Filmtagebuch: SFI
Moderator: SFI
Akte X - Staffel 10
Von der bevorstehenden Alieninvasion wechselt man nun zur geplanten Weltherrschaft mittels eines Virus, welches die Menschheit dezimiert. Fragt sich nur, wer der Elite danach das Korn einfährt und das Brot bäckt. Wäre somit eher ein Fall für Bond. Langweilig und hingerotzt wirkt das Gezeigte obendrein. Immerhin kann die letzte Folge etwas unterhalten.
Von der bevorstehenden Alieninvasion wechselt man nun zur geplanten Weltherrschaft mittels eines Virus, welches die Menschheit dezimiert. Fragt sich nur, wer der Elite danach das Korn einfährt und das Brot bäckt. Wäre somit eher ein Fall für Bond. Langweilig und hingerotzt wirkt das Gezeigte obendrein. Immerhin kann die letzte Folge etwas unterhalten.
Also ich fand die 11. Staffel in Teilen einfach nur großartig. Alleine die Episode rund um die Gefahren der vernetzten Welt war schlicht und ergreifend ganz großes Kino. Kann das Gemeckere über die Neuauflage eigentlich nur in Bezug auf die "Alieninvasion" und das mühsige Eingebinde des Rauchers nachvollziehen, die Einzelepisoden ließen teils richtig gewohntes X-Files-Gefühl aufkommen. Und da ich noch nie Fan der Mythologiefolgen war, wurde ich zu weiten Teilen bestens bedient!
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Jo, war jetzt sicher kein Überkracher, aber durchaus interessant zu sehen, wie sich dieses alte Serienflaggschiff in die heutige Zeit eingliedert. Mit der Erkenntnis, dass der große Story Arc heute nicht mehr funktioniert, die Einzelepisoden aber immer noch Spaß machen können. Hoffe, die elfte kommt demnächst auch mal raus, im TV muss ich mir das nicht geben.
Lost in Space - Staffel 1
Familie Robinson ist nicht nur lost im kanadischen Gestrüpp, sondern auch verschollen zwischen Eis-Pappmaché und Studiokulissen. Die Weltraum-VFX sind indessen wahrlich ein Augenschmaus und lassen das gescholtene "Star Trek: Discovery" fast wie eine Amateurproduktion wirken. Inhaltlich bewegt sich die Serie aber eher auf Soap Niveau samt inflationären, spannungslosen Problemkonstellationen, um in Bewegung zu bleiben. Die Motivation der Charaktere liegt zudem eher auf persönlicher Ebene und so beschäftigen sie sich mehr mit sich selbst als mit der Mission der Kolonisation, lassen dabei kaum Identifikation mit dem Zuschauer zu. Gerade die grauenhaft agierende Parker Posey, die als Abziehbild jeder ihrer neurotischen Parker Posey Charakter fungiert, nervt schon bei ihrem ersten Auftritt. Warum ein schwarzes Loch, welches sich direkt hinter der Sonne befindet den weiter entfernten Planeten anzieht, aber nicht die Sonne selbst, bleibt verschlüsselt. Schade, dass "The Expanse" weiterhin die Ausnahmeserie am SciFi-Horizont bleibt.
Familie Robinson ist nicht nur lost im kanadischen Gestrüpp, sondern auch verschollen zwischen Eis-Pappmaché und Studiokulissen. Die Weltraum-VFX sind indessen wahrlich ein Augenschmaus und lassen das gescholtene "Star Trek: Discovery" fast wie eine Amateurproduktion wirken. Inhaltlich bewegt sich die Serie aber eher auf Soap Niveau samt inflationären, spannungslosen Problemkonstellationen, um in Bewegung zu bleiben. Die Motivation der Charaktere liegt zudem eher auf persönlicher Ebene und so beschäftigen sie sich mehr mit sich selbst als mit der Mission der Kolonisation, lassen dabei kaum Identifikation mit dem Zuschauer zu. Gerade die grauenhaft agierende Parker Posey, die als Abziehbild jeder ihrer neurotischen Parker Posey Charakter fungiert, nervt schon bei ihrem ersten Auftritt. Warum ein schwarzes Loch, welches sich direkt hinter der Sonne befindet den weiter entfernten Planeten anzieht, aber nicht die Sonne selbst, bleibt verschlüsselt. Schade, dass "The Expanse" weiterhin die Ausnahmeserie am SciFi-Horizont bleibt.
