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Moderator: gelini71

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Beitrag von gelini71 » 07.06.2018, 08:02

Heute Soundtrack auf der Arbeit

Steven Wilson - to the Bone

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the Cure - Kiss me Kiss me Kiss me

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Stereophonics - Graffiti on the Train

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Beitrag von Sir Jay » 07.06.2018, 08:54

gelini71 hat geschrieben:Heute Soundtrack auf der Arbeit


the Cure - Kiss me Kiss me Kiss me

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Endlich auch mal was gescheites dabei :lol:

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Beitrag von gelini71 » 07.06.2018, 11:04

Gerade die hat mir heute morgen am wenigsten gefallen :lol:
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Beitrag von Sir Jay » 07.06.2018, 11:34

dabei schüttelt Robert Smith in "kiss me.." gekonnt und locker flockig sich all das aus dem Ärmel wonach Steven Wilson in "To the Bone" die ganze Zeit vergebens sucht...

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Beitrag von gelini71 » 07.06.2018, 11:42

locker ist das ganze ja - ohne Frage und es gibt einige coole Songs. Das damals die Hardcore-Schwarzkittelfraktion "Verrat !" gebrüllt hat kann ich nachvollziehen :lol:. Als ganzes ist es mir aber zu lang, ist halt ein Doppelalbum - weniger wäre mehr gewesen.... :wink:
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Beitrag von Sir Jay » 07.06.2018, 11:56

stimme ich zu, ist jetzt definitiv keine von vorne bis hinten voll überzeugende Platte, da sind schon paar Füller drin und so einige Cure-spezifische Eigenheiten mit denen man schon klar kommen muss, aber insgesamt dennoch ein sehr anständiger Beitrag zur alternativen Pop/Rock Szene von damals.

Wenn da irgendwelche Schwarzkittelträger "Verrat" rufen, finde ich das eher albern und lächerlich

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Beitrag von gelini71 » 07.06.2018, 13:16

Die Fraktion war damals ziemlich Hardcore drauf, glaube mir :lol: Meine damalige Freundin hat das Album sogar gehasst, weil es eben so fröhlich war. Dazu noch das Video zur ersten Single "Why can´t I be you ?" wo die Band tanzt, es kunterbunt zugeht und Robert Smith sogar lacht - das war für die schwarze Trauerklosgemeinde einfach zuviel :lol: :lol: :lol:
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Beitrag von Sir Jay » 07.06.2018, 16:04

Verstehe ich insofern nicht, als ja auch das Vorgänger Album "Head on the Door" ganz weit weg war von der Schwermütigkeit und der gedrückten Stimmung eines "Pornography".

aber ich denke mal, dass diese Leute 2 Jahre später mit "Disintegration" wieder besänftigt worden sind 8-)

Aber generell, dieses ewige Gejammere, wenn ein Künstler mit seinem bisherigen Stil bricht ist schon echt albern, vor allem, wenn man dann auch noch so höchst dramatisch von "Verrat" spricht, als wären Künstler und Fans in eine Art Familienclan eingetreten :lol:

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Beitrag von Vince » 07.06.2018, 16:13

Sir Jay hat geschrieben:
Aber generell, dieses ewige Gejammere, wenn ein Künstler mit seinem bisherigen Stil bricht ist schon echt albern, vor allem, wenn man dann auch noch so höchst dramatisch von "Verrat" spricht, als wären Künstler und Fans in eine Art Familienclan eingetreten :lol:
...sagte der, der neuerdings den Wilson hasst. :lol: :wink:

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Beitrag von gelini71 » 07.06.2018, 18:39

Vince hat meinen ersten Gedankengang in perfekte Worte gekleidet :lol:
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Beitrag von Sir Jay » 08.06.2018, 06:17

Vince hat geschrieben:
Sir Jay hat geschrieben:
Aber generell, dieses ewige Gejammere, wenn ein Künstler mit seinem bisherigen Stil bricht ist schon echt albern, vor allem, wenn man dann auch noch so höchst dramatisch von "Verrat" spricht, als wären Künstler und Fans in eine Art Familienclan eingetreten :lol:
...sagte der, der neuerdings den Wilson hasst. :lol: :wink:
darauf hab ich schon gewartet :lol:
Mir gehts aber nicht um den Stilbruch und auch nicht, dass er als Düster-Prog-Fackelträger plötzlich sowas wie "Permanating" raushaut. (Ich finde sogar, dass der song noch mit das beste auf der Scheibe ist)

Ich find das aktuelle Album einfach Mist und es hat mir meine generelle Ermüdung von der Musik nochmal deutlich gemacht. Trotzdem verfolge ich die gespannt die Weiterentwicklung...

