
Als sich David Fincher mit „Zodiac“ zum zweiten Mal dem Serienkillerfilm zuwandte, diesmal aber eine völlig andere Perspektive gegenüber „Sieben“ wählte, nahm er sich vielleicht auch ein Beispiel an Billy Wilders „Fedora“. Mit seinem Spätwerk um den gleichnamigen Filmstar (Hildegard Knef) kehrt dieser thematisch zu seinem Klassiker „Sunset Boulevard“ zurück, überzieht ihn aber durchweg mit einer ungewohnt satirischen, gegenüber dem Establishment fast schon zynischen Note. Fedora steht nicht, anders als Norma Desmond aus „Sunset Boulevard“, im Mittelpunkt der Handlung, sondern ist ein Rädchen im verwinkelten Getriebe des auf Schein erbauten New Hollywood. Diesem hechtet William Holden als unabhängiger Produzent spürbar hinterher, während er in „Sunset Boulevard“ als Stimme aus dem Off noch die Würde des Noir verströmen durfte, selbst als Swimming-Pool-Leiche, die er darstellte.
Bei weitem ist dieser vorletzte Film von einem der bedeutendsten Grenzgänger zwischen Drama und Komödie nicht mehr mit der Klasse seiner wichtigsten Arbeiten zu vergleichen, auch weil er sich mit Finten und Schlenkern gegen den Grundsatz des Regisseurs richtet, nüchternes, ablenkungsfreies Kino zum Eintauchen zu bieten. Andererseits zeigt Wilder, dass er durchaus dazu in der Lage ist, mit der Zeit zu gehen; und über das seltene Talent verfügt, sich bei der Betrachtung eines Objekts in eine völlig neue Perspektive zu versetzen.

The Bye Bye Man

Hochglanz-Horror für ein trendbewusstes, junges Publikum. Die schreiend dämlich als „Bye Bye Man“ referenzierte Titelfigur wird erwartungsgemäß in einen mythologischen Hintergrund gewickelt, der sie aber weder unheimlich noch anderweitig interessant erscheinen lässt. Von der „Bloody Mary“ über den „Candy“- und „Boogeyman“ bis zum stumpfsinnigen Hackebeilschwinger aus einem Meta-Slasher werden unzählige Referenzen in den Sack geworfen, nur ängstigen möchten sie nicht. Innerhalb der gelackten Inszenierung möchte nicht einmal mehr der Schatten des aufgehängten Mantels an der gegenüberliegenden Wand im dunklen Schlafzimmer Gänsehaut verursachen, geschweige denn ein hautloser Hund aus dem Computer. Dabei hätten die in ansprechendem Weitwinkel eingefangenen Räume nach „Psycho“-Vorgabe durchaus Raum geboten für ungewöhnlich konzipierte Horror-Sequenzen.
Irrationales Verhalten vertrauter Personen soll die aus dem Alltag gerissene Hauptfigur ebenso verunsichern wie das bekannte Pavlov-Spiel mit Klang (Münze, Zug) und verknüpftem Effekt, doch das ständige Aufbrechen der vermeintlichen Realität ermüdet mit der Zeit, zumal die Darsteller nicht willens oder in der Lage sind, wie echte Menschen zu wirken; vielmehr entsprechen sie dem papiernen Abbild junger Erwachsener aus einem typischen Genre-Film. Der immerhin auch schon 32-jährige Douglas Smith sieht dabei wesentlich jünger aus als er ist – in diesem Fall nicht zwangsläufig ein positives Merkmal.
Wenn Euch der Trailer den Eindruck von Massenware für den schnellen Jump-Scare vermittelt: Traut Euren Augen und übt Verzicht. Nur eine weitere amerikanische Legende, schlecht zusammengeklaut aus anderen amerikanischen Legenden.
Live By Night

Ben Affleck ist wieder voll dabei. Als Drehbuchautor und Regisseur hat er sich so einen guten Namen erarbeitet, dass man ihn plötzlich auch als Schauspieler wieder für voll nimmt, ja selbst seinen Batman hat man ihm nach gesunder Skepsis letztlich abgenommen. Es hat lange gedauert, aber nun scheint er endgültig etabliert.
Da muss eine von Affleck geschriebene und inszenierte Mafia-Ballade inklusive Hauptrolle doch wie von selbst laufen. Schauplätze voller historischer Details, ein mit allerfeinstem Zwirn versehener Kostümschrank, eine Farbpalette mit kräftigen Orange-, Türkis- und Violetttönen wie frisch aus dem Sonnenuntergang gelöffelt, die Vorlage eines Autoren, den Affleck mit „Gone, Baby, Gone“ schon einmal verfilmt hatte... alles scheint wie gemacht für einen edlen Gangsterfilm, modern gefilmt, aber in Tradition der gemächlichen, ausholenden Epen der 80er und 90er Jahre.
