Accident Man

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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McClane
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Accident Man

Beitrag von McClane » 10.02.2018, 10:42

Accident Man

Bild

Originaltitel: Accident Man
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: Jesse V. Johnson
Darsteller: Scott Adkins, Ray Stevenson, Ashley Greene, David Paymer, Michael Jai White, Ray Park, Amy Johnston, Perry Benson, Nick Moran, Ross O'Hennessy, Tim Man, Stephen Donald, Brooke Johnston, Roger Yuan u.a.

Die Comicverfilmung „Accident Man“ ist ein Herzensprojekt für Hauptdarsteller Scott Adkins, der auch das Drehbuch schrieb. Unter der Regie von Jesse V. Johnson spielt den Profikiller Mike Fallon, der seine Taten nach Unfällen aussehen lässt. Doch er kommt in Konflikt mit seinen Kollegen, die unter anderem von den Martial-Arts-Talenten Michael Jai White, Ray Park und Amy Johnston dargestellt werden.

:liquid7:

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Beitrag von Nachtwaechter » 10.02.2018, 12:56

Vollste Zustimmung meinerseits.
Nicht frei von Makeln, auch hie und da etwas zäh (etwas zu ausgwalzter Mittelteil), dafür aber schöne, übersichtliche Kämpfe in bester Florentine-Manier.
Dazu die noch nicht gänzlich leergefilmte Location Groß-Britannien, ein sich selbst nicht zu ernst nehmender Plot und Held (dafür aber ungewöhnlich zynisch) und fertig ist die kurzweilige Actionsause.

Johnson, den ich bisher für immer etwas überschätzt hielt (wirklich gut fand ich bisher nur seine Auftragsarbeiten "The 5th Commandment" und "The Package") scheint wohl langsam seinen Flow zu finden

:liquid7:
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Beitrag von freeman » 11.02.2018, 18:16

Bei dem ist Scott aber auch wirklich hinterher. Gefühlt jeden Tag zwei oder drei Postings in seinen Social Media Accounts sprechen da eine deutliche Sprache.

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 17.02.2018, 11:49

Kein guter Regisseur - aber ne interessante Besetzung.
Wird irgendwann gewiss mal geschaut - wegen Scott, Ashley und Amy...

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Beitrag von C4rter » 18.02.2018, 12:11

StS hat geschrieben:Kein guter Regisseur - aber ne interessante Besetzung.
Wird irgendwann gewiss mal geschaut - wegen Scott, Ashley und Amy...
Kein guter Regisseur kann ich nicht (mehr) sagen. So ruhig gefilmt wie hier hat man eher selten. Wohl definitiv der beste Johnson Film bisher. Er hat seinen Weg gefunden.

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Beitrag von StS » 18.02.2018, 12:31

C4rter hat geschrieben:
StS hat geschrieben:Kein guter Regisseur - aber ne interessante Besetzung.
Wird irgendwann gewiss mal geschaut - wegen Scott, Ashley und Amy...
Kein guter Regisseur kann ich nicht (mehr) sagen. So ruhig gefilmt wie hier hat man eher selten. Wohl definitiv der beste Johnson Film bisher. Er hat seinen Weg gefunden.
Okay.... aber nach "Savage Dog" bin ich da weiterhin skeptisch.
Aber wie gesagt: Ich mach mir selbst auf jeden Fall noch ein eigenes Bild der Lage... :wink:

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Beitrag von John Woo » 18.02.2018, 13:49

Ja, "Savage Dog" war leider ziemlich mässig und allgemein konnte ich noch nie nachvollziehen, warum B-Actionfans Johnsons' Filme immer wieder empfehlen.
"Accident Man" war dann aber tatsächlich positiv überraschend. Okay, die Optik ist bestenfalls solide und die Locations sind weitgehend langweilig, aber die Actionszenen sind rundum gut umgesetzt - insbesondere die zahlreichen gut choreographierten Fightszenen wissen zu überzeugen. Dazu kommt eine solide Besetzung und eine überraschend unterhaltsam erzählte Geschichte - vielleicht sollte Adkins öfters mal ein Drehbuch schreiben. Klar finden sich auch hier viele Genre-typische Klischees, aber auf jeden Fall machen die Dialoge mehr her als in vielen anderen B-Actionfilmen.
:liquid7:

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Beitrag von kami » 19.02.2018, 17:47

Die Optik ist exzellent, solch gute Ausleuchtung, soviel Liebe zum atmosphärischen Detail sieht man im B-Action-Bereich selten. Hat natürlich nicht den Vulgär-Hochglanz diverser Keoni Waxman-Filme, und Gott sei Dank dafür.
Fantastischer Actionkracher, Scott Adkins bester Film bislang. Und der Action ist anzumerken, dass sie vornehmlich von Kampfchoreograf Tim Man und nicht vom Regisseur inszeniert wurde.

