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von SFI » 22.04.2021, 15:09
Deliver Us From Evil
Der südkoreanische Actionkracher punktet mit satten Farben, stark choreographierter, intesiver, harter und vielfältiger Action, lässt aber für meinen Geschmack wirkliches Identifikationspotential mit dem Protagonisten missen, was eine noch höhere Wertung verhindert.

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von SFI » 23.04.2021, 08:02
Jo Pil-ho: Der Anbruch der Rache
Als der korrupte Polizist Jo Pil-ho die Asservatenkammer ausrauben will, kommt es plötzlich zu einer Explosion und selbige fliegt in die Luft. Nun steckt er selbst inmitten einer Verschwörung, während er gleichzeitig von den Häschern des Oberlumpen und der Dienstaufsicht gejagt wird. Mit dabei, ein junges Mädchen, welches den Beweis auf ihrem Handy hat. Leider schafft es das düstere, tendenziell Neo-Noir inspirierte Actiondrama nicht so recht aus den guten Zutaten etwas Eindrucksvolles zu zaubern. Der Zusatztitel bringt es gut auf den Punkt: umgesetzt wird die Rache wenig, es bleibt bei einem eher kleinen Versuch. Das liegt auch daran, dass der Protagonist trotz seines Berufes und seiner militärischen Vorbildung nichts auf dem Kasten hat, sich kaum den beständigen Angriffen erwehren kann und beständig den Kürzeren zieht. Ein unausgegorener Mix!

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von Cinefreak » 25.04.2021, 15:49
SFI hat geschrieben: ↑18.08.2018, 13:37
Begabt - Die Gleichung eines Lebens
Gutes Drama mit dem juristischen Schwerpunkt ob Hochbegabung einer entsprechenden Förderung verpflichtet ist und wie das Kindsein darin seinen Platz findet. McKenna Grace stiehlt dabei dem restlichen Cast die Show.
Gestern gesehen, empfand ich ebenso als recht gelungen. Einige Lacher gab es auch, ich hab mich herrlich amüsiert, als die Tochter die Lehrerin erwischt. Die Situtation war einfach wunderbar gespielt. Ging dann aber mehr in Richtung Drama als erwartet. Ich würde wohl die

,5 zücken ;)
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von SFI » 26.04.2021, 06:51
The Falcon and the Winter Soldier - Staffel 1
Auch wenn das MCU bis auf die Avengers Streifen für mich keine Highlights hervorbrachte, machte sich nach Endgame durchaus etwas Wehmut breit, da dass MCU trotz seiner Schwächen dennoch zu einem Teil der persönlich gelebten Popkultur wurde. Gut für die Serie, denn die profitiert von einigen bekannten Charakteren und schwebt dadurch gleich in anderen Sphären als das unsägliche Agents of S.H.I.E.L.D. Inhaltlich gibt es dennoch nur die übliche generische Kost und auch wenn sich die Serie optisch gut in die Filmreihe einfügt, scheint vor allem actiontechnisch immer wieder der etwas limitierende Serien-Habitus durch. Überzeugend indes Sebastian Stan, dessen Charakter ich immer gerne sehe und letztlich die Gewissheit, dass der Titel mit weniger Geschwätz auch sehr gut als Film funktioniert hätte. Womöglich sogar besser!

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von deBohli » 26.04.2021, 07:46
Interessant, ich sehe die Serie eher gegenteilig: Zu langweilig, zu bekannt, zu wenig Dialog- und Entwicklungsmomente. 5 Punkte würde ich vergeben, da für mich alle spannende Aspekte der Geschichte auf billige Weise abgetan wurden und schlussendlich die Marvel-typischen Prügeleien alles lösen durften.
Schön war auf jeden Fall, ein paar bekannte Gesichter wiedersehen zu dürfen und mehr Zeit mit Herr Stan zu verbringen.
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von SFI » 26.04.2021, 08:01
7/10 ist nach meinem
Wertungssystem auch nur die Schulnote 3.

Ansonsten stimme ich dir zu.
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von Vince » 26.04.2021, 18:18
Selbst wenn ich Zugang hätte, die Vogel-Schneemann-Serie würde ich wahrscheinlich auslassen. Zwei der uninteressantesten Figuren im ganzen Marvel-Universum vereint in einer Serie... neeeee muss nicht sein.
Da guck ich lieber Jiu Jitsu für 0,99€.

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von SFI » 26.04.2021, 18:52
Ich rate ab!

Ansonsten spielen ja noch die hoch interessanten A-Charaktere: War Machine und Helmut mit.

