Filmtagebuch: SFI
Moderator: SFI
Re: Filmtagebuch: SFI
Gute Frage. Womöglich wirkt Staffel 4 insgesamt lediglich „gerichtslastiger“, weil der komplette Plot um einen Prozess kreist. 
Die affektive Struktur der Klimakrise
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
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Re: Filmtagebuch: SFI
Hier mal meine 4 Cent dazu ;)
Der stand schon lange auf meiner imaginären Liste (für 99 Ct mitgenommen bei Prime).
Wie ich schon des öfteren erwähnte, bin ich ein riesiger Fan der Synchronsprecherin Derya Aykol (Flechtner). Und als ich damals im Trailer mitbekam, dass sie die Hauptrolle spricht, war ich schon mal sehr interessiert.
Leider hat mich trotz des intensiven Spiels von Veronika Ustimova und der Arbeit von Derya der Film nicht richtig gekriegt. Zu unspektakulär gefilmt die Action, zudem eben auch arg in die Länge gezogen.
Vielleicht war es auch ein wenig die Erwartungshaltung, weil bei dem Lob für die Effekte, von denen teils zu lesen war, hätte ich schon sowas wie eine zumindest günstige Variation von Armageddon oder ähnliches erwartet. Es war aber ein russischer Streifen, und die können leider weder Politik noch wirklich gute Knallerfilme.
noch ca.
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
Re: Filmtagebuch: SFI
The Madison - Staffel 1
Taylor Sheridan beweist einmal mehr sein Gespür für starke Bilder und überrascht dabei mit ungewohnten Tönen. Die vertraute Kulisse Montanas schimmert erneut in fantastischen poetischen Bildwelten, getragen von einer einfühlsamen, emotionalen Klanglandschaft. The Madison richtet den Fokus nun aber konsequent auf die Trauerbewältigung der Familie Clyburn, während die klassischen Elemente des Neo-Westerns eher als atmosphärischer Rahmen fungieren. Michelle Pfeiffer überzeugt als Witwe mit beeindruckender Präsenz und der Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit nuanciert zwischen Gefühlslagen zu wechseln. Kaum zu glauben, dass Sheridan hier nach Nicholas Sparks anmutet. Dennoch bleibt The Madison hinter Werken wie 1883 oder 1923 zurück. Oft beschlich mich das Gefühl, dass die Serie, die ja ursprünglich als Yellowstone-Spin-off konzipiert war, sich erzählerisch nicht ganz vollständig anfühlt.

Taylor Sheridan beweist einmal mehr sein Gespür für starke Bilder und überrascht dabei mit ungewohnten Tönen. Die vertraute Kulisse Montanas schimmert erneut in fantastischen poetischen Bildwelten, getragen von einer einfühlsamen, emotionalen Klanglandschaft. The Madison richtet den Fokus nun aber konsequent auf die Trauerbewältigung der Familie Clyburn, während die klassischen Elemente des Neo-Westerns eher als atmosphärischer Rahmen fungieren. Michelle Pfeiffer überzeugt als Witwe mit beeindruckender Präsenz und der Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit nuanciert zwischen Gefühlslagen zu wechseln. Kaum zu glauben, dass Sheridan hier nach Nicholas Sparks anmutet. Dennoch bleibt The Madison hinter Werken wie 1883 oder 1923 zurück. Oft beschlich mich das Gefühl, dass die Serie, die ja ursprünglich als Yellowstone-Spin-off konzipiert war, sich erzählerisch nicht ganz vollständig anfühlt.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Das Lob gebührt eher Christina Alexandra Voros, die für die Regie und Kamera-Arbeit verantwortlich war, denke ich mal.
Re: Filmtagebuch: SFI
Echt?
Ja, im Grunde wie bei den meisten seiner Produktionen. Allerdings gewährt Paramount ja Sheridan die hohen Budgets und Zeitfenster nebst kreativer Freiheit, damit die Serien wie Kinofilme wirken. Dazu Drehs an Originalschauplätzen statt im Studio und freilich hat er ernormen Einfluss auf Produktion und Stil. Wenn sein Vertrag ausläuft, kann sich Christina ja ohne ihn beweisen. 
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Re: Filmtagebuch: SFI
Sisu: Road to Revenge

