Black Adam

Filme, die viel kosten und oft nicht das halten, was der Trailer verspricht.
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freeman
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Black Adam

Beitrag von freeman » 01.02.2023, 20:24

Black Adam

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Originaltitel: Black Adam
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2022
Regie: Jaume Collet-Serra
Darsteller: Dwayne Johnson, Aldis Hodge, Pierce Brosnan, Noah Centineo, Sarah Shahi, Quintessa Swindell, Marwan Kenzari, Bodhi Sabongui, Mohammed Amer u.a.

Eigentlich wurde Teth-Adam gerufen, um die Schreckensherrschaft eines Unterweltsyndikates zu brechen. Doch der vermeintliche Helfer in der Not ist kein strahlender Held. Ganz im Gegenteil. Wie aus dem beiläufig kleine Menschlein killenden Antihelden Teth-Adam “Black Adam” wird, erzählt die Comic-Verfilmung mit Dwayne Johnson.
:liquid7:

Zur Kritik von "Black Adam"

In diesem Sinne:
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SFI
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Re: Black Adam

Beitrag von SFI » 19.03.2023, 14:43

Irgendwie fühlte ich mich bei Black Adam afangs an Marvels Moon Knight erinnert, obschon ich die dortige ägyptische Mythologie ansprechender fand als ein erfundenes Wakanda 2.0. Black Adam ist dann auch der Anti-Superheld, der tötet, was nicht nur eine willkommene Abwechslung ist, sondern auch amüsant mit Onelinern immer wieder thematisiert wird. Das macht Laune. Die herrscht auch, wenn Black Adam in Zeitlupenorgien Lumpen und Maschinerie zerlegt. Obendrauf gibts einen fabelhaften Score, der zwar nicht an die musikalischen Themen im Snyderverse heranreicht, aber im Vergleich zu den sämtlich blassen MCU Scores (Avengers mal außen vor gelassen) den Film ein stückweit mitträgt. Was passt bei Black Adam nun nicht? Der Fiesling ist eine Lusche, die Justice Society, vor allem Atom Smasher und Cyclone, empfand ich als unnütz und wirkte irgendwie wie DCs B-Garde. Klar, die A-Garde hatte Wichtigeres zu tun. Weiterhin gibt es viel Blitzdings mit Computergrafik-Habitus. Der Cameo ist dann aber einfach episch und zeigt in wenigen Sekunden eindrucksvoll, warum das Snyderverse eben steil ist. Black Adam hat seine Schwächen, unterhielt mich aber deutlich besser als alle Marvel Streifen seit Endgame.

:liquid7:
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Re: Black Adam

Beitrag von Vince » 19.03.2023, 15:12

Ich bin derweil bei dem Streifen eingepennt. War dann wohl die Art meines Körpers, meinem Hirn zu sagen "zur Hölle mit deinem einmal-angefangen-dann -auch-bis-zum-Ende-schauen-Ethos... ich breche das jetzt für dich ab". Aber als ich dann irgendwann kurz vor dem Showdown aufgewacht bin, hat der Adlertyp irgendwie immer noch von Adam in der Luft die Hucke vollgekriegt... da hab ich dann wohl auch nichts zwischendrin verpasst.

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Re: Black Adam

Beitrag von SFI » 19.03.2023, 15:28

Sehr guter Anfang. Wir sehen uns hoffentlich bald häufiger im Abbruch Thread. Da muss ich jetzt sowieso hin. :lol:
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McClane
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Re: Black Adam

Beitrag von McClane » 15.07.2025, 10:24

Eine ziemliche Katastrophe. Ich schätze Jaume Collet-Serra als Regisseur, aber hier hat er anscheinend die Challenge angenommen, wie langweilig man Action inszenieren kann. Da gibt es zwar permanent auf die Glocke, aber das ist sowas von egal und künstlich, dass es kaum zu glauben ist. Selbst seine komplexe Signature-Kameraarbeit sieht man nur in einer Szene zu Beginn, wenn Black Adam bei seinem ersten Gegenwartsauftritt eine ganze Söldnertruppe einäschert und die Kamera dies in langen Zeitlupenfahrten einfängt. "Black Adam" sieht so aus, als wäre wirklich jede Szene vor dem Greenscreen gedreht worden und der Look ist auch schon mal reichlich häßlich, ein gescheitertes Zwischending zwischen "Shazam!"-Buntheit und Snyder-Düsternis.
Viel passiert in den gut zwei Stunden auch nicht. Black Adam kloppt sich mit den Intergang-Söldner, die Justice Society kloppt sich mit Black Adam, Black Adam und die Justice Society kloppen sich mit den Söldnern und irgendwann kloppen sich alle mit dem Oberbösewichtsdämon, der noch lahmer und luftpumpiger als seine Menschen-Urform ist. Zwischendrin dürfen Sarah Shahi und ihr Filmsohn den kaum vorhandenen Plot erklären. Black Adam ist als Figur leider flach wie Esspapier, da helfen auch keine dramatisch gemeinten, aber vollkommen egalen Rückblenden. Und noch dazu eine jener Langweiler-Superkreaturen, bei denen im Superkräfte-Menü einfach alles angeklickt wurde - fliegt, ist unverwunderbar, verschießt Blitze, kann sich entmaterialisieren, ist superstark etc. Dementsprechend langweilig sind dann auch die Actionszenen, weil das Intergang-Kanonenfutter eh chancenlos ist und auch die Justice Society ihn höchstens mit vereinten Kräften zeitweise ruhig stellen kann. Die besteht übrigens aus Birdman in ernst gemeint, Billo-Doctor-Strange, Billo-Ant-Man (in Giant-Man-Form) und Billo-Storm.
Mit der Justice Society werden Gespräche über das (Nicht-)Töten von Feinden geführt, um Black Adam verzweifelt als Antihelden oder Schurken dastehen zu lassen, obwohl er Dwayne Johnson gespielt wird. Das sorgt dann für einen irgendwann reichlich nervigen Running Gag mit plattgemachten Söldnern, der wohl als schwarzer Humor gedacht war (heißt ja auch Black Adam, der Typ). Dummerweise kauft man Black Adam den Antihelden null ab, weil die Söldner so böse und verderbt sind, und ihn dann der Beschützerinstinkt für ein Kind zum verantwortungsvollen Krieger macht (Klischee und Würgereiz, lasst nach). Sowieso passt die Mischung aus angestrebtem Ernst und Humor nicht - wenn Black Adam wahllos durch Wände bricht, musste ich an die Japan-Folge der "Simpsons" denken, wenn Homer durch die Papierwände läuft. Einzig schmunzeln musste ich, wenn das Zimmer des Jungen nach und nach zerlegt wird und dabei immer wieder Memorabilia der Justice-League-Mitglieder draufgehen. Dass bis auf Johnson, Brosnan und Shahi alle Beteiligten charismabefreite Zonen sind, hilft dem Ganzen auch nicht.

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