Filmtagebuch: freeman

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The Outsider

Beitrag von freeman » 30.12.2025, 17:04

The Outsider
Liegt seit Ewigkeiten in der Saturn Krabbelkiste. Hab ihn immer liegen lassen. Zuletzt jedoch hatte ich einen Trailer auf irgendeiner Pile-of-Shame-Scheibe und hab mir den gegeben. Das, was ich sah, sprach mich erstaunlich ordentlich an. Also dann doch mal die Scheibe für nen Euro Fuffzig über den Saturn Ladentisch gezogen. Und wirklich, die erste Hälfte ist richtig gut und hat amtlich Zug. Craig Fairbrass erfährt hier, dass seine Tochter ermordet aufgefunden worden sei. Er solle sie identifizieren. Doch die Leiche ist nicht seine Tochter. Die war eine Freundin der Toten und ist verschwunden. Freilich sucht er sie nun. Um die Hälfte herum lässt der Film dann die Hosen runter und erklärt, was hier passiert ist. Und irgendwie verliert er da den Zuschauer. Das ist alles so umständlich und dämlich erdacht. Infolgedessen guckt man Fairbrass nur noch zu, wie er die Lumpen richtet, aber der Furor ist weg. Schade. Eine Katastrophe ist die Synchro von Scott Caan. Der bringt vor lauter Ääähms und Ääähs als Boss der Lumpen keinen Satz gerade raus und wirkt wie ein Volldepp. Im Original gibts keine Ääääh-Orgien... Strange.
:liquid4:

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Y2K

Beitrag von freeman » 05.01.2026, 15:29

Y2K
Der Film versucht darzustellen, wie die Menschheit am Millennium Bug hätte zugrunde gehen können. Das wird in eine x-beliebige Nerd-will-endlich-seine-Flamme-von-sich-überzeugen-Teenie-blubber-die-blubb-Handlung gepackt und zumindest mit halbwegs sympathischen Figuren verkauft. Die handgemachten Effekte um sich zu Robotern auftürmende Technikgegenstände sind ein weiterer großer Pluspunkt. Ein oder zwei Splattereinlagen fetzen ebenfalls. Dazu nette Mucke aus der Jahrtausendwende. Was sogar zu einem immer größer werdenden Gastauftritt von Fred Durst als er selbst führt. Zunächst als Arschloch beschimpft, darf er dann mit einer Gitarrenversion von "Faith" die Menschheit einen. :lol: Schade ist, dass Y2K nie so wirklich das Gaspedal findet. Er dreht nie ab, wird nie zu einem flotten Spektakel. Und er hat im Überlebenspart nichts mehr zu erzählen. Entsprechend wird man auch eher semi-gut unterhalten. Und so leid es mir tut, aber Rachel Zegler, die ich schon immer als minderbegabt empfand, kann ich nach ihren wirklich dummen Äußerungen rund um Schneewittchen nicht mehr ernst nehmen. Schon gar nicht als IT-Nerd-Girlie, das sich in einen anderen Nerd vergucken soll. LOL. Ne.
:liquid4:

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Re: Y2K

Beitrag von StS » 05.01.2026, 16:23

freeman hat geschrieben:
05.01.2026, 15:29
Rachel Zegler, die ich schon immer als minderbegabt empfand, kann ich nach ihren wirklich dummen Äußerungen rund um Schneewittchen nicht mehr ernst nehmen.
So lange Du Leute wie Mel Gibson oder Marky Mark für deren teils viel übleren Aussagen mindestens genauso wenig ernst nimmst, ist das auch durchaus okay so :wink:

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Re: Filmtagebuch: freeman

Beitrag von Vince » 05.01.2026, 17:30

Der Film ist im Grunde wirklich durch, sobald die aus dem Haus raus sind am Anfang. Danach war die Luft raus. Die Fred-Durst-Sache war für Leute wie mich natürlich aus nostalgischen Gründen ganz nett, aber Durst ist leider ein schrecklich unsicherer Schauspieler, wenn es darum geht, Selbstironie in Bezug auf seine Person walten zu lassen, ganz anders als bei seinen Bühnenauftritten... irgendwie komisch. Man merkt sofort, wie bei ihm irgendein Schalter umgelegt wird, sobald er im Finale auf der Bühne die Sau rauslassen kann.

