Filmtagebuch Cinefreak

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 22.12.2024, 10:19

mal ein paar Filmchen nachtragen:

The Operator (mit Ving Rhames & Mischa Barton)
Kann mich den eher miesen Bewertungen hier im Forum so gar nicht anschließen. Natürlich hat der Film seine Schwächen und wirkt ein wenig grobschlächtig, ich fand aber vor allem die Bedrohung durch den Anrufer sehr wirkungsvoll. Klar war es dann am Ende ein eher schwaches Motiv, das auch nicht gerade wenig in der Filmwelt benutzt worden ist.
Hier nutze ich mal die positiv-negativ-Bewertung, die ich schon einige Male gesehen habe.

+++
-Die Bedrohung durch den Anrufer, der echt arschlochmäßig-skrupellos auftritt
-temporeiche Action, hätte ich so nicht erwartet
-relativ durchgehende Spannung, auch wenn der Film bei Bekanntwerden des Motivs an Fahrt und Spannung etwas verliert

---
Das handeln der Hauptpersonen ist nicht immer nachvollziehbar. Vor allem im zugegeben rasanten Finale gefährden sie ihre eigene Tochter doch massiv und lassen sich Zeit, sie zu retten
Wenngleich mir das selten passiert, der Verräter benimmt sich so verdächtig, dass man sich fragt, warum Luke Goss`Charakter das so gar nicht blickt
Einige grobschlächtig-käsige CGI-Effekte

Unterm Strich wurde ich aber trotz Abstrichen recht gut und spannend unterhalten.

:liquid7:


Christmas Chronicles 1+2

Teil 1 auch beim dritten Mal noch ein großes Vergnügen, Teil 2 würde ich als geringfügig schwächer ansehen.

Nomis
Den fand ich ganz ok, kann mich aber schon kaum noch dran erinnern. Hab mir notiert, dass eine weitere Sichtung nicht nötig ist ;)

Octalus - Rewatch
Immer noch ne recht flotte Nummer, wenngleich hier vor allem das Actionfinale heraussticht. Der Rest wirkt schon nach typischer B-Horror-Action, aber das Finale ist so rasant, dass man das gerne verzeiht - auch beim fünften Mal ;)


Lotta und der Ernst des Lebens

Die wunderbare Lotta-Reihe mit Josefine Preuß aus Türkisch für Anfänger. Macht immer noch Spaß und hat Dramatik, aber den Teil fand ich etwas schwächer. War aber sehr froh, die Reihe jetzt durch Kauf bei Amazon für jeweils drei Euro beenden zu können, zwei Teile stehen noch aus ;)

Ein Jackpot zum Sterben
Für einmal schauen ganz nett. Verliert im letzten Drittel rapide an Fahrt und Spannung, den Showdown hab ich als eher luschig in ERinnerung

Planet der Affen - Revolution
Ziemlich guter Film, etwas lang, aber fies.

The Hidden - Das unsagbar Böse - Rewatch

Rewatch nach rund zehn Jahren oder so. Immer noch ne ordentliche Nummer mit ordentlicher Action, hier ist vor allem das Opening zu nennen, aber auch sonst recht solide gemacht

Hook
Seit "Once upon a time" interessiere ich mich für Origin-Filme der Charaktere. Dieser hier hat seine Momente vor allem am Anfang, die erste halbe Stunde war richtig schön. Danach verliert sich der Film aber extrem in Albernheiten und selbst der Showdown riss für mich nix mehr - sehr sehr schade

Last action hero - Rewatch
Auch hier mein Unverständnis bezüglich der teils sehr kritischen Meinungen zu einem auch heute noch hochunterhaltsamem Streifen aus einer Zeit, in der man es noch ordentlich krachen ließ. Meine Lieblings-Comedy-Szene ist die Szene, in der der Junge mit aller Überzeugung meint, mit dem Fahrrad das Feigling-spiel gewinnen zu können, weil er ja ein Guter sei ;) Macht immer noch Spaß. War auch eine gute Freundin derMeinung, mit der ich mir diesen Rewatch gegönnt habe

No way up
Ganz ordentliches Bedrohungsszenario mit leider ziemlich käsigen Effekten


Exit Speed
- Rewatch
Bei der Zweitsichtung wusste ich, was mich erwartet, weshalb ich diesmal nicht enttäuscht war vom abbrechen der Fahrzeugaction. Ziemlich gutes B-Movie mit einigen Härten und einem coolen MacGyver-Typen, den zwar keiner versteht, der aber sehr kreativ ist. Auch Lea Thompson gefiel mir ganz gut und das "Bogenschütze"-Girl ebenso


Resurrection - Die Auferstehung
- Rewatch
Mag seine Momente haben, empfand ihn aber als eher so lala. Vielleicht fiebere ich einfach mehr mit weiblichen Charakteren mit, vielleicht liegt es auch daran, dass es sehr nahe an SIEBEN war, den ich auch nicht so feiere wie einige hier


Polinas magisches Abenteuer

Ein kleiner Glücksgriff aus unserem Ein-Euro-Laden. Hatte ein Once upon a time-Szenario erwartet. Gab es aber in komplett anderer Form. Ein junges Mädchen versucht, die Wahrheit über sich zu erfahren und die Teile eines Fotos zusammenzusetzen. War ne schöne dritte Wand-Geschichte mit Jean Reno und einem unerwartet heftigem Finale - gerade für einen FSK 6 Film ziemlich heftig, absolut sehenswert und teils sehr berührend

The Collection
ein SAW-Abklatsch - ultrablutig, aber wenig Suspense und Spannung. Einzig ein, zwei Actionszenen retten das Ganze noch so halbwegs. Einmal reicht.
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 25.12.2024, 19:15

The Bridge
Sonst seid ihr immer die, die ein wenig desillusionieren, heute übernehme ich das mal: Leider eine ziemliche Enttäuschung trotz vielversprechenden Setting. Der Streifen hat Pacingprobleme noch und nöcher, und die visual Effects kommen direkt aus der Hölle. Nur wenig besser als bei Asylum, fand ich. Zur Folge hat das folgendes: Erstens knallt die Action nicht wirklich und zweitens können 90min. sich unglaublich endlos anfühlen. Bildet euch gerne ne eigene Meinung, aber ich war enttäuscht, auch wenn es durchaus Sympathien mit den Guten gab.


