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Beitrag von freeman » 10.03.2018, 15:11

Z-Nation (Season 3)
Staffel 1 war ein angenehm unterhaltsamer Gegenentwurf zu "Walking Dead". Staffel 2 wusste dahingehend auch noch halbwegs zu begeistern (vor allem John Hyams Episoden), zeigte aber schon krasse Abnutzungserscheinungen. Und Staffel 3 ist nun endgültig im Walking-Dead-Langweilermodus angekommen. Die Protagonisten lungern nur noch am gleichen Schauplatz herum. Der Story-Arc ist krampfhaft um Stillstand bemüht und die Ideen gehen den Machern auch langsam aus. Gab es sonst beinahe pro Folge irgendeine neue Form von Zombie, gibt es hier nun nur Mischwesen, irgendwo zwischen Mensch und Zombie. Dazu kommt dann noch ein nerviges Kid gegen Ende. Heijeijei. Das Gemetzel baut auch langsam ab. Zumindest aber funktionieren die - weitgehend von potthässlichen Leuten gespielten - Figuren richtig gut. So gut geskriptete Figuren hab ich in noch keiner Asylum-Produktion gesehen. Auch sonst könnte die Serie wie ein Neuanfang für die Trashklitsche wirken, denn auch die Effekte funzen und die Schauplätze machen was her. Richtig Spaß kommt aber dennoch keiner auf. Und Staffel 4 startete unlängst wenig verheißungsvoll.
:liquid4:

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Beitrag von freeman » 12.03.2018, 15:37

Dimension 404 (Season 1):
Anthologie-Serie im "Outer Limits"-Umfeld mit starkem Fokus auf Medien und deren Auswüchse. Dementsprechend geht es beispielsweise um "Online-Dating" in der Zukunft, E-Sport, 3D-Kino und - natürlich - Künstliche Intelligenz. Dem Vorbild entsprechend schwankt die Qualität von Story zu Story stark. Diese enden mal happy, mal mit fieser Pointe, sind durchweg hochwertig in Szene gesetzt und entbehren nicht eines angenehmen Humors. Absolutes Highlight ist eine Episode um eine zeitreisende TV-Nerdin, die ein paar hübsche Kapriolen zu schlagen vermag. Mit sechs Folgen endet der Spaß bei Staffel 1 aber schon deutlich, bevor sich das ganze Konzept eingegroovt hat.
:liquid6:

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Beitrag von gelini71 » 13.03.2018, 03:02

Der Lack ist ab - Staffel 1

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Mit 40 gehts bergab ! Hier ist die Serie dazu - OK, das Budget war sichtlich etwas mager weswegen es "dezente" Produktplazierungen gibt :lol:. Die Wortgefechte sind Klasse und ich mußte teilweise wirklich lachen weil ich vieles aus eigener Erfahrung kenne. Auf jeden Fall eine neue, inovative Idee und das auch noch aus Deutschland und praktisch dazu weil man eine ganze Staffel bequem an einem Abend schauen kann :lol:.
:liquid8:
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Beitrag von SFI » 13.03.2018, 03:49

Bei mir schon mit 30, aber nun gut. :lol:
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Beitrag von gelini71 » 13.03.2018, 07:09

Sie betont die ganze Zeit das sie ja "erst 39" ist und noch keine 40 :lol:
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Beitrag von freeman » 13.03.2018, 19:24

Chosen (Staffel 2)
Chosen steht sich in seiner zweiten Staffel selbst ziemlich im Weg. Der eine Handlungsstrang erzählt noch einmal die aus Staffel 1 bekannte Geschichte mit minimalen Variationen. Da die grundlegende Story schon recht spannend ist, funktioniert der Strang noch ganz gut. Allerdings ist man der handelnden Person immer mehrer Schritte voraus, da man ja alles schon kennt. Handlungsstrang zwei dagegen, der mit der Weitererzählung des Schicksals der Figuren aus Staffel 1 eigentlich der spannendere sein müsste, kackt gleich mal vollkommen ab. Packt nie. Und es ist sofort klar, wie Strang 1 und 2 wohl zusammenfinden werden. Schade... Ich hoffe, Staffel 3 findet einen runden Abschluss.
:liquid4:

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Beitrag von gelini71 » 14.03.2018, 03:09

Der Lack ist ab - Staffel 2

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Siehe Staffel 1, nur mit noch mehr "Produktplazierung" :wink:
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Beitrag von SFI » 14.03.2018, 03:13