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Stolen Girl

Beitrag von freeman » 06.01.2026, 14:56

Im Deutschen kommt leider noch eine relativ steife Synchro dazu, die ihn irgendwie noch mehr bremste.

Stolen Girl
Der Thriller soll auf einer wahren Geschichte beruhen. Demzufolge schnappte sich ein ausländischer Dad seine in Amerika gezeugte Tochter und floh ins arabische Ausland. Die Mutter will ihr Kind zurück, nur keiner schenkt ihr Gehör. Das Kind sei beim Vater und gut. Da kommt ein Mann auf sie zu, der von Berufs wegen Entführungen wie die ihre verfolgt. Die Mutter kann sich diese Hilfe nicht leisten. Da bietet ihr der Mann an, für ihn zu arbeiten und mit ihm andere Kinder zurückzuführen. Irgendwann werde sich auch auch eine Chance für sie und ihr Kind ergeben. Das Ganze zieht weite Kreise, nimmt ein paar unvermutete Wendungen und ist an sich wirklich spannend und mitreißénd erzählt, ABER die beiden Hauptdarsteller machen den Film kaputt. Scott Eastwood wirkt absolut unfähig die Emotionalität seiner Rolle glaubhaft zu transportieren. Und Kate Beckinsale hat sich ihre Mimik so kaputt botoxen lassen, dass man die gespielten Emotionen gar nicht erkennt. So kommt man nie in den Film rein und der scheitert so komplett durch. Schade.
:liquid3:

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Bambi - The Reckoning

Beitrag von freeman » 07.01.2026, 15:43

Bambi - The Reckoning
Der Film beginnt - wie vom Poohniverse fast schon gewohnt - mal wieder mit einem Animationsabschnitt. Mit einer hartkantigen/eckigen Optik - ein wenig an Scherenschnitt erinnernd. In dem wird die Geschichte von Bambi wie bei "Winnie the Pooh: Blood and Honey" durchaus nett weitergesponnen, das Tier beselt und der Wald zum Rachegott gemacht. Das war es dann aber auch schon an "interessanten" Elementen. "Bambi" wird zum simplen Creature Feature mit absolut desolatem Figureninterieur, das einem nur auf die Eier geht und dem man alle möglichen Tode an den Hals wünscht. Obendrein schaut der Film schrecklich hässlich aus und ist richtig schlecht gespielt. Und der beselte Bambi ist einfach nur eine blindwütig tobende Kreatur, die mit ihrem Geweih Idioten zerteilt, enthauptet und aufspießt. Und das macht nicht einmal Spaß. Ist man dann nach sich endlos lang anfühlenden 81 Minuten endlich durch und hat einen beknackten Showdown durchgestanden, wird einem sogar noch ein zweiter Teil angedroht. Na danke auch. Ein Element fetzt jedoch: Die Auftritte von Klopfer sind wirklich geil.
:liquid2:

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Freaky Tales

Beitrag von freeman » 09.01.2026, 13:16

Freaky Tales
Die Anthologie muss sich definitiv die Frage gefallen lassen, wo denn die Freaky Tales in „Freaky Tales“ geblieben sind? Grünes Licht als „Auslöser“ für Ereignisse wie ein Rap-Battle find ich persönlich jetzt alles andere als freaky. Und auch die Auflösung, die dem Begriff freaky noch am nächsten kommt, ist halt kaum mehr als ein (zumindest) ordentliches Zusammenfinden der bislang aufgemachten Storystränge. Die ganze große Aufregung bleibt so durchweg aus. Zumindest gefällt das Spiel mit den Formaten und Darstellungsformen. Ansonsten bleibt nur die Schlacht zwischen den Nazis und den Punks und der Showdown im Kopf. Der Rest läuft unter okay, ABER da war mehr drin...
:liquid6:

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June & John

Beitrag von freeman » 14.01.2026, 16:49

June & John
Eigentlich bin ich ja Fan des Motives, das eine Frau ins Leben eines Langweilers kracht und dieses gehörig durcheinanderwirbelt. Genau das hatte Luc Besson wohl im Sinn für seinen Film. Aber leider machten da die Hauptdarsteller nicht so recht mit, die in zahlreichen Momenten doch arg überfordert wirkten und mich rein vom Typus her beide total anödeten. So kommt niemals rechter Drive auf und findet man nicht in den Plot rein. Und Luc Besson findet keinen Weg, diese Mankos auszugleichen. Scheitert sogar im Optischen durch, weil viele Bilder ekelhaft digital rüberkommen und so den letzten notwendigen Zauber aus dem Projekt ziehen.
:liquid3:

