Magst du dazu vielleicht ein paar Details hier zu schreiben? Das klingt auf jeden Fall spannend. ;) Grüßefreeman hat geschrieben: ↑14.09.2022, 20:03Dieser fahriger Eindruck dürfte definitiv von der schwierigen Entstehungsgeschichte des Filmes herrühren. Ich lese gerade ein Buch über alle Predator-Produktionen und da wurde Upgrade im Nachgang mit am schwersten in Mitleidenschaft gezogen. Da passen einige Szenen nicht mehr wirklich zusammen. Im Trailer zum Film bekommt man btw. auch ein paar Szenen aus der ursprünglich angedachten Fassung zu sehen.
In diesem Sinne:
freeman
Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey + Badlands
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey
Ich werde das Buch die Tage vermutlich mal in einem Video vorstellen. Vielleicht nenne ich da ein paar Punkte, im Großen und Ganzen kann man aber zusammenfassend sagen, dass da beispielsweise das gesamte Ende neu gedreht wurde (wesentlichster Unterschied schonmal: Original-Showdown stieg am Tag!). Und dabei sind viele Inkonsistenzen entstanden, die bis in die Filmmitte hineinreichen. So wurden ganze Figuren rausgestrichen und eine Actionszene soll gewichen sein, weil sonst das Finale gar net mehr zum Anfang gepasst hätte. Zudem war der Film wohl allgemein zu lang. Bis zu 40 Minuten sollen auch noch geschnitten worden sein. Darunter alle Szenen von Edward James Olmos, der ursprünglich eine gar nicht mal so kleine Rolle spielen sollte. Zudem kam dem Super-Predator mal eine größere Rolle zu. Kann mir schon vorstellen, dass Black das Endergebnis nicht mehr wirklich als seinen Film ansieht.
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey
Prey

Das „Predator“-Prequel „Prey“ zeigt die Landung des kultigen Jägers aus dem Weltall im Jahr 1719. Dort hat er seine ersten Kontakte mit Menschen, die zu seiner Beute werden. Die junge Comanche Naru, die gerne Jägerin werden will, bemerkt die Gefahr als erstes und wird zur einfallsreichen Gegenspielerin des Aliens.

Hier geht's zur Kritik

Das „Predator“-Prequel „Prey“ zeigt die Landung des kultigen Jägers aus dem Weltall im Jahr 1719. Dort hat er seine ersten Kontakte mit Menschen, die zu seiner Beute werden. Die junge Comanche Naru, die gerne Jägerin werden will, bemerkt die Gefahr als erstes und wird zur einfallsreichen Gegenspielerin des Aliens.

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Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey
Seltene totale Einigkeit bei "Prey" = 7/10 hier 
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey
Pfuh, hier müssten mer auch mal umbauen... Film gabs btw. auf der von mir besuchten Filmbörse in Berlin auch zu kaufen. War imo keine 4-5 Tage nach Release...
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Predator: Badlands
An anderer Stelle im Forum habe ich es gewagt, festzuhalten, dass der neue Predatorfilm keinen wirklichen Predatorfilm darzustellen scheint. Die Figur verfälscht wird. Verdreht. Kaputtgemacht. Wurde mir ausgeredet. Jetzt komme ich aus dem Kino und bin verwirrt. Wem soll ich denn nun glauben? Den Argumenten meiner LL-Sekte, die mir den Kopf zu waschen versuchte und mich als Fan beschimpfte!?!? Oder doch dem Film? Ich nehme zweitens und sage "Who's your Daddy?" zu den Liquidianern! Wieso?