Versprochen ist versprochen
- Rewatch
immer noch nen netter, spaßiger Streifen. nicht unglaublich witzig, aber herzlich und teilweise sehr schräg
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von StS » 25.12.2024, 21:29

Cinefreak hat geschrieben:
25.12.2024, 19:15
The Bridge
Hab ich im Rahmen der letzten 99 Cent Aktion geliehen... aber noch nicht angeschaut.

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 26.12.2024, 18:42

Kleine Filmlücke geschlossen:

Ist das Leben nicht schön?

Vor ein zwei Jahren von gehört und irgendwie immer wieder dran vorbeigestohlen. Muss sagen, ein toller Film, anfangs vielleicht ein wenig arg langgezogen, dafür sind aber die letzten zwanzig Minuten Emotion pur und wirklich berührend. Ich denke, die Chance, mal zu sehen, was schlechter gelaufen wäre ohne die eigene Existenz dürfte eine Sehnsucht sein, die in vielen schlummert. Anzumerken ist auch noch, dass Uwe Friedrichsen als Synchronstimme zu hören ist in der dt. Fassung (der ist wohl besser bekannt als Uwe aus der Sesamstraße und hatte auch noch so kleinere Einsätze als Roger Murtaugh in einer nicht so bekannten Filmreihe namens Lethal Weapon ;) :lol:

:liquid8: sehr, sehr starke 8-9 Punkte

Maria Mafiosi
Actionstar Lisa Maria Potthoff mal in einer ganz anderen Rolle - mit Dialekt und wesentlich subtiler. Der Film hat schon was, aber leider - Timo würde sagen zuviel Mafiosigewichse, um wirklich zu fesseln. ;)
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 29.12.2024, 09:58

Rewatching:
Stirb an einem anderen Tag

:liquid8: - weil:
viewtopic.php?f=65&t=2585&p=628507#p628507

Nachträge:

Copykill
Speziell im Vergleich zum eher schwachen Sieben-Abklatsch "Resurrection" - kurz vorher gesehen - nochmal - einer der wirklich starken Psychothriller im Serientäter-Bereich. Stark inszeniert mit einer Heldin, die verdammt tief fällt und für irre Spannung sorgt. Ein wenig Ironie, speziell durch Holly Hunter, sorgt für ein wenig Auflockerung, das Finale ist richtig hart, danach gibts noch nen fiesen Arschtritt und einen fiesen Cliffhanger obendrauf...

sehr starke :liquid8:


Eden Lake

fies und spannend, leider wurde mir der zum Ende hin zu negativ. Solche Jagden machen Spaß zuzusehen, wenn es am Ende ein Revenge- oder Rettung in letzter Minute-Ding wird für mich, ich fand das Ende zu deprimierend, ist aber wohl Geschmackssache.

Lotta und der Mittelpunkt der Welt
Die Reihe mit Josefine Preuß wollte ich endlich mal vervollständigen. Nicht ganz so stark wie die ersten TEile, aber sehenswert, mit einer sehr sympathischen Hauptfigur.

Noelle
hauptsächlich wegen Anna Kendrick geschaut - der hatte was - zwar einige Längen, aber fand ihn irgendwie auch charmant und putzig-witzig

Vier Hochzeiten und ein Todesfall
fühlte sich im Rewatch überlang und eher unlustig an, auch wenn er seine Momente hatte. Schade
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Re: Filmtagebuch Cinefreak - Jahresrückblick Statistik 2024 - to be continued

Beitrag von Cinefreak » 03.01.2025, 15:27

Erstmal das, was relativ einfach ist:

Serienentdeckungen 2024, teils wiederentdeckt:

Once upon a time - war über Monate dann meine Abendserie, unglaublich kreativ, tolle Figuren und wilde Twists

Sarah Kohr - Lisa Maria Potthoff, der Actionstar des ZDF, in einer Thrillerserie, in der Hauptfigur Sarah ordentlich fighten darf (Die Schauspielerin nimmt seit Jahren Unterricht in Kickboxen und Krav Maga), bisher leider nur knapp ein Dutzend Folgen, könnte man mehr von vertragen im dt. TV

Morden im Norden - eine Empfehlung war das; was mir hier sehr gut gefällt, ist, dass die Täter seltenst die Übergangster sind. Es gibt sogar kindliche Täter, Verwechslungen, schicksalhafte Begegnungen, das macht das ganze oft sehr emotional, was mir gut gefällt. Da ich mit The Changeman ein Interview führen durfte, wurde ich auf Julia Lenska aufmerksam, die in "Markus Specht" die zweite Hauptrolle spielt. Mehr oder minder hatte ich die Serie dann hauptsächlich angefangen, weil ich mehr von ihr sehen wollte - In den Hauptrollen Ingo Naujoks, Sven Martinek (der weitaus mehr zu schauspielern hat als beim Serientrash "Der Clown", Tessa Mittelstädt (Tatort Köln) und eben ab Mitte Staffel 4 Julia, die aber eher die Recherchen übernimmt, da war man wohl noch nicht so richtig weit, was Frauenfiguren anging.

Wer wir sind
Eine starke, mutige Serie mit Franziska Weisz, die sich als Polizistin entscheiden muss, ob sie ihrem Job komplett loyal ist oder ob sie zu ihrer Tochter hält, die Mitglied einer etwas radikaleren Umweltgruppe ist - Der Titel der Serie passt in mancherlei Hinsicht zum Geschehen

Reset
Katja Riemann als Mutter einer Teenagerin (die überragende Hannah Schiller aus dem Tatort "Parasomnia"), die sich das Leben nimmt. Von Schuldgefühlen und Trauer getrieben, lässt sich die Mutter auf eine Firma ein, die Resets durchführt, also die Möglichkeit, an einen bestimmten Teil des Lebens nochmal zurückkehren zu können. Aber sie wird auch vor den Konsequenzen gewarnt...