Ist das nun der neue Trend? Nach Kurzstaffeln jetzt Kurzfolgen? :lol: Muss man immerhin nicht Jahre wie bei GoT warten.
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Beitrag von gelini71 » 15.03.2018, 03:00

Also ich finde das irgendwie praktisch :lol:

Der Lack ist ab - Staffel 3

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Siehe Staffel 1 - diesmal mit WENIGER Schleichwerbung :shock:
:liquid8:
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Beitrag von gelini71 » 16.03.2018, 02:54

Der Lack ist ab - Staffel 4

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So, die letzte Staffel - finanziert von amazon und somit (endlich) Schleichwerbungsfrei :lol:. Ich habe mich die letzten vier Tage prächtig amüsiert und wirklich vieles habe ich selber auch schon so erlebt :shock:. Sicherlich produktionstechisch eher simpel aber die Dialoge sind klasse. Das hier diesmal mittendrin eine traurige Folge ist war dann doch befremdlich, dafür hat die Weihnachtsfolge am Schluß alles wieder gut gemacht.
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Beitrag von McClane » 19.03.2018, 13:04

Suits - Season 2

Season 2 baut Louis Litt als Figur mehr aus, gibt ihm mehr Facetten und hat damit schon einen Pluspunkt gegenüber der Vorgänger-Season. Ansonsten bleibt alles beim alte: Jede Menge Fälle, die quasi nie verloren werden, weshalb das Drehbuch auch nie so recht glaubwürdig etablieren kann, dass Harvey, Mike und/oder der Kanzlei gerade das Wasser bis zum Hals stehen soll, dazu einen ganz netten Story Arc um den wieder ins Geschäft drängenden Daniel Hardman, der die Staffel irgendwie zusammenhält. Die Wortgefechte sind erneut pointiert, eine Rückblendenfolge vertieft die Figuren und die Länge von 16 Folgen ist angenehm, auch wenn die Staffel zu Beginn des letzten Drittels durchhängt, um dann Fahrt aufzunehmen und doch wieder Lust auf Kommendes zu machen. Immer noch nicht der Big Cheese, aber schon vergnüglich.

:liquid7:

Jessica Jones - Season 1

Eigentlich ist Jessica Jones in Sachen Superkräfte keine besondere Figur: Übermenschliche Stärke, die hat doch fast jeder Superheld im Gepäck. Daraus machen Marvel und Showrunnerin Melissa Rosenberg aber eine Stärke: "Jessica Jones" ist eine vergleichsweise geerdete Private-Eye-Serie in bester Film-Noir-Tradition, die durch ihre weibliche Hauptfigur gleichzeitig gewisse Traditionen auf den Kopf stellt, obwohl es entsprechende Versuche im Kino mindestens seit den 1980ern gab - doch so halbherzige Filmchen wie "V.I. Warshawski" sehen gegen "Jessica Jones" alt aus. Die säuft wie ein Loch, schert sich nicht um Konventionen und ist nie um eine schlagfertig-schroffe Antwort verlegen. Mit dem Willen kontrollierenden Killgrave kommt auch ein etwas anderer Bösewicht dazu, der interessante Gedanken zum Thema psychischen Missbrauchs anstößt. Durch diese nur begrenzt physische Konfrontation muss "Jessica Jones" im Gegensatz zu "Daredevil" auch nicht die Checkliste mit mindestens einem dicken Fight pro Folge abhaken - das Detektivformat wird dadurch weniger gebunden. Teilweise führt diese Ungebundenheit auf etwas unschöne Abwege (die Folge in Jessicas Elternhaus wirkt ein wenig als Bremser) und auch sonst gibt es den einen oder anderen Schönheitsfehler: Luke Cage wirkt manchmal etwas zu präsent, dabei sollte es doch primär um die Heldin gehen. Trotzdem eine starke Sache, die zeigt wie Marvel-Helden abseits von Kloppereien und Riesenschlachten funktionieren können.

