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Filmtagebuch: StS
Moderator: SFI
Freaky Tales
„Freaky Tales“ ist ein Anthology-Film mit insgesamt vier miteinander verwobenen Geschichten, die sich 1987 in Oakland abspielen – in Szene gesetzt seitens des Gespanns Anna Boden und Ryan Fleck (u.a. „Half Nelson“, „It's kind of a funny Story“ und „Captain Marvel“). Bereits 2023 gedreht – aber erst 2025 veröffentlicht – sind zwei der Storys gut (die erste und die letzte); mit den beiden anderen „okay“. Die Retro-Optik und Ausstattung passt – die Musik-Auswahl und generierte Stimmung ebenfalls. Zudem gibt es einige schön schräge Ideen/Momente, Comic-artige Gewalt und eine gut aufgelegte Besetzung, die u.a. mit Pedro Pascal, Jay Ellis, Tom Hanks (!), dem leider viel zu früh von uns gegangenen Angus Cloud sowie einem mal wieder klasse agierenden Ben Mendelsohn aufzuwarten vermag. Leider aber ist das Ganze alles in allem (ironischerweise) einfach nicht „freaky“ genug – wirkt mitunter unausgegoren und weist obendrein punktuelle „kleinere Längen“ auf. Schade.
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Night of the Zoopocalypse
„Night of the Zoopocalypse“ (2024) ist eine Familien-freundliche Animations-Sci-Fi-Horror-Komödie, die lose auf einer Idee von „Hellraiser“-Schöpfer Clive Barker basiert – nämlich für seine unveröffentlichte Short-Story „ZOOmbies“ – sowie die Geschichte einer Reihe von Tieren in einem Zoo erzählt, in welchem eines Nachts ein Meteor einschlägt, dessen „Wirkung“ alle nach und nach in Zombies verwandelt…
Die Leads – in erster Linie die Wölfin Gracie (Gabbi Kosmidis), der Berglöwe Dan (David Harbour) sowie das „unbeschwerte“ Baby-Hippo Poo (Chritina Nova) – müssen sich zusammenraufen, einige Differenzen überwinden sowie nach einer Fluchtmöglichkeit raus aus dem Zoo suchen – oder nach einem eventuell vorhandenen Heilmittel, um die anderen vielleicht doch noch retten zu können…
Das Ganze ist bunt, nett designt, relativ flott sowie mit verschiedenen schön schrägen Ideen daherkommend – allerdings nicht sonderlich „reichhaltig“ geartet. Für manche Kleinen in einigen Momenten wohlmöglich zu „unheimlich/grotesk“, bieten bestimmte Momente und Gags aber durchaus auch das eine oder andere für Erwachsene/Genre-Fans, was die Kids gewiss überhaupt nicht registrieren dürften…

Die Leads – in erster Linie die Wölfin Gracie (Gabbi Kosmidis), der Berglöwe Dan (David Harbour) sowie das „unbeschwerte“ Baby-Hippo Poo (Chritina Nova) – müssen sich zusammenraufen, einige Differenzen überwinden sowie nach einer Fluchtmöglichkeit raus aus dem Zoo suchen – oder nach einem eventuell vorhandenen Heilmittel, um die anderen vielleicht doch noch retten zu können…
Das Ganze ist bunt, nett designt, relativ flott sowie mit verschiedenen schön schrägen Ideen daherkommend – allerdings nicht sonderlich „reichhaltig“ geartet. Für manche Kleinen in einigen Momenten wohlmöglich zu „unheimlich/grotesk“, bieten bestimmte Momente und Gags aber durchaus auch das eine oder andere für Erwachsene/Genre-Fans, was die Kids gewiss überhaupt nicht registrieren dürften…
the Moment
Bei „the Moment“ (2026) handelt es sich um eine satirische „A24“-Mockumentary-Dramödie von Aidan Zamiri u.a. über Ruhm, Selbstinszenierung und den Druck der Musik-Industrie. Pop-Superstar Charli XCX spielt darin eine fiktionalisierte Version von sich selbst, welche sich der Belastung ausgesetzt sieht, wie wohl nach ihrem ikonisch-erfolgreichen 2024er „Brat Summer“ Karriere- und Style-technisch am besten vorzugehen ist…