Notruf Hafenkante

Da hatte ich vereinzelte Folgen schon von gesehen vor vielen, vielen Jahren. Mittlerweile kommt die Serie auf rund 450 Folgen, und ich habe die Herausforderung angenommen, sie nachzusichten. Aufmerksam wurde ich - wie auch bei Wer wir sind und Reset - durch die Webtalkshow mit Nico Gutjahr. Die Serie handelt von den Fällen des PK 21 in Hamburg, die sich oft mit den Geschehnissen im nahe gelegenen Elbkrankenhaus unterscheiden. Tolle Besetzung mit Rhea Harder, die für mich mit die stärkste Entwicklung bisher durchmacht (bin jetzt bei Folge 4.18), Frank Vockroth (die Ausstiegsfolge mit ihm fand ich superheftig, gerade für die Sendezeit), Sanna Englund und anderen - nicht jede Folge ist spitze, aber die Serie hat viele schöne, einige spannende Folgen und spielt am Puls der Zeit

Stralsundkrimi
Ebenfalls eine Empfehlung - für mein Dafürhalten ne recht harte Nummer, insbesondere, da ich mir unter einem Krimi, der auf einer eher unbedeutenden Insel spielt, eher das typische "Wo waren Sie gestern abend?" vorgestellt hätte. Vor allem Katharina Wackernagel als Profilerin Nina Petersen weiß zu gefallen, und ab Folge 2 hat die Serie auch eine gewisse Härte und Drive. Zu schauen auf dem ZDF Krimikanal bei Amazon Prime, ebenso wie die Hafenkante

Panic
lief bei Amazon, fand ich recht ordentlich, man konnte ganz gut mitfiebern

Reacher
fand ich ok, hat mich nicht komplett weggefegt, aber ganz gut gemacht, teilweise hätte die Action besser sein können und auch mehr, speziell das Finale von STaffel 1 fand ich eher luschig

Ein starkes Team - nicht so direkt wie Stralsund, aber einige wirklich gute Folgen schon erwischt

Serienwiederentdeckung des Jahres:

Der Lehrer
mit dem wundervollen Hendrik Duryn - für mich die perfekte Mischung aus gekonntem Humor und tollen sozialen Geschichten, oft mit tollen Gaststars.



Seriendauerbrenner:
Nord bei Nordwest
Gilmore Girls (nachdem ich die Serie vor ungefähr 20 Jahren begonnen habe udn immer wieder unterbrochen, habe ich die dieses Jahr endlcih mal abgeschlossen ;)
Nachtschicht (schade, dass es nicht mehr weiterging, eine tolle Krimireihe von Lars Becker mit Armin Rohde)
The good Doctor
Mein Chef und ich - leider nur acht Folgen, macht Spaß ,diese Serie mit Stefan Jürgens als grummeligem Karlo und Susanne Gärtner nochmal geschaut zu haben

Ich denke, das müsste ich es gewesen sein. Ich habe letztes Jahr aufgrund vieler Tiefs sehr viel Rezo und Julia-Videos geschaut, dazu noch das Julien Bam Universum für mich entdeckt und den Spiel mit mir-Kanal - alles Dinge, die mich ein wenig aus dem Trübsinn herausgeholt haben

Serienfolgen Gesamt überschlagen:
155 x Once upon a time, dazu noch 11 Folgen Once upon a Time in Wonderland
ca. 20 x Der Lehrer
22 x Ein starkes Team
10 x Sarah Kohr
90 x Notruf Hafenkante
16x Reacher
ca. 10 x Wer wir sind
6x RESET
5 Stralsundkrimis
ca. 80x Morden im Norden (meine Tagesserie, schaue ich gerne beim Essen)
ca. 30x Gilmore Girls
ca. 10x Nachtschicht
ca. 22x The Rookie

Abgebrochene Serien:
Meine geniale Freundin - STaffel 1 gesehen, war nett, aber sehr langatmig erzählt
Die Gabe - kam ich nicht richtig rein

insgesamt Serienfolgen (einschl. Krimireihen usw.)
ca. 500 (ganz ordentlich :shock: ), vor allem, wenn ich bedenke, wie oft ich Youtube geschaut oder andere Sachen gemacht habe ;)
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von SFI » 04.01.2025, 05:41

Bis auf ein, zwei Titel haben mir nichts gemein. :lol: Finde ich höchst spannend, wie unterschiedlich die Sehgewohnen sein können. Mich täte mal interessieren, was genau an diesen vielen deutschen Serien/Filmen fasziniert und warum man die den vielen objektiv guten US-Serien/Filmen vorzieht. Aber wenigstens hast du einen sehr hohen GEZ Gegenwert. :lol:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Vince » 04.01.2025, 08:29

:lol: Mal eine andere Art des Protests gegen die Gebühren. Wir nutzen euer Programm über Gebühr, nehmt dies!

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von SFI » 04.01.2025, 15:05

:lol: Ob er sogar noch einen oben drauf setzt und eine Befreiung hat? :lol:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 04.01.2025, 22:49

SFI hat geschrieben:
04.01.2025, 15:05
:lol: Ob er sogar noch einen oben drauf setzt und eine Befreiung hat? :lol:
stimmt sogar. Ich habe seit ungefähr zwanzig Jahren Depressionen, unter anderem deshalb bin ich EU-berentet. Sonst wäre ein so hoher Konsum an Serienfolgen wohl auch schwierig zu erreichen ;)
Ich rechtfertige mich auch vor niemandem dafür, da ich weder meine Eltern noch meine Mitschüler gebeten habe, mich über lange Zeit so mies zu behandeln, dass meine Psyche im Grunde genommen abgewrackt ist. Nur zur Erklärung, nicht als Rechtfertigung, ich habe kein Problem darüber zu reden.
Ich frage mich aber immer wieder, ob das Leben vielleicht besser wäre, wenn alles anders gelaufen wäre. Hätte ich dann einen gut bezahlten Job und würde dann auch selbstverständlich gerne die GEZ bezahlen...? Ich denke schon, aber wie ich immer wieder im Leben gelernt habe, es gibt weder einen Reset-Knopf noch die MÖglichkeit, an irgendeinen Zeitpunkt zurückzukehren. Oder um es mit Skat Daniels Worten zu sagen: Ihr müsst mit dem kämpfen, was ihr habt. ;)