"Predator: Badlands" beginnt mit drei Grundsätzen aus den Yautja Codizes. Was ein Yautja ist und was er nicht ist. Und dann war ich 105 Minuten dabei, wie jede einzelne Regel gebrochen wurde. Und das nicht etwa zufällig oder nebenbei, sondern so, dass es dir der Film beständig ins Gesicht schrie. Der simple und durchaus auch nachvollziehbare Grund: Der Film braucht einen Helden. Er braucht etwas zum Identifizieren. Und darum vermenschlicht er den Yautja-Helden komplett. Kein bisschen,... komplett! Der Yautja labert dir eine Bullette ans Ohr, er beschützt süße Tierchen, reißt Witzchen und will doch eigentlich nur eine "Guardians of the Galaxy"-Familie. Dazu latscht er in Herr der Ringe Optik über einen Planeten und sagt seiner Mitstreiterin nicht einmal, sie solle die Fresse halten. Nicht einmal, wenn sie ihn und sich gefährdet. Ein Woke-Predator. Süß. Und am Ende, wenn man denkt: Wow, jetzt isser ja doch badass, erledigt ein anderer den finalen Job. Dieser Predator ist kein Predator. Der Film selbst sagt das.
Und ganz viel Geschwätz rund um den Film erweist sich als schlechter Witz. Ausgereiztes PG-13? What? Die veranstalten hier dasselbe wie bei "Star Wars Episode 1". Nur werden hier statt Droiden halt Androiden zerlegt. Der Duktus und die Härte ist absolut gleich. Die zynischen Witzchen auch. Ansonsten werden CGI-Kreaturen zerlegt, dass die Suppe nur so spritzt. Am Predator darf davon aber nichts hängenbleiben, er steht ja nur mittendrin. LÄCHERLICH.
Damit sage ich nicht, dass der Film schlecht ist. Habe ich auch nie behauptet, mir ging es immer um die Figur. Der Film ist durchaus unterhaltsam. Vor allem die ersten 20 Minuten, die in die Yautja-Kultur eintauchen und offenlegen, wie die mit Luschennachwuchs umgehen, was so auch schon in den Predator-Comics überliefert wurde, fetzen. Auch die Gestaltung des eigentlichen und absolut lebensfeindlichen Schauplatzes macht Laune. Eigentlich funktioniert alles, bis Elle Fanning auftaucht. Dann macht es einmal spürbar *bump*. Die Witze nerven, das Dauergeplapper nervt noch mehr. ZUM GLÜCK nimmt der Film sie irgendwann zurück. Stattdessen dann süße Viechers. Oooooor.
Das Tempo bleibt ordentlich, der Unterhaltungswert auch, die Effektmaschinerie, die bei "Prey" noch gewaltig holperte, läuft hier richtig rund. Optisch kann man sich absolut nicht beklagen, auch wenn unser Helden"predator" einfach nur hässlich designt ist. Gegen Ende wirds aber trotzdem öde. Auch und vor allem, weil manche Ideen halt null Konsequenzen haben. Wieso da nun Weiland Yutani mitmischte, man weiß es nicht. Da dahingehend halt auch nichts unterfüttert oder eben ausgebaut wird. Die Firma sammelt einfach wie gewohnt außerirdische Proben. Macht halt sonst nix anderes. Der Showdown macht dann wieder richtig Spaß. Immerhin kracht und knallt es ordentlich, auf den herrenlos rumrennden Unterkörper (mit dummen Logikfehlern), der mit dem Oberkörper einen High-Five zelebriert, hätte ich aber nur zu gerne verzichtet. Auch auf Süße-Tierchen-Witze im Akkord. Aber ich bin halt net die Zielgruppe, sondern 13-17-jährige. Und die haben da sicher ihren Spaß. Aber trotzdem: Ideen wie ein säurespuckender Aal als Laserkanone für den Helden fand ich unerwartet klasse, obwohls ja fast noch dümmer ist als der Rest.
Kurzum: Rein vom Unterhaltungsfaktor her rangiert Badlands problemlos vor Upgrade und vor allem vor AvP2. Als Film rund um die Figur Predator hingegen versagt der Film komplett und beschädigt meiner Meinung nach auch deren Mythologie. Ich frage mich, wie man da jemals wieder einen coolen Bösewicht draus machen will. Wobei, eine Idee hätte ich: Ein neuer Badass-Predator taucht auf und killt den Wicht (wie er im Film selbst genannt wird!!!) aus Badlands innerhalb von 10 Sekunden. Dan Trachtenberg, sie sind dran!
