Ich muss sagen ich bin positiv überrascht.
Liegt aber auch eher daran, dass ich meine Erwartungen nach den letzten Releases, insbesondere nach der letztjährigen EP heruntergeschraubt habe.
Aber tatsächlich hat sich Reznor von seinen nervigen, chaotischen Soundspielereien gelöst und ist deutlich mehr fokussiert auf verzerrte Stimmung. Nicht länger habe ich das Gefühl, dass hier versucht wird sich wild durch alle Konfigurationsmöglichkeiten des Synthesizers durchzuspielen.
Man merkt, dass Reznor hier eher eine klare Vorstellung von seinem Sound hatte und das tut letzterem auch sehr gut.
Kredenzt wird das ganze zusätzlich mit starken David Bowie Einflüssen, die Reznor schon immer begleitet haben, aber noch nie gerade gesanglich so deutlich zum Vorschein kamen wie bei der zweiten Hälfte dieses Albums.
Wobei ich bei einer Lauflänge von 30min sich "Bad Witch" auch wirklich nur gerade noch so als ein solches qualifiziert. Und das ist leider auch die Schwäche.
Es muss nicht immer ein episches Doppelalbum sein, aber nach 5 Jahren LP-Abstinenz hätte es doch etwas reiserischeres sein können.
So wirkt das ganze eher wie eine gute EP - die beste sein dem 1992er Broken - genau das hätte eigentlich letztes Jahr "Add Violence" sein müssen.








