Game of Thrones - Staffel 7
Der Staffel 1-6 Rollator fährt plötzlich mit Lachgas-Einspritzung, was einerseits durchaus begrüßenswert ist, aber tendenziell zu sehr "Fast 7" wirkt. Kann man als ärgerlich betrachten, aber die gekonnte Dramaturgie entschädigt dafür immens. Ansonsten rockt Staffel 7 wie es schon Staffel 6 tat und bietet vor allem mit dem Einsatz der Drachen großkalibrige, fantastische Actionsequenzen. Läuft.
Der Staffel 1-6 Rollator fährt plötzlich mit Lachgas-Einspritzung, was einerseits durchaus begrüßenswert ist, aber tendenziell zu sehr "Fast 7" wirkt. Kann man als ärgerlich betrachten, aber die gekonnte Dramaturgie entschädigt dafür immens. Ansonsten rockt Staffel 7 wie es schon Staffel 6 tat und bietet vor allem mit dem Einsatz der Drachen großkalibrige, fantastische Actionsequenzen. Läuft.
The 100 Hundred - Staffel 2
Auf den ersten Blick besser als Staffel 1, was vor allem am neuen stylischen Intro mit schicker Theme liegt. Ansonsten etwas großkalibriger, selbstbewusster sprich egozentrischer bei der Figurenentwicklung, aber auch dümmer hinsichtlich Erklärungen wie Strahlungsimmunität. Dazu eine handvoll ätzender Rettungsmissionen, bzw. beständig im Getrüpp aneinander vorbei laufend. Bin raus!
Auf den ersten Blick besser als Staffel 1, was vor allem am neuen stylischen Intro mit schicker Theme liegt. Ansonsten etwas großkalibriger, selbstbewusster sprich egozentrischer bei der Figurenentwicklung, aber auch dümmer hinsichtlich Erklärungen wie Strahlungsimmunität. Dazu eine handvoll ätzender Rettungsmissionen, bzw. beständig im Getrüpp aneinander vorbei laufend. Bin raus!
The Flash: Staffel 3
Mittlerweile strengt der Soap-Subplot durchaus an. Unentwegt huldigt man sich gegenseitig, gibt Versprechen der Ehrlichkeit ab, nur um dann doch alles für sich zu behalten, samt fataler Konsequenzen für den Rest. Vorneweg, der Lieblingsschwiegersohn, den ich aber auch einfach mag und viele Zeitreise Anomalien. Das nette 3-Folgen Crossover ist indes zwar eine schöne Idee, bringt aber dem europäischen Zuschauer nichts, wenn die Ausstrahlung der entsprechenden Folgen bei "Legends" und "Arrow" nicht zeitnah erfolgen. So konnte ich im Dezember die 3. Folge bei "Legends" verfolgen, genoss nun 4 Monate später die 1. Folge bei "The Flash" und muss mich noch gedulden, die 2. Folge in "Arrows" 5. Staffel sehen zu können.
Mittlerweile strengt der Soap-Subplot durchaus an. Unentwegt huldigt man sich gegenseitig, gibt Versprechen der Ehrlichkeit ab, nur um dann doch alles für sich zu behalten, samt fataler Konsequenzen für den Rest. Vorneweg, der Lieblingsschwiegersohn, den ich aber auch einfach mag und viele Zeitreise Anomalien. Das nette 3-Folgen Crossover ist indes zwar eine schöne Idee, bringt aber dem europäischen Zuschauer nichts, wenn die Ausstrahlung der entsprechenden Folgen bei "Legends" und "Arrow" nicht zeitnah erfolgen. So konnte ich im Dezember die 3. Folge bei "Legends" verfolgen, genoss nun 4 Monate später die 1. Folge bei "The Flash" und muss mich noch gedulden, die 2. Folge in "Arrows" 5. Staffel sehen zu können.