Doch als „Live By Night“ dann endlich auf dem Bildschirm ist, läuft er einfach nur gehetzt durch, hakt Stationen ab, bewegt sich routiniert durch Zeitsprünge, inszeniert Verhandlungen unter Gangstern ebenso träge wie Schusswechsel mit verrutschten Hüten und zerknitterten Nadelstreifenanzügen. Optisch erfüllt der Film alle Erwartungen, aber Affleck wirkt in seiner Dreifach-Funktion zwischen zwei Auftritten als geflügelter Rächer, als sei er nicht ganz bei der Sache, als plagten ihn größere Verpflichtungen.
Und tatsächlich macht die geistige Abwesenheit, die er nach außen vermittelt, das potenzielle Epos kleiner als es sein könnte. „Live By Night“ erreicht nie die Niederungen eines Groschenromans so wie etwa „Gangster Squad“, gerade deswegen setzt man aber größere Erwartungen in ihn, die großflächig enttäuscht werden. Eine Erfahrung, die man vor ein paar Jahren auf ähnliche Weise mit der Hunter-S-Thompson-Verfilmung „Rum Diary“ machen musste; schade, dass sie sich in ähnlicher Manier wiederholen muss.
Get Out

Afroamerikanischer Mann aus New York steht ein Kennenlernen der Eltern seiner weißen Freundin bevor. Und dann?
Das Schöne an „Get Out“ ist ja, dass er keinen Genre-Bausatz liefert, mit dem man sich schon im Voraus die komplette Handlung inklusive Auflösung selbst zusammenreimen kann. Möglicherweise würde sich die Prämisse noch für eine Komödie eignen (wahlweise aus der Kevin-Hart- oder Spike-Lee-Ecke), wohl kaum aber für einen Horrorfilm, als welcher die Blumhouse-Produktion deklariert ist. Das bedeutet also, man kann dem Grundgedanken des Kinos frönen: Sich überraschen, irritieren, überwältigen lassen. Ein dieser Tage fast ausgestorbenes und deswegen ungemein kostbares Privileg.
In Zeiten, da sich die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums verkürzt zu haben scheint, da Trailer bereits als Mini-Zusammenfassungen gelten und allen Ernstes schon immer öfter ihre eigenen Mini-Trailer als Sekunden-Montage vorangestellt bekommen, ist der eigentliche Filmbesuch fast schon überflüssig geworden; man kennt ja schließlich schon alles, und wenn man mal nicht schon im Voraus weiß, wie der Hase läuft, muss man sich für sein Unwissen fast schon rechtfertigen.
Wie „Get Out“ hat seit „Cloverfield“ aus 2008 aber kein Film mehr funktioniert. Man ist im Körper dieses jungen Kerls, steht unmittelbar vor einer unangenehmen, aber harmlos wirkenden Situation, hat aber noch die verzweifelte Fratze des Entsetzens vom Cover im Hinterkopf und versucht, sich fieberhaft auszumalen, welche Ereignisse wohl auf diesen extremen Pfad führen mögen.
Dass dies nicht gelingt, ist mehr als begrüßenswert und natürlich einerseits dem diskreten Marketing zu verdanken, andererseits aber auch dem geschickten Umgang Jordan Peeles mit dem Element des Suspense in der ersten Hälfte. Der Horror, den er erzeugt, ist ein schleichender. Er nähert sich über gewöhnliche Situationen und überrumpelt schließlich mit Darstellungen tief liegender Urängste vor dem irrationalen Verhalten von Individuen, schließlich der organisierten Irrationalität einer ganzen Gruppe, die das bis dato als normal Erscheinende zum Anormalen erklärt und umgekehrt. Ob nun der Gärtner nachts grundlos auf den rauchenden Gast zurennt wie ein Berserker oder das Hausmädchen Georgina mit falschem Grinsen künstliche Freude zur Schau stellt (Betty Gabriel gelingt hier ein bizarres Mienenspiel von beinahe schon Lynch'schen Ausmaßen), es geht um die fehlende Fähigkeit der Hauptfigur, das Verhalten seiner Umwelt voraussehen zu können und angemessen darauf zu reagieren – so wie es im übertragenen Sinne so manchem Dunkelhäutigen in einer Runde weißer Kapitalisten ergehen dürfte.
So könnte man meinen, „Get Out“ sei vornehmlich ein Film für schwarze US-Amerikaner, da deren Ängste konkret thematisiert und in einen gesellschaftskritischen Horrorfilm kanalisiert werden. Doch möglicherweise funktioniert er bei einem weißen Publikum sogar noch besser. Ein solches wird nämlich zusätzlich mit einer völlig neuen Perspektive konfrontiert und steht letztlich dem obskuren Gehabe der Armitages und ihrer Freunde ebenso ratlos gegenüber wie alle anderen.