(=Unterhaltungswert, ansonsten gute
als Predatorfilm)
In diesem Sinne:
freeman
"Predator: Badlands" beginnt mit drei Grundsätzen aus den Yautja Codizes. Was ein Yautja ist und was er nicht ist. Und dann war ich 105 Minuten dabei, wie jede einzelne Regel gebrochen wurde. Und das nicht etwa zufällig oder nebenbei, sondern so, dass es dir der Film beständig ins Gesicht schrie. Der simple und durchaus auch nachvollziehbare Grund: Der Film braucht einen Helden. Er braucht etwas zum Identifizieren. Und darum vermenschlicht er den Yautja-Helden komplett. Kein bisschen,... komplett! Der Yautja labert dir eine Bullette ans Ohr, er beschützt süße Tierchen, reißt Witzchen und will doch eigentlich nur eine "Guardians of the Galaxy"-Familie. Dazu latscht er in Herr der Ringe Optik über einen Planeten und sagt seiner Mitstreiterin nicht einmal, sie solle die Fresse halten. Nicht einmal, wenn sie ihn und sich gefährdet. Ein Woke-Predator. Süß. Und am Ende, wenn man denkt: Wow, jetzt isser ja doch badass, erledigt ein anderer den finalen Job. Dieser Predator ist kein Predator. Der Film selbst sagt das.
Und ganz viel Geschwätz rund um den Film erweist sich als schlechter Witz. Ausgereiztes PG-13? What? Die veranstalten hier dasselbe wie bei "Star Wars Episode 1". Nur werden hier statt Droiden halt Androiden zerlegt. Der Duktus und die Härte ist absolut gleich. Die zynischen Witzchen auch. Ansonsten werden CGI-Kreaturen zerlegt, dass die Suppe nur so spritzt. Am Predator darf davon aber nichts hängenbleiben, er steht ja nur mittendrin. LÄCHERLICH.
Damit sage ich nicht, dass der Film schlecht ist. Habe ich auch nie behauptet, mir ging es immer um die Figur. Der Film ist durchaus unterhaltsam. Vor allem die ersten 20 Minuten, die in die Yautja-Kultur eintauchen und offenlegen, wie die mit Luschennachwuchs umgehen, was so auch schon in den Predator-Comics überliefert wurde, fetzen. Auch die Gestaltung des eigentlichen und absolut lebensfeindlichen Schauplatzes macht Laune. Eigentlich funktioniert alles, bis Elle Fanning auftaucht. Dann macht es einmal spürbar *bump*. Die Witze nerven, das Dauergeplapper nervt noch mehr. ZUM GLÜCK nimmt der Film sie irgendwann zurück. Stattdessen dann süße Viechers. Oooooor.
Das Tempo bleibt ordentlich, der Unterhaltungswert auch, die Effektmaschinerie, die bei "Prey" noch gewaltig holperte, läuft hier richtig rund. Optisch kann man sich absolut nicht beklagen, auch wenn unser Helden"predator" einfach nur hässlich designt ist. Gegen Ende wirds aber trotzdem öde. Auch und vor allem, weil manche Ideen halt null Konsequenzen haben. Wieso da nun Weiland Yutani mitmischte, man weiß es nicht. Da dahingehend halt auch nichts unterfüttert oder eben ausgebaut wird. Die Firma sammelt einfach wie gewohnt außerirdische Proben. Macht halt sonst nix anderes. Der Showdown macht dann wieder richtig Spaß. Immerhin kracht und knallt es ordentlich, auf den herrenlos rumrennden Unterkörper (mit dummen Logikfehlern), der mit dem Oberkörper einen High-Five zelebriert, hätte ich aber nur zu gerne verzichtet. Auch auf Süße-Tierchen-Witze im Akkord. Aber ich bin halt net die Zielgruppe, sondern 13-17-jährige. Und die haben da sicher ihren Spaß. Aber trotzdem: Ideen wie ein säurespuckender Aal als Laserkanone für den Helden fand ich unerwartet klasse, obwohls ja fast noch dümmer ist als der Rest.
