Lebendig skalpiert
Euer Lieblingsfreeman hat vor, demnächst den Klassiker "
Spiel mir am Glied bis zum Tod" anzuschauen. Im Vorfeld habe ich beschlossen, mich mal wieder ein wenig mit Jochen-Taubert-Filmen zu verwöhnen. Denn so einen Klassiker kann man sich freilich nicht aus der Kalten angucken. Begonnen habe ich also mit "Lebendig skalpiert" und im Vergleich zu sonstigen Taubert-"Filmen" ist der tatsächlich filmähnlich ausgefallen. Die Story macht halbwegs Sinn und behält diesen bis zum Ende so halbwegs aufrecht

Es geht um einen Südstaatengeneral, der von den fiesen (jup!) Nordstaatlern gemeuchelt wird und kurz vom Exitus einen Untergebenen bittet, sowohl die Flagge der Einheit als auch seine Tochter wohlbehalten in den Süden zurück zu bringen. Auf dem Weg dahin wird der Soldat gemeuchelt und von einer Indianerin wiederbelebt. Ab sofort hat er großen Bock am Killen und macht das dann auch. Seine Opfer spielen auf Laientheaterniveau, das ganze ist mies montiert und ganz viele Szenen passen einfach nicht zueinander, ABER richtig öde wirds nie und - und das ist ja so ein Taubert-Ding - man sieht, dass alle am Film Beteiligten riesigen Spaß haben. Außer Ralf Richter. Der einzig bekannte Name im Cast stellt von Sekunde eins an jedwedes Spielen ein. Witzigerweise wird sein Untergebener von Heiko Bender, einem guten Bekannten von mir gespielt. Und der hat auch richtig Spaß an seinem Killersausack. Texas Patti (ihr ahnt es, eine Bekannte

) lässt sich auch mit einem Lächeln auf den Lippen und oben ohne abmurksen. Und Alina Lina, Taubert-Standard"Schauspielerin" bekommt hinreichend Gelegenheit, ihren Knackarsch, ABER AUCH WIRKLICH NUR DEN, in die Kamera zu halten. German Trash pur, aber für Taubert-Verhältnisse echt ganz nett. Und bei einem Spruch musste ich echt feiern: Da macht sich ein Widerling über eine Indianerin her und lässt dabei doch tatsächlich folgenden Spruch ab: Pass auf, jetzt zeig ich dir meinen Marterpfahl.

<-- Trashpunkte, ne
I piss on your Corpse
Superkiller Brutus, dessen Vorgeschichte in "Lebendig skalpiert" erzählt wird, wandelt kaum gealtert in der Jetztzeit herum und will seine Schwester aus einer Klapse befreien. Die rennt mit Pfeil und Bogen mehr außerhalb der Klapse als darin herum, begegnet Brutus dabei sogar, ohne dass ihm einfällt, dass er sie ja befreien will, und wird von einer GNTM-Teilnehmerin gespielt, die die gleiche Rolle mit DEN GLEICHEN Dialogen schon in "Lebendig skalpiert" mit "Leben" gefüllt hat. Ein Wirrsinn. Zwischendurch wird die Geschichte von irgendeiner Klapseninsassin aus irgendeinem Grund genauer erzählt. So kann Alina Lina wieder ihren Knackarsch, UND NUR DEN, ausgiebig in die Kamera halten und die Irre "spielen". Nur geil. Kaum eine Szene hat allzuviel mit der anderen zu tun, dass es um Brutus geht, muss immer mal irgendwer erwähnen, weil man es sonst tatsächlich vergessen würde. War mir aber alles Rille, denn das war halt ein typischer Taubert. Overacting trifft gar kein Acting, ne Menge Blut läuft amtlich viele Titten herunter und Micaela Schäfer ist in zwei Szenen zu sehen, eine davon - NATÜRLICH - nackt - und noch nicht in der heutigen Ausbaustufe
Jetzt bin ich bereit für
"Spiel mir am Glied bis zum Tod"
In diesem Sinne:
freeman