Das Sequel hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der Erstling, und das, obwohl Funsplatter und comichafte Überzeichnungen normalerweise nicht ganz mein Fall sind. Hier wirkte jedoch alles erstaunlich stimmig. Das liegt vor allem an der stoischen Präsenz des Protagonisten, der beeindruckend allein über seine Mimik kommuniziert und damit gleichermaßen fasziniert wie erdet. Die Action ist einfallsreich und hochwertig inszeniert, die Bilder sind grandios. Und wenn man die Grundidee, ein LKW, der um jeden Preis seine Holzladung abliefern muss, als Videospiel begreift, in dem von Level zu Level immer stärkere Gegner warten, entfaltet das eine herrlich absurde, aber ungemein unterhaltsame Dynamik.


Das Sequel hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der Erstling, und das, obwohl Funsplatter und comichafte Überzeichnungen normalerweise nicht ganz mein Fall sind. Hier wirkte jedoch alles erstaunlich stimmig. Das liegt vor allem an der stoischen Präsenz des Protagonisten, der beeindruckend allein über seine Mimik kommuniziert und damit gleichermaßen fasziniert wie erdet. Die Action ist einfallsreich und hochwertig inszeniert, die Bilder sind grandios. Und wenn man die Grundidee, ein LKW, der um jeden Preis seine Holzladung abliefern muss, als Videospiel begreift, in dem von Level zu Level immer stärkere Gegner warten, entfaltet das eine herrlich absurde, aber ungemein unterhaltsame Dynamik.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Paradise - Staffel 2

Die erste Staffel begann wie ein klassischer politischer Thriller, nur um die Zuschauer dann völlig unvermittelt den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Spätestens in der furiosen siebten Folge wurde klar, dass hier etwas ganz Eigenes entsteht. Das machte die Serie zu einer der großen Überraschungen des Jahres 2025 und versprach das, was LOST sein wollte.
Staffel zwei dagegen geht deutlich berechenbarere Wege. Die vielen Rückblenden liefern zwar endlich Antworten und fügen das Gesamtbild sauber zusammen, nehmen der Geschichte aber auch einen Teil ihres Reizes. Wo zuvor das Ungewisse dominierte, tritt nun Vertrautheit ein, und die bewegt sich oft auf generischen Pfaden der Postapokalyptik. Das ist weiterhin ordentlich erzählt und handwerklich solide, wirkt aber spürbar weniger frisch. Unterm Strich bleibt eine solide Fortsetzung, die aber mehr erklärt statt überrascht, und deswegen ein Stück ihrer ursprünglichen Magie verliert.


Die erste Staffel begann wie ein klassischer politischer Thriller, nur um die Zuschauer dann völlig unvermittelt den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Spätestens in der furiosen siebten Folge wurde klar, dass hier etwas ganz Eigenes entsteht. Das machte die Serie zu einer der großen Überraschungen des Jahres 2025 und versprach das, was LOST sein wollte.
Staffel zwei dagegen geht deutlich berechenbarere Wege. Die vielen Rückblenden liefern zwar endlich Antworten und fügen das Gesamtbild sauber zusammen, nehmen der Geschichte aber auch einen Teil ihres Reizes. Wo zuvor das Ungewisse dominierte, tritt nun Vertrautheit ein, und die bewegt sich oft auf generischen Pfaden der Postapokalyptik. Das ist weiterhin ordentlich erzählt und handwerklich solide, wirkt aber spürbar weniger frisch. Unterm Strich bleibt eine solide Fortsetzung, die aber mehr erklärt statt überrascht, und deswegen ein Stück ihrer ursprünglichen Magie verliert.

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Daredevil: Born Again - Staffel 2