Kurzum: Rein vom Unterhaltungsfaktor her rangiert Badlands problemlos vor Upgrade und vor allem vor AvP2. Als Film rund um die Figur Predator hingegen versagt der Film komplett und beschädigt meiner Meinung nach auch deren Mythologie. Ich frage mich, wie man da jemals wieder einen coolen Bösewicht draus machen will. Wobei, eine Idee hätte ich: Ein neuer Badass-Predator taucht auf und killt den Wicht (wie er im Film selbst genannt wird!!!) aus Badlands innerhalb von 10 Sekunden. Dan Trachtenberg, sie sind dran!
In diesem Sinne:
freeman
Predator: Badlands
Vincelino sagt:

Über Jahrzehnte hinweg war der „Predator“ der unsichtbare Stalker, der seiner Beute im Verborgenen auflauerte, um in Sekundenbruchteilen zum letalen Schlag anzusetzen. In „Predator: Badlands“ ist er es nun selbst, dem eine feindselige Welt das Leben schwermacht. Indem er die Kreatur zur Hauptfigur macht, entfernt sich Dan Trachtenberg weit von den erzählerischen Wurzeln der Franchise… und hat seinen Blick doch immer auf die Mythologie einer der tödlichsten Spezies der Filmgeschichte gerichtet.

Zur "Predator: Badlands"-Kritik

Über Jahrzehnte hinweg war der „Predator“ der unsichtbare Stalker, der seiner Beute im Verborgenen auflauerte, um in Sekundenbruchteilen zum letalen Schlag anzusetzen. In „Predator: Badlands“ ist er es nun selbst, dem eine feindselige Welt das Leben schwermacht. Indem er die Kreatur zur Hauptfigur macht, entfernt sich Dan Trachtenberg weit von den erzählerischen Wurzeln der Franchise… und hat seinen Blick doch immer auf die Mythologie einer der tödlichsten Spezies der Filmgeschichte gerichtet.
Zur "Predator: Badlands"-Kritik
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey + Badlands
„Predator: Badlands“ ist prima kurzweilig und erzielt das, was Dan Trachtenberg offenkundig mit dem Projekt im Sinn hatte. Etwas zu viel CGI und etwas „zu sehr Disney-fiziert“, das Ganze – allerdings ist die reichlich vorhandene Action schön dynamisch, passt der Score, ist das Worldbuilding solide, stört das PG-13-Rating nicht, sind einem die zwei Leads nicht egal (trotz Alien/Synth), kommt die Umsetzung hochwertig daher und ist Elle Fanning einfach toll. Summa summarum: Zwar nichts für „Predator Puristen“ – wohl aber anständig-unterhaltsames Blockbuster-Kino (mit gewissen Schwächen)…
gute
gute
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey + Badlands
Predator Badlands
Das Predator Badlands nicht alle glücklich machen wird, ist schon klar, wenn man sich den Trailer zum Film ansieht. Schon dort erkennt man, dass grimmige Horror Action nicht mehr so sehr im Vordergrund steht wie in vergangenen Tagen.
Horror gibt es primär im Charakterdesign und Action hingegen gibt es zuhauf, aber nicht mehr so bodenständig wie in den ersten Teilen. Der Terror, den man früher verspürte, ist heute praktisch nicht mehr vorhanden. Predator Badlands ist moderne SciFi-/Fantasy-Action mit einem familienfreundlichen Splatter-Anstrich.
Wenn man sich einen knallharten Predator ohne Kompromisse wie in alten Zeiten wünscht, dann kann es also durchaus sein, dass man beim Sichten des Films nur flüchten möchte. Jegliche Kritik in den Wandel der Darstellung ist definitiv berechtigt. Darüber kann man wunderbar diskutieren, wie hier im Forum auch zu sehen: viewtopic.php?f=36&t=23058.