Zwar kann sich das satirisch aufgeladene Possenspiel nicht über die Zeit retten, ohne sich doch noch vor der ein oder anderen Konvention verbeugt zu haben; auch wird der Umgang mit den aufgedeckten Karten zwar raffinierter, auch in Sachen Visualität und Montage angeregter gelöst als vergleichbare Filmhandlungen, statt einer völligen Begeisterung bleibt für die Pointe am Ende allenfalls wohlwollendes Abnicken übrig. Aber es ist ja auch die Skurrilität des Vorangegangenen und das brillant überzeichnete Spiel aller Beteiligten, womit dieser Film überrumpelte und überrascht aufhicksende Rezensenten zurückgelassen hat. Nicht ohne Grund.
Ein Dorf sieht schwarz

Schade um die wirklich interessante Geschichte des zairischen Arztes, der auszog, um in einem kleinen französischen Dorf eine Praxis zu eröffnen. Man hätte es sicher verziehen, wenn der lehrreiche Beitrag zur Geschichte der französischen Integrationskultur einfach nur mit dem dicken Strich einer Comic-Satire überdeckt worden wäre; immerhin warnt ja bereits das Cover in den gelben Comic-Sans-Lettern einer typischen Verständigungskomödie der Marke Dany Boon. Sogar den merkwürdigen Rap-Song im Abspann verzeiht man, stammt er doch vom echten Sohn der Titelfigur.
Wo das Verzeihen jedoch schwer fällt, ist der Verbrüderungskitsch, auf den alles ausgerichtet ist. Wenn sämtliche Konflikte aufgelöst sind und selbst härteste Kartoffelbauern, die vermutlich sogar ihre eigenen Frauen mit Misstrauen strafen, zu den besten Freunden der exotischen Familie mutieren, verwandelt sich echte Empathie in falsche Rührseligkeit, eine Komödie mit dramatischem Kern zu einem emotionalen Schmierentheater.
„Ein Dorf sieht schwarz“ funktioniert daher fast nur in der ersten Hälfte, wenn die kulturellen Vorbehalte auf beiden Seiten noch frisch sind. Eine dunkelhäutige Familie, die in den 70er Jahren mitten auf einem französischen Feldweg im Regen steht, umgeben von Ackern und mit Aussicht auf einen langen Fußmarsch, da treffen zwei Welten aufeinander und klare Aussagen werden getroffen über die unterschiedlichen Annahmen, denen die jeweiligen Kulturen zugrunde liegen. Der fehlende Kontakt scheint hauptsächlich die Angst vor dem Unbekannten zur Grundlage zu haben; es ist spannend zu beobachten, wie die Einheimischen absurde Umstände in Kauf nehmen, um bloß nicht mit dem Farbigen in Kontakt zu geraten.
In der zweiten Hälfte erweisen sich aber nur noch die Besuche der Großfamilie aus Zaire als wertvoll; ihr lebensbejahendes, gegenüber den lokalen Gepflogenheiten allerdings auch respektloses Verhalten ist natürlich allerfeinster Nährboden für klassische Culture-Clash-Comedy nach Prinz-von-Zamunda-Art. Leider hat das Drehbuch zu diesem Zeitpunkt bereits längst zu zerbröckeln begonnen. Deutsche Schweig(höf)er-Komödien lassen grüßen, wenn mit für Familie Zantoko mit reichlich Naivität (oder aber Verklärung) sämtliche Drähte zum Dorfpöbel gekittet werden, bis der Ringelpiez getanzt wird und einem ganz schwindlig wird vor lauter Menschlichkeit.
Lady Dracula

Die einfachen Genre-Mittel, derer sich Jean Rollin bei weitem nicht zum ersten Mal bedient, erfahren in „La Morte Vivante“ keine höhere Wertschätzung. Sie scheinen zügig ausgeführtes Mittel zum Zweck zu sein, sowohl in ihrer Ausführung als auch in ihrer Konzeption. Dies mag eine paradox wirkende Feststellung sein angesichts des Umstandes, dass drastische Spezialeffekte in diesem Fall zur Beschlagnahmung des Werkes geführt haben, eine Ehre, die nicht jedem Werk des Regisseurs zuteil wurde, auch wenn er sich zeit seines Lebens in einer schmuddeligen Grenzwelt des Films aufgehalten hat, die ihn für alles Verbotene pauschal als Verdächtigen in Betracht zieht.
Handwerklich jedoch sind die Effekte auf besserem Amateurniveau anzusiedeln. Verätzte Gesichter, durchbohrte Köpfe und zerfetzte Hälse trennen den Make-Up-Teil deutlich von den pulsierenden Körpern der Präparierten, die still stehen müssen, um eine Illusion erzeugen zu können, die im Grunde keine ist; wenn der Puls noch sichtbar schlägt bei den Toten, wird die Improvisation offenbar.