Was mit einem „berauschenden audiovisuellen Overkill“ á la Gaspar Noé beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer von Kameramann Sean William Price (u.a. „Good Times“) passend hektisch eingefangenen „Doku“ über die Tage vor Charli´s neu startender Tour, deren Auftakt zugleich für „Amazon“ als Konzertfilm eingefangen werden soll – und zwar durch Regisseur Johannes Godwin (amüsant-klasse: Alexander Skarsgård), der das Ganze gern aber deutlich Familien-freundlicher Schrägstrich kommerzieller gestalten würde; nicht nur um die Konzern-Bosse besser zufrieden zu stellen…
Mit einigen feinen, nicht selten selbstironischen Nebenrollen und Cameos gesegnet – u.a. Rosanna Arquette, Rachel Sennott und Kylie Jenner – entfalten sich diese knapp 100 Minuten überraschenderweise mit nur sehr wenigen Musik-/Konzert-Sequenzen – was zwar ebenfalls nett „nicht die Erwartungen bedient“; zugleich aber auch ein Stück weit enttäuscht. Etwas mehr „Biss“ wäre gleichermaßen zu wünschen gewesen – doch alles in allem ist der Unterhaltungsgrad solide, wird „Amazon“ sowie die Musik-Industrie an sich ordentlich gedisst und beweist Charli obendrein, dass sie achtbares schauspielerisches Talent besitzt…
Kurzum: Themen wie Erwartungen, Druck und Einsamkeit in einer zehrenden Branche ebenso wie im Social-Media-Zeitalter beleuchtend, ist „the Moment“ rau und unterhaltsam – leider aber auch einen Zacken zu konventionell geraten, um wahrhaft zu überzeugen. Mehr Musik von Charli wäre zu wünschen gewesen – allerdings ist der finale Needle Drop dafür ebenso unverhofft wie großartig: Bitter Sweet Symphony von The Verve!
gute
Was mit einem „berauschenden audiovisuellen Overkill“ á la Gaspar Noé beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer von Kameramann Sean William Price (u.a. „Good Times“) passend hektisch eingefangenen „Doku“ über die Tage vor Charli´s neu startender Tour, deren Auftakt zugleich für „Amazon“ als Konzertfilm eingefangen werden soll – und zwar durch Regisseur Johannes Godwin (amüsant-klasse: Alexander Skarsgård), der das Ganze gern aber deutlich Familien-freundlicher Schrägstrich kommerzieller gestalten würde; nicht nur um die Konzern-Bosse besser zufrieden zu stellen…
Mit einigen feinen, nicht selten selbstironischen Nebenrollen und Cameos gesegnet – u.a. Rosanna Arquette, Rachel Sennott und Kylie Jenner – entfalten sich diese knapp 100 Minuten überraschenderweise mit nur sehr wenigen Musik-/Konzert-Sequenzen – was zwar ebenfalls nett „nicht die Erwartungen bedient“; zugleich aber auch ein Stück weit enttäuscht. Etwas mehr „Biss“ wäre gleichermaßen zu wünschen gewesen – doch alles in allem ist der Unterhaltungsgrad solide, wird „Amazon“ sowie die Musik-Industrie an sich ordentlich gedisst und beweist Charli obendrein, dass sie achtbares schauspielerisches Talent besitzt…
Kurzum: Themen wie Erwartungen, Druck und Einsamkeit in einer zehrenden Branche ebenso wie im Social-Media-Zeitalter beleuchtend, ist „the Moment“ rau und unterhaltsam – leider aber auch einen Zacken zu konventionell geraten, um wahrhaft zu überzeugen. Mehr Musik von Charli wäre zu wünschen gewesen – allerdings ist der finale Needle Drop dafür ebenso unverhofft wie großartig: Bitter Sweet Symphony von The Verve!