Die Vorahnung, dass Predator Badlands familientauglich ist, habe ich dafür genutzt, um zusammen mit meinem Sohn einen Predator schauen zu können. Und ich muss sagen, dass der Film weitaus besser funktioniert als ich erhofft hätte.
Die Geschichte um Dek ist zum einen schon mal absolut interessant. Dem neuen Predator-Film tut es nämlich gut, dass man sich inhaltlich vom einsamen Jäger, der von einem Trupp Menschen einen nach dem anderen wegdezimiert, entfernt hat. Diese Story war spätestens mit dem zweiten Teil schon zu Ende erzählt. Das spannende am Predator war für mich schon immer, dass die Yautja mehr als nur stumpfe Jäger sind. In Predator Badlands wird endlich mal etwas mehr daraus gemacht und der Predator auch zu Recht mal in den Mittelpunkt gerückt. Ja, dafür musste man mit ein paar Konventionen ein wenig brechen, die in der Vergangenheit hinsichtlich des Predators aufgestellt wurden, aber das Ganze ist nicht zwingend so unschlüssig wie es teilweise wahrgenommen wird und Dek ist zudem wahrlich kein netter Kerl. Er schlachtet einfach nur die „Richtigen“ ab und tatsächlich sogar auch die Falschen, nur dass er an einer Stelle im Film einfach nur Glück dahingehend hat. Die „Richtigen“ sind in Predator Badlands übrigens ihm feindliche gesinnte Yautja, mehr oder weniger lebensfeindliche Flora und Fauna des Planeten, auf welchem er strandete, sowie eine Bataillon Androiden.
Gewalt ist also durchaus in einem spürbaren Maße vorhanden. Sie wird nur dadurch spürbar entschärft, dass sie sich ausschließlich gegen fiktionale Lebensformen richtet. Hätte man statt den Androiden ein paar menschliche Soldaten im Film platziert, wäre zumindest der Teil ein ordentliches Splatterfest geworden. Unerwähnt lassen möchte ich aber nicht, dass sich Trachtenberg dieses Umstandes mehr als bewusst ist und das nutzt, um die Gewalt aus den alten Filmen in einigen Szenen fast schon zu persiflieren.
Neben der Härte ist die Interaktion von Dek ein Punkt, der manchen sauer aufstößt. Es ist aber eben nicht so, dass Dek als lustig herum quatschender Typ daherkommt. Die Gruppe um Dek formt sich doch eher widerwillig um ihn herum. Inhaltlich ist auch das nicht dumm gelöst. Dek ist körperlich kein Vorzeige-Predator und befindet sich in einer Situation, in der andere Yautja schon vor ihm kläglich gescheitert sind. Selbst sein rabiater Vater fürchtet den Kalisk. So ist er dazu gezwungen andere Wege zu gehen und die Kooperation der Gruppe sowie sein Hirn zu nutzen. Das geschieht aber nicht durch prophetische Weissagungen von Dek. Dek ist definitiv kein Philosoph, vielmehr muss er durch Scheitern lernen. Notwendige soziale Interaktion wird ihm mit Hilfe des Vergleichs mit einem Wolfsrudel gelehrt, was zu ihm als Charakter passt.
Man muss das alles nicht mögen, wenn man sich darauf einlassen kann, dann ist die Figurenzeichnung von Dek durchaus sehr stimmig. Bleibt der Kritikpunkt bestehen, dass Dek vermenschlicht dargestellt wird. Das stimmt, so ganz unähnlich dem Menschen, empfand ich den Predator aber auch in der Vergangenheit nicht.