Der Punkt ist (und das ist der Unterschied zu den entrüsteten Fans, die "Verrat" schreien), dass ich nicht der Meinung bin, dass Wilson oder der Künstler im Generellen eine Verpflichtung gegenüber den Fans hätte. Der Künstler kann/darf/soll tun und lassen können was er will. Bei besonders gewagten Experimenten kann ja auch mal etwas herausragend gutes bei rumkommen. Bei "to the bone" war das eben nicht der Fall. Wichtig ist nur, dass der Künstler weiterhin sich künstlerisch versucht auszudrücken.
Und das ist es was mich bei Wilson glaube aktuell stört. Nicht länger versucht er Ausdruck zu schaffen, sondern eher Eindruck zuschinden. und das hört man volle kanne beim aktuellen Album raus...

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Beitrag von gelini71 » 08.06.2018, 11:05

Mein heutiger Soundtrack auf der Arbeit

Unitopia - Artificial

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Placebo - Sleeping with Ghosts

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Franz Ferdinand - Franz Ferdinand

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Fleetwood Mac - Rumours

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Duran Duran - Big Thing

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...und dann war auch schon Feierabend.
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Beitrag von Vince » 09.06.2018, 06:54

Sir Jay hat geschrieben: Der Punkt ist (und das ist der Unterschied zu den entrüsteten Fans, die "Verrat" schreien), dass ich nicht der Meinung bin, dass Wilson oder der Künstler im Generellen eine Verpflichtung gegenüber den Fans hätte. Der Künstler kann/darf/soll tun und lassen können was er will. Bei besonders gewagten Experimenten kann ja auch mal etwas herausragend gutes bei rumkommen. Bei "to the bone" war das eben nicht der Fall. Wichtig ist nur, dass der Künstler weiterhin sich künstlerisch versucht auszudrücken.
Und das ist es was mich bei Wilson glaube aktuell stört. Nicht länger versucht er Ausdruck zu schaffen, sondern eher Eindruck zuschinden. und das hört man volle kanne beim aktuellen Album raus...
Nun ja... mit der gleichen Argumentation haben Metallica-Fans sich in den 90ern von ihrer Band abgewendet. Eindruck schinden, Anbiederung an den Mainstream, nenn es, wie du willst... die Beweggründe, sich abzuwenden, waren die gleichen. Aber würde man heute sagen, dass Metallica einen "falschen" Weg gegangen sind? Wie bedeutsam wäre diese Band für die Musikgeschichte, wäre sie in der Garage geblieben?

Ich sehe einfach nicht die von dir unterstellte Polarität von "Ausdruck schaffen" und "Eindruck schinden". Ist denn "To The Bone" jetzt völlig ausdruckslos, nur weil Wilson jetzt dem Bekanntheitsgrad von Prince nacheifert? Ich bin selbst nicht der größte Fan der neuen Platte, warte aber mit einem endgültigen Urteil zum Musiker Wilson lieber ab, bis Stagnation eintrifft. Ist bisher noch nicht geschehen.

Dem ersten Teil deines Postings kann ich uneingeschränkt zustimmen. Aber die passende Reaktion dazu wäre, sich einfach anderer Mucke zuzuwenden und mal wieder einen nüchternen Blick zu riskieren, wenn nochmal was Neues rauskommt. Die fortlaufenden Spitzen gegen Wilson, die du inzwischen gerne verteilst, drängen dich schon so ein bisschen in die "beleidigt"-Ecke, die du anprangerst. Insbesondere, wenn du wie zum Protest deine neuen Favoriten heraushebst, die auffälligerweise alle gemeinsam haben, dass sie gerade das verkörpern, was Wilson gerade nicht verkörpert. Du bist also vermutlich noch in einer Selbstfindungsphase. Angekommen ist man dann, wenn man alles gleichzeitig genießen kann. Vielleicht muss der Name "Wilson" dann auch nicht mehr so oft genannt werden, kann mir schon vorstellen, wie das Außenstehenden auf den Sack geht. :lol:

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Beitrag von gelini71 » 09.06.2018, 09:38

Grundsätzlich ist das Problem beim sogenannten "Weiterentwickeln" eines Künstlers. Entwickelt er sich weiter gibts von den Hardcorefans Haue (siehe: Depeche Mode, Arcade Fire, Coldplay, Metallica, Steven Wilson usw) - bleibt man bei dem was man macht wird es irgendwann seltsam das man gerne das Wort Kult rausholt um die Fans nicht zu beleidigen (AC/DC sind imo das beste Beispiel für Musikalischen Stillstand über Jahrzehnte hinweg....).

"to the Bone" ist genau das was im Vorfeld gesagt wurde - ein Popalbum mit 80´s Vibe. Als solches funktioniert es in meinen Augen auch ganz gut, es ist imo nicht Poppiger als die ersten Blackfield Sachen oder PT zu "Lightbulb Sun" / "Stupid Dream" Zeiten.

Unser Jay verhält sich aber i.M. genau so wie ein beleidigter Fan über die er sich gleichzeitig im Falle von the Cure lustig macht - wobei ich mich immer noch frage ob er uns nur provozieren will oder ob dieser Hass wirklich Ernst gemeint ist :wink:

Ich denke mal es wird langsam Zeit meine Review zu "to the Bone" fertigzustellen die seit knapp einem Jahr in der Mache ist :lol:
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Beitrag von Sir Jay » 11.06.2018, 06:22

Vince hat geschrieben: Ich sehe einfach nicht die von dir unterstellte Polarität von "Ausdruck schaffen" und "Eindruck schinden". Ist denn "To The Bone" jetzt völlig ausdruckslos, nur weil Wilson jetzt dem Bekanntheitsgrad von Prince nacheifert?
Ihr argumentiert alle an meinem Punkt vorbei. Nochmal: mir gehts nicht darum, was der Wilson sich künstlerisch umorientieren möchte, und dass er dem Mainstream nacheifert. Wenn er bekannt wird, und im radio gespielt wird, freue ich mich für ihn.
Wenn Wilson fürs nächste Album eine Kollaboration mit Rihanna und Taio Cruz ankündigt, dann bin ich in erster Linie mal vorischtig neugierig, und bin dann auch der letzte der sich über einen gut groovenden Song im 4/4-Takt beschwert (solange es jetzt nicht richtung Musikantenstandl geht...)

Mein Punkt ist nur, dass das aktuelle Album nicht schafft das zu sein, was es letztlich sein will. wilson scheitert an seinen eigenen Ansprüchen und hat trotz aller Liebe zu dem Genre, das ihn durch die 80er begleitet hat nicht so ganz das HÄndchen dafür es auch selbst entsprechend hinzubekommen.

Die spitzen, die ich gerne verteile sind auch dem geschuldet, dass das Album generell aber letztlich ziemlich gut wegkommt. Entsprechend finde ichs überhyped und verteile da gerne meine Seitenhiebe. Nichts anderes mache ich bei alten, aus meiner Sicht überbewerteten Filmen, deren Hype mir auf den Sack geht und dabei muss ich auch gar keine innere Verbindung zum Regissieur gehabt haben 8-)

Im übrigen habe ich Wilson auch zu keinem Zeitpunkt Stagnation vorgeworfen, ich bin nur generell etwas von ihm (und Prog im Allgemeinem ermüdet), da mich rückblickend bisher KEINES seiner Soloalben wirklich überzeugen konnte. Grace for Drowning fand ich da noch am stärksten und da kann ich 10er Wertungen am ehesten verstehen, auch wenn ich sie selber nicht zücken würde.