gute
Amsterdamned II
In Gestalt einer neuen, stark an „damals“ erinnernden Mordserie in der holländischen Hauptstadt führt „Amsterdamned II“ (2025) einige der Geschehnisse aus Teil 1 („Verfluchtes Amsterdam“) stolze 37 Jahre später fort – und das erneut von Dick Maas in Szene gesetzt sowie mit Huub Stapel in einer zentralen Rolle. Hauptdarstellerin Holly Mae Brood gefiel mir ebenso wie einige schicke Drohnen-Aufnahmen des noch immer besonderen Settings des von Grachten durchzogenen Stadtbilds, die Addition von Humor sowie die Andeutung einer übernatürlichen Komponente hat mich in keiner Weise gestört und die Stalk&Kill-Sequenzen stellten mich ähnlich brauchbar zufrieden wie die obligatorischen Verfolgungsjagden…
Tonal ist das Ganze mitunter „holprig“, die Story recht „dünn“ und die Auflösung enttäuscht durchaus ein Stück weit – wer allerdings das Original kennt und bspw. kein Problem damit hat, dass man das Gebotene nicht unbedingt allzu ernst zu nehmen vermag (siehe etwa die „Fähigkeiten“ des Killers; nicht nur im Kampf gegen eine angerückte militärische High-Tech-Spezialeinheit), der kann hier durchaus mal einen Blick riskieren. Wahrlich kein Must-See – allerdings handwerklich solide Kost, die u.a. aber etwas mehr „optische Grittiness“ hätte vertragen können…
knappe
Tonal ist das Ganze mitunter „holprig“, die Story recht „dünn“ und die Auflösung enttäuscht durchaus ein Stück weit – wer allerdings das Original kennt und bspw. kein Problem damit hat, dass man das Gebotene nicht unbedingt allzu ernst zu nehmen vermag (siehe etwa die „Fähigkeiten“ des Killers; nicht nur im Kampf gegen eine angerückte militärische High-Tech-Spezialeinheit), der kann hier durchaus mal einen Blick riskieren. Wahrlich kein Must-See – allerdings handwerklich solide Kost, die u.a. aber etwas mehr „optische Grittiness“ hätte vertragen können…
knappe
Aliens: Zone of Silence
Bei „Aliens: Zone of Silence“ handelt es sich um einen Micro-Budget-Sci-Fi-Mystery-Thriller im „Found Footage“-Stil, der 2017 das Drehbuch- und Regiedebüt des vormaligen Visual Effects Producers Andy Fowler (u.a. „Lara Croft: Tomb Raider“, „300“ und „San Andreas“) markierte sowie dessen Titel sich auf ein geheimnisvolles echtes Wüstengebiet in Mexiko bezieht, in welchem „Erzählungen nach“ keinerlei Funk- oder sonstige Kommunikations-Signale empfangen werden können…
Joa… dies ist ein handwerklich solide realisierter Streifen mit passabel sympathischen Charakteren, einer hübschen, ordentlich agierenden Hauptdarstellerin (Sarah Hester) und einer nicht interessanten Optik/Kamera-Nutzung: Bei ihrem Solo-Trek durch die Einöde auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder hat die Protagonistin nämlich verschiedene Cams dabei – zu ihrer Sicherheit sowie zur Dokumentation des Ganzen (u.a. eine bewegungsgesteuerte, mit Nachtsicht, zwei am Körper)…
Die Sache ist bloß, dass man die Story auch in einer halben Stunde (statt 75 Minuten) hätte erzählen können, dass der Titel bereits vorwegnimmt, in welche Richtung sich das Geschehen entwickelt, und es eine Reihe von Klischees (sowohl inhaltlicher als auch stilistischer Art) zu verzeichnen gibt – im Gegenzug aber kaum Spannung sowie eine Atmosphäre „dort draußen, allein im Nirgendwo“, die sich mit zunehmender Laufzeit leider „abnutzt“. Letzten Endes somit nur recht belanglose Genre-Kost…

Joa… dies ist ein handwerklich solide realisierter Streifen mit passabel sympathischen Charakteren, einer hübschen, ordentlich agierenden Hauptdarstellerin (Sarah Hester) und einer nicht interessanten Optik/Kamera-Nutzung: Bei ihrem Solo-Trek durch die Einöde auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder hat die Protagonistin nämlich verschiedene Cams dabei – zu ihrer Sicherheit sowie zur Dokumentation des Ganzen (u.a. eine bewegungsgesteuerte, mit Nachtsicht, zwei am Körper)…
Die Sache ist bloß, dass man die Story auch in einer halben Stunde (statt 75 Minuten) hätte erzählen können, dass der Titel bereits vorwegnimmt, in welche Richtung sich das Geschehen entwickelt, und es eine Reihe von Klischees (sowohl inhaltlicher als auch stilistischer Art) zu verzeichnen gibt – im Gegenzug aber kaum Spannung sowie eine Atmosphäre „dort draußen, allein im Nirgendwo“, die sich mit zunehmender Laufzeit leider „abnutzt“. Letzten Endes somit nur recht belanglose Genre-Kost…
Re: Amsterdamned II
Schon den 1. finde ich durchschnittlich. Und gerade auch in Punkto Verfolgungsjagden, Story usw zeigt Dick Maas mit Do Not Not disturb seinem eigenen Film den Stinkefinger, der ist einfach soviel besser und ein relativ früher Vertreter mit weiblicher Heldin. Äußerst sympathischStS hat geschrieben: ↑11.04.2026, 09:07In Gestalt einer neuen, stark an „damals“ erinnernden Mordserie in der holländischen Hauptstadt führt „Amsterdamned II“ (2025) einige der Geschehnisse aus Teil 1 („Verfluchtes Amsterdam“) stolze 37 Jahre später fort – und das erneut von Dick Maas in Szene gesetzt sowie mit Huub Stapel in einer zentralen Rolle. Hauptdarstellerin Holly Mae Brood gefiel mir ebenso wie einige schicke Drohnen-Aufnahmen des noch immer besonderen Settings des von Grachten durchzogenen Stadtbilds, die Addition von Humor sowie die Andeutung einer übernatürlichen Komponente hat mich in keiner Weise gestört und die Stalk&Kill-Sequenzen stellten mich ähnlich brauchbar zufrieden wie die obligatorischen Verfolgungsjagden…
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
Re: Filmtagebuch: StS
Ich weiß nicht, was du immer mit deinen weiblichen Heldinnen hast, als wäre das irgendeine tolle Erfindung der Neuzeit. Gabs schon immer, wird es immer geben, ist per se erstmal weder sympathischer noch weniger sympathisch als ein männlicher Held.