Bleiben die Begleiter Thia und das knuffige Wesen, welche als Störfaktoren wahrgenommen werden können. Ganz klar, das ist ein ziemlicher Bruch mit den bisherigen Filmen. Die Einführung der beiden Charaktere ist aber nicht unüberlegt. Thia muss hinsichtlich der Dialoge den Film über weite Strecken tragen, da Dek nicht nur etwas wortkarger daherkommt, sondern eben auch nur in irgendwelchen Grunzlauten spricht. Das der zweite Begleiter ein ziemlich knuffiges Wesen ist, wird inhaltlich clever genutzt, was mir gefallen hat. Dennoch muss man aber zugestehen, dass die beiden Begleiter Predator Badlands zu Großen Teilen dazu verhelfen, familienfreundlich zu sein. Meine Frau meinte nicht ohne Grund, dass sich Predator Badlands teilweise wie ein Feel-Good-Film anfühlt. Das ist primär in diesen beiden Charakteren sowie der Interaktion der Gruppe untereinander begründet. Das wird ganz klar nicht jedermanns Sache sein, es wird aber sinnvoll genutzt.
Optisch ist Predator Badlands ansprechend. Klar es gibt viel CGI zu sehen, es wirkt aber nicht so anorganisch wie in Monster Hunter, wo alles einfach nur nach Videospiel aussah. Der Soundtrack hat mich in dem Maße angesprochen, dass ich ihn mir gleich mal gekauft habe. Passt also.
Predator Badlands war für mich eine positive Überraschung. Das, was dem Film an Horror und Terror fehlt, macht er in der Story wieder wett. Auch wenn Predator Badlands familientauglich ist, hat er durchaus eine sichtbare Härte und die eine oder andere fiese Szene gibt es auch zu sehen. Familientauglich heißt, dass man sich den Film mit einem Teenager ansehen kann, und das ist jetzt so tragisch auch wieder nicht. Kritik an dem Film kann ich nachvollziehen, muss aber konstatieren, dass er für sich betrachtet absolut funktioniert. Man darf auch nicht vergessen, dass zwischen Predator und Predator Badlands 38 Jahre liegen.
Über eine Fortsetzung würde ich mich auf jeden Fall freuen.
,5
Das Predator Badlands nicht alle glücklich machen wird, ist schon klar, wenn man sich den Trailer zum Film ansieht. Schon dort erkennt man, dass grimmige Horror Action nicht mehr so sehr im Vordergrund steht wie in vergangenen Tagen.
Horror gibt es primär im Charakterdesign und Action hingegen gibt es zuhauf, aber nicht mehr so bodenständig wie in den ersten Teilen. Der Terror, den man früher verspürte, ist heute praktisch nicht mehr vorhanden. Predator Badlands ist moderne SciFi-/Fantasy-Action mit einem familienfreundlichen Splatter-Anstrich.
Wenn man sich einen knallharten Predator ohne Kompromisse wie in alten Zeiten wünscht, dann kann es also durchaus sein, dass man beim Sichten des Films nur flüchten möchte. Jegliche Kritik in den Wandel der Darstellung ist definitiv berechtigt. Darüber kann man wunderbar diskutieren, wie hier im Forum auch zu sehen: viewtopic.php?f=36&t=23058.
Die Vorahnung, dass Predator Badlands familientauglich ist, habe ich dafür genutzt, um zusammen mit meinem Sohn einen Predator schauen zu können. Und ich muss sagen, dass der Film weitaus besser funktioniert als ich erhofft hätte.
Die Geschichte um Dek ist zum einen schon mal absolut interessant. Dem neuen Predator-Film tut es nämlich gut, dass man sich inhaltlich vom einsamen Jäger, der von einem Trupp Menschen einen nach dem anderen wegdezimiert, entfernt hat. Diese Story war spätestens mit dem zweiten Teil schon zu Ende erzählt. Das spannende am Predator war für mich schon immer, dass die Yautja mehr als nur stumpfe Jäger sind. In Predator Badlands wird endlich mal etwas mehr daraus gemacht und der Predator auch zu Recht mal in den Mittelpunkt gerückt. Ja, dafür musste man mit ein paar Konventionen ein wenig brechen, die in der Vergangenheit hinsichtlich des Predators aufgestellt wurden, aber das Ganze ist nicht zwingend so unschlüssig wie es teilweise wahrgenommen wird und Dek ist zudem wahrlich kein netter Kerl. Er schlachtet einfach nur die „Richtigen“ ab und tatsächlich sogar auch die Falschen, nur dass er an einer Stelle im Film einfach nur Glück dahingehend hat. Die „Richtigen“ sind in Predator Badlands übrigens ihm feindliche gesinnte Yautja, mehr oder weniger lebensfeindliche Flora und Fauna des Planeten, auf welchem er strandete, sowie eine Bataillon Androiden.
