World Trade Center

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Samir
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World Trade Center

Beitrag von Samir » 29.09.2006, 00:37

World Trade Center

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Originaltitel: World Trade Center
Produktionsjahr: 2006
Regie: Oliver Stone
Darsteller: Nicolas Cage, Michael Pena, Jay Hernandez, Armando Riesco, Maria Bello, Maggie Gyllenhaal, Donna Murphy, Lucia Brawley, Michael Shannon, Frank Whaley, Danny Nucci, Jude Ciccolella, Stephen Dorff u.a.


So den neuen Oliver Stone gesehen. Natürlich wusste man von vorne herein, dass es kein typischer Stone wird, keine Provokationen, keine Verschwörungstheorien. Dafür ist er aber trotzdem ein gelungener Film.

Der Inhalt des Films sollte eigentlich schon relativ bekannt sein. Der Film erzählt die wahre Geschichte von den beiden Polizisten Will Jimeno (Michael Pena) und John McLoughlin (Nicholas Cage), die am 11. September 2001 beim Einsturz des ersten Towers verschüttet wurden. Ihr Kampf gegen den Tod und der Kampf der beiden Ehefrauen Donna McLoughlin (Maria Bello) und Allison Jimeno (Maggie Gyllenhaal) gegen ihre ungewissheit was mit ihren Ehemännern ist.

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Die ersten 30 minuten sind Gänsehautkino pur, dabei bleibt Stone die ganze Zeit bei den Polizisten und zeigt das Geschehen aus deren Sicht, dabei bleibt er Konsequent. Die beiden eigentlichen Flugzeugeinschläge werden genauso wenig gezeigt, wie individuelle Schicksale in den beiden Towern. Da wohl jeder von uns die Bilder von den Einschlägen wohl noch sehr gut in Erinnerung hat, ist das weglassen derer auch gut für den Erzählfluss. Das Zeigen hätte wahrscheinlich den Erzählfluss verlangsamt und von der eigentlichen Geschichte der beiden Polizisten abgelenkt. So wird sich wohl der gute Stone gedacht haben. Ich verzichte auf diese zwei Emotionalen Eindrücke und lasse das Geschehene beim Zuschauer unterbewusst erklingen. Was meiner Meinung und meiner Empfindung nach sehr gut gelungen ist. Wie gesagt ersten 30 Minuten war bei mir Gänsehaut pur.
Jedoch nachdem Einsturz des ersten Towers und der Verschüttung Cages und Penas splittet sich die Story und nimmt sich jetzt der beiden Frauen der verschütteten und einem ex Marine der sich wieder als Marine verkleidet um zu den Twin Towers zu kommen um Helfen zu können, an. Die nächste halbe stunde hat der Film meiner Meinung nach seine schwächste Phase, kurz gesagt er hat hier einen Hänger. Es scheint so als würde der Film sich eine Pause gönnen. Die Geschichte mit dem Ex Marine Dave Karnes (eher weniger gut von Michael Shannon bekannt aus Pearl Harbor gespielt) hat mich dabei persönlich am meisten gestört, wo das weglassen der Einschläge noch den Erzählfluss beschleunigte, verlangsamt dieser Subplot doch ein wenig. Diese ganze Geschichte um ihn klänge total absurd, wäre sie einem Autorhirn entsprungen und nicht der Realität. Seine Geschichte klingt zu aufgesetzt vor allem in punkto Patriotismus. Aber angeblich soll es wohl so gewesen sein. Das dieser Ex Marine letztendlich eine wichtige Rolle spielte ändert daran auch nicht allzu viel. Zumal er auch die emotionalen Phasen, einerseits der beiden Polizisten die um ihr Leben kämpfen, andererseits der beiden Ehefrauen die im ungewissen verzweifeln, klar unterbricht.

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Was ebenfalls absurd erscheint ist die Darstellung Jesu im Film. Der Jimeno und McLoughlin in einer Art Trance erscheint. In wie weit das der Wahrheit entspricht muss jeder für sich selber entscheiden, wäre interessant das von den beiden Beteiligten zu erfahren. In einem fiktionalen Film wäre das mit Sicherheit ein negativer Punkt, in diesem Fall seh ich das zwiegespalten. Es wäre eine durchaus vertretbare Sache, wenn man im Angesicht des Todes beistand bei Gott oder in dem Fall Jesus suchen würde, eben auch unterbewusst. Viele werfen Stone in dieser Szene vor das er Christentum im Vergleich zu Moslems glorifiziert zu haben und das der gute Christ gegen den böse Moslem gewinnt. Ich, der selber Moslem bin, sehe das in keiner Sekunde des Films so. Die Männer sind einfach Christen und keine Moslems, punkt aus ende. Meiner Meinung nach eine Sache die sich der Film, da er auf wahren Begebenheiten beruht, erlauben kann. In einer fiktionalen Geschichte wäre das sicherlich eine andere Sache. Zumal hier auch die Figur von Cage sich seinen Lebensmut nicht aus der Quelle des Glaubens holt, sondern an den Gedanken an seine Frau und seine Familie.