Mein Serienkonsum hat sich insofern massiv verändert, dass ich in den 80ern, vor allem aber in den 90ern wohl vor allem US-Serien goutiert habe - sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die das alles für spinnertes Zeug hielten. Damals gaben mir Knight Rider und Co. das, was ich mir gewünscht habe - Gerechtigkeit, Fairplay, den Glauben an das Gute in der Welt - plus coole Unterhaltung. Ich schätze, das Verhältnis US-Serien zu dt. Serien war damals ca. 85/15. Heute ist es fast umgekehrt, das liegt an vielen Dingen: Erstens habe ich eine gewisse Leidenschaft für gute Krimistoffe, und gerade bei dt. Serien finde ich da oft Geschichten, die mich einfach tief berühren und bewegen. Zudem bin ich der Meinung, dass viele der Geschichten RELATIV nahe an der Realität sind, natürlich sind bei den Ermittlungen die typischen Serienklischees, aber die GRUNDSTORY könnte theoretisch in der NAchbarschaft passiert sein. Dann habe ich ein Faible für Coming of age, was vielleicht eine Strategie meiner Psyche ist, die Jugendzeit ein Stück weit nachzuholen. Und drittens entdecke ich viele Dinge durch Zufälle, aber auch öfter, weil mir etwas gut gefallen hat, folge einigen Schauspielerinnen (vor allem weiblichen tatsächlich) bei insta und Co. - Viertens vermute ich mal, dass ich die horizontal erzähltenSerien (die in gefühlt 200 Folgen zurückliegenden Ereignissen a la Hawaii 5 0 gipfeln) nicht so gerne schaue. Man hat dann immer sowas wie ein "Dauerabo" mit ner SErie, und von früher bin ich einfach die abgeschlossenen Geschichten gewöhnt. Und vielleicht connecte ich einfach mit heimischen Serien eher (mittlerweile gibt es auch eine viel größere Auswahl als früher, speziell was Krimi- oder Dramaserien angeht), vielleicht geben sie mir eine gewisse "Sicherheit", das zu bekommen, was ich gerade brauche. Und ich liebe es mitfühlen zu können, und das kann man oftmals bei dt. Krimiserien sehr gut, weil es oft alltägliche Geschichten sind, die nicht komplett fernab der Realität sind und oftmals auch nicht die gleiche Geschichten zum achtzigsten Mal erzählen. Und das finde ich doch erstaunlich, zumal ich seit mindestens zwanzig Jahren Krimis, Thriller usw. goutiere. - Andersrum checke ich es aber auch nicht, warum Leute Star Trek in gefühlt 200 Varianten feiern oder jemand C-Movies abfeiert, bei denen die Effekte oft aussehen, als hätte sie Oma Gertrud in der Wäschekammer "gezüchtet" - unterm Strich ist doch alles Geschmacksache. ;)

Und ich kann es dir tatsächlich nicht hundertpro sagen, warum ich die Melancholie in Nord bei Nordwest liebe, auf die vermutlich ebenso vorhandene Melancholie in Rocky nie so recht Lust hatte. Ist einfach so.

Achja, bei den meisten Serien habe ich sogar eine Bemerkung geschrieben, warum ich die Serie liebe ;)
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von SFI » 05.01.2025, 05:06

Das mit der EU-Rente dachte ich mir schon, da du ja schon lange offen mit deinen Herausforderungen umgehst. Danke für deine ausführliche Erläuterung, ist nun nachvollziehbar. Mein Wohlfühlort war übrigens die heile Star Trek Welt. Dorthin bin ich der Schreckensherrschaft meines narzisstischen Erzeugers entflohen.
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 05.01.2025, 22:56

Hallo Timo!

Da sind wir uns zumindest was das Leben angeht, wohl ähnlicher als bei den Serien ;)
Narzistischer Vater - check
Cholerischer, alkoholkranker, schlagender Opa - check
Mutter - nervenkrank, haute gerne mal zu und zerstörte Dinge - check
Nazibruder - check
schwarze Pädagogik - check
Mobbing durch Mitschüler - check

Will sagen, ich denke, dass mir die Serien rund um Knight Rider irgendwie das Leben gerettet haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so einen Druck und soviel Leid psychisch so ohne weiteres überstehen kann, wenn man keinen "Hafen" hat, und wenn der auch nur aus einer Traumwelt besteht. Ist doch cool, dass du die mit Star Trek gefunden hast, gönne ich dir von Herzen.

Back to topic...
Serienfolgen werden es dieses Jahr vermutlich weniger werden - erstens war Once... schon eine Monsterserie mit rund 150 Folgen, die mich immer wieder in den Bann ziehen konnte. Zweitens spiele ich jetzt recht häufig online Skat und habe auch mein Faible für die Ganz schön clever-Spiele entdeckt. Ist der reinste Mindfuck, aber es macht Spaß,sich immer wieder herauszufordern.