Bosch - Staffel 4
Staffel 4 wartet mit den gewohnten Zutaten auf und fasziniert mit seriös authentischer Ermittlungsarbeit. Dennoch zeigen sich bei dem Konzept so langsam Ermüdungserscheinungen. Es muss bei Folgestaffeln zwar nicht wie üblich größer und lauter zugehen, aber auch nicht kleinlauter wie es bei Bosch der Fall ist. Mir fehlt deutlich die rüde und ruppige Art von Staffel 1 und 2.
Staffel 4 wartet mit den gewohnten Zutaten auf und fasziniert mit seriös authentischer Ermittlungsarbeit. Dennoch zeigen sich bei dem Konzept so langsam Ermüdungserscheinungen. Es muss bei Folgestaffeln zwar nicht wie üblich größer und lauter zugehen, aber auch nicht kleinlauter wie es bei Bosch der Fall ist. Mir fehlt deutlich die rüde und ruppige Art von Staffel 1 und 2.
Steel Rain
Durchweg spannender Actionthriller, der neben seiner interessanten Prämisse auch auf zwischenmenschlicher Ebene gekonnt die idealogischen Unterschiede zwischen Süd- und Nordkorea inszeniert. Erfrischend zudem, wie die US-Regierung ganz nüchtern als Kriegstreiber bloßgestellt wird. Leider blickte ich aufgrund des O-Tons beim Personenkarrusell irgendwann nicht mehr zur Gänze durch.
+
Durchweg spannender Actionthriller, der neben seiner interessanten Prämisse auch auf zwischenmenschlicher Ebene gekonnt die idealogischen Unterschiede zwischen Süd- und Nordkorea inszeniert. Erfrischend zudem, wie die US-Regierung ganz nüchtern als Kriegstreiber bloßgestellt wird. Leider blickte ich aufgrund des O-Tons beim Personenkarrusell irgendwann nicht mehr zur Gänze durch.
+
Arrow - Staffel 5
Mittlerweile nicht nur abgenutzt sondern auch abgewetzt, gibt es auch in Staffel 5 wieder die immer gleichen KiBoTu Einlagen in den immer gleichen düsteren Hinterhöfen. Die Krönung ist allerdings das neue Team. Wenn sich ein jahrelang ausgebildeter Kämpfer für ein kleines Mädchen, einen Freitag der 13. Schläger und einen Nerd mit lächerlicher Fairplay Jacke entscheidet, dann muss das einfach eine Parodie sein. Dazu gesellen sich die immer gleichen Dialoge, ein lächerlicher Sekundärlump und eben besagter Nerd, der sich vor jedem Einsatz noch seine Haare zu Zöpfen flechtet. WTF!
Mittlerweile nicht nur abgenutzt sondern auch abgewetzt, gibt es auch in Staffel 5 wieder die immer gleichen KiBoTu Einlagen in den immer gleichen düsteren Hinterhöfen. Die Krönung ist allerdings das neue Team. Wenn sich ein jahrelang ausgebildeter Kämpfer für ein kleines Mädchen, einen Freitag der 13. Schläger und einen Nerd mit lächerlicher Fairplay Jacke entscheidet, dann muss das einfach eine Parodie sein. Dazu gesellen sich die immer gleichen Dialoge, ein lächerlicher Sekundärlump und eben besagter Nerd, der sich vor jedem Einsatz noch seine Haare zu Zöpfen flechtet. WTF!
Salyut-7 - Tödlicher Wettlauf im All
Im kalten Krieg angesiedelter Reparaturauftrag, der mit der facettenreichen Fremdartigkeit russischer Inszenzierung aufwartet und die langsamen Kamerafahren im Weltraum im umpassenden, wild-epischem Soundtrack ertränkt. Nostalgisch angehauchter Weltraumschrott samt antiquierter Technik wurde indes noch nie in solch tollen Bildern verpackt.
