Wie viele Clowns passen in einen Kleinwagen? Egal wie hoch die Zahl – sie vermag nicht so sehr zu beeindrucken wie jene der Terroristen, die in dem 2021er Action-Thriller „
One Shot“ über den Film hinweg aus einem nicht gerade großen Lkw herauskommen: Geradezu amüsant, das – unabhängig weiterer Realismus- und Logikschwächen, die es hier zu verzeichnen gibt…
Der Titel ist doppeldeutig: Zum einen geht es um die „einzige Chance“, einen möglichen gravierenden Anschlag zu vereiteln – zum anderen wurde der Streifen von B-Filmer James Nunn so gedreht bzw. zusammengeschnitten, dass er sich wie aus einer einzigen kontinuierlichen Einstellung bestehend entfaltet. Dieses Gimmick geht in Ordnung – ebenso wie die gebotene Action, von der einem reichlich serviert wird…
Auf Hauptdarsteller Scott Adkins ist in gewohnter Weise Verlass, Ryan Phillippe ist ebenfalls mit an Bord, es war erfreulich, Ashley Greene auch mal wieder in diesem Genre zu erblicken – während der Ex-UFC-Kämpfer Jess Liaudin als Haupt-Baddie zumindest prima in Sachen Grapplings überzeugt und die Charakter-Zeichnungen generell (erwartungsgemäß) alle so schlicht sind wie die vorgetragenen Dialoge…
In handwerklicher Hinsicht (Kamera-Arbeit und Regie) passt das Ganze und das als Drehort dienende echte ehemalige Militär-Gelände Bentwaters Parks (in Suffolk, UK) liefert genügend Freiflächen und Räumlichkeiten, in denen sich die Auseinandersetzungen halbwegs abwechslungsreich entfalten – hat mich aber unweigerlich irgendwie an ein (durchaus ansprechendes) Paintball-Gelände erinnert…
Alles in allem kann man „One Shot“ durchaus Genre-Vielsehern empfehlen, die Lust auf Kost dieser Art haben: Kopf ausschalten, sich zurücklehnen und sich etwas über 90 Minuten lang solide von diesem in Echtzeit präsentierten B-Movie unterhalten lassen…