:liquid7:,5 bis knappe :liquid8:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von gelini71 » 22.03.2018, 06:01

Sneaky Pete - Staffel 2

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Ich war skeptisch ob man das Niveau halten kann - man hat es geschafft. OK - konstruiert ohne Ende und wie auch schon in Staffel 1 ist manche Wendung arg gewollt bzw zu zufällig aber als ganzes passt es schon. Und das beste: man bringt alles zu einem sauberen Abschluß. Macht Spaß.
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Beitrag von Cinefreak » 24.03.2018, 21:09

freeman hat geschrieben:Chosen (Staffel 1)
Chosen hat eine nette Prämisse, die konsequent weiter gedacht wird und irgendwann eine Realität formt, in der potenziell jeder Mensch ein Killer sein könnte, der hinter dir her ist. Leider verliert die Serie im Mittelteil gehörig ihren Fokus aus dem Auge, bleibt aber glücklicherweise dennoch immer spannend. Gute Darsteller und ein nettes Tempo lassen die knapp 2,5 Stunden auch nicht zu lang werden, wenngleich häufiger der Gedanke aufkommt, dass der Stoff als 100 Minüter mit deutlich aufgestocktem Budget ein richtiger Knaller geworden wäre.
:liquid7:

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Freu dich auf Staffel 3 - mit dem Auftritt von Rose McGowan zieht das Tempo gewaltig an. Ist schon ne Weile her, dass ich die Serie geschaut hatte und warte seitdem auf die vierte Staffel....;)

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Beitrag von gelini71 » 25.03.2018, 06:22

Divorce. - Staffel 2

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Immer noch eine ganz amüsante Geschichte, einige Lacher sind drin aber so lustig Comedy-mäßig ist es jetzt aber dann doch nicht. Sarah Jessica Parker soll mal eine Stilikone und Sexsymbol gewesen sein ? Na ja - ihr Gesicht würde jetzt hier eher für einen Horrorfilm ausreichen :shock: irgendwie verstehe ich ihren Filmehemann das er sie loswerden will, zumal ihre Figur wirklich unsympathisch ist.
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Beitrag von freeman » 26.03.2018, 14:40

@ Cinefreak: Die Vorfreude auf Staffel 2 wurde schon arg durch Staffel 2 getrübt :lol: ;-)

Chosen (Staffel 3):
Es ist erstaunlich, dass Staffel 1 der Serie die tiefsten Einblicke hinter die Kulissen des Spiels erlaubte. Die Staffeln 2 und 3 bleiben permanent nur an der Oberfläche und beim sich doch arg abnutzenden eigentlichen Modus Operandi der Serie. Und selbst da hat Staffel 1 einfach den Originalitätsbonus. Staffel 3 versucht ein wenig mehr Action zu machen. Bringt mit Rose McGowans Charakter endlich mal einen Charakter, dem gefällt, was er da macht. Mit frappierenden Folgen für deren Angehörige. Für die kurze Laufzeit von 140 Minuten ist das wieder recht kurzweilig, ansonsten bleibt die Erkenntnis, dass nach Staffel 1 einfach zu krass die Handbremse reingeschmissen wurde. So sehr, dass Staffel 3 mit einem Cliffhanger endet, zu dem es nie eine Auflösung geben wird.
:liquid5:

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Beitrag von gelini71 » 30.03.2018, 04:05

Patriot - Staffel 1

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Endlich mal was frisches, neues und vor allen anderes - "Patriot" ist angenehm gegen den Strich gebürstet, so als ob die Coen Brüder mit Guy Ritchie einen drauf machen würden. Den sehr zynischen Humor muß man aber schon mögen. Die Andersartigkeit der Serie ist aber auch ihr ihr Problem: die recht dünne Geschichte wird sehr verschachtelt erzählt, das ewige umherspringen durch die Zeitebenen und Blickwinkel ist etwas anstrengend und erfordert aktives mitdenken des Zuschauers. Für die breite Masse eher nichts, ich fands saugeil. Nur das Luxemburg hier immer wie Prag aussieht (wo gedreht wurde) ist eher lachhaft, da helfen auch keine schnell mal hingestellten Schilder auf Französisch :wink: :lol:
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Beitrag von freeman » 31.03.2018, 13:03

The Gifted:
Angekündigt als "X-Men" als Roadmovie mit starkem Fokus auf Familie wird hier schon in Folge 3 dem "Roadmovie" der Bremsklotz zwischen die Beine geknallt und man kehrt (The-Walking-Dead-mäßig) an einem Ort ein, den man (The-Walking-Dead-mäßig) den Rest der Folgen nur verlässt, um sich Ärger einzubrocken. Dazu ein Haufen TV-Gesichter, die man inzwischen einfach ein stückweit zu oft gesehen hat (Moyer, Acker, Chung,...). Die eigentliche Handlung ist der übliche Tand: Menschen mögen keine Mutanten. Die wehren sich, aber ja nicht zu dolle. Die aufgefahrenen Superkräfte wissen nicht zu beeindrucken, dafür sind die Actioneinlagen zumindest ganz hübsch. Von der Paarung Bryan Singer und Len Wiseman hatte ich mir aber weit mehr versprochen. Sowohl in Sachen Inhalt als auch in Sachen Form. Marvel hats im TV - abseits ein paar Netflix-Einträgen - einfach net so raus.
:liquid4:

