Und ja, in einer Welt, in der ein David Hain als Maßstab für gute oder schlechte Actionfilme herhält, will ich nicht leben
In diesem Sinne:
freeman
Hoffe, man kann ihn auch ohne Hass im Wanst genießen.

Ein gewisser anderer polarisierender Kritiker bemühte ja ebenfalls die Trump-Analogie. Da ich den Film NOCH nicht gesehen habe, möchte ich das nicht bewerten, jedoch durchforste ich gerne mal die Kommentarbereiche nach Gegenwind, und einen Kommentar von @Metalseadraking fand ich da doch sehr erhellend, weil er auch den Gedanken von Nils nochmal genauer vertieft.McClane hat geschrieben: ↑12.01.2024, 09:56...SFI hat geschrieben: ↑11.01.2024, 16:39Aber aufpassen McClane, dumme Actionfilme wie The Beekeeper sind gefährlich:
https://rp-online.de/kultur/film/film-k ... -104714825
Und die Präsidentinnen-Analogie ist dermaßen konstruiert, dass es vorne und hinten knarzt. Die Präsidentin war früher erfolgreiche Geschäftsfrau, könnte also auch Trump sein, während sowohl Trump als auch Biden erwachsene Problemkinder haben. Noch dazu ist die Präsidentin unwissend/unschuldig, was die Machenschaften ihres Sohnes angeht, was ja für Trump/Biden/wen auch immer man da reininterpretieren will positiv wäre. Noch dazu hat die Figur keinerlei Eigenschaften, die sie irgendwo in der Nähe eines realen Präsidenten verorten - dann kann man jeden Film mit einer Präsidentenfigur auf den aktuellen Machthaber beziehen.
@Metalseadraking
Ich bin mit der erwartung reingegangen, eine schlechtere Version von John Wick zu kriegen und ich habe genau das bekommen.
Für jemanden der Filmkritik ausübt scheinst du den Wald vor lauter Buchanalogien nicht zu verstehen?
Den Film eine "Perfide" Trump propaganda zu nennen scheint mir eher eine Ausrede zu sein, um zu rechtfertigen den Film aufgrund von dir interpretierter elemente festzunageln und unnötige Elemente zu kritisieren.
Du scheinst auch nicht wirklich den Film gesehen zu haben, wenn du behauptest, dass der Protagonist allen "das schlimmste" antut.
Das tut er nicht. Wenn du tatsächlich den Film gesehen hättest wäre dir aufgefallen, dass er tödliche gewalt nur gegen die Schläger, Den Söldnertrupp und am ende die Elite eingesetzt und alle drei wollten ihn direkt umbringen.
FBI, CIA und Secret Service verprügelt bzw. Knockt er zwar aus, aber er setzt gegen sie nie tödliche Gewalt an. Sogar den ehemaligen CIA Chef hat er erst aus dem weg gebittet und ihm gesagt dass er ihm nicht weh tun will.
Hast du überhaupt versucht aufzupassen?
Der Protagonist ist nie im Film politisch motiviert gewesen das System direkt ändern zu wollen und fast alles was gesagt wird, ist reine Spekulation von den anderen Chakteren, weil sie nicht wissen warum ein Beekeeper hinter dem Sohn der Präsidentin her ist.
Adams Endziel war schlechthin einfach nur den Tod einer guten Freundin zu rächen und war nie mehr oder weniger.
Als er das erste Callcenter abgefackelt hat (wobei der tod der 4 security leute hier wohl seine moralisch "verwerflichste" tat war) ist er einfach nach Hause zurückgekehrt.
Et hätte er sich niemals die Hierarchie hochgeprügelt und den Drahtzieher getötet, wenn dieser ihm nicht gesagt hätte, er solle den Protagonisten umbringen.
Das System selber wird ja nicht einmal so böse dargestellt. Die Mutter/Präsidentin wusste ja nicht einmal dass ihr Kampagnengeld von gescammten Leuten stammt und sie war sogar bereit ihre Karriere zu opfern nur um die Wahrheit zu sagen und als Person wird sie Moralisch richtig dargestellt und am Ende bringt der Protagonist auch nur ihren Sohn um und haut dann ab.
Du sagst auch, dass es wenig glaubwürdig, dass Alte menschen so um ihr geld gebracht werden, aber wenn du tatsächlich recherchiert hättest würdest du wissen, dass besonders ältere Menschen exakt auf diese Weise um ihr Geld betrogen werden
Der Film hat viele Sachen die man kritisieren kann, besonders im Genre in dem dieser Film auch versucht zu sein und keine politische Fanfiction.
Und zwar ist die Action verglichen mit John wick relativ schwach und "basic" und bis auf die brutalen szenen die man sich von ner halben hand abzählen kann meiner Meinung nach milder als John Wick, was ein Minuspunkt ist.
Die Beziehung zwischen der Alten Frau und dem Protagonisten hätte etwas verständlicher sein können und es wurde kaum drauf aufgebaut, außer dass sie die einzige war, die sich um ihn gekümmert hat.
Die Alte Frau hätte ihre Tochter nach hilfe fragen können, weil sie ja beim FBI arbeitet
Trotz des gesamten Bienengelabere, reagiert Adam nicht darauf dass seine Bienen alle erledigt wurden und bis auf ein paar wortspiele, war es nicht wirklich von bedeutung
Die Beekeeper Organisation ist für 30 sekunden da und spuelt dann keine Rolle mehr. Die neue Beekeeperin wurde viel zu schnell erledigt und es macht es viel zu unglaubwürdig, dass Adam jemals in gefahr gewesen wäre, wenn er jemanden der angeblich auf seinem Niveau wäre ohne größere Probleme erledigt
Ich schreibe dass hier als jemand der Trump überhaupt nicht mag, aber wer hier eine Trump Propaganda sieht und nicht ein generischer rache action flick, aufgrund der Punkte des Videos hier stützt, sollte anfangen zu wissen, dass die meisten Filme ihre story auf einer Persönlichen ebene erzählt werden, diese Elemente an haaren herbei gezogen werden und um es auf gut deutsch zu sagen, sollte man Gras anfassen anstatt Filme zu kritisieren, wenn schon ein inossenfiver Film wie Beekeeper zur Trump Propaganda wird.
Dann wäre mit Hass eine
gefallen. 
Da widerum würde ich sagen macht man es sich zu leicht, wenn man pauschal dem schnöseligen Kritiker unterstellt er hätte sich über den Film mehr Gedanken gemacht, als die Macher selbst. Natürlich gibt es Beispiele, wo Filme zerdenkt werden, aber ganz grundsätzlich geht es bei Ideologiekritik nicht darum, bewusst eingebaute unterschwellige Botschaften seitens der Macher empirisch aufzudecken, sondern aufzuzeigen, welches Weltbild eben unbewusst mit transportiert wird. Man muss es ja dann nicht mal dem Film anlasten, aber manchmal finde ich es schon erhellend anhand eines Filmes feststellen zu können (oder auch nicht), wie der Drehbuchautor/Regissieur tickt, und was er unbewusst über sich selbst verrät.