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von SFI » 27.04.2021, 08:08
Shadow and Bone - Staffel 1
Die nächste Netflix Fantasyserie, die nicht viel versprach und nicht viel hielt, aber immerhin nicht absäuft. Dankenswerterweise gibt es mit der visuell ansprechenden Schattenflur, einer schwarzen Wolkenwand, die das Land durchtrennt und tödliche Scheusale beheimatet, eine frische Komponente. Ansonsten kredenzt die Serie, die übliche Auserwählte, die davon nichts wusste und auch nicht will, den nicht totzukriegenden Oberlumpen und die in jeder Szene wallende Begierde Füreinander, die stets unausgesprochen bleibt ... Musikalisch geht es indes durchaus pompös und eingängig zu.

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von gelini71 » 27.04.2021, 12:54
werde ich ignorieren - imo Kinderkram
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
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von SFI » 27.04.2021, 16:55
Der Tag, an dem die Erde stillstand
Mit der Zweitsichtung wurden mir die dramatischen Konsequenzen des Filmendes für die Menschheit erstmals bewusst. Was ich seinerzeit noch als Neustart interpretierte, gleicht mit der Schlüsselszene in der Autofabrik nun de facto dem schleichenden Todesurteil. Ansonsten ärgert die Neuverfilmung vor allem mit den vielen tumben und unsinnigen Militärszenen und der Tatsache, dass die Laufzeit viel zu kurz für das offensichtlich Gewollte ist. Bei dem Titel hatte ich übrigens immer die Assoziation im Kopf, dass Stillstand die Erdrotation meint.

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von freeman » 27.04.2021, 22:05
Wie kann man über den Film abranten, ohne Will Smiths Sohn zu erwähnen?
In diesem Sinne:
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von SFI » 28.04.2021, 07:12
Stimmt, der Zottel kam mir gleich so bekannt vor.

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von SFI » 29.04.2021, 19:05
Der Babadook
In Erwartung eines dämonischen Horrorfilms, konnte ich mich mit dem starken Fokus auf das (scharfsinnig inszenierte) Familientrauma nicht wirklich anfreunden. Der Babadook ist dahingehend zwar ein intelligenter Film, bei dem das Gezeigte auch nur als eine psychotische Episode der überlasteten (hervorragend gespielt) Mutter durchgehen könnte, aber die raren Horrorelemente befriedigen eben nicht mal im Ansatz die Erwartungshaltung.

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von SFI » 01.05.2021, 06:32
Voyagers
Voyagers lässt neben diversen inhaltlichen Fragen vor allem die Frage offen, warum Neil Burger derart unter Selbstüberschätzung leidet. In der Schriftstellerei gibt es beispielshalber das Gesetz, dass man für einen Erfolg über das schreiben sollte, was andere lesen wollen und nicht man selbst. Dabei ist die Kolonialisierung eines fremden Planeten immer noch eine ansprechende Prämisse, doch die ist nur Mittel zum Zweck, um mit vormals unterdrückten Emotionen nun ein Chaos zu inszenieren, quasi ein Gangs of Space. Wer etwas auf Science hoffte, bekommt nicht einmal das. Ein ferner Planet, dem man kurz durch ein optisches Spektrometer Wasser und Sauerstoff bescheinigt, wird als neue Welt auserkoren. Warum auch nicht. 86 Jahre dauert die Reise, nur doof, dass die Geschwindigkeit des Raumschiffes auf einen planetaren Parkplatz um die Ecke hindeutet. Wie man zudem mit 30 Personen der Inzuchtdepression entfliehen will, bleibt genauso verschlüsselt. Immerhin gibt es im Finale eine schöne Zeitrafferaufnahme nebst ein paar visuell ansprechenden Bildern.

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von Cinefreak » 01.05.2021, 08:45
Timo, bei dem Überangebot an Filmen und Serien - auch in div. Mediatheken - darf ich fragen, warum du dir das zuende angeschaut hast, wenn du am Ende mit 2 Punkten rauskommst? Hast du am Ende eine große Offenbarung erwartet, die dir die Lebenszeit zurückgibt?