Der Ton der zweiten Staffel erinnert deutlich stärker an die frühere Netflix-Serie: weniger Hochglanz, mehr Straßenkrieg, Korruption und moralische Grauzonen. Besonders Charlie Cox und Vincent D’Onofrio tragen die Staffel mit ihrer intensiven Dynamik erneut mühelos. Auch die Action ist besser als noch in Staffel 1. Die Kämpfe wirken härter und atmosphärischer, während die politische Thriller-Stimmung dem Ganzen ordentlich Spannung und Dramatik verleiht. Dazu kommen gelungene Netflix Rückkehrer, die der Serie mehr Kontinuität geben. Insgesamt wirkt Staffel 2 fokussierter und selbstbewusster als die teilweise chaotische erste Staffel. Dennoch leiden einige Folgen auch hier unter hektischem Pacing, manche Nebenplots nehmen zu viel Raum ein und der moralische Konflikt zwischen Murdock und Fisk wiederholt sich inzwischen doch etwas zu oft. Außerdem bleibt die MCU-Einbindung seltsam widersprüchlich: Die neue Task-Force in New York jagt und verhaftet brutal und konsequenzlos Maskierte, gleichzeitig fragt man sich aber ständig, warum davon scheinbar nur die „Daredevil-Ecke“ betroffen ist. Dass Figuren wie Spider-Man, die Avengers oder andere bekannte Helden in derselben Welt praktisch keine Rolle spielen oder offenbar nicht ins Visier geraten, wirkt konstruiert und reißt stellenweise aus der ansonsten glaubwürdigen Straßenhelden-Atmosphäre heraus.
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Der Ton der zweiten Staffel erinnert deutlich stärker an die frühere Netflix-Serie: weniger Hochglanz, mehr Straßenkrieg, Korruption und moralische Grauzonen. Besonders Charlie Cox und Vincent D’Onofrio tragen die Staffel mit ihrer intensiven Dynamik erneut mühelos. Auch die Action ist besser als noch in Staffel 1. Die Kämpfe wirken härter und atmosphärischer, während die politische Thriller-Stimmung dem Ganzen ordentlich Spannung und Dramatik verleiht. Dazu kommen gelungene Netflix Rückkehrer, die der Serie mehr Kontinuität geben. Insgesamt wirkt Staffel 2 fokussierter und selbstbewusster als die teilweise chaotische erste Staffel. Dennoch leiden einige Folgen auch hier unter hektischem Pacing, manche Nebenplots nehmen zu viel Raum ein und der moralische Konflikt zwischen Murdock und Fisk wiederholt sich inzwischen doch etwas zu oft. Außerdem bleibt die MCU-Einbindung seltsam widersprüchlich: Die neue Task-Force in New York jagt und verhaftet brutal und konsequenzlos Maskierte, gleichzeitig fragt man sich aber ständig, warum davon scheinbar nur die „Daredevil-Ecke“ betroffen ist. Dass Figuren wie Spider-Man, die Avengers oder andere bekannte Helden in derselben Welt praktisch keine Rolle spielen oder offenbar nicht ins Visier geraten, wirkt konstruiert und reißt stellenweise aus der ansonsten glaubwürdigen Straßenhelden-Atmosphäre heraus.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Das MCU ist dahingehend ja eh ein Witz; Die verdienen sich eine goldene Nase in dem sie durch hanebüchene Erklärungen alles zusammenschustern, bis niemand mehr einen Durchblick hat. Anderes Multiversum / anderer Zeitstrahl... Einfach nur billige ausreden und tricks um künstlichen Mehrwert / zwang zu generieren.

Mir ist es ehrlich gesagt schnuppe; ich nehme die Film / Serien Universen für sich und wenn die irgendetwas querverweisen müssen, ist es halt so / sollen sie doch. Deswegen schaue ich mir jetzt nicht noch "Agents of Shield" ect. ect. an.
Der DisneyDevil hat es bei mir noch nicht in die glotze geschafft. Befürchte da steckt jetzt zu viel Disney drin. Scheint ja auch so als würden sie einfach die Netflix geschaffenen Dynamiken platt walzten z.B. wie du sagst: die sich wiederholenden moralische Konflikt mit Fisk (Wie bereits erwähnt auch billige tricks um das Material ohne Ideen möglichst lang zu ziehen / ohne Risiko zu nehmen). Aber irgendwann werde ich mir da auch mal ein Bild machen.