Ich bin mir sicher, dass wenn wilson seinen frisch eingeschlagenen Weg weiterhin geht, er sich da irgendwann eingroovt und dann auch mir ein wunderbar harmonisches Tanzalbum irgendwo zwischen David Bowie und Prince bietet. Ich beschwere mich nicht darüber. Nur über das verkorkste To the Bone...
@Vince: falls es dir hilft, mich besser zu verstehen, denke einfach mal an das letzte Dredg Album zurück ;)

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Beitrag von Vince » 11.06.2018, 14:33

Nein nein, ich hab dich schon verstanden und kann deine Position völlig verstehen - nur die Spitzen passen aus meiner Sicht nicht dazu, gerade weil das Album meines Erachtens eben nicht besonders gut wegkommt. Hier muss man vielleicht auch differenzieren: Gut kommt es vielleicht bei irgendwelchen Radiomoderatoren weg, die nie Kontakt mit Prog hatten und deswegen seltsame Vergleiche wie "toll, das erinnert mich voll an die besten Zeiten von Linkin Park" anführen. Im Lager der Prog-Kenner, zu denen du ja zu zählen bist, bewegst du dich allerdings voll im Mainstream mit deiner Meinung und da bekommt das ständige Draufgehaue (insbesondere, wenn es garniert wird mit Formulierungen wie "dampfender Haufen Scheiße - oder so ähnlich) natürlich einen Beigeschmack.

Ist aber ja auch egal. Hauptsache, Augen und Ohren immer offen halten und kritisch bleiben sollte man auch, insofern passt das ja.

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Beitrag von Sir Jay » 11.06.2018, 14:46

Vince hat geschrieben:Nein nein, ich hab dich schon verstanden und kann deine Position völlig verstehen - nur die Spitzen passen aus meiner Sicht nicht dazu, gerade weil das Album meines Erachtens eben nicht besonders gut wegkommt.
Also bei amazon ist die scheibe z.B mit 4/5 Sternen eher gut bewertet, und ich da sehe ich hauptsächlich langjährige Fans schreiben.

Aber wie gesagt, ich gehöre eben nicht zu den Proggern, die ihr Genre für so heilig halten, dass sie den Fackelträgern und Vorzeigekünstlern keine Umorientierung gestatten würden. Ich mag Pop sehr gerne, zumal ich auch die gesamten Referenzen, die als Inspiration (Peter Gabriel, Tears for Fears, Talk Talk...) für "To the bone" hergehalten haben sehr mag.

Würde ja gerne mal wissen wie diese Künstler bei den hartgesottenen Prog Fans wegkommen, die das Album allein für eben die Neuausrichtung generell kritisieren.

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Beitrag von Sir Jay » 11.06.2018, 14:50

Was btw. finde ich auch mal gesagt werden müsste, ist dass fast schon 20 Jahre alte "Stupid Dream" von Wilsons damaligem Hauptprojekt Porcupine Tree (auch wenn es nicht ganz diese 80er Jahre Pop Ausrichtung hat) deutlich zugänglicher und "mainstreamiger" ist als eben "to the bone", und da ist aber der Aufschrei der Proggemeinde jetzt nicht so groß...

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Beitrag von Vince » 11.06.2018, 15:28

Weil er damals noch ein vergleichsweise kleines Licht war. Die Frage hab ich mir auch schon oft gestellt, was wohl wäre, wenn er erst JETZT in die Britpop-Phase einbiegen würde. Ich glaube, bei "4 Chords That Made A Million" würden die Leute jetzt Amok laufen.

Das war aber bisher auch das Schöne an seiner Entiwkclung: Wenn einem eine Richtung mal nicht gefiel, konnte man sich sicher sein, dass es irgendwann wieder in eine andere Richtung gehen würde. Ich vermute, es ist jetzt weniger die Musik als vielmehr die von WIlson ja auch offen kommunizierten kommerziellen Ambitionen, die manchen Fan nicht mehr ruhig schlafen lassen. Pop-Musik verbreitet ja immer so ein bisschen den Schrecken einer "Endstation", so als wenn es danach vorbei wäre. Was allerdings oft genug leider wirklich so ist. Ob es hier auch der Fall ist, muss man abwarten. Bisher hat seine Karriere dazu keine Anzeichen gegeben. Bisher war er aber auch noch nicht so bekannt.