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von gelini71 » 01.05.2021, 09:18
In der Schriftstellerei gibt es beispielshalber das Gesetz, dass man für einen Erfolg über das schreiben sollte, was andere lesen wollen und nicht man selbst
Diesen Bullshit liest man immer wieder in Ratgebern der Marke "Wie sie einen 100%igen Bestseller schreiben" oder ähnlichen Quark der hauptsächlich aus dem US Ratgebermarkt stammt. Ist aber falsch, ich habe selber mit diversen Autoren gesprochen und die sagen alle das dies nicht stimmt.
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von Vince » 01.05.2021, 09:43
Warum sollte das auch stimmen? Man muss sich ja nur mal die Hintergründe vieler erfolgreicher Autoren ansehen und mit den Themen vergleichen, über die sie schreiben. Da wird es fast immer eine Verbindung zur jeweiligen Affinität des Schreibers geben. Es liegt ja auch nahe, über das zu schreiben, worin man sich auskennt.
Explizit ausgenommen sind natürlich Schundautoren, die im Fahrwasser erfolgreicher Bücher billige Epigonen verfassen, weil ihnen der schnelle Erfolg wichtiger ist als kreative Integrität.
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von SFI » 01.05.2021, 10:24
Es geht bei der These auch nicht darum, als Auftraggeber einer potentiellen Zielgruppe zu schreiben und dogmatisch seine Kreativität danach auszurichten, dennoch sind beispielsweise Zielgruppenanalyse, Relevanz, Konkurrenzwerke oder Nutzen für den Leser ... imo wichtige Reflexionswerkzeuge, um die oftmals vorhandende schöpferische Selbstüberschätzung, vor allem bei angedachten Erstlingswerken, zu erden. Abgelehnte Manuskripte bei Verlagen sprechen da sicher eine deutliche Sprache. Namhafte Autoren sind davon freilich weniger betroffen und ein Erfolg garantieren natürlich beide Varianten nicht.
@Cinefreak: Keine Sorge, ich aß, bügelte und twitterte parallel.

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von gelini71 » 01.05.2021, 11:43
Ich habe selber solche Ratgeber gelesen und bei einem stand grob gesagt das man die Hitliste der Bestseller analysieren sollte und genau solche Romane schreiben soll damit man einen Hit bekommt. Ist dann halt nur blöd wenn man Science-Fiction mag und sowas schreiben will und in den Bestsellerlisten Mittelalteromane zu finden sind

. Deshalb ist dieser Hinweis falsch - gilt sowohl für bekannte Autoren als auch für Debütschreiber.
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von SFI » 01.05.2021, 12:49
Ich las keinen Ratgeber und deine Schlussfolgerung findet sich gar nicht in meiner Aussage. Die Konkurrenzanalyse bei der Ausarbeitung eines eigenen Buchkonzeptes meint gerade nicht die „Kopie“ der Konkurrenz, sondern die Reflexion, ob die Umsetzung in Anbetracht einer etwaigen Marktsättigung durch die Konkurrenz überhaupt lohnt.
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von Vince » 01.05.2021, 15:57
Das ist in der Tat durchaus nicht falsch, wenn man sowas professionell machen will. Allerdings ist die ursprüngliche These eben auch so verallgemeinert, dass man daraus liest: Schreib nicht, was dich interessiert, sondern schreib was über einen Zauberlehrling namens Barry Botter.
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von SFI » 01.05.2021, 16:11
Das mag sein, sie war schließlich auch nur Beiwerk der Filmkritik und hatte gar nicht den Anspruch zu einer eigenständigen Diskussion zu werden, sondern bezog sich auf Neil Burgers Drehbuch und die anscheinend gegenläufige Erwartungshaltung der Prämisse bei SciFi-Fans. Entsprechend wurde sie ja nun aufgeschlüsselt. Dennoch kann man imo insofern daran festhalten, dass sie auch derart verallgemeinert gar nicht die Nachahmung meint, sondern tatsächlich die fehlende Demut vor der eigenen Schöpferkraft und der anschließenden Verwunderung, warum das Manuskript immer abgelehnt wird, in dem Fall, warum der Film nix taugt.

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von SFI » 03.05.2021, 07:45
Die Reise seines Lebens
Burt Reynolds spielt den Filmstar Vic Edwards, der an seinem Lebensende reumütig auf seine Vergangenheit zurückblickt. Autobiografische und fiktive Elemente werden hier geschickt kombiniert, etwa wenn Edwards plötzlich im Pontiac Firebird Trans Am inmitten des Films Bandit sitzt. Eine gelungene Hommage, die in Anbetracht von Reynolds nachfolgendem Ableben doppelt wirkt.

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von SFI » 03.05.2021, 15:56
Boss Level
Dankenswerterweise hält sich die comichafte Überzeichnung in Grenzen und wirkt vor allem bei der druckvollen und ästhetisch inszenierten Action deutlich geerdeter als bei Pendants wie Shoot 'Em Up, Crank oder dem neuerlichen Guns Akimbo. Die spannende Murmeltier Szenerie überzeugt und der selbstironische Frank Grillo rockt. Mel Gibson hätte man vielleicht mehr Präsenz und Boshaftigkeit gewünscht, zumindest aber die bekannte Synchronstimme.

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