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Beitrag von freeman » 19.02.2018, 18:15

Rundum unterhaltsame Räuberpistole mit feinem Cast und atmosphärisch stimmiger Inszenierung. Dazu ein paar absolut großartig in Szene gesetzte Fightszenen. Feines Ding!
:liquid7:

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 11.05.2018, 06:34

Durchaus unterhaltsames B-Movie-Gekloppe mit ner "kampferprobten" Besetzung. Entsprechend sind die Fights die klaren Highlights des Streifens - obgleich auf Dauer ein Stück weit repetitiv - während vor allem die Szenen dazwischen etwas zäh und nicht unbedingt interessant daherkommen (man merkt, dass Regie-Grobmotoriker Jesse V. Johnson für letztere, aber nicht für erstere verantwortlich war). Quasi "Lock, Stock and two Smoking Barrels" trifft "Smokin' Aces" - nur halt von schwächerer Qualität. Klischees, banale Dialoge und eben solche Backstorys inklusive - sowie mit 105 Minuten zudem rund eine Viertelstunde zu lang geraten. Nunja, dank der Optik, harten Kämpfe, einiger netter Ideen (wie die Axt im Boden), der Skills einzelner Akteure (primär Adkins und Johnston) und einer guten, übersichtlichen Kamera-Führung war ich am Ende (trotz der markanten Schwächen) recht zufrieden mit dem Ergebnis. Es hätte jedenfalls weitaus schlimmer kommen können. Und Ashley Greene mag ich eh. :wink:

knappe :liquid6:

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Beitrag von SFI » 11.05.2018, 12:32

Durchweg unterhaltsame Actionsause mit toller Choreographie und herrlich überdrehtem Figurenensemble.

:liquid8:
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Beitrag von Vince » 28.07.2018, 05:36

Der Besetzungsliste nach zu urteilen bloß ein weiterer Klopper der Kategorie B, dessen Drehbuch nichts als ein notwendiges Übel ist, um die Action-Blasen wie Perlen an eine lineare Schnur ketten zu können.

Aber denkste! "Accident Man" ist zweifellos einer der narrativ ambitioniertesten Actioner mit Scott Adkins in der Hauptrolle. Es wird mit bissigen Sprüchen aus dem Off kommentiert, es wird über einen längeren Flashback die Vergangenheit aufgerollt. Unentwegt sucht Jesse Johnson den größeren Kontext und löst sich somit vom omnipräsenten Gegenwartsbezug des Actionfilms für den Videomarkt, der in den meisten Fällen nur die Reaktion auf eine akute Bedrohung kennt: Schießt der Baddie in deine Richtung, dann schieß so schnell wie möglich zurück.

Flapsige Oneliner eines Erzählers wie bei einem Revival von "Snatch", das kann natürlich vollkommen in die Hose gehen, gerade bei einem schauspielerisch eher steifen Darsteller wie Adkins. Doch zur großen Überraschung runden die Kommentare das mit raffinierten Einfällen gewürzte Kommentierte optimal ab und lassen nie eine Nähe zu billiger Post-Gangster-Ware der 00er Jahre zu. Im Gegenteil; wenn die Hauptfigur in der Rückblende als Zeitungsjunge von Schlägertypen verfolgt wird, rückt die Stimmung sogar kurzzeitig in die Nähe von Scorseses Gangster-Epen der 80er und 90er.

Im Kern ist "Accident Man" natürlich trotzdem ein Prügelfilm durch und durch. Gewisse Nebenfiguren, die actiontechnisch völlig passiv agieren, werden ganz gezielt genutzt, um auf der Gegenseite die Physis des Hauptdarstellers und seiner Kontrahenten zu betonen, deren Taktiken bunt gemischt sind wie in einer Comicverfilmung - daher wohl auch die Regenbogenfarben auf dem Cover. Obwohl ein Michael Jai White, es sei dem inzwischen 50-Jährigen gegönnt, ein wenig Winterspeck angesammelt hat, gehören seine Tag-Team-Auftritte gemeinsam mit Ray Park zu den Highlights. Darstellerisch hingegen setzt Ray Stevenson die Glanzpunkte. Der muss im Grunde bloß mit einer Flinte hinter der Bartheke stehen und ist doch die imposanteste Erscheinung des Films. Schade bloß, dass einige interessante Figuren dem breiten Aufgebot zum Opfer fallen (den rattenartigen Giftmischer hätte man bei einer derart schrulligen Einführung einfach besser einbinden müssen).

Abwechslungsreiche Schauplätze, schlagfertige Selbstironie, eine hohe Taktfrequenz in Sachen Action, charismatische Akteure und teilweise ziemlich verrückte Ausschaltmethoden lassen "Accident Man" also zu einem echten Highlight seiner Gattung werden. Ein leider allzu selten gewordenes Vorkommen.
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Beitrag von McClane » 29.07.2018, 12:52

Vince hat geschrieben:deren Taktiken bunt gemischt sind wie in einer Comicverfilmung
Könnte daran liegen, dass es eine Comicverfilmung ist :D. Auch wenn die Vorlage wohl weitestgehend unbekannt ist.
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