Re: Filmtagebuch: StS
Frauen waren damals deutlich unterrepräsentiert im Actiongenre, es sei denn du beziehst auch B, C und D Produktionen mit ein? ;-) wie viele weibliche Actionhelden hatten denn dir 80er/90er?
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Re: Filmtagebuch: StS
Beide Aussagen stimmen. Klar, weibliche Actionhelden sind keine neue Erfindung, aber ihre Sichtbarkeit und Anzahl im Mainstrem ist heute bedeutend höher. Bis auf Ripley und Connor trugen seinerzeit keine Frauen große Franchises und selbst Connor musste ihre Rolle ja teilen. Was gabs noch? Xena, Lara Croft, Buffy ... wenn man so will. Ein wichtiger Unterschied ist meiner Meinung nach aber, dass frühere Actionheldinnen trotz ihrer "männlichen" Härte auch durch ihre weiblichen Facetten bestimmt wurden und womöglich sogar durch diese Kombi obsiegten: Ripleys Mutterschaft, Connors Mutterliebe usw. Heutige Actionheldinnen werden ja oft physisch gleichwertig zu Männern inszeniert oder sogar überlegen, man erinnere sich an die Herr der Ringe Serie.
Re: Filmtagebuch: StS
Dass das westliche Actionkino der 80er von männlichen Helden dominiert wurde, müssen wir gar nicht diskutieren. Heißt aber nicht, dass das globale Gültigkeit gehabt hätte. Ich schaue zB. sehr viele 70er-Kung-Fu-Streifen von Shaw Bros. & Co., da waren weibliche Heldinnen schon längst absoluter Standard und überhaupt nichts Besonderes. Das herauszustellen, darum ging es mir aber nicht einmal, sondern eher ging es mir darum, die Verhältnismäßigkeit in Frage zu stellen, das immer wieder in dieser Form betonen zu müssen, und beileibe nicht nur im Kontext eines älteren Films wie "Amsterdamned", sondern ich lese das hier ja auch oft in Bezug auf neuere Produktionen. Und da ist es tatsächlich oft so, wie Timo es beschreibt: Hier findet man tendenziell meistens eher eine künstliche Form des Feminismus vor, und Pauschalisierungen à la "starke Frau = sympathisch" begünstigen das auch noch. Tatsächlich finde ich das Actionkino der Vergangenheit in der Hinsicht oft wesentlich progressiver als vieles, was heute unter dem Banner läuft.
Re: Filmtagebuch: StS
Brechen wir es mal darauf runter, dass die meisten der beliebten Actionfilme männerdominiert waren, gerade Hollywood, ebenso wie es kaum Regisseurinnen gab im A Bereich. Und dass eben zu 90 Prozent weiße Männer das sagen hatten. Zudem lange Zeit auch diese tumben Überkampfmaschinen. Da hat Die Hard schon mit gebrochen, zusammen mit Lethal weapon.
Bei Do Not disturb wurde sogar mal ein stummes Mädchen zur Heldin. Ich finde, das ist schon irgendwie was Besonderes.
Heutige Produktionen kranken eher selten am female empowerment, eher an schlechten, 08 15 Büchern, schwachen Tricks usw.
Ich bin mit einer Podcasterin in Kontakt,die einen feministischen Podcast hat, sehr sympathisch, Die Rosarote Brille. Dadurch bekomme ich mal eine andere Sicht auf die Dinge. So sehr ich Jerry Bruckheimer Action liebe, hier und da ne stärkere Frauenfigur wäre cool gewesen. Und selbst bei Speed fällt auf, obwohl Sandra Bullock hier stark geschrieben wurde...der letzte rettende Einfall und die Rettung kommt vom - trotzdem sehr sympathischem - Helden. Manchmal denke ich, da war man im Horrorgenre schon weiter. Und wenn man sich alte Bonds ansieht...Frauen schlagen, erzwungenen Beischlaf...da ist manches schon arg fragwürdig, denke da sind wir uns einig ;-) ?
