Bodies at rest
Es ist schon einige Zeit her, als Renny Harlin, der Ex von Geena Davis, noch Garant für krachende Actionstreifen a la "Stirb langsam II", "Cliffhanger" oder "Tödliche Weihnachten - The long kiss Goodnight" war. Ein Regisseur kerniger, grober Actionstreifen, die vor allem Spaß machten. Sein letzter wirklicher Actionfilme dürfte dann die Stirb langsam-Variante "Zwölf Runden" gewesen sein, die ich trotz vieler bekannter Dinge doch recht flockig inszeniert fand. 2019 versuchte sich Renny Harlin erneut am Genre des Actionthrillers, allerdings deutlich weniger spektakulär, dafür aber ziemlich spannend.
Wie auch einige seiner Actionkollegen zog es auch Renny Harlin nach China, und sein neuer Streifen "Bodies at rest" trägt hier auch deutlich die Handschrift des feröstlichen Kinos: hart, direkt, brutal, mit harten Prügeleien statt explodierenden Dingen. Mehr noch setzt Harlin hier auf einen Hauptdarsteller, der ständig versucht, dem Gegner einen Schritt voraus zu sein, während seine Kollegin für die "Handarbeit" zuständig ist. Da darf dann auch ordentlich zugelangt werden; Fans früherer Harlin-Kracher könnten aber die groß skalierten Actionszenen vermissen. Selbst die Schießereien sind leider nicht sehr effektiv wirkend, erst in den letzten Minuten wird es etwas effektvoller, wobei Harlin leider die einzige größere Explosion - früher seine Königsklasse, man denke nur an das spektakuläre Finish von "The long kiss goodnight" oder die drei (!) explodierenden Flugzeuge in "Die hard II" - leider jämmerlich vergeigt, hier wäre ein wenig mehr Handarbeit oder weniger CGI-Pfusch wünschenswert gewesen. Spannungsmäßig gibt es aber wenig zu meckern, weswegen der Streifen als Thriller mit etwas Action durchaus zu empfehlen ist und keine Langeweile aufkommen dürfte, auch dank sympathischen Hauptcasts.
etwa

,5, als Thriller stärker als als Actioner
PS: ich hoffe es ist ok, dass ich das "skaliert" hier mal von freeman übernommen habe...;)