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Beitrag von SFI » 31.03.2018, 13:19

Da sahen für mich schon die Trailer wenig lohnenswert aus. Bleibe einfach bei der DC-Gülle... :lol:
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Beitrag von StS » 31.03.2018, 13:20

"Legion" ist cool, ungewöhnlich... und mal nicht von "Netflix" :wink:

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Beitrag von freeman » 31.03.2018, 13:20

Legion liegt auf meinem Pile of Shame und harrt seiner Entdeckung. Da Staffel 2 gerade auf Fox startet, werd ich der bald ne Chance geben.

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Beitrag von gelini71 » 03.04.2018, 02:52

the last Tycoon - Staffel 1

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Sehr unterhaltsame und Optisch ansprechende Sache - auch hier wieder die rote Karte an amazon die (mal wieder) die Serie nach nur einer Staffel zu Grabe getragen haben. Das macht den Klippenhänger am Ende um so bitterer....
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Beitrag von SFI » 03.04.2018, 05:23

Wie viele Serien hat amazon eigentlich, die a) Renomee genießen und b) über 3 Staffeln kamen? :lol:
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Beitrag von gelini71 » 03.04.2018, 05:42

Faktisch keine :lol:
"Bosch" und "Mozart in the Jungle" sind eher Publikums- als Kritikerlieblinge und "Transparent" zieht seinen Ruf noch aus den Preisen die sie mit Staffel 1 gewonnen haben.
Das Hauptproblem muß aber der alte (mittlerweile abgesetzte) Sendechef vom amazon Studio gewesen sein - der hat imo viel am Sender und seinen Ruf versaut mit seinen teilweise fragwürdigen Entscheidungen.....
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Beitrag von SFI » 03.04.2018, 05:54

Das erklärt wohl, warum amazon die letzten Wochen mit 2 Big Budget Serien auf sich aufmerksam machte. Mal sehen, ob Geld Tore schießt. :lol:
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Beitrag von freeman » 03.04.2018, 12:38

Chance (Season 2)
Staffel 2 setzt die Ereignisse aus Staffel 1 konsequent fort und präsentiert einen Neuro-Psychiater (Hugh Laurie), der seinen Patienten hilft, aus ihrer Opferrolle herauszukommen, indem er ihre Angreifer/Missbraucher/Misshandler selbst zu Opfern macht. Mit politisch alles andere als korrekten Methoden. Das droht ihm in Staffel 2 aber alles um die Ohren zu fliegen. Zudem wird er mit einem Patienten konfrontiert, der nicht mehr und nicht weniger als ein astreiner Soziopath mit Spaß am Morden ist. Was tun?

Die Antwort auf die Frage wird von Folge zu Folge komplexer, die Serie immer spannender und das Endergebnis immer genialer. Alle Figuren werden vertieft, erhalten ihre Subplots, die prächtig funktionieren. Highlight ist und bleibt der hünenhafte Kampfkoloss D, der mit seinen Entscheidungen und immer vorwärtsdrängenden, radikalen Handlungen (etwa ein Massaker mit Bleistiften!!!) von ganz alleine dafür sorgt, dass Chance nicht eine Sekunde Gefahr läuft, irgendwie vorhersehbar zu sein. Großartig fallen auch inszenatorische Neuerungen auf. Etwa wenn sich zwei Personen unterhalten und die Kamera zum einen den Dialog bebildert, zum anderen aber auch die Gesprächspartner zeigt, wie sie nur einander gegenübersitzen und sich abchecken. Die Reaktionen des Gegenübers beobachten. Die Dialoge kommen dann aus dem Off. Ein simpler und eigentlich naheliegender Kniff in einer Serie um einen Arzt, der unter anderem auch mit gespaltenen Persönlichkeiten zu tun hat und nicht nur darum weiß, dass wir alle die eine Seite haben, die wir allen zeigen, und dann die Seite, die uns vermutlich am meisten ausmacht. Und die kann durchaus auch mal sehr finster sein.

Zudem wusste man wohl, dass nach Staffel 2 leider Schluss sein würde, weswegen man die Staffel vollkommen rund und befriedigend abschließt. Starkes Ding und deutliche Steigerung zur ohnehin schon hervorragenden ersten Staffel.
:liquid10:

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