Weitere Daten zum Jahresrückblick (dabei habe ich versucht, bei den Filmen alle außen vor zu lassen, die bereits in der Serienstatistik stattgefunden haben)

Rewatches: 68 (davon als lohnenswert oder besser eingestuft: 57)
Neusichtungen: 58
Gesamt Filme 126 - also ca. ein Drittel der Serienfolgen ;)

Rewatchübersicht:
Top: Planet Terror, Universal Soldier, Hexen von Eastwick, Die Killerbrigade, Italian Job, Allein unter Müttern, November Man, Crazy, Rapunzel - Neu verfönt, Event Horizon, Ein Vogel auf dem Drahtseil, Silver Linings, Warte bis es dunkel ist - Erstsichtung natürlich um einiges geiler, weil der Film enorm von dem Unerwartbarem lebt), Timecop, Alles eine Frage der Zeit, Spaceballs, Red Eye (ungefähr fünfte Sichtung schon, trotzdem supergut), L. A. Crash, Das schönste Mädchen der Welt, Juno (leichte Tendenz zu nett, aber im oberen Bereich), The Replacement killers, A long way down, The one, Operation Kingdom (hier rettet die Action und das Tempo MASSIV), Letztendlich sind wir dem Universum egal; Die Eiskönigin 1+2, Operation Broken Arrow, Horton hört ein Hu, Cliffhanger, About a girl, Zoomania, Predator 2, Tucker und Dale Vs. Evil, Die Chroniken von Narnia (so schön, dass ich über die Längen hinwegsehe und über die grützigen Effekte am Anfang); Independence Day The killer (John Woo); Christmas Chronicles (Teil 1 liegt natürlich weit vorne); Octalus (da bin ich einfach gestrickt - das geile Abrissfinale rettet den Film über seine Schwächen, saugeil gemacht vom Angriff des Viehs im Ballsaal bis hin zum großen Big Bang), Stirb an einem anderen Tag (s. FTB und James Bond-Thread); Last Action hero, Exit Speed
Nett: Gut zu vögeln, Lola rennt, Allein mit Onkel Buck, Joshua Tree, Mission Impossible - Phantom Protokoll (allerdings hier spürbare Tendenz zu naja..), Police Story (nur nett, weil der einfach nicht mehr so geknallt hat trotz längerer Abstinenz), 64 Minutes (eigentlich fast nett, aber im Verhältnis zum Ersteindruck eine Enttäuschung); Treffen der Generationen - STar Trek (fast schon top, ein paar Längen trübten den Spaß), Alarmstufe Rot 2 (leider mieses Pacing, wie im FTB beschrieben, sonst wäre er top, der Showdown reißt die Hütte ab), Wild wild west (nett im unteren Drittel), Arac Attack, Düstere Legenden 1+2, Remo - Unbewaffnet und gefährlich (leider ein superöder Mittelteil), Zombieland 2; The hidden (starke Tendenz nach oben, aber leider ist die Eröffnung schon die geilste Actionszene, was nicht heißt, dass der Film schlecht ist), Versprochen ist versprochen (ein liebes nett ;); Copykill; Die Nacht der Abenteuer (toller Streifen, aber die Erstsichtung ist lange her, war nur mit dt. Untertitel, da hätte ich eine noch geilere Nummer erwartet, Synchro aber top)
Naja: TED, 21 Jump Street, Bettgeflüster (leider extrem mies gealtert und sehr toxisch), Harley DAvidson und der Marlboro Man, Invasion USA, Der Wixxer (gerade im Vergleich zum Ersteindruck doch eher ne Enttäuschung); Boy soldiers (gerade wenn ich mir die Lobhuldigungen so ansehe, war das doch eher ne Pleitenummer); Resurrection (grade wenn ich bedenke, dass ich den gefühlt zwanzig Jahre nicht gesehen habe!); Vier Hochzeiten und ein Todesfall (leider arg geschwätzige Nummer, viel zu lang auch)

Würde sagen, die Trefferquote bei den Rewatches ist ganz ordentlich

Neusichtungsübersicht folgt die Tage noch ;)
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Vince » 06.01.2025, 18:38

In der Tat beachtlich viele Rewatches. Würde ich eigentlich auch gerne öfter machen, bei mir lag die Quote ja nur bei 10%. Aber meistens reizt mich das Neue dann doch noch ein bisschen mehr.

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 07.01.2025, 13:39

Das neue ist oft eher desillusonierend, und viele Rewatches haben sich ja gelohnt. Bei Stirb an einem anderen Tag hab ich mich fast geärgert, den so lange nicth gesehen zu haben. Ist jedenfalls für in nem Jahr oder zwei als Rewatch geplant
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Vince » 07.01.2025, 17:49

Da gibt es halt immer zwei Seiten. Umgekehrt ist es so, dass ich viele extrem gute Filme überhaupt nur deswegen erst kennengelernt habe, weil ich so viel Neues schaue. Oft sind das nämlich gerade solche Filme, die man nicht auf der Rechnung hatte und die man vielleicht weggelassen hätte, wenn man mehr doppelt schauen würde. Aber da hat eben jeder seine Präferenzen.

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 09.01.2025, 18:34

Da gebe ich dir recht...allerdings habe ich bei den Neusichtungen doch so einiges an Durchschnitt erwischt. Erstaunlich gering dagegen die Zahl der Vollkatastrophen...darum gleich mal die...

Lowlights des Jahres 2024
Mädelstrip, Fast 10, Uncharted (Abgebrochen), Eraser Reborn, Killers Bodyguard II, Silent Night (zumindest gemessen an Woos sonstigen Werken, die ich feiere), No way up (recht spannend, aber die Effekte killen wirklich alles irgendwie), The Collection (dann lieber SAW in Dauerschleife), The bridge (alles verkackt: Pacing, Effekte, Action...selten so enttäuscht bei so nem Actioner gewesen, der vermutlich genug gekostet haben wird)

