Steven Wilson - to the Bone

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Moderator: gelini71


...sagte der, der neuerdings den Wilson hasst.Sir Jay hat geschrieben:
Aber generell, dieses ewige Gejammere, wenn ein Künstler mit seinem bisherigen Stil bricht ist schon echt albern, vor allem, wenn man dann auch noch so höchst dramatisch von "Verrat" spricht, als wären Künstler und Fans in eine Art Familienclan eingetreten

darauf hab ich schon gewartetVince hat geschrieben:...sagte der, der neuerdings den Wilson hasst.Sir Jay hat geschrieben:
Aber generell, dieses ewige Gejammere, wenn ein Künstler mit seinem bisherigen Stil bricht ist schon echt albern, vor allem, wenn man dann auch noch so höchst dramatisch von "Verrat" spricht, als wären Künstler und Fans in eine Art Familienclan eingetreten![]()
Nun ja... mit der gleichen Argumentation haben Metallica-Fans sich in den 90ern von ihrer Band abgewendet. Eindruck schinden, Anbiederung an den Mainstream, nenn es, wie du willst... die Beweggründe, sich abzuwenden, waren die gleichen. Aber würde man heute sagen, dass Metallica einen "falschen" Weg gegangen sind? Wie bedeutsam wäre diese Band für die Musikgeschichte, wäre sie in der Garage geblieben?Sir Jay hat geschrieben: Der Punkt ist (und das ist der Unterschied zu den entrüsteten Fans, die "Verrat" schreien), dass ich nicht der Meinung bin, dass Wilson oder der Künstler im Generellen eine Verpflichtung gegenüber den Fans hätte. Der Künstler kann/darf/soll tun und lassen können was er will. Bei besonders gewagten Experimenten kann ja auch mal etwas herausragend gutes bei rumkommen. Bei "to the bone" war das eben nicht der Fall. Wichtig ist nur, dass der Künstler weiterhin sich künstlerisch versucht auszudrücken.
Und das ist es was mich bei Wilson glaube aktuell stört. Nicht länger versucht er Ausdruck zu schaffen, sondern eher Eindruck zuschinden. und das hört man volle kanne beim aktuellen Album raus...

Ihr argumentiert alle an meinem Punkt vorbei. Nochmal: mir gehts nicht darum, was der Wilson sich künstlerisch umorientieren möchte, und dass er dem Mainstream nacheifert. Wenn er bekannt wird, und im radio gespielt wird, freue ich mich für ihn.Vince hat geschrieben: Ich sehe einfach nicht die von dir unterstellte Polarität von "Ausdruck schaffen" und "Eindruck schinden". Ist denn "To The Bone" jetzt völlig ausdruckslos, nur weil Wilson jetzt dem Bekanntheitsgrad von Prince nacheifert?

Also bei amazon ist die scheibe z.B mit 4/5 Sternen eher gut bewertet, und ich da sehe ich hauptsächlich langjährige Fans schreiben.Vince hat geschrieben:Nein nein, ich hab dich schon verstanden und kann deine Position völlig verstehen - nur die Spitzen passen aus meiner Sicht nicht dazu, gerade weil das Album meines Erachtens eben nicht besonders gut wegkommt.



die harten gitarren empfand ich nur im ersten track "blackest eyes" sehr fehl am Platz, im rest des albums sind sie für mich hingegen ganz sinnig und effektiv verbaut.Vince hat geschrieben:die harten Gitarren auf "In Absentia" konnte man auch überambitioniert finden, zumindest sind sie spürbare Fremdkörper auf dem Album, aber am Ende ist es gerade das, was mich darauf so fasziniert.
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