Wird Zeit, dass endlich mal wieder jemand mit einem schlechten Geschmack hier aufkreuzt und den beiden Hauptreviews zur Seite springt. Mir fällt es zwar auch schwer
Jiu Jitsu vernünftig zu bewerten, kann dem Streifen seinen Unterhaltungswert aber nicht absprechen.
Mies ist vor allem der hanebüchene und, trotz wenig Inhalt, holprige Storyverlauf. Manche Szenen waren echt ziemlich abstrus und dämlich. Auch der Kern der Geschichte um das immer wiederkehrende kämpfende Alien, welches einen auf ehrenvollen Kämpfer macht, wird extrem davon konterkariert, dass es ziemlich übermächtig daher kommt. Die Charaktere sind platt, die Geschichte um den Helden ist nichtssagend und langatmig. Bei CGI-Effekten bin ich immer ziemlich pingelig. Einfach aus dem Grund, weil sie mir oftmals die Atmosphäre kaputt machen. Hier fand ich die nicht übermäßig gelungenen CGI-Effekte aber nicht so dramatisch, da sie irgendwo zu der Computerspiel-Optik des Films passten. War für mich daher in Ordnung. Wo freeman recht hat ist, dass ein paar Splattereffekten zu Geschehen gepasst und somit den Film aufgewertet hätten.
Wo Jiu Jitsu aber punktet ist, dass er dennoch irgendwo kurzweilig umgesetzt wurde. Auch wenn die Kampfszenen nicht überragend gut choreographiert wurden, sind sie immerhin gut anzusehen und kommen in ausreichender Zahl vor. Dazu kommt die ziemlich interessante Kameraführung, die den Film in der Hinsicht deutlich von anderen abhebt. Der Dynamik der Kämpfe sind die Kamerafahrten zwar nicht immer 100%ig zuträglich, es sieht aber schon ziemlich stark aus. Mir hat das auf jeden Fall sehr gefallen. Nicolas Cage hatte sichtlich Spaß bei der Sache, was dem Film auch gut tut. Es war schon angenehm, dass es hier mal über das sonst übliche Niveau solcher Name-dropping-Aktionen hinaus ging.
Langweilig wurde mir bei Jiu Jitsu also nicht. Wirklich gut ist der Film absolut. So richtig schlecht aber auch nicht. Wer ein Faible für so eine Gülle hat, kann zumindest mal reinsehen. Für mich war die Zeit definitiv nicht verschwendet.