Kinobesuche:
Bad Boys 4 (Knapp am Lowlight vorbeigeschrammt, aber gemessen an den Erwartungen und dem Spaß, den ich vor allem mit dem kultigen ersten Teil verbinde sehr enttäuschend)
Eine Million Minuten (mit zwei Freundinnen gesehen, toller berührender Film, im Kino war auch eigentlich alles gut zu verstehen @Timo)
Wo die Lüge hinfällt (der hat mir richtig Spaß gemacht - unglaublich sexy, wild und schräg)
Alles steht Kopf 2 (wohl das Highlight des Jahres meiner Kinobesuche, deren Zahl ganz vier lauteten)

passable Filme (teils mit dem Hinweis, dass die für eine Sichtung ganz ok waren), zwischen passabel und besser gibt es teils nur kleine Nuancen, lediglich bei den Lowlights bin ich mir ziemlich sicher:
Fear the night, Loniest boy in the world, Meet Cute (der hat aber nen schönen Sweetness-Faktor, zweitsichtung nicht ausgeschlossen),Hatching, Hypnotic, Fremdfischen, Die Sexverschwörung, High heat, Speak no evil (mir war das Ende zu krass, es muss nciht unbedingt ein Happyend sein bei dem Genre, aber das war mir zuviel des Guten..); Der Unsichtbare, Sympathy for the devil, Spiderman - Far from home, Meine wunderbare Woche mit Tess (der war irgendwie süß ;), Full speed, Mean girls, Der geschenkte Freund (hat aber Spaß gemacht), Becky 2 (gemessen an den Erwartungen war der eigentlich nie beginnen wollende Showdown dann ein wenig desillusionierend), Die Rettung der uns bekannten Welt, Spieleabend, Hereditary (gerade gemessen an den lobenden Worten zum Film dann doch eher guter Durchschnitt für mich) , Halloween Ends, Halloween kills, Peter Pan & Wendy (aber um Längen besser als "Hook"), Death hunt, Furiosa, Nomis, Ein Jackpot zum Sterben, Maria Mafiosi, Eden Lake, Noelle

Actionüberraschung:
The Operator - von den neuen gesehenen Actionfilmen einer der besten

sonstige Überraschungen:
Die andere Zoey - überraschend gut und schön


zwischen passabel und Highlights:
Three billboards ebbing Missouri

Highlights - also Filme, die mir ein wirklich gutes Gefühl gaben oder die ich als besonders - gerade in Anbetracht der Erwartungen in Erinnerung habe:

The Negotiation
Trunk
Eine Million Minuten
Wo die Lüge hinfällt
Hanni und Nanni - mehr als beste Freunde
Himbeeren mit Senf
Wochenendrebellen
Das fliegende Klassenzimmer (2023)
Nach uns der Rest der Welt
Alles steht Kopf 2
Lola auf der Erbse
Alles gelogen
The ministry of... (gerade für Guy Ritchie Verhältnisse hatte ich hier wirklich Spaß mit)
Maleficent I + II
Tatort - Dein gutes Recht
Schule der magischen Tiere 1+2
Planet der Affen - Revolution
Polinas magisches Abenteuer

Fazit: wenig neue Actionfilme, Schwerpunkt auf Dramen und Coming of age, vor allem im zweiten Halbjahr)

Damit ist mein Jahresrückblick 2024 abgeschlossen
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 09.01.2025, 19:10

Sodele...2025

Habe jetzt die ersten 7 Folgen der Stralsund-Reihe geschaut. Fällt bei meiner Einordnung aber unter Serien, aber das erklärt vermutlich, dass meine Filmliste bisher eher übersichtlich ist.

Die Hüter des Lichts
den habe ich mir auf Empfehlung meiner Betreuung vom ABW ausgeliehen. Feiner Film, witzig, aber auch mal emotional. Konnte man gut schauen. Mindestens guter Durchschnitt
:liquid7:,5 etwa

Chantal im Märchenland
vorab..ich mochte die Fuck jo göhte-Reihe eigentlich ganz gerne. Ich hatte über diesen Film schon gehört, dass der geringfügig ausgedrückt eher nicht so gut sein soll. Hatte da auch schon einige Kritiken zu gesehen bei youtube, dachte aber mit der besten Freundin könnte der Spaß machen...wir haben ihn nicht durchgehalten. Sie hat ab und an gelacht, ich hatte nach rund 30 Minuten dieses komplett misslungenen Popkultur-LSD-Trips, bei dem man kaum etwas von den Dialogen verstehen konnte, genug...definitiv ein Lowlight...
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 13.01.2025, 10:50

The Corruptor - Im Zeichen der Korruption - erster oder zweiter Rewatch schätzungsweise

So ganz kann ich mich den Lobhuldigungen hier im Forum nicht anschließen. Zwar ist die Action solide und schaut nett aus, allerdings hat der Film für mich ein paar Pacing- bzw. Tempoprobleme, speziell nach der wirklich gut gemachten Autojagd schlich sich ein wenig Langeweile ein. Und der Showdown ist solide und kommt mit der Autojagd nicht mehr so ganz mit. Dennoch sehenswert, nur wer mit dem Triadengewichse ;) nicht soviel anfangen kann, fühlt sich hier schnell verloren, da doch der Schwerpunkt der für mich auch nicht soooo interessanten Story eben genau darauf liegt, war ich zwar nicht unbedingt gelangweilt, so richtig abgeholt hat der Film mich aber dann doch nicht. Dennoch nice, ihn nochmal gesehen zu haben.

Hab mir aufgrund der Äußerungen im Filmthema dazu hierzuforum auch mal die UNcut angeschaut. Hätte man prinzipiell auch so in den Film nehmen können, der hatte doch eh meine ich keine Jugendfreigabe ;) Und ungewohnt, Wahlberg mal nicht mit seiner Stammstimme aus Big Hit zu hören sondern mit der, die man auch auf "Fast"-Paul Walker kennt.

solide :liquid6:,5 etwa - für mich für die Jahresbewertung später: Durchschnitt

Morden im Norden - Am Abgrund
Bin doch neugierig geworden, was man aus der Serie auf Spielfilmbasis machen kann und hab mal die zwei Euro und ausgegeben. Ein recht ordentlicher Psychothriller mit kleinem fiesen Twist, auf den ich sogar reingefallen bin. Recht packend. Nicht perfekt, aber für Morden im Norden sehr solide

