Terminator - Dark Fate
Bevor
Dark Fate in den Player wanderte, schauten wir Terminator 2, der heutzutage immer noch rund läuft. Die Blu-ray entlarvte allerdings ein paar schlechte CGI überdeutlich. Als der T-800 materialisiert und dabei die LKW Front kreisförmig einschneidet, erfasst man das erhitzte Metall als nachträglich aufgesetztes Glühen, welches dabei eher nach aufgeklebten Schnüren mit Leuchtfarbe anmutet.

Für meinen Geschmack hätte es ja Dark Fate nicht benötigt, ich war zufrieden mit dem runden Abschluss in
Rise of the Machines und der somit determinierten Zeitreise. Die Facette des Multiversums ist in Dark Fate dennoch eine tolle Ausgangslage, zu dumm nur, dass man einfach Teil 1 und 2 wiederholt und einfallslos eine neue Dystopie mit anderen Namen schafft. Hierbei merkt man auch die Folge des verschobenen Judgment Days im Detail. Während die Welt nun dutzende Marvel Comicverfilmungen zu Gesicht bekam, inspirierte das wohl auch das zukünftige Skynet Rip-Off, welcher einen "Venominator" schuf. Dessen Zweiteilung ist dabei noch das innovativste, denn die Physik orientiert sich natürlich eher an Fast & Furious mit all ihren absurden Hüpfeinlagen. Die Rückkehr von Sarah Connor ist indes famos, gerade wenn man vorher Teil 2 sichtete, fügt sich der Charakter perfekt in das neue Szenario ein. Auch Schwarzeneggers Hintergrundgeschichte ist gelungen und behandelt die in Teil 2 thematisierte Weiterentwicklung einer Maschine. Der Twist um die Gejadge ist indes keiner, da jener bereits zu Beginn durch das Personalpronomen verraten wird und die überraschte Visage für den Zuschauer nicht zieht. Die Action besitzt Druck, lässt aber in den vielen dunklen Finalkulissen auch Details vermissen. Musikalisch sieht es ebenfalls mau aus, warum das Terminator Thema dermaßen stiefmütterlich behandelt wurde, erschließt sich mir nicht. Dark Fate ist somit ein handwerklich guter Actionstreifen, garniert mit mutloser inhaltlicher Ideenlosigkeit.