Mehr noch als das reine Handwerk verrät jedoch dessen Planung, wie wenig Rollin in dieser Produktion am kunstfertigen Umgang mit den Regularien des Horror- und Untotenfilms gelegen haben muss. Radioaktive Fässer, deren Dämpfe die Toten aus ihren Gräbern erwachen lassen, wurden nur drei Jahre später zum Aufhänger einer amerikanischen Zombie-Comedy namens „Return Of The Living Dead“, die es mit der Zeit zu einem hohen Kult- und Bekanntheitsgrad gebracht hat. Mit ihnen eine tragische Geschichte über Ewigkeit, Menschlichkeit und Freundschaft initiieren zu wollen, grenzt an Faulheit, wenn nicht Ignoranz.
Oder sie führt bewusst auf die falsche Fährte, denn um so eindringlichere Wirkung erzeugt der Regisseur mit der Art und Weise, wie er seine Hauptdarstellerinnen Marina Pierro und Françoise Blanchard im Zusammenspiel inszeniert. Als ehemals Unzertrennliche, die vom Schicksal getrennt wurden, arbeitet er eine proportionale Umkehrung ihrer Entwicklungen vom Menschlichen ins Entmenschlichte oder umgekehrt heraus. Überhaupt arbeiten die Mechanismen in Rollins Fantasy-Welten meist über den Dualismus zweier weiblicher Pole, die mal identisch sein können, mal völlig gegensätzlich. Diesbezüglich liefert „La Morte Vivante“ eine der besten Vorstellungen im Œuvre des Franzosen; nicht zwangsläufig nur auf die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerinnen bezogen, sondern viel mehr in der Gesamtkomposition. Der Kampf gegen die Leere des Vampirdaseins wird mit kraftvollen Schlüsselbildern unterstrichen; ob die auferstandene Catherine nun in ihrem weißen Totenkleid wie paralysiert über eine grüne Wiese streift oder nackt am Klavier sitzt und die Erinnerung mit einzelnen Tastenanschlägen zu beschwören versucht, während hinter ihr auf dem Boden blutige Leichen verstreut sind, dieses Horrordrama ist reich an tiefen Eindrücken und strebt mit der komplexen Interpretation des Vampirthemas weit ins Poetische hinein.
Aus dieser Perspektive betrachtet ist es verständlich, dass dem reinen Genre-Handwerk gegenüber so wenig Sorgfalt zuteil wird. In gewisser Weise funktioniert „La Morte Vivante“ als grober Reißer dennoch; Blutige Effekte und Nacktheit hat er immerhin zu bieten, dazu gewohnt schaurige Setpieces, die oft erst durch die Kombination unwirklich erscheinen (die zierliche Marina Pierro als augenscheinlich einzige Hausherrin eines riesigen Schloss-Anwesens). Wahre Höhen erreicht er aber erst durch das komplexe Verhältnis zwischen der Vampirin und ihrer Dienerin, samt ihres bedeutungsvollen Bandes aus Jugendtagen.
Mamba

Mit nur zwei Nebendarstellern – einer davon verabschiedet sich bereits nach dem Prolog – und einer Hauptdarstellerin dürfte sich die italienische Genre-Produktion selbst dann ein Kammerspiel nennen, wenn nicht gerade Frau und Schlange hinter von außen abgesperrter Haustür einen gemeinsamen Abend verbringen würden. Dass Mario Orfini dabei so schnell zu diesem Punkt kommt, gehört zweifellos zu den Vorzügen des Films, der noch nicht einmal die 80-Minuten-Marke knackt, bevor dem Reptil das Gift ausgeht.
Abservierte Ehefrau gegen Mamba auf eingegrenztem Raum also. Das klingt jetzt nicht unbedingt nach garantierter Hochspannung, weil man sich vielleicht ein Hausmütterchen in karg eingerichteter Zweizimmerwohnung vorstellt, das quiekend auf einem Stuhl von einem Bein zum anderen hüpft. Doch da hat man die Rechnung ohne Trudie Styler gemacht. Die damalige Lebensgefährtin und spätere Ehefrau von Sting hüpft langbeinig in Unterwäsche und Hemd von einem Raum zum nächsten, absolviert in der Phase der Arglosigkeit eine Badeszene und holt selbst in der offenen Konfrontation noch so manches Mal ihre Schenkel aus der schützenden Vermummung – und doch spielt sie kein geistloses Final Babe („Final“ wäre angesichts der Konstellation auch recht witzlos), sondern bietet überraschend ein durchaus wertvolles Portrait aufkeimenden Feminismus in Reaktion auf den 80er-Jahre-Wall-Street-Machismus, der von Gregg Henry mal wieder vortrefflich ausgedünstet wird. Was Styler zeigt, ist oft albern, manchmal stark und selbstbewusst, dann aber auch wieder dumm und naiv – weit weg also von den realitätsfernen Powerfrauen der 90er Jahre.
Obwohl die Schlangenattacken als solche insgesamt wenig bedrohlich ausfallen und überhaupt sehr spärlich ausfallen (es sei denn, man möchte die inflationär eingesetzte Monster Vision mit ständiger Wiederholung eines Gänsehaut-Streicher-Motivs hinzuzählen), sorgt die Hauptdarstellerin für die halbe Miete, damit es beim Kampf auf Leben und Tod nicht langweilig wird. Der Rest wird von der Location beigesteuert, die mit weitläufigen Räumen, verschachtelten Treppen und Fluren und einem fast schon surrealen Design inklusive schräg verlegter Fenster und schiefer Wände durchaus ungewöhnlich ist.