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Memoiren einer Schnecke

Beitrag von freeman » 15.01.2026, 17:16

Memoiren einer Schnecke
Der Meister hinter dem meines Erachtens großartigen „Mary & Max“ hat erneut zugeschlagen und nicht weniger als ein kleines Meisterwerk rausgehauen. Wundervolle Figuren, tolle Betrachtungen aus dem alltäglichen Leben (Ich merkte, dass ich alt wurde, als ich die Falten meiner Strumphose glattziehen wollte und feststellen musste, dass ich gar keine Strumphosen anhatte!) mischen sich mit sehr schweren Themen wie Depressionen, Selbstmord, Tode in glücklichsten Momenten, Pyromanie und religösen Fanatismus. Nebenher wird das Swingen ebenso bedacht wie Nudisten-Bootsfahrten und der Feeder-Fetisch. Und trotzdem wird der Film nie schwermütig, nie zu ernst. Bewahrt sich eine erstaunliche Leichtigkeit und einen tollen Humor. Dazu eine klasse Animation, die erneut großen Mut für die (manchmal etwas zu) „hässlichen Seiten“ des Lebens beweist. Eigentlich sind hier nur die Schnecken und eine Meerschweinchenherde süß.
:liquid8:

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F*** Marry Kill

Beitrag von freeman » 22.01.2026, 16:12

F*** Marry Kill
Görl wurde vor Ewigkeiten von ihrem Typ hintergangen und hat sich seitdem NATÜRLICH eingeigelt und nie einen anderen Mann gedatet. Erst als sie erfährt, dass ER demnächst heiraten will, macht es bei ihr „klick“ und sie merkt, dass sie die letzten Monate schlichtweg vergeudet hat. Sie meldet sich bei einer Online-Dating-App an und macht drei Dudes klar. Blöderweise ist das Görl auch True-Crime-Podcast-Fan und irgendwie scheinen alle drei Auserwählten Eigenschaften eines aktuell umgehenden Serienkillers zu haben... Und das ist ja so witzig und spannend obendrein... nicht. F*** Marry Kill ergeht sich förmlich in repetitiven Abläufen, ist vorhersehbar bis zum Get No und geht einem mit seinen überspannten Frauenfiguren fast schon von Minute eins an auf die Eier. Wobei man nicht unerwähnt lassen sollte, dass alle Kerle in dem Film genauso Panne sind. Aber hey, was habe ich erwartet, immerhin steht der Name der Hauptdarstellerin, Lucy Hale, für filmgewordenen Dreck der Güteklasse A. Zumindest da liefert sie wie gewohnt. Und ich muss ehrlich sagen, dass wenn woke Figuren darüber sinnieren, ob sie zu woke sind, kann ich das nicht als komisch oder ironisch empfinden. Warum auch immer. Und wie spannend der Film war, sollte die Tatsache unterstreichen, dass ich mitten in der Auflösung eingepennt bin. Hollywood ist in manchen Genres (hier: Komödie gemischt mit irgendwas) echt am Ende.
:liquid0:

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Altered - Projekt Darwin

Beitrag von freeman » 23.01.2026, 15:31

Altered - Projekt Darwin
Der "Iron Sky"-Regisseur dreht für "Altered" die X-Men-Prämisse einfach frech um. Die Mutanten sind die Regel und die nicht mutierten Menschen der Ausschuss. Aus Gründen sind die Mutierten alle reich/besser gestellt und die echten Menschen arme Schlucker. Sozusagen die Bürgergeldempfänger der Zukunft. Obwohl die laut deutscher Idiotenpropaganda dank Bürgergeld ja eigentlich alle reich sind. Aber ich schweife ab. Oben drauf entwirft Vuorensola ein paar seltsame Regeln, die vollkommen abstrus sind und keinen Sinn machen. So rümpft man schon früh die Nase über den Film. Aber es wird immer seltsamer und unlogischer. Inklusive seltsamer Verhaltensweisen einzelner Charaktere, die einfach nur bescheuert sind. Was im Film hält, sind der insgesamt sehr wertige Look und Hauptdarsteller Tom Felton, der sichtlichen Spaß an dem Film hat.