Mir ist es ehrlich gesagt schnuppe; ich nehme die Film / Serien Universen für sich und wenn die irgendetwas querverweisen müssen, ist es halt so / sollen sie doch. Deswegen schaue ich mir jetzt nicht noch "Agents of Shield" ect. ect. an.
Der DisneyDevil hat es bei mir noch nicht in die glotze geschafft. Befürchte da steckt jetzt zu viel Disney drin. Scheint ja auch so als würden sie einfach die Netflix geschaffenen Dynamiken platt walzten z.B. wie du sagst: die sich wiederholenden moralische Konflikt mit Fisk (Wie bereits erwähnt auch billige tricks um das Material ohne Ideen möglichst lang zu ziehen / ohne Risiko zu nehmen). Aber irgendwann werde ich mir da auch mal ein Bild machen.
Re: Filmtagebuch: SFI
Ich hoffe Disney ist sich dessen mittlerweile tendenziell bewusst, nicht umsonst scharren sie die alten Recken in Doomsday, auch wenn man damit zugleich die Inkonsitenz bestätigt und befeuert.
Staffel 2 fühlt sich tatsächlich deutlich näher an der alten Netflix-Stimmung an als Staffel 1. Härter, dreckiger und atmosphärischer. Aber an den typischen Disney Probleme kommt man auch hier nicht vorbei.
Staffel 2 fühlt sich tatsächlich deutlich näher an der alten Netflix-Stimmung an als Staffel 1. Härter, dreckiger und atmosphärischer. Aber an den typischen Disney Probleme kommt man auch hier nicht vorbei.
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Re: Filmtagebuch: SFI
The Rookie - Staffel 8

Staffel 8 fühlt sich nach der eher schwachen 7. Staffel fast wie ein echtes Comeback an. Die Serie bringt wieder mehr Spannung, stärkere emotionale Momente und bessere Storybögen zurück. Besonders die Entwicklung von Chenford sorgt endlich für echte Fortschritte statt endlosem Hin und Her. Auch die neuen Gegenspieler wirken interessanter und geben der Staffel mehr Druck und Dynamik. Zwar bleibt manches gewohnt übertrieben oder romantisiert, aber insgesamt macht Staffel 8 wieder deutlich mehr Spaß und erinnert stärker an die besten Zeiten der Serie. Allerdings fällt mir auf, dass Fillion recht unfit wirkt, denn seine Verfolgungsläufe wirken oft schwerfällig. Der Cliffhanger ist übel, war aber prinzipiell absehbar.

Staffel 8 fühlt sich nach der eher schwachen 7. Staffel fast wie ein echtes Comeback an. Die Serie bringt wieder mehr Spannung, stärkere emotionale Momente und bessere Storybögen zurück. Besonders die Entwicklung von Chenford sorgt endlich für echte Fortschritte statt endlosem Hin und Her. Auch die neuen Gegenspieler wirken interessanter und geben der Staffel mehr Druck und Dynamik. Zwar bleibt manches gewohnt übertrieben oder romantisiert, aber insgesamt macht Staffel 8 wieder deutlich mehr Spaß und erinnert stärker an die besten Zeiten der Serie. Allerdings fällt mir auf, dass Fillion recht unfit wirkt, denn seine Verfolgungsläufe wirken oft schwerfällig. Der Cliffhanger ist übel, war aber prinzipiell absehbar.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Da bin ich bei dir, der Nathan hat bei einigen Szenen sichtliche Probleme dranzubleiben oder nicht einfach wegzurollen
Ich finde allerdings viel trauriger, dass er inzwischen doch auch arg zurückgepegelt wirkt, weil sich rund um seine Figur nichts mehr entwickelt. Die Nummer mit seiner Holden, die irgendwie mal Spionin spielen darf, war dahingehend einer der Tiefpunkte der gesamten Serie überhaupt.
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Re: Filmtagebuch: SFI
Wobei ja schon die Holde per se der Tiefpunkt ist.
Ist halt schon länger eine Tim & Lucy Serie!
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Re: Filmtagebuch: SFI
Wonder Man - Staffel 1

Wonder Man schlägt einen für Marvel ungewohnt bodenständigen Weg ein und konzentriert sich deutlich stärker auf Beziehungen der Figuren und die satirische Auseinandersetzung mit Hollywood als auf klassische Superhelden-Action. Yahya Abdul-Mateen II und Ben Kingsley tragen die Serie mit viel Charme und einer glaubwürdigen Dynamik, während der satirische Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie für einige Schmunzler sorgt. Das Erzähltempo ist stellenweise aber recht gemächlich, einige Episoden wirken zudem ereignisarm und wer generell auf Superhelden-Action oder auf die stärkere Nutzung von Wonder Mans Kräften hofft, könnte enttäuscht werden.