Gewalt ist also durchaus in einem spürbaren Maße vorhanden. Sie wird nur dadurch spürbar entschärft, dass sie sich ausschließlich gegen fiktionale Lebensformen richtet. Hätte man statt den Androiden ein paar menschliche Soldaten im Film platziert, wäre zumindest der Teil ein ordentliches Splatterfest geworden. Unerwähnt lassen möchte ich aber nicht, dass sich Trachtenberg dieses Umstandes mehr als bewusst ist und das nutzt, um die Gewalt aus den alten Filmen in einigen Szenen fast schon zu persiflieren.
Neben der Härte ist die Interaktion von Dek ein Punkt, der manchen sauer aufstößt. Es ist aber eben nicht so, dass Dek als lustig herum quatschender Typ daherkommt. Die Gruppe um Dek formt sich doch eher widerwillig um ihn herum. Inhaltlich ist auch das nicht dumm gelöst. Dek ist körperlich kein Vorzeige-Predator und befindet sich in einer Situation, in der andere Yautja schon vor ihm kläglich gescheitert sind. Selbst sein rabiater Vater fürchtet den Kalisk. So ist er dazu gezwungen andere Wege zu gehen und die Kooperation der Gruppe sowie sein Hirn zu nutzen. Das geschieht aber nicht durch prophetische Weissagungen von Dek. Dek ist definitiv kein Philosoph, vielmehr muss er durch Scheitern lernen. Notwendige soziale Interaktion wird ihm mit Hilfe des Vergleichs mit einem Wolfsrudel gelehrt, was zu ihm als Charakter passt.
Man muss das alles nicht mögen, wenn man sich darauf einlassen kann, dann ist die Figurenzeichnung von Dek durchaus sehr stimmig. Bleibt der Kritikpunkt bestehen, dass Dek vermenschlicht dargestellt wird. Das stimmt, so ganz unähnlich dem Menschen, empfand ich den Predator aber auch in der Vergangenheit nicht.
Bleiben die Begleiter Thia und das knuffige Wesen, welche als Störfaktoren wahrgenommen werden können. Ganz klar, das ist ein ziemlicher Bruch mit den bisherigen Filmen. Die Einführung der beiden Charaktere ist aber nicht unüberlegt. Thia muss hinsichtlich der Dialoge den Film über weite Strecken tragen, da Dek nicht nur etwas wortkarger daherkommt, sondern eben auch nur in irgendwelchen Grunzlauten spricht. Das der zweite Begleiter ein ziemlich knuffiges Wesen ist, wird inhaltlich clever genutzt, was mir gefallen hat. Dennoch muss man aber zugestehen, dass die beiden Begleiter Predator Badlands zu Großen Teilen dazu verhelfen, familienfreundlich zu sein. Meine Frau meinte nicht ohne Grund, dass sich Predator Badlands teilweise wie ein Feel-Good-Film anfühlt. Das ist primär in diesen beiden Charakteren sowie der Interaktion der Gruppe untereinander begründet. Das wird ganz klar nicht jedermanns Sache sein, es wird aber sinnvoll genutzt.
Optisch ist Predator Badlands ansprechend. Klar es gibt viel CGI zu sehen, es wirkt aber nicht so anorganisch wie in Monster Hunter, wo alles einfach nur nach Videospiel aussah. Der Soundtrack hat mich in dem Maße angesprochen, dass ich ihn mir gleich mal gekauft habe. Passt also.