Wobei man nie checkt, woher diese Begeisterung kommt. Denn "Altered" wirkt wie stumpfester AI-Slop an. Der zudem die Merkmale von Netflix-/Amazon-/Streamer-eurer-Wahl-CONTENT hat. Sprich, ALLE wichtigen Informationen werden innerhalb kürzester Zeit bis zu DREIMAL wiederholt. Damit man vom Second Screen nicht allzu oft aufblicken muss, um in der Handlung zu bleiben. Mein absolutes Highlifght dahingehend: Eine Kussszene zwischen Held und Sidekick, die innerhalb von drei Minuten drei Mal abgeschossen wird und immer gleich abläuft. Schmatzer, "lustiger" Kommentar einer Zuschauerin. Fertig. Unfassbar. Auch geil: Der nur 80 Minuten lange Film hat keine Zeit, seinen Hauptfieswicht zu bestrafen. Den sieht man am Ende einfach mal in den Nachrichten mit seltsamen Entstellungen - woher die stammen? Man ahnt es nicht einmal. Was am Ende bleibt, ist ein egaler Beitrag zu dem Medium Film, der NICHTS aufweist, was eine erneute Sichtung irgendwie rechtfertigen würde. Und das ist im Grunde sogar ein Erfolg, denn genauso wurde er offenkundig auch entwickelt. Als Füllcontet für irgendeinen Streamer.
:liquid3:

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Re:

Beitrag von Cinefreak » 25.01.2026, 19:59

StS hat geschrieben:
10.03.2008, 06:40
freeman hat geschrieben: The Contract:
Gute Darsteller, tolle Landschaftsbilder...
:liquid5:
Sehe ich im Grunde auch so - vielleicht gar noch einen kleinen Tick schwächer... :wink:
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Der Tiger

Beitrag von freeman » 28.01.2026, 19:57

Der Tiger
Beim Tiescher hatte mich der durchaus patente Trailer im Kino angefixt. Entsprechend erhielt der Film seine Chance, als er bei Prime landete. Und ich muss sagen, dass das wirklich interessante Genre-Kost geworden ist. Wobei der Film gleich in mehreren Genres funktioniert. In erster Linie stand allerdings erst einmal „Apocalypse Now“ weithin sichtbar Pate. Das leugnet Regisseur Gansel auch kein Stück. Früh – und zwar so offensichtlich und häufig, dass ich mich schon wundere, warum so viele Kritiker von dem dementsprechend sehr passigen Ende so überrascht wurden (zumal, wenn man die grundlegende, wenig logische Grundhandlung berücksichtigt) – streut er allerdings zahlreiche Hinweise, dass er mehr wollte, als einen weiteren Kriegsfilm. Und dabei liefert er bereits in diesem Genre etwas Überraschendes: Deutsche Soldaten als "Helden"! Wobei er freilich keine Heldenverehrung wagt. Ihm geht es sichtlich mehr darum, zu zeigen, was der Krieg mit den Männern macht, welche Sorgen und Nöte sie umtreiben. Mehr und mehr schwenkt der Film dann in Richtung Horror um. Sowohl was die Bilder, die Stimmung als auch die Thematiken angeht. Und dieser Mix funktioniert ziemlich gut. Auch und vor allem dank der starken Darsteller, die zwar alle immer mal nuscheln :lol: , aber sehr gut funktionierende Figuren entwerfen, die für sich einzunehmen wissen. Vor allem David Schütter als Panzerkommandant ist großartig. Schade fand ich, dass die Action kein Stück an „Fury – Herz aus Stahl“ heranreicht. Es gibt ein paar fette Explosionen, aber die Panzeraction ist per se arg statisch. Hier hätte ich mir mehr Mut für fette Action gewünscht. Am Ende bleiben ein paar wirklich starke Ansätze und Momente, so richtig mitreißen will der Film aber nie.
:liquid6:

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Re: Filmtagebuch: freeman

Beitrag von SFI » 29.01.2026, 06:15

... typisch deutsch halt. :lol:
Die affektive Struktur der Klimakrise

„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“

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Muzzle 1 + 2

Beitrag von freeman » 29.01.2026, 15:58

Nur der Nuschelfaktor ist nicht zuuuu hoch diesmal. Hat Amazon bestimmt so vorgeschrieben, dass nur 2 Prozent vernuschelt werden dürfen.

