Dust Bunny

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freeman
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Dust Bunny

Beitrag von freeman » 19.02.2026, 21:36

Dust Bunny

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Originaltitel: Dust Bunny
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2025
Regie: Bryan Fuller
Darsteller: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sigourney Weaver, David Dastmalchian, Rebecca Henderson, Sheila Atim, Sute Zhao u.a.

In dieser wilden filmischen Wundertüte heuert die kleine Aurora einen Auftragskiller an. Der soll ein gewaltiges Monster, das angeblich unter ihrem Bett hause und ihre Eltern gefressen habe, umbringen. Der Auftragskiller lässt sich auf die Jobofferte ein, auch weil er befürchtet, der wahre Grund für den Tod von Auroras Eltern zu sein.
:liquid8:

Zur Kritik von "Dust Bunny"

In diesem Sinne:
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Vince
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Re: Dust Bunny

Beitrag von Vince » 23.08.2026, 15:11

Wenn man Matt Damon vielleicht einmal ausklammert, gibt es wohl keinen anderen Schauspieler, der genauso entschlossen zwischen den Polen des ultralässigen (Anti-)Helden und des kauzigen Exzentrikers pendelt wie Mads Mikkelsen. In der Heimat hatte er unter Anders Thomas Jensen schließlich gerade erst einen traumatisierten Mann gespielt, der sich für John Lennon hält, um sich noch im gleichen Jahr auf Knopfdruck wieder in die coole Socke zu verwandeln, die aber diesmal selbst einen Pendler zwischen den Welten darstellt, und zwar zwischen derjenigen der organisierten Kriminalität und derjenigen der kindlichen Vorstellungskraft.

In seinen besten Momenten erinnert das Kinoregiedebüt des Schöpfers viel beachteter Serienformate wie „Hannibal“ (2013 – 2015) oder „American Gods“ (2017 – 2021) durch die visuell berauschende Verschmelzung des Crime-Thriller- und Märchenformats an „Running Scared“, der 2006 einen kleinen Hype auslöste. Bryan Fuller weiß die diabolischen Schattenspiele ähnlich bedrohlich an der Wand tanzen zu lassen wie damals Wayne Kramer. In dieser Hinsicht übernimmt er außerdem viel von der opulenten Ästhetik seiner TV-Produktionen. Bei der chinesischen Parade, in der die Hauptfigur Aurora (Sophie Sloan) die wahre Natur ihres Nachbarn entdeckt, kann man sich an den explodierenden Farben kaum sattsehen, später wird mit allerhand Zierrat ein Gangster-Universum vom Schlage „John Wick“ gemalt, die Szenenbilder des Wes Anderson immer als Rohmodell im Hinterkopf.

Der hoffnungslos folkloristische Monster-unter-dem-Bett-Rahmen allerdings zwängt die gestalterische Fantasie viel zu sehr in ein Raster, als dass daraus wirklich eine packende Parabel auf die Bedrohung kindlicher Unschuld durch die Belange rücksichtsloser Erwachsener entstehen könnte. „Dust Bunny“ klammert sich an seine blumige Metapher, nährt sie mit bildfüllenden CGI-Effekten zu einer Seifenblase an und lässt sie in der Welt der Kriminellen platzen, ohne sich je auch nur einen Schritt aus dem eigenen Schema herauszuwagen. Nicht einmal der coolste Mads Mikkelsen vermag aus diesem Gefängnis auszubrechen. „Running Scared“ war da vor 20 Jahren tatsächlich beweglicher.
:liquid5:

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