Wonder Man schlägt einen für Marvel ungewohnt bodenständigen Weg ein und konzentriert sich deutlich stärker auf Beziehungen der Figuren und die satirische Auseinandersetzung mit Hollywood als auf klassische Superhelden-Action. Yahya Abdul-Mateen II und Ben Kingsley tragen die Serie mit viel Charme und einer glaubwürdigen Dynamik, während der satirische Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie für einige Schmunzler sorgt. Das Erzähltempo ist stellenweise aber recht gemächlich, einige Episoden wirken zudem ereignisarm und wer generell auf Superhelden-Action oder auf die stärkere Nutzung von Wonder Mans Kräften hofft, könnte enttäuscht werden.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Spartacus: House of Ashur - Staffel 1

Tolles Spin-off, das den unverwechselbaren Spartacus-Stil mit Intrigen, Verachtung und kompromissloser Gewalt wieder aufleben lässt und dabei erneut mit den stilprägenden, poetisch-metaphorischen Dialogen begeistert. Nick Tarabay erweist sich als Ashur einmal mehr als tragende Säule der Serie. Auch die Kinematographie weiß zu beeindrucken. Aufwendigere Lichtsetzung sowie detailreiche Sets und Kostüme verleihen der Produktion eine sichtbar höhere Wertigkeit. Zwar wirkt die visuelle Handschrift im Vergleich zur Mutterserie etwas weniger eigenständig und ikonisch, doch schmälert das den insgesamt hochwertigen Eindruck nicht. Die finale Episode ist eine Wucht. Schade, dass die Serie nicht mehr in die Programmstrategie von Starz passt. Über die Typen, die sich wegen der dunkelhäutigen Hauptdarstellerin echauffierten, hülle ich lieber den Mantel des Schweigens.


Tolles Spin-off, das den unverwechselbaren Spartacus-Stil mit Intrigen, Verachtung und kompromissloser Gewalt wieder aufleben lässt und dabei erneut mit den stilprägenden, poetisch-metaphorischen Dialogen begeistert. Nick Tarabay erweist sich als Ashur einmal mehr als tragende Säule der Serie. Auch die Kinematographie weiß zu beeindrucken. Aufwendigere Lichtsetzung sowie detailreiche Sets und Kostüme verleihen der Produktion eine sichtbar höhere Wertigkeit. Zwar wirkt die visuelle Handschrift im Vergleich zur Mutterserie etwas weniger eigenständig und ikonisch, doch schmälert das den insgesamt hochwertigen Eindruck nicht. Die finale Episode ist eine Wucht. Schade, dass die Serie nicht mehr in die Programmstrategie von Starz passt. Über die Typen, die sich wegen der dunkelhäutigen Hauptdarstellerin echauffierten, hülle ich lieber den Mantel des Schweigens.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Ich dachte eigentlich diese Zeiten wären vorbei.....
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
Re: Filmtagebuch: SFI
Reaktionäre Ewiggestrige wird es wohl immer geben; derzeit mit steigender Tendenz. Ein Teil der negativen IMDb-Reaktionen kam von Leuten, die sich nicht nur an der Besetzung störten, sondern auch generell an angeblich „woken“ Elementen. Wer Spartacus mochte, muss eigentlich auch Ashur mögen, auch wenn Spartacus natürlich einiges mehr an charismatischen Visagen zu bieten hatte. Ich hoffe, die Produzenten finden einen neuen Ausstrahlungsplatz, schon alleine wegen dem krassen, wie obergeilen Cliffhanger.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Freeman ist also raus aus der Nummer... die Serie bei ihm auf der schwarzen Liste
Re: Filmtagebuch: SFI
The Boys - Staffel 5