Im kalten Krieg angesiedelter Reparaturauftrag, der mit der facettenreichen Fremdartigkeit russischer Inszenzierung aufwartet und die langsamen Kamerafahren im Weltraum im umpassenden, wild-epischem Soundtrack ertränkt. Nostalgisch angehauchter Weltraumschrott samt antiquierter Technik wurde indes noch nie in solch tollen Bildern verpackt.
Paul - Ein Alien auf der Flucht
Bei Paul verhält es wie bei Ted, die Prämisse wirkt im ersten Moment nur deshalb witzig, weil das Geschöpf entgegen seiner Eigentümlichkeit agiert. Wäre Paul lediglich das pupertierende Kind in ihm, käme der Zuschauer aus dem Gähnen nicht mehr heraus. Rechnet man die Latexvisage demnach heraus, bleiben unterm Strich haufenweise Roadmovieklischee mit flauen Gagversuchen und den üblichen Nerdreferenzen.
Bei Paul verhält es wie bei Ted, die Prämisse wirkt im ersten Moment nur deshalb witzig, weil das Geschöpf entgegen seiner Eigentümlichkeit agiert. Wäre Paul lediglich das pupertierende Kind in ihm, käme der Zuschauer aus dem Gähnen nicht mehr heraus. Rechnet man die Latexvisage demnach heraus, bleiben unterm Strich haufenweise Roadmovieklischee mit flauen Gagversuchen und den üblichen Nerdreferenzen.
The Foreigner
Der Streifen hat mich doch wahrlich überrascht. Die Prime Beschreibung endete mit dem Satz: Auf seiner Suche nach der Identität der Terroristen, bittet er den britischen Regierungsbeamten Liam Hennessy (Pierce Brosnan) um Unterstützung. Nun ging ich die ganze Zeit davon aus, dass beide gemeinsame Sache machen und hinter sich aufräumen. Weit gefehlt. Angenehm, wie Jackie Chan kompromisslos und ohne Anflug von Slapstick zur Sache geht. Spannend und zugleich erfrischend, die wenig verbrauchte IRA Prämisse, die ja immer noch politische Brisanz besitzt. Dazu ein sehr geiles Score Thema und gute, druckvolle Action. Passt!
+
Der Streifen hat mich doch wahrlich überrascht. Die Prime Beschreibung endete mit dem Satz: Auf seiner Suche nach der Identität der Terroristen, bittet er den britischen Regierungsbeamten Liam Hennessy (Pierce Brosnan) um Unterstützung. Nun ging ich die ganze Zeit davon aus, dass beide gemeinsame Sache machen und hinter sich aufräumen. Weit gefehlt. Angenehm, wie Jackie Chan kompromisslos und ohne Anflug von Slapstick zur Sache geht. Spannend und zugleich erfrischend, die wenig verbrauchte IRA Prämisse, die ja immer noch politische Brisanz besitzt. Dazu ein sehr geiles Score Thema und gute, druckvolle Action. Passt!
+
Fein, den hab ich mir letzte Woche beim Filme-Freitag bei amazon geliehen. Der Trailer machte schon einen guten Eindruck, nach der Kritik sollte dann nicht mehr viel schief gehen. Das Jackie auch ernste Filme kann, hat er ja schon ein paar mal bewiesen. Ein ernster Film den ich z.B. auch sehr von ihm mag ist "Stadt der Gewalt".
Bei mir sind es dann Thor - Tag der Entscheidung, The Foreigner, Barry Seal und Schloss aus Glas. Ich leih mir meistens nur 4 Filme, da die 30 Tage sonst knapp werden. Damit einher geht somit auch die Erkenntnis, dass ich mit 4 geliehenen Filmen cineastisch über den Monat komme. Oder anders ausgedrückt: Da besitze ich Tonnen von Filmen und 4 Leihfilme zu je 0,99 € reichen aus um mein Monatsbedarf an filmischen Sehvergnügen abzudecken. Nicht nur, dass meine Pile of Shame so nie abnimmt, wird einem auch der Irrsinn bewusst, der da in den Regalen schlummert.
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 21 Gäste