Muzzle
Ein Drogen-Doggo wird im Einsatz getötet. Dessen menschlicher Buddie und Kollege, der von Aaron Eckhart gespielt wird, will nun herausfinden, wer den Hund warum getötet hat. Mit einem neuen Drogenspürhund, der in seiner Vergangenheit Schlimmes durchgemacht zu haben scheint, beginnt Eckhart zu ermitteln. Dabei kommt er diversen Kartelllumpen schnell zu nahe. Produziert wurde „Muzzle“ von einem Studio, das sich selbst Slowburn nennt. Und das passt ganz gut zu „Muzzle“. Der lässt sich nämlich richtig viel Zeit für sein Minimum an Story. Lässt Eckhart mit dem neuen Hund zusammenwachsen, erlaubt beiden nur ultrakleine Fortschritte in der alles andere als komplexen Story und produziert so durchaus auch mal Leerlauf. Wirkt durch diese überlegte Herangehensweise aber niemals wie billiger B-Schund, was vor allem Eckhart mit einer starken Schauspielleistung veredelt. Erst im Showdown haut der Film dann einen raus. Zerballert Lumpen und halbiert Hunde mit Großkalibern. Das wirkt in seiner Brutalität teils etwas drüber, rundet den bis dahin sehr spröden Film aber gelungen und im Magen detonierend ab.
:liquid4:

Muzzle 2: City of Wolves
„Muzzle“ scheint erfolgreich genug gewesen zu sein, um einen zweiten Teil zu rechtfertigen. Und der geht durchaus andere Wege als Teil 1. Ist schneller bei sich, gibt sich direkt ziemlich b-typisch und legt vor allem in Sachen Gewalt gehörig einen drauf. Vor allem die Bisswunden, die die tierischen Hauptdarsteller hier produzieren, sehen teils richtig übel aus. Einem Lump wird sogar das halbe Gesicht vom Schädelknochen gezerrt. Eckhart spielt erneut viel zu gut für den Film, die Doggos sind klasse und das höhere Tempo gerät für den Streifen schnell zum Gewinn. Der trotzdem – wie der Vorgänger – nie zu sehr übers Knie gebrochen wirkt, sondern auch mal unerwartete Wege geht.
:liquid6:

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Re: Filmtagebuch: freeman

Beitrag von StS » 29.01.2026, 16:34

Zum Tiger: Semi-Sympathieträger-Nazis schippern (und tauchen) in ihrer metallischen Raubkatze durch die sowjetische Twight Zone in Richtung eines Col. K. artigen abtrünnigen anderen Nazis und treffen auf dem Weg u.a. auf richtig böse Nazis (mit Narbe im Gesicht und so) sowie auf CGI-Bambi... bevor sich der Schluss als Stuss entpuppt. Ja, von der internen Logik des Films her kann man letzteren durchwinken und er hat ein paar nicht unclevere "Parallelen" im Verlauf zu bieten... doch trotzdem. Und man ahnt ihn zunehmend... hofft aber, dass dem letztlich nicht so ist...*

Alles in allem aber kompetent gemacht, der Film... und mit ner halben Handvoll wirklich feiner Szenen... daher geh ich mit der 6/10 mal mit. :wink:

*
Spoiler
Show
Das mit dem Twist ist im Grunde so wie schon bei "the 6th Sense" bei mir im Kino... nur hatte es mich damals da mehr geärgert. Heute kennt man das Ganze in der Art halt irgendwie bereits... und wie geschrieben: Momente, wie dass der doch nicht so nette Panzerkommandant ja sozusagen der böse-böse SS Mann im Dorf ist, fand ich gut erdacht und eingebunden.
.

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Beitrag von freeman » 04.02.2026, 17:32