Predator Badlands war für mich eine positive Überraschung. Das, was dem Film an Horror und Terror fehlt, macht er in der Story wieder wett. Auch wenn Predator Badlands familientauglich ist, hat er durchaus eine sichtbare Härte und die eine oder andere fiese Szene gibt es auch zu sehen. Familientauglich heißt, dass man sich den Film mit einem Teenager ansehen kann, und das ist jetzt so tragisch auch wieder nicht. Kritik an dem Film kann ich nachvollziehen, muss aber konstatieren, dass er für sich betrachtet absolut funktioniert. Man darf auch nicht vergessen, dass zwischen Predator und Predator Badlands 38 Jahre liegen.
Über eine Fortsetzung würde ich mich auf jeden Fall freuen.
,5Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey + Badlands
Hier ist übrigens eine gute Aufarbeitung der turbulenten Entstehungsgeschichte von "The Predator" a.k.a. "Predator - Upgrade":
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Re: Predator I + II + AvP + Predators + Upgrade + Prey + Badlands
Predator: Badlands
Womöglich liegt es auch etwas an meiner langen Durststrecke ohne wirklich guten Film, aber Badlands vermochte mich unerwartet gut zu unterhalten. Ich kann Freemans Trauma natürlich nachvollziehen, bin aber weder ein Fan der Franchise noch darin kanonisiert. Ich bin sogar froh ob des Stilbruchs, denn eine weitere klassische Herangehensweise wie in „Prey“ hätte ich nun wirklich nicht benötigt. Gut, mit dem Anthropomorphismus des Predators ist das freilich so eine Sache. Eine wirklich fiese Visage sieht anders aus und spätestens wenn dessen Vater den Helm abnimmt, weiß man wieder, wie sich angewidert anfühlt. Ansonsten hat der Film aber viele tolle Zutaten: Score, Kinematographie, Kreatur- und Planetendesign wissen zu gefallen. Der Streifen drückt dabei ordentlich aufs Tempo und die Buddy-Komponente gefiel mir auch. Bei den Guardians-of-the-Galaxy-Vergleichen würde ich aber nicht mitgehen, das hatte für mich deutlich mehr Mandalorian-Schwingungen. Ich würde sogar behaupten, dass es sich bei Badlands im Grunde um ein The-Mandalorian-Rip-off handelt. Dessen futuristische Western-Tropen finde ich stark und deswegen funktionierte das wohl auch bei Badlands wunderbar für mich.

Womöglich liegt es auch etwas an meiner langen Durststrecke ohne wirklich guten Film, aber Badlands vermochte mich unerwartet gut zu unterhalten. Ich kann Freemans Trauma natürlich nachvollziehen, bin aber weder ein Fan der Franchise noch darin kanonisiert. Ich bin sogar froh ob des Stilbruchs, denn eine weitere klassische Herangehensweise wie in „Prey“ hätte ich nun wirklich nicht benötigt. Gut, mit dem Anthropomorphismus des Predators ist das freilich so eine Sache. Eine wirklich fiese Visage sieht anders aus und spätestens wenn dessen Vater den Helm abnimmt, weiß man wieder, wie sich angewidert anfühlt. Ansonsten hat der Film aber viele tolle Zutaten: Score, Kinematographie, Kreatur- und Planetendesign wissen zu gefallen. Der Streifen drückt dabei ordentlich aufs Tempo und die Buddy-Komponente gefiel mir auch. Bei den Guardians-of-the-Galaxy-Vergleichen würde ich aber nicht mitgehen, das hatte für mich deutlich mehr Mandalorian-Schwingungen. Ich würde sogar behaupten, dass es sich bei Badlands im Grunde um ein The-Mandalorian-Rip-off handelt. Dessen futuristische Western-Tropen finde ich stark und deswegen funktionierte das wohl auch bei Badlands wunderbar für mich.
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