Optisch ist der Film wie von Stone nicht anders zu erwarten gut gelungen, der nach gebaute Ground Zero sieht erschreckend Real aus. Der Effekt des Einstürzenden Gebäudes, welches man in den Trailern des Films oft sieht, ist genauso gut gelungen. In diesem Punkt kann man dem Film wenig abstreiten.


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Schauspielerisch möcht ich vor allem mal Maggie Gyllenhaal herausheben. Die eine wundervolle Leistung zeigt und in jeder Sekunde die zwischen Trauer und Verzweiflung kämpfende Ehefrau glaubhaft darstellt. Maria Bello macht ihre Sache auch gut, ist aber meiner Meinung nach im Schatten von Maggie Gyllenhaal. Nicholas Cage und Michael Pena machen ihre Sache auch gut, auch wenn man sich fragt wie die beiden gecastet wurden. Den nach der Ähnlichkeit mit den beiden wahren Polizisten kann es nicht sein. Beide sind doch deutlich korpulenter als der schmächtige Cage im Film oder Pena, dessen originales Pendant offensichtlich doch einiges an Gewicht mehr drauf hat. Naja sei es drum. Die Kinder von Cage und Bello im Film gehen ein wenig auf die Nerven auch wenn sie nur selten auftauchen.

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Der Film baut ganz klar auf die Emotionalen Geschehnisse, die wohl jeder der diese damals mitverfolgt hat, hatte. Stone beschränkt sich diesmal auf das einfache Erzählen einer Geschichte, von außergewöhnlichen Männern die einen der außergewöhnlichsten Tage des 21. Jahrhunderts miterlebt haben. Er gibt kein Kommentar dazu ab, noch greift er die eine oder andere Partei an.

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Sicherlich nicht Stones bester Film, aber dennoch ein guter und emotional erstklassiger Film über einen der schrecklichsten Tage der letzten Jahre. Auch wenn er ein wenig Patriotisch ausfällt, vor allem wenn man bedenkt wer Regie geführt hat. Wegen dem erstklassigen Gänsehaut Einstieg gibt es von mir dafür gute

:liquid7: ,5


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freeman meint:

World Trade Center

Der 11.9.2001. Wisst ihr eigentlich noch, was ihr an dem Tag gemacht habt? Ich saß angestrengt über den Heftern und Büchern zu zwei Komplexprüfungen, die gegen Ende des Monats auf mich warteten. Auf einmal bekam ich eine SMS. Sie war von einem guten Kumpel und enthielt folgenden Text: Schaust du TV? Wenn nein, mach das mal. Sender egal! Neugierig geworden schaltete ich die Glotze ein und wurde Zeuge wie ein Reporter verzweifelt um Worte rang und nicht wusste, was er da eigentlich kommentierte, bzw. was er dazu erzählen sollte. Unbewusst wurde ich Zeuge, wie sich die Welt veränderte. Die Weltmacht USA war angreifbar geworden. Der Terrorismus hatte sich ins Bewusstsein der Menschen gebombt. Die Folgen waren verheerend: Kriege im Namen der Terrorbekämpfung, empfindliche Einschnitte in die Freiheit der Menschen auf der ganzen Welt und eine Weltbevölkerung, die näher zusammenrückte ... und zwar wegen der Furcht vor neuen Attentaten. Erst vor kurzem mahnte Salman Rushdie in einem Spiegel Interview, dass es Zeit sei, dass die Menschen wieder anfangen zu leben ... richtig zu leben, ohne Furcht. Leider wird dies für die nun extrem sensibilisierte Menschheit wohl kaum noch möglich sein. Wie sonst ist zu erklären, dass selbst dümmste Hirngespinste in Bezug auf die "Terrorbekämpfung" ernsthaft diskutiert werden (Ich sage nur Hartz IV Empfänger als eine Art unentgeltlicher Sicherheitsdienst für die Bahn)? Der 11.9. hat Wunden gerissen, die wohl nie verheilen werden. Und von all dem wurde ich damals unbewusst Zeuge.

Ebenfalls einen Zeugenbericht liefert uns nun Oliver Stone mit seinem Film: World Trade Center. Dabei wählt er einen sehr intimen Ansatz und erzählt von den Anschlägen auf das World Trade Center aus Sicht zweier New Yorker Cops und deren Familien. John McLoughlin wird mit seinen Kollegen zum World Trade Center gerufen. Angeblich ist ein Flugzeug in den Turm gekracht. Auf dem Weg zu dem Turm heißt es, es sei ein weiteres Flugzeug in den anderen Turm geflogen! Vollkommen verunsichert gelangen die Cops an den Ort des Geschehens und sind sprachlos ob des Bildes, das sich ihnen hier bietet. Umherfliegende Papierfetzen, Dreck, Chaos, blutende Menschen, brennende Fensterzeilen und Menschen, die sich aus den Türmen stürzen. McLoughlin greift sich einige Männer seines Teams und macht sich auf zur Evakuierung des zweiten Turms. Doch dahin gelangen die Männer nicht mehr. In der Einkaufspassage zwischen den Türmen werden sie unter den Trümmern eines einstürzenden Turmes verschüttet und empfindlich dezimiert. Nur McLoughlin und sein Kollege Will Jimeno überleben dann den Einsturz des zweiten Turmes. Verschüttet, unfähig sich zu bewegen und schwer verletzt harren sie unter dem gigantischen Schutthaufen aus und hoffen auf ihre Rettung ... Genau wie ihre Familien, die, nur unzureichend über das Schicksal ihrer Lieben informiert, fast noch mehr leiden als die Verschütteten.

