Ein unfassbar schöner Film mit Bildern, die aussehen wie auf Leinwand verewigte Ölgemälde. Inklusive Momenten, in denen man sieht, das manche Haarspitze mancher Tiere keinen Kontakt mit dem Resthaar hat. Wie Pinselspotzer. Wahnsinn. Dazu die totale Farbgewalt. Knallig bunte Farbe rund um die Natur, schöne Neon-Farben rund um den Roboter. Tolles Figurendesign, auf maximale Niedlichkeit abgestellte Tiercharaktere. So schön war lange kein Trickfilm mehr. Dazu eine echt schöne, vermutlich bei Familienmenschen noch krasser zündende Story, die immer ans Herz geht und immer rund ist. Der Humor ist genauso gefällig wie die hektischen Actionszenen und meines Erachtens hat der Film Momente, die ich so in noch keinem Trickfilm gesehen habe. Etwa der Umgang mit der Thematik Tod. Da halten süße Viechers gerade noch für Gags her, nur um kurz darauf kurz und trocken von einem Raubtier verspeißt zu werden. Andere landen in heißen Quellen und werden mit Genuss gefressen. Und eine Mutter von sieben Opossums freut sich förmlich, als das Schicksal ihr eines entreißt. Als selbiges wieder auftaucht, gibt es wunderbares Eltern-Gejammer mit ultra trockenem Witz. Echt erstaunlich. Am Ende wurde ich berührt, habe gelacht, habe ein Tränchen verdrückt und war voll involviert. Ein Meisterwerk mit zudem hervorragender Musik. Mein aktueller Film des Jahres.

In diesem Sinne:
freeman