ACHTUNG: MASSIVER SPOILER
Bei meiner Kritik konzentriere ich mich hauptsächlich auf die beiden finalen Folgen, weil die Auflösung wieder einmal kontrovers diskutiert wurde und sich in ähnlichen Gefilden abspielt, wie bei Game of Thrones. Auch mich hat das Finale zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits verstehe ich, was die Serie erzählen wollte, andererseits fühlt sich Homelanders Ableben für mich nicht wie der angemessene Abschluss eines der besten und grausamsten Antagonisten der letzten Jahre an. Nach allem, was Homelander über fünf Staffeln hinweg getan hat, wie die zahllosen brutalen Morde, oder seine psychische Manipulation nebst grenzenlosem Machtmissbrauch, hoffte ich auf ein Ende poetischer Gerechtigkeit, das diesem narzisstischen Arschloch gerecht wird. Ein gutes Beispiel dafür ist Ramsay Boltons Tod in Game of Thrones. Diese Szene funktionierte deshalb so gut, weil sie symbolisch ist und Ramsay Opfer seiner eigenen Grausamkeit wird. Genau eine solche Spiegelung hätte ich mir auch für Homelander gewünscht, die ihn für seine Hybris bestraft und ihm nicht einfach nur das Leben nimmt. Stattdessen stirbt Homelander vergleichsweise schnell und die Autoren richteten den Fokus dabei vor allem auf die emotionale Auflösung zwischen ihm, Butcher und Sohnemann Ryan. Das ist erzählerisch zwar nachvollziehbar, da sich argumentieren ließe, dass Homelander gerade dadurch besiegt wird, weil seine Selbstinszenierung als unantastbarer Gott abrupt endet. Seine größte Niederlage besteht somit nicht im Ausmaß seines Leidens, sondern darin, dass er letztlich doch sterblich ist. Doch hier liegt für mich die Ambivalenz, obwohl ich verstehe, warum sich die Autoren für dieses Ende entschieden haben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mehr möglich gewesen wäre, gerade weil die Serie über Jahre hinweg für kompromisslose Konsequenzen und schwarzen Humor stand. So wirkt Homelanders Ende fast schon überraschend zurückhaltend, wodurch mir die emotionale Genugtuung fehlte, die ich nach fünf Staffeln Abscheu benötigt hätte. Für Supernatural Fans gibt es übrigens ein cooles Aufeinandertreffen des Dreiergespanns, in der mit einer fast metaartigen Inszenierung, die alte Dynamik aus Supernatural wieder anklingt.


ACHTUNG: MASSIVER SPOILER
Bei meiner Kritik konzentriere ich mich hauptsächlich auf die beiden finalen Folgen, weil die Auflösung wieder einmal kontrovers diskutiert wurde und sich in ähnlichen Gefilden abspielt, wie bei Game of Thrones. Auch mich hat das Finale zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits verstehe ich, was die Serie erzählen wollte, andererseits fühlt sich Homelanders Ableben für mich nicht wie der angemessene Abschluss eines der besten und grausamsten Antagonisten der letzten Jahre an. Nach allem, was Homelander über fünf Staffeln hinweg getan hat, wie die zahllosen brutalen Morde, oder seine psychische Manipulation nebst grenzenlosem Machtmissbrauch, hoffte ich auf ein Ende poetischer Gerechtigkeit, das diesem narzisstischen Arschloch gerecht wird. Ein gutes Beispiel dafür ist Ramsay Boltons Tod in Game of Thrones. Diese Szene funktionierte deshalb so gut, weil sie symbolisch ist und Ramsay Opfer seiner eigenen Grausamkeit wird. Genau eine solche Spiegelung hätte ich mir auch für Homelander gewünscht, die ihn für seine Hybris bestraft und ihm nicht einfach nur das Leben nimmt. Stattdessen stirbt Homelander vergleichsweise schnell und die Autoren richteten den Fokus dabei vor allem auf die emotionale Auflösung zwischen ihm, Butcher und Sohnemann Ryan. Das ist erzählerisch zwar nachvollziehbar, da sich argumentieren ließe, dass Homelander gerade dadurch besiegt wird, weil seine Selbstinszenierung als unantastbarer Gott abrupt endet. Seine größte Niederlage besteht somit nicht im Ausmaß seines Leidens, sondern darin, dass er letztlich doch sterblich ist. Doch hier liegt für mich die Ambivalenz, obwohl ich verstehe, warum sich die Autoren für dieses Ende entschieden haben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mehr möglich gewesen wäre, gerade weil die Serie über Jahre hinweg für kompromisslose Konsequenzen und schwarzen Humor stand. So wirkt Homelanders Ende fast schon überraschend zurückhaltend, wodurch mir die emotionale Genugtuung fehlte, die ich nach fünf Staffeln Abscheu benötigt hätte. Für Supernatural Fans gibt es übrigens ein cooles Aufeinandertreffen des Dreiergespanns, in der mit einer fast metaartigen Inszenierung, die alte Dynamik aus Supernatural wieder anklingt.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Marshals: A Yellowstone Story - Staffel 1

