Filmtagebuch: SFI
Moderator: SFI
Re: Filmtagebuch: SFI
Ich merke schon, in den 80ern hast du keinen Quelle Katalog benötigt. 
Re: Filmtagebuch: SFI
Pound of Flesh

JCVDs gefärbte Pudelfrisur wirkt, als ob er zwanghaft jung aussehen will. Gut, dass der vom Leben gezeichnete Rest zur Prämisse des Films passt. Gerne erinnere ich mich an seine charismatische und angegraute Kurzhaarfrisur aus Wake of Death zurück. Zum Glück bleibt man hier von Slow Motion Kicks verschont und JCVD langt variantenreicher zu als gewohnt. Inhaltlich hätten der Nummer 20-30 Minuten weniger gutgetan, vor allem ohne die laberreichen Autofahrten mit Rückprojektion. Dennoch besser als das filmische Schaffen des Dicken.


JCVDs gefärbte Pudelfrisur wirkt, als ob er zwanghaft jung aussehen will. Gut, dass der vom Leben gezeichnete Rest zur Prämisse des Films passt. Gerne erinnere ich mich an seine charismatische und angegraute Kurzhaarfrisur aus Wake of Death zurück. Zum Glück bleibt man hier von Slow Motion Kicks verschont und JCVD langt variantenreicher zu als gewohnt. Inhaltlich hätten der Nummer 20-30 Minuten weniger gutgetan, vor allem ohne die laberreichen Autofahrten mit Rückprojektion. Dennoch besser als das filmische Schaffen des Dicken.
Re: Filmtagebuch: SFI
Ähm...doch
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
Re: Filmtagebuch: SFI
Mann, was für ein Brüllerwitz 
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Re: Filmtagebuch: SFI
Let's be Cops - Die Party Bullen

Zu Beginn mit infantilen Humorversuchen gespickter Unfug, der aber mit den sich zuspitzenden Actionthriller Momenten noch die Kurve bekommt. Kein großer Wurf, aber irgendwie auch unterhaltsam.


Zu Beginn mit infantilen Humorversuchen gespickter Unfug, der aber mit den sich zuspitzenden Actionthriller Momenten noch die Kurve bekommt. Kein großer Wurf, aber irgendwie auch unterhaltsam.
Re: Filmtagebuch: SFI
Die letzte Legion

Mit viel Fantasie betrieben die Autoren Geschichtsplünderung, vermischten Fiktion mit wahren Begebenheiten und warfen die Jahrhunderte durcheinander, um eine kurzweilige Xena Doppelfolge zu kredenzen. Der Score taugt, der Erklärbar erklärt gut und Filme, die sich mit besonderen Schwertern befassen, kriegen sowieso einen kleinen Extrabonus. Die letzte Legion funktioniert einfach alle paar Jahre als Sonntagsfilm, wie eben seinerzeit eben Xena oder Hercules.


Mit viel Fantasie betrieben die Autoren Geschichtsplünderung, vermischten Fiktion mit wahren Begebenheiten und warfen die Jahrhunderte durcheinander, um eine kurzweilige Xena Doppelfolge zu kredenzen. Der Score taugt, der Erklärbar erklärt gut und Filme, die sich mit besonderen Schwertern befassen, kriegen sowieso einen kleinen Extrabonus. Die letzte Legion funktioniert einfach alle paar Jahre als Sonntagsfilm, wie eben seinerzeit eben Xena oder Hercules.

Re: Filmtagebuch: SFI
Stimmt, das fiel damals komplett in die American-Pie-Zeit... erklärt einiges."Teuflisch" war im Kino aus genannten Gründen auch ein Must-See-Film für die pubertierende Clique. Danach noch einmal mit der gleichen Crew auf VHS oder DVD zum Videothekenstart gesehen und danach nie wieder.
Re: Filmtagebuch: SFI
Die Ritter der Kokosnuss

Diese Absurdität habe ich wirklich noch nie geschaut. Womöglich lag es an diversen Szenen (schwarzer Ritter, Disput mit den Franzosen), die mir über die Jahre immer wieder begegneten, so dass sich der Streifen wie gesehen anfühlte. Kurzum, nun verstehe ich auch welches Vorbild sich die Serie Northmen nahm, die die zeitgenössische Lebensweise und Weltsicht mit modernen Wikipedia Einträgen satirisierte. Das gefiel mir auch bei den Rittern, obwohl diverse Gesangseinlagen besser verborgen geblieben wären.