Lotta und die alten Eisen/ Lotta und die großen Erwartungen
Müsste ungefähr mein zweiter Rewatch sein. Habe die Reihe mit einer guten Freundin nochmal begonnen. Feine Reihe, bei der allerdings im Rewatch für mich der Dramateil deutlich mehr Raum einnimmt, auch wenn es durchaus amüsante Szenen gibt. Lotta als zunächst unmotivierte, dann übermotivierte Altenpflegehelferin zu sehen, ist aber rührend und schön. Würde man wohl als solide Tragikomödien bezeichnen. Freuen uns auf Teil 3

Stralsundkrimi - Der Anschlag
Was schon in den Vorgängern angedeutet wurde, wird hier ganz klar: Der Stralsundkrimi ist hart (gerade im Vergleich zur Konkurrenz) und entwickelt sich hier zum reinsten Psychokrieg. Katharina Wackernagel als immer mehr gebrochene Profilerin, die sich selbst nie schont und für die Lösung eines Falls ihre eigene Seele opfert, geht auch hier wieder an ihre Grenzen, das Duell mit Peter Lohmeyer als irrem, aber sehr kalkuliert handelndem Terroristenanführer wirklich stark. Vor allem trifft hier das spannend bis zum letzten Moment hunderprozent zu, weil man eben nie weiß, wie weit die Macher der Reihe gehen. Das Szenario der durchgeknallten fremdenfeindlichen Nazis, die einen Anschlag nur deshalb planen, weil sie ein "Zeichen" setzen wollen, wirkt dabei moderner als es einem lieb ist fast -
mehr als solide
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 15.01.2025, 15:04

791 km ( Leider gerade nicht irgendwo includiert, aber absolut sehenswert)
Der Film von Tobi Baumann (gerade wenn man seine sonstige Filmografie rund um "Der Wixxer" und Co. so sieht, wohl einer seiner deutlich anspruchsvolleren Filme) handelt von fünf Menschen, die gezwungen sind, auf engstem Raum in einem Taxi miteinander auszukommen, weil das gerade die einzige Möglichkeit ist, von München nach Hamburg zu kommen. Es ist im Grunde ein Kammerspiel mit psychologischen Momenten. Vor allem aber macht der Film richtig Spaß, und das ohne dass man viel zu lachen hat.
Jede der Geschichten, die die fünf unterschiedlichen Charaktere mitbringen, hat mich auf unterschiedliche Art berührt. Ich glaube, als Susi ihre Geschichte fast schon beiläufig erzählt, hatte ich sowas wie nen Kloß im Hals.
Nilam Farooq fand ich schon in CONTRA spitze, allerdings hat sie hier einen sehr heftigen, sehr nach vorne blickenden Charakter (zumindest über eine lange Laufzeit). Am meisten hat es mich überrascht und wohl auch nochmal tief berührt, dass der Fahrer selbst (Joachim Krol) selbst mit so einer Bürde unterwegs ist. Für mich kaum das überraschend
Fazit: Für mich der richtige Film am richtigen Tag. Gesellschafts- und sozialkritisch auf die beste Art, nach kurzem Anlauf eigentlich durchgehend unterhaltend, einfach wunderbar.
Mit Null Erwartungen rangegangen und würde hier mindestens 8, evtl. sogar 9/10 spendieren. Für mich der erste Hit, den ich abseits der Krimireihen dieses Jahr erwischt habe.
https://www.werstreamt.es/film/details/3363528/791-km/
mit Nilam Farooq, Iris Berben, Joachim Kral, Ben Münchow und Lena Urzendowsky sehr gut besetzt, gerade die Mischung aus "alten Recken" der Schauspielzunft und neuen Talenten funktioniert hier ganz ausgezeichnet.

Ach was soll der Geiz... :liquid9:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 19.01.2025, 13:36

Stralsundkrimi - Folge 9

Wow...endgültig erreicht die Reihe 24 Vibes, man weiß nicht so genau, wer falsch spielt und wieso. Wenig Action, aber verdammt spannend bis unheilvollen Cliffhanger-Finale. "Wo waren Sie gestern nacht?", damit hat diese Thrillerreihe nichts mehr am Hut. Sauspannend, unberechenbar, einfach klasse :cool:

Wolfsfährte
ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2010 nach der gleichnamigen Romanvorlage des schottischen Autors Craig Russell. Der Thriller ist die erste Verfilmung aus Russells Krimiserie rund um den von Peter Lohmeyer verkörperten Hamburger Kriminalkommissar Jan Fabel

mit Peter Lohmeyer und Lisa Maria Potthoff. Recht spannend, allerdings habe ich vor Jahren den Roman gelesen, weshalb mir doch einiges wieder eingefallen ist. Dennoch, für Nichtkenner des Buchs denke ich eine recht ordentliche Eröffnung der Reihe - Die Fortsetzungen haben dann sogar FSK 16, allerdings sind die Filme leider erstmal bei AMazon prime raus...

Die Braut, die sich traut
WTF...nach 70 min. abgebrochen...unglaublich geschwätzig und umständlich erzählt. So wie wenn jemand einen Witz erzählt und einfach nicht zur Pointe kommt...
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 23.01.2025, 13:26

Stralsund - 10 - Vergeltung

Die Reihe bleibt für deutsche Krimiverhältnisse erstaunlich beständig hart in seiner Handlung. Wenig Action, aber eine spannende Handlung, ein Wiedersehen mit zwei Figuren aus der Vergangenheit und ein kompromissloses Finale.