Mit Marshals entfernt sich das Yellowstone-Universum deutlich von seinen erzählerischen Wurzeln. Anstelle der komplexen, über mehrere Episoden aufgebauten Handlungsstränge setzt die Serie überwiegend auf ein klassisches „Fall der Woche“-Format. Die einzelnen Fälle wirken allerdings häufig vorhersehbar und werden oft zu schnell aufgelöst, wodurch Spannung und erzählerische Tiefe verloren gehen. Gleichzeitig fehlen die vielschichtigen Figurenkonstellationen und die intensiven Familienkonflikte, die Yellowstone zu einem der prägenden Neo-Western der vergangenen Jahre machten. Leider schlägt die Serie auch tonal eine andere Richtung ein und erinnert eher an ein konventionelles Network-B-Krimidrama als an das moralisch ambivalente Western-Drama, das ich so liebe. Selbst die Wahl von Kayce Dutton als Protagonist erweist sich als zweischneidig. Als Figur war Kayce in Yellowstone stets der moralische Gegenpol zu den übrigen Duttons, was sehr gut passte. Diese Integrität macht ihn jedoch als alleinigen Mittelpunkt einer Franchise Serie wenig faszinierend. Während Figuren wie Beth oder Jamie von ihren radikalen Entscheidungen und moralischen Grauzonen leben, bleibt Kayce über weite Strecken berechenbar. Auch der Rest der generisch-langweiligen Besetzung agiert in einem austauschbaren Krimidrama mit Western-Kulisse. Man merkt hier in fast jeder Szene, dass Sheridan nicht selbst schrieb. Gut wird die Serie allerdings immer dann, wenn Rainwater und Mo auftauchen.


Mit Marshals entfernt sich das Yellowstone-Universum deutlich von seinen erzählerischen Wurzeln. Anstelle der komplexen, über mehrere Episoden aufgebauten Handlungsstränge setzt die Serie überwiegend auf ein klassisches „Fall der Woche“-Format. Die einzelnen Fälle wirken allerdings häufig vorhersehbar und werden oft zu schnell aufgelöst, wodurch Spannung und erzählerische Tiefe verloren gehen. Gleichzeitig fehlen die vielschichtigen Figurenkonstellationen und die intensiven Familienkonflikte, die Yellowstone zu einem der prägenden Neo-Western der vergangenen Jahre machten. Leider schlägt die Serie auch tonal eine andere Richtung ein und erinnert eher an ein konventionelles Network-B-Krimidrama als an das moralisch ambivalente Western-Drama, das ich so liebe. Selbst die Wahl von Kayce Dutton als Protagonist erweist sich als zweischneidig. Als Figur war Kayce in Yellowstone stets der moralische Gegenpol zu den übrigen Duttons, was sehr gut passte. Diese Integrität macht ihn jedoch als alleinigen Mittelpunkt einer Franchise Serie wenig faszinierend. Während Figuren wie Beth oder Jamie von ihren radikalen Entscheidungen und moralischen Grauzonen leben, bleibt Kayce über weite Strecken berechenbar. Auch der Rest der generisch-langweiligen Besetzung agiert in einem austauschbaren Krimidrama mit Western-Kulisse. Man merkt hier in fast jeder Szene, dass Sheridan nicht selbst schrieb. Gut wird die Serie allerdings immer dann, wenn Rainwater und Mo auftauchen.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Mir ging's ähnlich mit The Boys (habe am WE auch die letzte Folge gesehen). Du hast das Dilemma des Finales gut beschrieben, mir ging es ganz ähnlich, letztlich bin ich aber einigermaßen d'accord mit dem Abschluss und vor allem froh darüber, dass es überhaupt mal wieder einen solchen gibt - das ist ja nicht mehr selbstverständlich. Der Abschluss kommt jetzt auch zur richtigen Zeit, noch eine Staffel wäre zu viel gewesen.
Jetzt habe ich gerade Spartacus angefangen. Ich habe mir einen Monat werbefrei gegönnt, denn die Werbung ist gerade bei Serien bei Prime überhaupt nicht mehr zu ertragen.
Jetzt habe ich gerade Spartacus angefangen. Ich habe mir einen Monat werbefrei gegönnt, denn die Werbung ist gerade bei Serien bei Prime überhaupt nicht mehr zu ertragen.
Re: Filmtagebuch: SFI
Die Werbung ist aber auch penetrant. Bei mir mittlerweile fünf Einspielungen und dazu auch deutlich lauter als der Serienton. Interessanterweise kommt beim Paramount+ Prime Video Channel keine Werbung, das merke ich mir künftig.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Kommt drauf an, welchen Prime Channel man nimmt. Standard hat keine Werbung, Basic schon. Aber das aktuelle 2,99€ -Angebot gilt für Standard, das werde ich mir heute auch mal für die zwei Monate abonnieren (da es nur noch bis morgen gilt)
Re: Filmtagebuch: SFI
The Running Man