Mit biblischer Symbolik mag man es ein bisschen übertrieben haben; nicht nur heißt die Dame „Eva“, auf einem Beobachtungsmonitor ihres Mannes mit Atari-Grafik wird sie außerdem als Apfel dargestellt, der von der Schlange verfolgt wird. Wenn Eva nun in der finalen Phase des offenen Kampfes im Eiltempo von einer Etage zur nächsten hetzt, ist es um die Logik endgültig geschehen; anders als ihr Mann würde man die Überlebenschancen der Frau unter normalen Umständen etwas höher sehen als 1 zu 1.000.000, aber mit einer Mamba, die Blitzteleportation beherrscht, mag diese Schätzung wohl hinkommen. Das Ende ist entsprechend des emanzipatorischen Subtextes vorhersehbar, hat aber dennoch zumindest einen kleinen Twist zu bieten und ist ebenso kurz angebunden wie der Rest; selbst der Abspann muss nur drei Schauspieler auflisten und ist in Windeseile abgehakt.
Sherlock Holmes: Die Frau in Grün

„Bei Osiris und Apis, schau mich an. Schau mich ganz fest an! Du bist jetzt ein Vogel! Jaa, ein Vogel, bei Osiris und Apis! Ein Vogel!“
Wie schon die „scharlachrote Kralle“ aus 1944 bringt die „Frau in Grün“ Farbe in das schwarzweiße Holmes-Universum und bedient sich per Dialog der Farbcodierung, was durchaus gut zur psychedelischen Welt der Hypnose passt, in die Holmes und Watson diesmal hineingeraten – auch wenn die zirkulierende Hypnosescheibe auch in Schwarzweiß ihren Dienst erfüllt. Das Ermittlerduo erinnert im Umfeld geistig manipulierter Opfer an Asterix und Obelix in der Magier-Episode aus „Asterix erobert Rom“, insbesondere dahingehend, dass sich Beide dem Budenzauber gegenüber als immun wähnen, was selbstverständlich nur auf Holmes zutrifft, nicht auf Watson, der weggetreten ist, noch bevor er seinen Monolog über die Manipulation kleiner Geister beendet hat. Natürlich tappt auch Holmes trotz seiner Erhabenheit über den Mummenschanz in die Falle und wandelt im wahrsten Sinne des Wortes am Abgrund entlang; inwiefern dieser Kniff nach nunmehr elf Episoden noch überraschen kann, sei mal dahingestellt.
„Die Frau in Grün“ ist mit einer klassischen Reihe von Morden, Detektiven nach klassischem Strich und einem neuen Milieu als Verkleidung somit ein routinierter, bisweilen prächtig unterhaltender, aber auch leicht auszurechnender Eintrag in die Reihe, der genau nach Maß liefert.
2 Lava 2 Lantula

Nein, also ohne Mike Mendez am Ruder macht es einfach keinen Spaß mehr. Die Asylum-Untiefen, über die sich „Lavalantula“ dank eines bestens aufgelegten Police-Academy-Casts und augenzwinkernden Humors noch erheben konnte, werden im schnell nachgereichten Sequel von Nick Simon nun selbst betreten, obwohl auch er auf Steve Guttenberg, Michael Winslow und Marion Ramsey zurückgreifen kann. Guttenbergs erster Auftritt am Set eines Polizeifilms ist aber schon so verkrampft, dass er Rückschlüsse auf mangelnde Schauspielführung zulässt. Man schämt sich regelrecht für den Star aus Kindheitstagen, wo man ihn im ersten Teil wegen des gelungenen selbstironischen Ansatzes noch anfeuern konnte – kaum zu glauben, dass er hier ein und dieselbe Rolle noch einmal spielt.
Und die Erinnerung mag täuschen, aber auch wenn die Animationen beim ersten Auftritt der Feuerspinnen bestimmt nicht von Meisterhand geschaffen wurden... waren sie nicht dennoch um einiges ansehnlicher als in der Fortsetzung? Die harmonische Einbettung der Achtbeiner ins Bild scheint nun endgültig keine Relevanz mehr zu genießen, achtlos gleiten sie über jede Art von Materie, ohne Notiz von deren Beschaffenheit zu nehmen. Ihr Schattenwurf gleicht dem eines betrunkenen Lucky Luke, mal zu schnell, mal zu langsam, mal einfach gar nicht da. Bei Lavalantula Mamalantula Gargantula, dem Über-Vieh fürs Stadion-Finale, sind vor lauter Megalomanie sogar Copy-and-Paste-Fehler zu bestaunen. Dass man sich in einer Szene über schlechte CGI-Effekte lustig macht und diese offensichtlich auch auf sich selbst bezieht, macht das Elend nur geringfügig besser. Besonders auffällig ist auch der armselige Schnitt. Mendez hatte diesen noch selbst angefertigt und damit sicherlich der ein oder anderen Szene zu mehr Tempo verholfen, hier wird eine krude Hetzjagd nur noch kruder.