Ja sorry, Ich lese nur solche Takes recht oft (sinngemäß "Die Macher haben sich selbst nichts dabei gedacht..."), so dass ich die Aussage zum Anlass genommen habe auf ein generelles Missverständnis hinzuweisen ;) Aber insofern will ich das Wörtchen "pauschal" im Bezug auf deinen Kommentar natürlich zurücknehmen. Und ja am Ende ist es vor allem eine Frage des persönlichen Interesses, ob man so einen Betrachtungswinkel gerne einnimmt oder eben nicht.freeman hat geschrieben: ↑18.01.2024, 20:11Ärm, also ich nenne einen ganz spezifischen Film, benenne dessen Macher, habe den Film gesehen und erkläre daraufhin, dass ich für mich da keine Gründe sehen, nach irgendeiner Ideologie oder tieferen Bedeutung zu suchen. Jetzt ist es an dir, mir zu erklären, was daran pauschal ist (vielleicht gibts da ja jetzt ne neue Bedeutung?) und wo ich irgendwas von schnöseligen Kritikern schrieb. Vielleicht ist mir da ja was zwischen die Zeilen gerutscht.
Einige Leute meinen auch im Kaffeesatz oder in Tierinnereien bedeutsame Weisheiten erkennen zu können. So lange es unter Schreiberlingen die nachvollziehbare Motivation gibt, durch prozierende Interpretationen ins Gespräch zu kommen oder darin zu bleiben, so lange darf man ihren Erkenntnissen auch mit gesunder Skepsis zu begegnen.Sir Jay hat geschrieben: ↑19.01.2024, 10:56Ich selbst will dem Film ja erstmal gar nichts böses und werfe nur ein paar Diskussionsbrocken in den Raum, deren Erörterung ich sehr spannend finde, auch ohne den Film gesehen zu haben. Aber wenn einige Leute den Film als Umsturzfantasie werten, dann verstehe ich schon, weshalb man hier eher zu Trump, als Biden Analogien greift.

Danke, wusste ich nicht - hilft auf jeden Fall die Takes nochmal besser einzuordnen :)McClane hat geschrieben: ↑20.01.2024, 00:43. In diesem Falle ist das alles Rudern, schon allein der Verweis auf Trumps Ungeziefer-Vergleich ist so richtig hilflos: Der wurde getroffen, als dieser Film schon längst abgedreht war, vielleicht sogar schon die Post-Production abgeschlossen.
Wie gesagt: Nix davon funktioniert.
Ich habe in den letzten Jahren vermehrt solcher politilisierter Kritiken gelesen und erreiche mittlerweile auch so ein Sättigungsgefühl, aber ich finde es immer interessant diese Kritiken zur Diskussion herzunehmen, weil dabei eben wie man hier sieht erhellende Erkenntnisse zutage treten.McClane hat geschrieben: ↑20.01.2024, 00:43
Dieser Zwang zum sinnlosen Politisieren, der sich für kluge Analyse hält, hat sich in letzter Zeit arg verschlimmert. Ich könnte mich nicht daran erinnern, dass "Absolute Power" bei Kinostart als Anti-Clinton-Traktat gelesen wurde. Auch bei "Air Force One" hab ich die Idee von Bill Clinton als Einzelkämpfer-Actionheld höchstens mit Augenzwinkern vernommen.
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