The Running Man ist ein unterhaltsamer, stilvoll inszenierter Science-Fiction-Thriller mit starken Ansätzen und einer gelungenen Hauptbesetzung. Glen Powell überzeugt als glaubwürdiger Jedermann, der sich weniger mit brachialer Gewalt als mit Cleverness und Überlebenswillen gegen ein übermächtiges System behauptet. Die dystopische Zukunftswelt ist atmosphärisch gestaltet und thematisiert zeitgenössische Debatten wie Deepfakes und Medienmanipulation. Auch das hohe Erzähltempo und die solide inszenierten Verfolgungs- und Actionszenen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Allerdings schöpft der Film sein gesellschaftskritisches Potenzial rund um manipulative Konzermacht und soziale Ungleichheit eher oberflächlich aus. Die Action ist zwar handwerklich gelungen, erreicht jedoch selten wirklich spektakuläre Höhepunkte, während die Gegenspieler und viele Nebenfiguren zu blass bleiben. Auch das unnötig in die Länge gezogene Finale kostet den Film etwas von seiner Wirkung.


The Running Man ist ein unterhaltsamer, stilvoll inszenierter Science-Fiction-Thriller mit starken Ansätzen und einer gelungenen Hauptbesetzung. Glen Powell überzeugt als glaubwürdiger Jedermann, der sich weniger mit brachialer Gewalt als mit Cleverness und Überlebenswillen gegen ein übermächtiges System behauptet. Die dystopische Zukunftswelt ist atmosphärisch gestaltet und thematisiert zeitgenössische Debatten wie Deepfakes und Medienmanipulation. Auch das hohe Erzähltempo und die solide inszenierten Verfolgungs- und Actionszenen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Allerdings schöpft der Film sein gesellschaftskritisches Potenzial rund um manipulative Konzermacht und soziale Ungleichheit eher oberflächlich aus. Die Action ist zwar handwerklich gelungen, erreicht jedoch selten wirklich spektakuläre Höhepunkte, während die Gegenspieler und viele Nebenfiguren zu blass bleiben. Auch das unnötig in die Länge gezogene Finale kostet den Film etwas von seiner Wirkung.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Spider-Noir - Staffel 1

Spider-Noir ist eine stilistisch ansprechende Comic-Adaption, die den düsteren Charme des Film Noir mit dem Spider-Man-Mythos auf originelle Weise verbindet. Nicolas Cage trägt die Serie mit seiner gewohnt exzentrischen Spielweise, während die atmosphärische Inszenierung und die ungewöhnliche Mischung aus Detektivgeschichte und Superheldenerzählung für einen eigenständigen Reiz sorgen. Allerdings leidet die Serie unter einem stellenweise kraftlosen Drehbuch und einem generischen Antagonisten. Auch die vergleichsweise zurückhaltende Action und der geringe Fokus auf klassische Spider-Man-Elemente dürften nicht jeden Fan überzeugen.


Spider-Noir ist eine stilistisch ansprechende Comic-Adaption, die den düsteren Charme des Film Noir mit dem Spider-Man-Mythos auf originelle Weise verbindet. Nicolas Cage trägt die Serie mit seiner gewohnt exzentrischen Spielweise, während die atmosphärische Inszenierung und die ungewöhnliche Mischung aus Detektivgeschichte und Superheldenerzählung für einen eigenständigen Reiz sorgen. Allerdings leidet die Serie unter einem stellenweise kraftlosen Drehbuch und einem generischen Antagonisten. Auch die vergleichsweise zurückhaltende Action und der geringe Fokus auf klassische Spider-Man-Elemente dürften nicht jeden Fan überzeugen.

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