Bei Do Not disturb wurde sogar mal ein stummes Mädchen zur Heldin. Ich finde, das ist schon irgendwie was Besonderes.
Heutige Produktionen kranken eher selten am female empowerment, eher an schlechten, 08 15 Büchern, schwachen Tricks usw.
Ich bin mit einer Podcasterin in Kontakt,die einen feministischen Podcast hat, sehr sympathisch, Die Rosarote Brille. Dadurch bekomme ich mal eine andere Sicht auf die Dinge. So sehr ich Jerry Bruckheimer Action liebe, hier und da ne stärkere Frauenfigur wäre cool gewesen. Und selbst bei Speed fällt auf, obwohl Sandra Bullock hier stark geschrieben wurde...der letzte rettende Einfall und die Rettung kommt vom - trotzdem sehr sympathischem - Helden. Manchmal denke ich, da war man im Horrorgenre schon weiter. Und wenn man sich alte Bonds ansieht...Frauen schlagen, erzwungenen Beischlaf...da ist manches schon arg fragwürdig, denke da sind wir uns einig ;-) ?
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Re: Filmtagebuch: StS
Ja, das Horror-Genre hatte Mädels wie Jamie Lee Curtis... aber es gab z.B. auch Pam Grier im anderen Genre schon vorher.
Re: Filmtagebuch: StS
Exakt. Einfach mal in unserem Pre-80s-Bereich vorbeischauen. ;)
Re: Filmtagebuch: StS
Von außen reingegrätscht: Nein.
Bond ist keine Figur, die eine Vorbildfunktion haben soll oder muss. Er ist sicher konzeptionell in Teilen eine pubertäre Männerfantasie - und das Frauenbild der Filme war nie progressiv, aber das gilt selbst noch für die Craig-Ära -, die aggressive Raubtiersexualität war allerdings über Jahrzehnte wichtig und charakterdefinierend. Und das Bond in der Hinsicht seit 1995 immer stärker domestiziert wurde, hat ihn zumindest für mich als Figur zunehmend verwässert, aus ihm einen unter vielen gemacht.
Fragwürdig ist das alles nur, wenn man den Maßstab der Realität heranzieht, aber das muss man nicht tun. Mich empören die alten Bonds in keiner Szene.
Re: Filmtagebuch: StS
Ohnehin sollte man heute gültige Maßstäbe nie auf ältere Filme anwenden. Das ist nichts anderes als anmaßend, zumal es ein Trugschluss wäre, anzunehmen, dass wir heute alle die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Kontextualisierung ist auch bei Filmrezeption essenziell.
Re: Filmtagebuch: StS
Wobei man gleichzeitig auch nicht davon ausgehen sollte, dass damals alles kritiklos hingenommen wurde, nur weil die Filme Klassiker sind.
Wenn wir bei Bond sind, da gibt es schon mindestens eine Szene, die auch damals Kritik hervorrief und die man heute wahlweise mit Empörung oder Belustigung ob ihrer Beschränktheit sehen kann. Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Wie gesagt: Das ging auch damals nicht kritiklos runter und gerade die Connery-Bonds sind da manchmal schon grenzwertig. Ich meine, es gab da auch einen ("Goldfinger"?), in dem er eine Frau mehr oder weniger dazu erpresst mit ihm zu schlafen. Kann man natürlich als "raubtierhafte Sexualität" bezeichnen, aber das erinnert auch daran, dass das englische Wort "predator" sowohl "Raubtier" als auch "Sexualstraftäter" bedeuten kann.
Wenn wir bei Bond sind, da gibt es schon mindestens eine Szene, die auch damals Kritik hervorrief und die man heute wahlweise mit Empörung oder Belustigung ob ihrer Beschränktheit sehen kann. Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Wie gesagt: Das ging auch damals nicht kritiklos runter und gerade die Connery-Bonds sind da manchmal schon grenzwertig. Ich meine, es gab da auch einen ("Goldfinger"?), in dem er eine Frau mehr oder weniger dazu erpresst mit ihm zu schlafen. Kann man natürlich als "raubtierhafte Sexualität" bezeichnen, aber das erinnert auch daran, dass das englische Wort "predator" sowohl "Raubtier" als auch "Sexualstraftäter" bedeuten kann.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
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