gelini71 hat geschrieben: ↑10.05.2026, 08:30
Remixe sind halt Neuinterpretationen von anderen Leuten, die sind nicht dazu gemacht das sie jedem gefallen.
Hast schon Recht - im Grunde sind diese Remixes auch eher dazu da, das original Material in verfremdeter Form an eine neue Zielgruppe heranzutragen.
Im Grunde geht es ja immer nur darum die markantesten Stellen eines Songs auszuschlachten und durch die immerselben Metzchen mit mehr Bass und Repetition eine Tanzvariante zu forcieren, die dann eben auch für Leute ins Ohr geht, die Musik eben in erster Linie zum tanzen brauchen.
Ich behaupte mal, dass Fans des Ausgangsmaterials gar nie als Zielgruppe gedacht sind (wobei die ja schon bereits aus Neugier dennoch mal reinhört).
Mein Problem mit Remixes ist, dass sie sehr schnell vorhersehbar und fürchterlich identitätslos wirken, da dieser Tanz-Anspruch Identität nimmt und offenbar immer zum selben Ausgang führt.
Meine Wahrnehmung ist (korrigiert mich wenn ich falsch liege), dass selbst Songs von komplett unterschiedlichen Künstlern, die von zwei unterschiedlichen DJs geremixt werden am Ende sehr ähnlich klingen. Da findet imo gar nicht mehr sowas wie eine "Interpretation" statt - eher klingt das immer so, als ob man die Songs durch den immer gleichen "DJ"-Filter durchzieht, wo lediglich mal die Regler unterschiedlich verstellt werden können.
Da finde ich es viel spannender, wenn man das Ausgangsmaterial schlicht in einer reinen akustischen Instrumentalvariante neuvertont. Speziell bei NIN gab es sogar mal einen "Akustik"-Album, wo die bekanntesten Songs mit Cello und Geige neu interpretiert wurden (leider Namen vergessen - hatte ich mal bei amazon gekauft) - das war deutlich interessanter und eigenständiger.
Aber hey, ich spreche da als jemand der zweimal auf ein open Air Elektro festival geschleppt wurde und stets nach 5min das Gefühl hatte, dass trotz wechselnder DJs die ganze Zeit derselbe Track in Endlosschleife wiederholt wird