Das inzwischen in Florida spielende Arachnidenspektakel zeigt sich bisweilen sehr zitierwütig und fertigt „Scarface“, „Miami Vice“, „Jurassic Park“, „Independence Day“ und Artverwandte im Dutzend ab. Wie Fremdkörper ragen sie aus der Handlung, die sich hauptsächlich über die klassische Sequel-Mischung aus Variation und Fortführung bekannter Bestandteile ergibt, Eiskanonen beispielsweise oder... ja, das war's auch schon. Als ein Crocodile-Dundee-Verschnitt eingeführt und schnell wieder herausgeschrieben wird, ist das bezeichnend dafür, wie die Gags am Fließband ohne Pointe absaufen.
Also, bitte, lasst es nicht mit Fortsetzungen wie „Lavalantula: Volcano Drift“ oder „Lavalantula: New Model. Original Legs.“ ausarten und beendet die Reihe, bevor sie irgendwann im Weltraum landet.
Hell Or High Water

Man täte dieser schnörkellosen Ballade über zwei kriminelle Brüder Unrecht, würde man sie an fehlender Originalität festnageln oder daran, dass es Geschichten wie diese schon so lange gibt wie das Kino. Denn es ist gerade eben die Pointe von „Hell Or High Water“, dass er in der heutigen Zeit spielt, sich aber schon zu einer Zeit ereignet haben könnte, als der Westen noch nicht gebändigt war.
Obwohl er mit dem von Ben Foster nach eigenem Typ gespielten Tanner Howard ein potenzielles Störfeuer im Plot integriert hat, lässt sich Regisseur David Mackenzie nicht beirren auf seiner geraden Linie von Punkt A zu Punkt B. Es sind letztlich die von Chris Pine und Jeff Bridges ebenfalls nach eigenem Typ gespielten Figuren, die den Fortgang der Geschichte mit ihrem kalkulierten, bisweilen sogar vorprogrammierten und schicksalhaften Handeln bestimmen.
Spannung lässt sich damit schwerlich erzeugen, wohl aber Nachdenklichkeit, die sich im Straßenstaub kleiner US-Gemeinden verteilt, welche in der Zeit stehen geblieben zu sein scheinen – ein Fingerzeig an politische Entscheidungsträger und den ausbleibenden Fortschritt im Umgang mit Einzelschicksalen. Die Inszenierung der Banküberfälle geht dabei mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit einher, die dem Warten vor der verschlossenen Tür des Bäckers am frühen Morgen gleicht; den Sonnenaufgang noch orangerot im Genick, den Hahnenschrei im Ohr, das Sandkorn im verschlafenen Auge. Ohne Frage, den Gesetzesbrechern wird ein gewisses Maß an Verständnis für ihr Handeln zuteil.
Überraschungen gibt es also weder in der Auflösung des Dilemmas noch im angeknüpften Epilog. Sie wären an dieser Stelle auch nicht angemessen. Es ist wertvoll zu wissen, dass die Dinge manchmal einfach so sind, wie sie sind.
,5 A Cure For Wellness

„Shutter Island“ im Kur-Ambiente von „Ewige Jugend“... dass die Rückkehr von Gore Verbinski ins Mystery-Horror-Fach ein visueller Augenschmaus werden würde, war vorprogrammiert. Bilder von kristallklarer Anmutung und bläulichem Schein lassen New York und die Schweizer Alpen beiderseits wie ein unwirkliches Spiegellabyrinth wirken. Dementsprechend gelingt der Übergang von der toten Darstellung der gläsernen Großstadtfassaden hin zur idyllischen Abgeschiedenheit mühelos. Eine brillant gefilmte Transit-Außenaufnahme reflektiert beide Perspektiven gegeneinander und findet ihr Ende im Schwarz des Tunnels. Nein, Verbinski lässt keinen Zweifel an der deutlichen Genre-Einordnung seines Werkes und versucht nicht einmal, sie zu verschleiern.
Ist die Erzählform jedoch durch Konventionen bereits vorbestimmt, drängt sich die Geschichte in den Vordergrund. Das Drehbuch bleibt hier vage, was der ersten Hälfte wesentlich mehr nützt als der zweiten. Solange die unerklärlichen Vorgänge im Sanatorium nämlich nur abstrakte Striche sind, solange sich aus ihnen noch keine interpretierbaren Zeichen entwickelt haben, funktioniert dieser Ansatz ganz hervorragend. Man mag sich kaum sattsehen an den glatten Spiegelflächen der Seen, der Unerreichbarkeit der Berge und den Mosaiken im Inneren des Sanatoriums. Die Zeichen, seien es Halluzinationen von nicht vorhandenen Durchgängen oder mikroskopischen Lebewesen im verabreichten Wasser oder harte Fakten wie ein Wildunfall, man nimmt sie, wie sie kommen, bereitwillig, sich auf das Rätselspiel einzulassen, und nimmt dafür sogar Klischees von verrückten Anstaltsexperimenten und einem mies gelaunten Pöbel aus dem Dorf im Tal in Kauf.
