„Stranger Things“ knappe
„Stranger Things 2”
Die Serie punktet auch im Rahmen ihrer zweiten Staffel u.a. mit einer tollen, sich eine wunderbare Chemie teilenden Besetzung, einer hochklassigen Inszenierung und einer ansprechenden Atmosphäre. Inhaltlich bewegt sich das Geschehen zwar nicht allzu viel voran – doch es ist einfach wohlig-unterhaltsam, dem Ganzen beizuwohnen. Die Clique um ein Mädel (Mad Max) zu erweitern passt vor allem aufgrund der Figurenzeichnung und jungen Darstellerin, Sean Astin hat mich positiv überrascht, die Anspielungen an bekannte Werke der 80er sind weiterhin ansprechend zu registrieren (ich sag nur: „Aliens“, inklusive Paul Reiser) und einige ausgewählte Musikstücke zaubern einem unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht. Ja, die „Ausreißer-Episode“ (Elle in Chicago) hätte in der Form nicht unbedingt sein müssen – aber die beiden folgenden (sprich: die finalen zwei) gleichen das locker wieder aus, denn sie sind einfach klasse (Spannung, Dramatik, Schauwerte… und natürlich diese herzlichen letzten Minuten auf dem Winter-Schulball)…
gute
„Stranger Things 3”
Auch in Staffel 3 stellt einen "Stranger Things" weiterhin mehr als nur zufrieden: Tolle, sympathische Charaktere, die obendrein eine famose Chemie miteinander aufweisen (u.a. ist David Harbour´s Hopper zurecht ein Publikumsliebling und markiert Ethan Hawke´s Töchterchen Maya eine willkommene Ergänzung des Ensembles), Kino-taugliche Bilder und Spezial-Effekte, eine absolut großartige Ausstattung (allein die unzähligen Achtziger-Produkte überall), eine nette Song-Playlist, Zitate und Anspielungen en masse sowie eine Story, die Science-Fiction und Horror stimmig mit Humor und Drama vereint. Hier steht nun die Pubertät des Kids im Fokus - ebenso wie einige andere Beziehungen, die sich entwickeln. Die Russen mögen wohl nicht die kreativsten Baddies sein - passen an sich aber prima in die 80er (jip, "Red Dawn" findet in diesem Kontext erfreulicherweise auch Erwähnung). Das Creature-Design gefiel mir (hat mich zum Teil an "the Blob" erinnert) - der "Body Snatchers"-Aspekt ebenfalls. Ich hoffe bloß, dass die kommende Staffel stärker auf die "Hintergründe" der "Upside Down"-Welt eingeht...
gute
„Stranger Things 4” (mehr Horror und gern gesehene Neuzugänge: Vecna, Eddie, Grace Van Dien)
-
„Stranger Things 5”
The End of an Era. (07/2016 – 01/2026)
Mit Season 5 ist nun also „
Stranger Things“ zu Ende gegangen – die im Grunde einzige (weitreichende) „Event-Serie“ des bisherigen Streaming-Zeitalters. Ja, zuletzt ist sie förmlich „zu groß“ geworden – in Sachen Figuren-Ensemble, Welten, CGIs und Setpieces in Kino-Qualität – und so mündet sie dann auch in einem krawalligen Action-Finale, bei dem zwei auffällig-verwunderliche Logik-Löcher den Unterhaltungswert ein Stück weit schmälern (obgleich eher erst bei rückwirkender Betrachtung)…
Aber dann schaut man auf die Anzeige und stellt fest, dass nach dem Showdown (bzw. nach beiden – samt gleich zweier toller Prince Songs) noch fast eine Stunde Laufzeit übrig ist. Was dann folgt, ist
der wahre Abschied: Ohne CGI-Kreationen im Vordergrund, auf die Personen konzentriert, komplett mit einer kleinen Übergabe an die „nächste Generation“: Nice – und einen daran erinnernd, wie die Serie begonnen hat; worin ihre wahre Stärke lag/liegt. Ich werde die Charaktere vermissen. Und nein, ich hatte kein Problem damit, dass Holly plötzlich die meiste Screen-Time aller besaß (da ich Nell Fisher in der Rolle mochte) – und Neuzugang
Dipshit… ähm,
Delightful Derek: Der hat auch Laune gemacht…
Alles in allem kann man sagen: Season 5
played it safe – aber Szenen wie der Demogorgon-Angriff auf das Wheeler-Haus waren schon echt stark. Und ja, gewisse eingebaute Flashbacks – wie etwa die bei jedem Schlag der Axt in Winona’s Händen in den Hals ihres Gegners – haben bei mir durchaus Lust geweckt, mir die Serie noch einmal komplett am Stück anzusehen… in ein paar Jahren mal… vielleicht dann ja auf BluRay oder 4K-Scheibe: Man darf dahingehend ja noch träumen…