Diese Absurdität habe ich wirklich noch nie geschaut. Womöglich lag es an diversen Szenen (schwarzer Ritter, Disput mit den Franzosen), die mir über die Jahre immer wieder begegneten, so dass sich der Streifen wie gesehen anfühlte. Kurzum, nun verstehe ich auch welches Vorbild sich die Serie Northmen nahm, die die zeitgenössische Lebensweise und Weltsicht mit modernen Wikipedia Einträgen satirisierte. Das gefiel mir auch bei den Rittern, obwohl diverse Gesangseinlagen besser verborgen geblieben wären.

Re: Filmtagebuch: SFI
schade das der so eine üble Syncro hat....
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Re: Filmtagebuch: SFI
Womöglich bot Netflix ihn deshalb ausschließlich im O-Ton mit dt. UT an.
Re: Filmtagebuch: SFI
ist auch besser so
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Re: Filmtagebuch: SFI
Serpico

Filme mit dem Baujahr haben den Vorteil, dass sie nicht so steril wirken wie heutige Großproduktionen, die beispielsweise mit Green-Screens das Großstadtleben suggerieren. Natürliche Geräusche, die echte Straße als Kulisse und mittendrin ein stark aufspielender Pacino sind sehenswerte Attribute. Umso bemerkenswerter, als dass sich alles tatsächlich so zutrug. Heutzutage ist die Korruption ja gewissermassen legalisiert und trägt den Namen Lobbydemokratur.


Filme mit dem Baujahr haben den Vorteil, dass sie nicht so steril wirken wie heutige Großproduktionen, die beispielsweise mit Green-Screens das Großstadtleben suggerieren. Natürliche Geräusche, die echte Straße als Kulisse und mittendrin ein stark aufspielender Pacino sind sehenswerte Attribute. Umso bemerkenswerter, als dass sich alles tatsächlich so zutrug. Heutzutage ist die Korruption ja gewissermassen legalisiert und trägt den Namen Lobbydemokratur.
Re: Filmtagebuch: SFI
Dark City

In Dark City ist es so dunkel, dass selbst Ambilight versagte. Allenfalls das flackernde Licht in der anfänglichen Badewannenszene übertrug sich surreal auf den Raum. Die Sonnenbrille sollte man aber griffbereit haben. Auch heute noch ein visuell höchst beeindruckender Film, der aber seinen philosophischen Subtext ohne größere Erkenntnis auslaufen lässt, ja fast schon eine kindlich-märchenhafte Erklärung gibt.


In Dark City ist es so dunkel, dass selbst Ambilight versagte. Allenfalls das flackernde Licht in der anfänglichen Badewannenszene übertrug sich surreal auf den Raum. Die Sonnenbrille sollte man aber griffbereit haben. Auch heute noch ein visuell höchst beeindruckender Film, der aber seinen philosophischen Subtext ohne größere Erkenntnis auslaufen lässt, ja fast schon eine kindlich-märchenhafte Erklärung gibt.
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Re: Filmtagebuch: SFI
"Dark City" habe ich bis heute nicht gesehen, will dies aber unbedingt nachholen. Optisch und inhaltlich klingt es sehr interessant.
Re: Filmtagebuch: SFI
Unbedingt nachholen. Ist ein feiner Film.
Re: Filmtagebuch: SFI
Hier würde ich aber unter Umständen zum Director´s Cut (inkl. verbesserter VFX) greifen, der leider im Verleih nicht verfügbar war. Der Streifen ist gerade für dich ein Must See!Dark City" habe ich bis heute nicht gesehen, will dies aber unbedingt nachholen.
Re: Filmtagebuch: SFI
"Dark City" habe ich wohl auch noch nicht gesehen, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern. Oder ich fand ihn so schlecht das ich ihn verdrängt habe 
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Re: Filmtagebuch: SFI
Code Ava

Code Ava fand ich trotz gegenläufiger Forenmeinung gefällig, was an der adretten Chastain und an der (wenn auch niedrigschwelligen) Dramakomponente lag, wodurch sich der Streifen von den vielen ähnlichen Filmen der letzten Jahre unterscheidet und sich etwas abseits eines potenziellen Abziehbildes Nr. 42 verorten kann. Stimmig auch der pulsierende Score, der mich etwas an Banlieue 13 erinnerte und der finale Schlagabtausch, stark mit dem Song Ocean untermalt. Ein Goof am Rande: Ein Bundeswehrsoldat hatte die Fahne falsch herum an seiner Uniform.