Nur kommt irgendwann immer der Punkt, an dem man die Karten offen legen muss. Hier offenbart die von Regisseur Verbinski und Drehbuchautor Justin Haythe gemeinsam erdachte Geschichte ihre Lücken, insbesondere bezüglich der Richtung, die man einschlagen möchte: Soll „A Cure For Wellness“ nun vor den Krankheiten der modernen Gesellschaft warnen oder schlägt es doch eher einen märchenhaften Weg ein, indem es das Garstige zum Bösen erklärt, das weit oben auf dem Berg hockt und in seinem Kessel voller Geheimnisse rührt?
Vielleicht dachte man, beides ginge gleichzeitig, es würde womöglich sogar den Mystery-Faktor in die Höhe schrauben. Der Plan geht leider nicht auf; trotz des naturalistischen Bilderrauschs bleibt das rationale Denken noch so weit aktiv, dass man das Dilemma des Films, sich für die mythologische oder die kontemporäre Auslegung entscheiden zu müssen und sich nicht entscheiden zu können, störend wahrnimmt. Schade um das verlorene Potenzial, aber aus Verbinski-Perspektive bietet „A Cure For Wellness“ dennoch willkommene Abwechslung nach einigen Jahren gefüllt mit Actionkomödie und Melodram.
Hidden Figures

Große Leistungen ohne Anerkennung sind das Thema dieser biografischen Verfilmung um drei afroamerikanische NASA-Mathematikerinnen zu Zeiten von John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson. Ein Extrembeispiel für Diskriminierung steht auf dem Plan; Hautfarben- und Genderthemen werden miteinander verknüpft und in ein berufliches Umfeld gelegt, das für Außenstehende bis heute als Synonym für Willenskraft und Traumerfüllung steht. So erzeugt die Inhaltsangabe nicht wie bei vielen anderen Rassismus-Dramen ein Gefühl von „unglaublich, dass so etwas zu dieser Zeit noch passiert ist“; ein Ausdruck, mit dem man sich selbst auch immer ein wenig rein wäscht. Vielmehr empfindet man Verwunderung darüber, dass überhaupt in den 60er Jahren dunkelhäutige Mathematikerinnen bei der NASA angestellt waren. Man ist dazu versucht, schon dies als fortschrittlich zu bewerten. Darauf aufbauend, ist es das Ziel dieses Films, zu beweisen, dass der Schein trügt.
So ist der metaphorische Gehalt dieser historischen Erzählung nicht zu unterschätzen. Kleine Bildnisse ziehen sich durch die gesamte Handlung, wenn die Protagonistinnen ihr Umfeld davon überzeugen wollen, dass es notwendig ist, Grenzen zu überschreiten, oder, wie es ihr Boss (Kevin Costner) mit ganz anderer Intention im Hinterkopf ausdrückt, „über die Zahlen hinaus zu denken“. Weiße in hohen Positionen werden daran erinnert, dass auch sie Grenzen durchbrechen mussten, um ihren Status zu bekommen; der erste Mann im All wird zum Symbol für das Avantgardistische, dem es auf anderen Positionen nachzustreben gilt.
Am besten ist „Hidden Figures“ im Grunde, wenn er die Nebenfiguren zu spontanen Reaktionen verleitet, die ein von gesellschaftlichen Umständen verblendetes Denken unter Beweis stellen. Dies gelingt oft in kleinen Gesprächen mit den unterschiedlichsten Menschenschlägen, die sich alle im gleichen Maße von dem Diktat ihrer Umwelt beeinflusst sehen; ob weiße Frauen (Kirsten Dunst), schwarze Männer (Mahershala Ali), schwarze Frauen (jede der drei Hauptdarstellerinnen) oder weiße Männer (Jim Parsons). Gerade dies macht Kevin Costners Rolle so besonders: Costner ist hervorragend darin, eine Immunität, aber auch Blindheit gegenüber rassistischen Themen auszustrahlen. Sein völliges Desinteresse an allem Privaten lässt ihn im Sinne von Arbeitsschutzgesetzen fragwürdig erscheinen (ein Thema für einen anderen Film vielleicht), im Kontext dieses Films jedoch hat er eine beneidenswert neutrale Ausstrahlung. Ihm dabei zuzusehen, wie er aus reiner Pragmatik heraus das Schild einer Toilette für Schwarze zertrümmert und dem gleichberechtigten Stuhlgang die Pforten öffnet, im Endeffekt nur, um die Effizienz der Arbeit seiner Angestellten zu erhöhen, ist eine Freude, denn sie drückt vor allem eines aus: Die Unlogik der Rassentrennung.