Expendables 4
Ist wohl wieder die Sache mit der Erwartungshaltung - aufgrund der eher negativen Kritiken zum Film, auch hier, war meine Erwartung die eines absoluten Disasters. Somit empfand ich dann das Gesehene als gar nicht so übel. Die CGI-Szenen fielen mir nicht so massiv auf (bis auf den ziemlich mies getricksten Flugzeugabsturz), die Action hat ganz gut gekracht. Allerdings fand mindestens das letzte Drittel des mit 90 Minuten Nettlaufzeit im Vergleich zum sehr sperrigen Vorgänger eher kompakten Films nur auf dem Schiff statt, was streckenweise etwas ermüdend war und das Tempo ausgebremst hat. Die Motorradstunts haben dagegen Laune gemacht, und auch was die schlechtesten CGI-Szenen im Finale angeht - es gab in den 2000ern deutlich Schlimmeres zu sehen.
Spoiler
Show
Der Barny Twist - vor allem zum Ende hin hatte ich nicht mehr mit gerechnet, dass das gefaket war - hat bei mir aber gefunzt.
recht solide :liquid6: mit positiver Tendenz auf jeden Fall. Hätte schlechter sein können
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 26.01.2025, 13:29

Hard to die - REWATCH
Keine Ahnung, woran es lag...Erwartungshaltung? - Lange nicht gesehen, über zehn Jahre, aber so richtig fett kam der gestern irgendwie nicht, auch wenn die Stunts natürlich unglaublich sind. Vielleicht habe ich den, als er noch recht neu war, zu oft gesehen...Für Erstseher aber ne echte Bombe, sehr explosiv, vor allem für nen Hongkong-Film
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 29.01.2025, 12:15

Beautiful disaster

Ohne jede Erwartung gestern angetestet. Ich muss sagen, ich wurde verdammt gut unterhalten, auch wenn man die leiiiicht toxische Beziehung kritisch sehen könnte. War aber schon ziemlich witzig und irgendwie auch charmant, und die Idee mit der Lucky 13 hat Virgina Gardners Charakter auch ne gewisse Stärke gegeben. Allerdings ist das meine erste richtige RomCom seit Monaten, von daher mag mein Blick darauf etwas getrübt sein. Virginia Gardner können Horrorfans möglicherweise aus dem ebenfalls hier on board und von mir für sehr schnieke befundenen "Fall".

Ja, der Film B D ist irgendwie leicht flach, aber irgendwie war das ganze charmant dargeboten und ich hatte das Gefühl, die beiden hatten wirklich Spaß an ihren Rollen. Für mich ein feines Feelgood-Filmchen, gerade da ich null Erwartung hatte und eher mit Abbruch rechnete ;) Natürlich die alten junge Frau verfällt Muskelmann-Klischees ;)

sehr starke :liquid8: möcht ich spendieren

Afraid - von Blumhouse
Der war für einmal schauen ganz ok, der Twist am Ende kam unerwartet, aber sonst...ich denke, Riggs würde sagen: Dünn....sehr dünn ;)

Stralsund - Folge 11 - Kein Weg zurück
Ich bleib dabei - neben Sarah Kohr thrillt diese Reihe nach einer Idee von Martin Eigler und Sven Poser für mich mit am besten. Ziemlich packende Story und auch mit aktuellem Bezug Flüchtlingskriminalität/ -krise/ Bürgerwehr usw. - Hätte man vielleicht, da gebe ich dem Kritiker recht, noch mehr draus machen können, war aber ne packende Nummer. Stralsund ist für Thrillerfans einfach mal ne Bank

Zoo ohne Tiere - Kurzfilm von Joseph Bolz, den ich schon interviewen durfte, sehr sympathisch übrigens
herrlich absurder kleiner 7Minüter mit Julia Lenska und Sebastian Weimar (bin mir ziemlich sicher, dass das Sebastian Lehmann ist, aber könnte mich auch irren), hat mich gut unterhalten.
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von StS » 29.01.2025, 14:44

Cinefreak hat geschrieben:
29.01.2025, 12:15
Beautiful disaster
Jip, Sprouse und Gardner machen durchaus Spaß.
Dann steht bei Dir wohl ja auch bald "Beautiful Wedding" an. :wink:

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 30.01.2025, 21:27

mit Freunden Lotta (3) rewatcht

Besonders die Szenen mit Ruby O. Fee als an Mukloveszisdose erkrankter Jugendlicher rühren hier sehr, ansonsten auch wieder ein feiner Teil der 8teiligen Reihe

Hush - Still
BEi plex geschaut - leider nicht so der Hammer, dort zu schauen - alle 10 Minuten ca. 2 Minuten Werbung, auch einfach so mitten in der Szene, zudem brach der Stream auf dem Smart TV ab, am PC ging es aber

Der Film, der relativ harmlos beginnt, entwickelt sich nach knapp ner Viertelstunde zu einem Biest von einem HomeInvasion-Schocker, zudem Kate Siegel selbst und ihr Mann, Regisseur Mike Flanagan, das Drehbuch schrieben. Statt auf viele Effekte wird hier vor allem auf einen krassen Sound gesetzt, so dass man sich als Zuschauer recht gut in Sarah hineinversetzen kann. Der Film ist auch anders als viele andere Filme dieser Art - kein Freddy Krüger, kein Michael Meyers, einfach so n ganz normaler Typ, der nicht mal sonderlich böse aussieht. Zudem setzt Flanagan relativ stark auf einfache Mittel und einen gewissen Realismus, und wenn es blutig wird, dann auch richtig. Vor allem Sarahs Verletzungen tun regelrecht weh beim ansehen.

Fazit: Auch im zweiten Durchlauf noch stark, als Erstsichtung ein regelrechter Killerfilm.
:liquid8: etwa

Es führt natürlich die Funktion eines FTBs als Nachschlagemöglichkeit ad absurdum, wenn man Filme vergisst...also Nachträge Januar:
Tatort - Verblendung
Den fand ich recht gut, meine ich.

Das Glashaus - Rewatch
Für mich kaum begreifbar, dass Regisseur Daniel Sackheim offenbar nach diesem Film keinen großen Film mehr inszenieren durfte bzw. inszeniert hat. Der Film ist spannend, vor allem bei der Erstsichtung und mündet in einem richtig geilen Finale samt Rage and Revenge, weshalb ich den immer mal wieder gerne schaue.
:liquid8:


Tatort - Borowski und das hungrige Herz

ging so...

Teen Witch
Etwas zäh, aber ganz nett, evtl Rewatch

Desweiteren hatte ich noch Lotta und das ewige Warum und Lotta und die frohe Zukunft mit einem meiner Herzensmenschen geschaut. Sehenswerte, schöne Reihe mit Josefine Preuß (TfA)
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