Code Ava fand ich trotz gegenläufiger Forenmeinung gefällig, was an der adretten Chastain und an der (wenn auch niedrigschwelligen) Dramakomponente lag, wodurch sich der Streifen von den vielen ähnlichen Filmen der letzten Jahre unterscheidet und sich etwas abseits eines potenziellen Abziehbildes Nr. 42 verorten kann. Stimmig auch der pulsierende Score, der mich etwas an Banlieue 13 erinnerte und der finale Schlagabtausch, stark mit dem Song Ocean untermalt. Ein Goof am Rande: Ein Bundeswehrsoldat hatte die Fahne falsch herum an seiner Uniform.

Re: Filmtagebuch: SFI
Once Upon A Time In America

Es sind fast 20 Jahre her, als der Streifen im Digipack auf DVD erschien und hoch im damaligen Meisterwerk Diskurs stand. Kurzum, ich brach ab und die DVD wanderte zu Ebay. Nun wagte ich mich erneut an die fast vier Stunden, die mich aber immer noch nicht mitreißen konnten. Der Streifen besitzt sicher viele tolle Bilder und Charaktermomente, wirkt dank des sich stetig wiederholenden rührseligen Leitthemas aber wie überbordende, sentimentale Erinnerungsfetzen aus einem Tagebuch. Die aus Leones Westernzeit bekannte Stilmittel finden sich auch hier wieder, doch wenn die Stille im Raum einzig durch einen Löffel in einer (allerdings leeren) Kaffeetasse durchdrungen wird oder das nervige Telefon über Minuten klingelt, dann generiert das kein Wohlgefallen.


Es sind fast 20 Jahre her, als der Streifen im Digipack auf DVD erschien und hoch im damaligen Meisterwerk Diskurs stand. Kurzum, ich brach ab und die DVD wanderte zu Ebay. Nun wagte ich mich erneut an die fast vier Stunden, die mich aber immer noch nicht mitreißen konnten. Der Streifen besitzt sicher viele tolle Bilder und Charaktermomente, wirkt dank des sich stetig wiederholenden rührseligen Leitthemas aber wie überbordende, sentimentale Erinnerungsfetzen aus einem Tagebuch. Die aus Leones Westernzeit bekannte Stilmittel finden sich auch hier wieder, doch wenn die Stille im Raum einzig durch einen Löffel in einer (allerdings leeren) Kaffeetasse durchdrungen wird oder das nervige Telefon über Minuten klingelt, dann generiert das kein Wohlgefallen.
Re: Filmtagebuch: SFI
Einmal gesehen das Once upon...Ding..konnte damit nichts anfangen...Meinungsänderung natürlich vorbehalten, aber generell ist das nicht mein Genre glaub ich
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
Re: Filmtagebuch: SFI
Puh, mir hat der seinerzeit gefallen aber ob ich das heute noch behaupten würde wage ich zu bezweifeln
Mich würde die Laufzeit vor einer Zweitsichtung abschrecken 
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Re: Filmtagebuch: SFI
I Care a Lot

Rosamunde Pike brilliert als rücksichtslose und berechnende Geschäftsfrau, bei der selbst die vorgespielten Wertschätzungen herabwürdigend und menschenverachtend wirken. Die Figurenkonstellation entwickelt bald eine Dynamik, die in etwa mit Theon und Ramsay aus GoT vergleichbar ist. Hier werkeln zwei Antagonisten der Menschlichkeit, bei denen man bald dazu geneigt ist, Partei zu ergreifen. Auch wenn der Streifen das Sozialsystem lediglich als Basis für seine Boshaftigkeit nutzt, behandelt er ein in der öffentlichen Wahrnehmung eher ubekanntes Thema, welches auch in Deutschland perfide Facetten besitzt.


Rosamunde Pike brilliert als rücksichtslose und berechnende Geschäftsfrau, bei der selbst die vorgespielten Wertschätzungen herabwürdigend und menschenverachtend wirken. Die Figurenkonstellation entwickelt bald eine Dynamik, die in etwa mit Theon und Ramsay aus GoT vergleichbar ist. Hier werkeln zwei Antagonisten der Menschlichkeit, bei denen man bald dazu geneigt ist, Partei zu ergreifen. Auch wenn der Streifen das Sozialsystem lediglich als Basis für seine Boshaftigkeit nutzt, behandelt er ein in der öffentlichen Wahrnehmung eher ubekanntes Thema, welches auch in Deutschland perfide Facetten besitzt.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Klingt interessant, danke für den Tipp. 
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