Leider ist „Hidden Figures“ in vielerlei anderer Hinsicht kaum mehr als durchschaubare Oscar Bait. Ansetzen kann man schon beim Filmtitel, der sich allenfalls darauf bezieht, dass die Lebensgeschichte der Frauen erst durch diesen Film für die breite Öffentlichkeit bekannt gemacht wird, da sie am Ende der Handlung gemäß eines etablierten Happy-End-Anspruchs sehr wohl Anerkennung erfahren und Fortschritt erzwungen haben. Doch wie viele andere NASA-Mitarbeiter, egal ob schwarz oder weiß, mag das breite Publikum wohl beim Namen nennen können? Wo sind die weißen Frauen mit Intellekt, wo werden Armut und Herkunft thematisiert? Theodore Melfi verwendet einen doch sehr beengten Blickwinkel auf den Arbeitsmarkt, und nicht einmal auf diesen im Generellen, sondern nur auf die Beschäftigungsverhältnisse im Langley Research Centre. Es wird suggeriert, dass es nur diese schwarzen Frauen gab, die für ihr Recht kämpften, in das selbsterklärte Revier weißer Männer einzudringen.
Die Narration ist völlig auf den Arbeitsalltag eingeschossen, der mit Lösungsansätzen der Marke „A Beautiful Mind“ oder „The Imitation Game“ hübsch ausgeschmückt wird, um eine fachliche Brillanz anzudeuten, mit welcher der zur Schau gestellte Mad-Men-Chauvinismus neutralisiert werden soll. Das geht sogar so weit, dass die familiären Umstände völlig vernachlässigt werden. Wenn Katherine nach einem 16-Stunden-Tag von der Arbeit zu ihren drei Kindern zurückkehrt, wirkt es doch sehr unglaubwürdig, dass sie immer noch dazu in der Lage ist, perfekt geschminkt bei ihnen zu sitzen und eine „gute Mutter“ zu sein.
Eigene Pioniersleistungen in Sachen Minderheitendrama verbaut sich „Hidden Figures“ damit wieder, denn am Ende des Tages bleibt seine Oscarnominierung leider nicht die einzige Vorhersehbarkeit.
Ich – einfach unverbesserlich 3

Wenn die Fantasie verdunstet ist, wird eben der Zwillingsbruder ausgepackt. Und weil sich in „Despicable Me“ bereits mehr als genug Eierköpfe tummeln, verfügt der Neuzugang über eine Tolle wallenden, blonden Haars als Unterscheidungsmerkmal von Gru und seinen Minions.
In dieser Doppelkonstellation geht es also ein weiteres Mal auf Superverbrecherjagd, natürlich nicht ohne Frau und drei Kinder im Schlepptau. Gegner ist diesmal ein fieser Ex-Kinderstar mit Schnurrbart und Vokuhila samt einsetzendem Kahlschlag, der von Trey Parker mit hörbarem Randy-Marsh-Einschlag gesprochen wird. Als Michael Jackson und Nena hörendes Kind der 80er mit seltsamen Vorlieben für Aerobic und Pop Art liegt eine solche Figur natürlich voll im Trend, wie fast alle anderen Charaktere im Illumination-Universum muss sie auch zum tanzenden Hampelmann gemacht werden, so dass sich die Figuren stets vom Beat gestochen fortbewegen, denn nicht-tänzelnde Bewegungen sind nicht witzig genug.
Derweil man den Minions mit einem Gefängnisaufenthalt mehr oder weniger erfolgreich eine neue Nische für ihre seltsamen Marotten gefunden hat, ähnelt die Gesamtkonstellation schon immer mehr der tief gesunkenen „Ice Age“-Reihe. Die Unterschiede zwischen einem Säbelzahnhörnchen im Weltall und einem Minion im Knast sind bei genauer Betrachtung nur marginal, während Gru, über dessen Grantigkeit immer noch Witze am Fließband gemacht werden, eigentlich längst nicht mehr grantig ist – was man ebenso über Säbelzahntiger Diego oder Mammut Manny sagen könnte.
Kurzum findet eine hektische Kompensation der nach dem ersten Teil verlorenen Dynamik durch oberflächliche visuelle Gags statt, mit denen einfach nur noch die körperlichen Deformationen des mit verschobenen Proportionen spielenden Animationsstils für die Pointe sorgen sollen. Wenn aber nur noch ein Blähbauch auf Stelzenbeinen zum Lachen anregen soll, ist das schlicht und ergreifend mangelhaft.
Weitere Sichtungen:
Security – It's Going To Be A Long Night
Waxwork 2
Ghost In The Shell
Wild Card
Spider-Man: Homecoming
Star Wars: The Last Jedi
Justice League





























































