Spoiler
Show
Absolut, der hat seine Momente. Mir wars aber ehrlicherweise schon beim Aufhänger klar, dass hier was absolut nicht stimmt, denn mit einem TIGER hinter feindlichen Linien quasi im Geheimen agieren zu wollen, das war schon echt ein Brocken, den man erst einmal schlucken musste. Gibt da ja weitaus geländegängigere, leisere und weniger brachiale Kriegsgefährte, um eine solche Mission zu meistern. Wenn die in "Apocalypse Now" mit der Titanic zu Kurtz gefahren wären, wäre das ungefähr vergleichbar :lol:
Send Help
Ich mag Sam Raimi und seine Art, Filme zu machen, aber mit dem hatte ich meine liebe Not. Ich kann gar nicht sagen, wann ich zuletzt einen so unfokussierten Film gesehen habe. Komödie? Horror? Thriller? Survival? Schwarze Komödie? Irgendwie alles drin und nichts davon zündet so wirklich. Am Ende steht ein erstaunlich harmloser "Rosenkrieg" auf einer Insel. Wobei nie so klar wird, warum sich die Figuren hier so abgrundtief hassen. Eben weil ein Fokus fehlt. Dazu kommt, dass Raimi leider ein seltsames PG-13-Horrorgewand als dramaturgischen Aufbau nutzt. Sprich: Spannungsaufbau, Entladung, Runterkommen, Spannungsaufbau, Entladung, Runterkommen, ... Im Grunde schaut man einem filmgewordenen Wellenbad zu. Dieser Ablauf nervt einen sehr schnell tierisch. Zumal die "Runterkommen"-Abschnitte viel zu lang ausfallen, immer langweiliger werden und einen schon spüren lassen, dass der Film locker 25 Minuten zu lang geraten ist. Die beiden Leads mühen sich, Frau McAdams erhält zudem ein paar Kudos, weil sie sich dem Ami-Schönheitswahn entzieht und unter anderem mit Falten! auf!! der!!! Stirn!!!! aufläuft. Auch das Finish macht Punkte gut. Ansonsten gefallen vor allem die Humoreinsprengsel und eben Sam Raimis Art, Filme zu bebildern. Großartig etwa das wiederkehrende Diamantring-Motiv. Auch geil, O'Briens Wandel vom Optimisten zum Pessimisten innerhalb einer coolen Kameraschwenkserie. Trotzdem wurde im Saal auch geschnarcht und ich kann das durchaus verstehen.
:liquid4:

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11 Rebels

Beitrag von freeman » 05.02.2026, 15:06

11 Rebels
Es bewahrheitet sich mal wieder: Filme aus Japan sind einfach nicht so wirklich mein Ding. Dennoch klang die Story um ein Fort, das von Verbrechern verteidigt wird, ganz nett. Es hatte so ein paar „Das dreckige Dutzend“-Vibes. Die eigentliche Story ist allerdings das pure Kuddelmuddel. Was die Figuren da warum machen, erschließt sich nie. Ein als Hauptfigur gereichter Typ wechselt so oft seine Meinung, dass einem schier schwindelig wird. Und zahlreiche Schauspieler overacten sich um Kopf und Kragen. Es kommt niemals Spannung auf, es wird nie dramatisch. Die Action ist in Teilen ganz nett, aber arg repetitiv und ein wenig zu geerdet und highlightlos. Ergebnis: In den 2,5 Stunden Film gibt’s dann doch eine Menge Langeweile zu verzeichnen.
:liquid4:

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The Ship

Beitrag von freeman » 12.02.2026, 17:25

The Ship
Ganz übler Horror-Bohei, der streckenweise an Malen nach Zahlen erinnert, so wie hier die Horrorklischees abgehakt werden. Nach 50 Minuten Langeweile wird man kurz wach, weil man meint, irgendwie 30 Minuten verschlafen zu haben. Denn auf einmal hat man keinerlei Ahnung mehr, was hier gerade warum passiert. Ein kleiner Check stellte allerdings sicher: Man war wach. Vermutlich hatte der Cutter einfach bei sich gedacht: Gut nu' mit dem Popanz. Eine Viertel Stunde später ist der Humbug endlich vorbei. Was vor allem Gary Oldman in dem Film zu suchen hatte, man (er vermutlich auch) weiß es nicht.
:liquid1:

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Fuck Valentine's Day

Beitrag von freeman » 19.02.2026, 20:11

Fuck Valentine's Day
Ich seh ja Virginia Gardner trotz teilweise rotzigster Filmauwahl ganz gerne. Entsprechend nahm ich mir auch den Valentinstagsheuler vor. Der präsentiert die übliche Wandlung vom Valentinstagshasser zum Valentinstagsliebhaber und setzt mal auf Klischees satt und mal auf erstaunlich eigenwillige Wege. Das ist durchaus auch mal amüsant, im Großen und Ganzen aber turbovorhersehbar. Dafür mühen sich alle Darsteller und dank dem Schauplatz Griechenland gibts auch ein paar hübsche Bilder. Würde ein "ganz okay" geben, ist aber nichts, was eine KI nicht auch hingerotzt bekäme.
:liquid5:

