:40

Gewinnspiel mit den Langfassungen

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Beitrag von Vince » 20.08.2018, 03:12

Vieles deutet darauf hin, dass "Criminal Squad" zu den ganz großen Nummern in Sachen Heist Movie gehören möchte und dementsprechend nur die Besten der Besten zur Messlatte erklärt hat. Hauptdarsteller Gerald Butler ist beispielsweise so motiviert bei der Sache wie lange nicht, seine Figur könnte mit all ihren merkwürdigen Ticks und Anwandlungen in dieser Form beinahe unter Scorsese entstanden sein. Doch genau wie bei den Großen wird der Versuchung widerstanden, diesen auffälligen Charakter in den Mittelpunkt zu stellen und den Geltungsbereich der Geschichte somit durch den persönlichen Radius einer einzelnen Figur unnötig einzuschränken. Das Drehbuch erkauft sich diese Unabhängigkeit mit einem weit ausholenden Erzählbogen, der Verbrecher wie Polizisten gleichermaßen charakterisiert, der eine große Stadt mit der Intimität einer persönlichen Abrechnung zwischen zwei Antipolen konterkariert. Gerade hierher rühren die exzessiven Vergleiche mit "Heat", um die man wahrlich nicht herumkommt; insbesondere, wenn erst einmal die Schussgefechte auf offener Straße einsetzen, mit denen auch noch die höchsten Standards des Action- und Thriller-Kinos gehalten werden sollen.

Schaut man genauer hin, erkennt man natürlich, dass sich das Skript wie fließendes Wasser bequem in den Gräben ausbreitet, die von den Klassikern erschaffen wurden. Das ist je nach Sichtweise als elegant zu bezeichnen oder als faul; in jedem Fall fällt auf, dass die dicke Hose bloß aufgebauscht ist, so imposant sie auch an den Beinen steht. Im Endeffekt fällt das auf die Schauspieler zurück, die plötzlich gefühlt nur noch Klischees abarbeiten. Es betrifft dann irgendwann auch die Shootout-Choreografien und am Ende die Anatomie des Coups samt Vorbereitung, der mit überraschenden Manövern durchaus Spannung und somit auch Unterhaltung generiert, den man in dieser Form aber nicht zum ersten Mal zu Gesicht bekommt - und auch nicht in der besten Fassung.

Anders jedoch als andere Filme, die größer gedacht sind als gemacht, behält dieser halbwegs seine Form. "Think Big" gilt hier für jede Kategorie, und zwar bis in die letzte Einstellung hinein. Der Größenwahn spiegelt sich also praktisch in allen Bestandteilen. In der Gesamtheit wirkt das so überzeugend, dass man beinahe meinen könnte, "Criminal Squad" sei tatsächlich ein großer Film. Unter dem Strich reflektiert er seine Vorbilder jedoch nur in einem Zerrspiegel.
:liquid6:

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Beitrag von John_Clark » 20.08.2018, 07:31

Wer gibt seinem Werk den Titel Criminal Squad? Nun, keiner. Criminal Squad ist der “deutsche” Titel des US-Actionfilms Den of Thieves. Und weil in deutschsprachigen Ländern wohl nur Idioten wohnen sollen wurde der Titel hier ganz reisserisch übersetzt, denn Criminal Squad ist doch der tausendfach geilere Titel als Den of Thieves, oder…?

Inhalt:
Big Nick (Gerard Butler) ist Anführer einer korrupten Polizei-Gang in Los Angeles, der Welthauptstadt des Bankraubs, in der nur die Angestellten des LAPD noch erbarmungsloser als die Kriminellen sind. Als Nick erfährt, dass der legendäre Dieb Merrimen demnächst seinen grössten Coup landen will, erpresst er das schwächste Mitglied seines Teams und macht es zu seinem Spitzel. Merrimen, der Nick immer einen Schritt voraus sein muss, begeht eine Serie gewagter Einbrüche als Vorbereitung zum scheinbar unmöglichen Überfall auf die Federal Reserve Bank! Und obwohl die explosiven Pläne der Übeltäter langsam aber sicher ans Licht kommen, scheint im Hintergrund noch jemand anderes die Fäden zu ziehen, den weder Nick noch Merrimen jemals auf der Rechnung gehabt hätten…

Man könnte das Genre des Banküberfallfilms auch langsam als ausgelutscht betrachten. Inside Man, Bank Job, The Town oder Ronin existieren bereits. Und über allem schwebt Heat. Dieses edle und unantastbare Werk von Michael Mann ist eines der schimmerndsten Werke der Filmgeschichte. Von Darstellung über Regie, von Story bis zum Takt, von Anfang bis zum Ende – Heat ist da und wird auch weiter existieren. Criminal Squad? Unnötig.

Vorallem, da Criminal Squad die Anlehnung an das grosse Vorbild zu keiner Zeit leugnet. Der Film präsentiert dem Zuschauer die beinahe gleiche Story in vereinfachter Form, versucht auch mit dem Rhythmus des Michael Mann-Filmes Schritt zu halten, stolpert einige Male ordentlich, aber kann gegen Ende hin noch einige Farbtupfer auf die Leinwand setzen.

Ja, ich war beim Abspann doch überrascht, wie gut mir dieses Werk noch gefallen hat. Speziell in der zweiten Filmhälfte nimmt Criminal Squad viel Tempo auf und präsentiert uns Zuschauern eine hochspannende Szene nach der anderen. Die Idee in einen Hochsicherheitskomplex einzubrechen ist zwar ebenso ausgeluscht, aber Christian Gudegast hat hier tolle Arbeit geleistet. Das Tempo reisst mit und plötzlich sitzt man(n) doch grinsend auf der Couch, das Geschehen geniessend und staunend ob des fetten Basses, der bei jedem Schuss aus einer Waffe ertönt.

Hauptdarsteller Gerard Butler muss man mögen. Mit dem Typen würde man gerne mal einige Bier kippen und dazu noch ein Schnitzel mampfen. Als Zugpferd dieses Projekts war er genau der richtige und man sah ihm die Spielfreude richtig an. Der fand es richtig geil diesen halbkaputten Cop zu mimen, der hier seinen Ehefrust an der Waffe rauslässt. Mit Pablo Schreiber, O’Shea Jackson, Maurice Compte und Brian van Holt hat man hier einige Nebendarsteller an Bord, welche man so eher in kleinen dreckigen B-Filmen sieht. Jedoch wurden allen Darstellern sehr ordentliche und vorallem glaubhafte Figuren auf den Leib geschrieben, welche von den Darstellern stets auch getragen werden können. Dieser No Name-Cast hat hier richtig gut abgeliefert. Ach ja, 50 Cent war auch mit dabei.

Das Finale mündet in einer sehr stimmig umgesetzten Schiesserei auf einer Strasse, welche wiederrum klar von Heat inspiriert wurde. Ich lasse nichts zu Nahe an das Werk von Michael Mann heran, aber Criminal Squad präsentierte uns sicherlich eine der besten Schusswechseln der vergangenen Filmjahre. Very well done!

Fazit: Doch, Criminal Squad (Ich hasse den Titel auch noch nach dem xten Niederschreiben) ist harte Unterhaltung auf gutem Niveau. Ordentlich geklaut beim grossen Vorbild Heat, aber die Umsetzung macht verdammt Spass.

:liquid7:

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