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Beitrag von Sir Jay » 12.06.2018, 06:56

schön, dass die gehitzte diskussion doch nochmal zu einem versöhnlichen Ende gekommen ist :lol:

Würdet ihr euch trotzdem mal an ein Zwischenfazit heranwagen und Wilsons Solo-Werke (was ja aktuell nun auch sein Hauptmusikprojekt ist) den Porcupine Tree Releases gegenüberstellen?

Ich muss halt sagen, dass PT trotz aller künstlerischer Ambitionen, dem Anspruch und ausufernden Klangwellen immer verhältnismäßig zugänglich blieb. Eben komplex, aber nie kompliziert. Anspruchsvoll, aber nie verkopft.

Bei den Solowerken hingegen wirkt Wilson auf mich etwas zu überambitioniert. Gute Ideen und technisch saubere Kompositionen treffen auf auf etwas Kitsch und gefühlt x-fach gehörten Soli. Ich fand alle seine Releases bisher immer nur "semi"-gut. wahnsinnig oft habe ich die Alben nie durchlaufen lassen - lediglich ein paar einzelne Tracks haben gut zur Rosinenpickerei hergehalten.
Aber am schlimmsten finde ich irgendwie einfach seine Stimme. Habe ich sie bei PT noch genossen nervt sie mich aus irgend einem Grunde bei den solo werken...

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Beitrag von Vince » 13.06.2018, 15:04

Das hatte gelini ja mal treffend analysiert, bei Porcupine Tree wurde sie oft elektronisch verfremdet ("telephone voice" etc.), solo versucht er, authentischer, unvermittelter zu wirken.

So richtig gegenüberstellen mag ich PT/Wilson daher auch nicht. Ganz klar, für mich wird nie wieder irgendwas an die PT-Phase "In Absentia" - "Deadwing" - "Fear Of A Blank Planet" rankommen. Andererseits finde ich nicht, dass die Soloarbeiten abfallen, in der Anfangsphase hab ich PT nicht einmal besonders vermisst. "Grace For Drowning" und "Raven" sind für mich rein kompositorisch das Beste, was Wilson je geschaffen hat, auch im Gesamten sind zumindest "Grace" und "Hand" en par mit den besten PT-Alben. Überambitioniert? Weiß ich nicht... die harten Gitarren auf "In Absentia" konnte man auch überambitioniert finden, zumindest sind sie spürbare Fremdkörper auf dem Album, aber am Ende ist es gerade das, was mich darauf so fasziniert.

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Beitrag von gelini71 » 14.06.2018, 10:37

Er findet ja selber seine Stimme als sein größter Schwachpunkt, somit ist das für mich OK :lol: Wobei sie Live imo gar nicht mal so schlecht klingt.

Ich habe letztens nochmal "Lightbulb Sun" gehört und da ist mir bewußter aufgefallen wie Wilson seine Stimme im Sounddesign der Musik versteckt - da gibt es kaum eine Passage wo sie nicht ohne Filter oder Verfremdung zu hören ist, eine der wenigen Punkte dürfte "4 Chords that make a Million" sein wo sie nicht verfremdet wurde.
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Beitrag von Sir Jay » 14.06.2018, 14:17

Vince hat geschrieben:die harten Gitarren auf "In Absentia" konnte man auch überambitioniert finden, zumindest sind sie spürbare Fremdkörper auf dem Album, aber am Ende ist es gerade das, was mich darauf so fasziniert.
die harten gitarren empfand ich nur im ersten track "blackest eyes" sehr fehl am Platz, im rest des albums sind sie für mich hingegen ganz sinnig und effektiv verbaut.

Zu wilsons Stimme.

Ich kann mich noch haargenau an ein Zitat von Vince erinnern, wo er meinte, dass er Wilson ihm wahrscheinlich sogar die rückseite eines Shampooetiketts vorsingen könnte und man wäre dann hin und weg. für die PT zeit würde ich das unterschreiben, aber mittlerweile denke ich gilt der satz nicht mehr :lol:

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Beitrag von gelini71 » 18.06.2018, 11:17

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Amplifier - Echo Street

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Blackfield - 1st

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Beitrag von Sir Jay » 18.06.2018, 11:32

von echostreet ist mir gerade mal ein lied in erinnerung geblieben, und selbst davon hab ich den titel vergessen :lol:

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