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Cinefreak
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Re: Fuck Valentine's Day

Beitrag von Cinefreak » 20.02.2026, 00:18

freeman hat geschrieben:
19.02.2026, 20:11
Fuck Valentine's Day
Ich seh ja Virginia Gardner trotz teilweise rotzigster Filmauwahl ganz gerne. Entsprechend nahm ich mir auch den...
:liquid5:

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Schon wegen Virginia hab ich Bock drauf. Fall und Beautiful Desaster waren echt stark
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Icefall

Beitrag von freeman » 24.02.2026, 18:07

Icefall
Gangster greifen ordentlich Cash ab. Dann geht das Flugzeug mit ihrer Beute verloren. Die Kohle landete in einem See, wo es von Wilderer Joel Kinnaman gefunden wird. Gleichzeitig gehen bei den Gangstern alle Tracker an, dass ihr Geld sich bewegt. Sie brechen auf, um es sich zu holen. Joel Kinnaman wird gejagt und tut sich mit Wildhüterin zusammen. Das Ergebnis ist immer dann faszinierend, wenn "Icefall" sich auf einem gewaltigen, zugefrorenen See bewegt. Hier steigt dann auch ein wenig Action, brechen Leute und Autos ein und ist ne Menge los. Sobald man dann vom See runtergeht, wirds zäh und Icefall hängt durch. Teilweise so richtig. In Richtung Showdown gehts aber wieder auf den See und wirds wieder besser. Dazu nette Schnee- und Eisbilder, gute Darsteller und ein paar fiese Lumpen (bis auf Danny Huston, der eine arg seltsame Schurkenrolle abbekommen hat). Der letzte Funke springt aber nie über, nicht einmal wenn das Eis im Film Feuer fängt.
:liquid5:

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Gangster Gang 2

Beitrag von freeman » 25.02.2026, 18:08

Gangster Gang 2
Teil eins macht mir seinerzeit großen Spaß, Teil zwei gerät nun deutlich turbulenter, was ebenfalls topp funktioniert. Unsere Gangster Gang versucht als geläuterte Mitglieder der Gesellschaft, wieder auf die Beine zu kommen. Was schlecht klappt. Auch weil jemand Brüche durchführt, die frappierend an den Modus Operandi unserer Antihelden erinnert. Die versuchen nun, herauszufinden, wer da querschlägt. Dabei stolpern sie in einen der größten Diebeszüge aller Zeiten. Der ist so geil übergroß, dass es einfach nur Spaß macht, dranzubleiben. Die altbekannten Charaktere sind einfach nur klasse, die neuen verfangen sofort. Es gibt herrliche Bildgags, einen knuffigen Wortwitz und eine hervorragende Animation, die den Cel-Shading-Look zwar deutlich zurückfährt, dafür aber anderweitig glänzt. Alleine, wie hier in einer langen Sequenz mit den Dimensionen eines Wrestling-Ringes gespielt wird, ist einfach nur irre. Kurzum: Klasse Trickfilmspaß, der allerdings ein wenig zu lang geraten ist.
:liquid7:

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Lookout - Der Turm

Beitrag von freeman » 05.03.2026, 17:34

Lookout - Der Turm
Ich arbeite bei Youtube aktuell ein wenig mit Shorts und verfasse da einminütige Kurzkritiken. So auch zu dem heute erscheinenden Survival-Sci-Fi-Mix "Lookout - Der Turm". Klickt doch mal HIER, um zu sehen, was ich von dem halte. :lol:

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Re: Filmtagebuch: freeman

Beitrag von Fist_of_Retro » 05.03.2026, 21:56

Hab es schon gesehen und Daumen nach unten sind das jetzt?
:liquid1: oder :liquid2: Punkte :lol:

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Re: Filmtagebuch: freeman

Beitrag von freeman » 10.03.2026, 19:59

Daumen runter=0-1
Daumen schräg runter=2-3
Daumen quer=4 (mit Tendenz nach unten), 5, 6 (mit Tendenz nach oben)
Daumen schräg hoch=7-8
Daumen hoch=9-10

In diesem Sinne:
freeman

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