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Lange wurde gerätselt, wann es an der Zeit sein könnte, die tragischen Geschichten rund um 9/11 zu erzählen. Jetzt, fünf Jahre danach, haben wir eigentlich schon viel gesehen: Dokumentationen über die tragischen Ereignisse, seltsame Stellungnahmen von Möchtegerndokumentaristen wie Michael Moore, Verschwörungstheorien über in den Türmen gezündete Bomben, semidokumentarische Spielfilme wie Flight 93 und Dramoletts, die sich mit den Befindlichkeiten der Menschen im Umfeld von 9/11 beschäftigten. Dennoch rauschte der Blätterwald gewaltig, als es hieß, dass der erste Blockbuster zum Thema anstünde. Obendrein von Oliver Stone! Und was wurde gejammert, als das Ergebnis endlich zu sehen war. Durch und durch amerikanisch sei der Film (stimmt), patriotisch (in Maßen), heroisierend (sehe ich nicht unbedingt so) und vor allem viel zu flach und bar jeglichen politischen Zündstoffes.

Doch genau hier hat Stone aus Sicht des Filmes (nicht aus seiner!!!) alles richtig gemacht. Uneitel tritt er hinter den Stoff zurück. Lässt sich zu keinen Verschwörungstheorien bewegen, verkneift sich wertende Kommentare und lässt eben das berüchtigte Taschenmesser unausgeklappt in der Hemdtasche. Stone wählte einen emotionalen Zugang zu dem Thema und wahrt so die Pietät. Ihm sind diesmal kleine Szenen wichtiger als Bombast, gigantische CGI Spektakel oder politische Wertungen. In seinem Katastrophenfilm, was der Film im Grunde ist, siegen eindringliche Bilder eines angekohlten Damenschuhs inmitten eines Ascheberges über in sich zusammensackende Hochhäuser. Und damit triumphieren in WTC eben die Emotionen über das Desaster. So ist World Trade Center nicht der befürchtete Film zur Katastrophe geworden, der sie effektheischend ausschlachtet, sondern eine eindringliche Bebilderung weniger Einzelschicksale, die berührt und mitfiebern lässt.

Denn WTC ist im Grunde eine Art Apollo 13 geworden. Jeder kennt den Ausgang und dennoch sitzt man gespannt im Kinosessel und harrt der Dinge, die da kommen. Stone beginnt dabei unglaublich intensiv. Zunächst bebildert er das gewohnte Treiben in der Millionenmetropole New York. Zusammen mit dem wuchtig emotionalen Score schafft er wunderschöne Bilder einer Stadt, die gerade erwacht. Da streift ein Schatten ein Hochhaus und eine Erschütterung geht durch die Stadt. Und auch durch den Zuschauer, denn zu diesem Zeitpunkt läuft die WTC Maschine wie ein geschmiertes Uhrwerk. Schauer um Schauer gehen über den Rücken des Zuschauers. Andeutungen wie die Schatten oder die Erschütterung reichen, um die Bilder abzurufen, die sich uns allen an jenem 11.9. eingebrannt haben. Und Stone dreht immer weiter an der Emotionsschraube: Cops, die nicht einmal ansatzweise ahnen, worauf sie sich einlassen werden, fassungslose Gesichter am Ground Zero, dreckgeschwärzte Straßen, winzige Menschenkörper, die zu Tode stürzen und immer wieder die rauchenden Türme. Kaum ein Film der letzten Jahre konnte eine solche Wucht aufbauen, wie es WTC nun fast spielend gelingt. Und das ohne das er einen Einschlag der Flugzeuge oder ein einstürzendes Haus irgendwie bebildern müsste. Alles was man dahingehend zu sehen bekommen wird, sind die Nachrichtenbilder, die damals um die Welt gingen.

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Sobald die beiden Hauptfiguren McLoughlin (intensiv gespielt von Nicholas Cage) und Will Jimeno (Michael Pena, der sich mit Cage mühelos messen kann) verschüttet sind, verlagert Stone seinen Fokus leider ein wenig zu oft auf deren Familien und Figuren wie den Marine Dave Karnes, was den Film ein wenig aus dem Gleichgewicht bringt. Dave Karnes wirkt wie ein Abziehbild des immer bereiten US amerikanischen Supersoldaten, der niemanden zurücklässt und in unseren Breiten wohl das meiste Kopfschütteln auslösen wird. Neben einer ziemlich absurden Jesuserscheinung (mit einer Wasserflasche!!!), laviert er den Film in seinen Szenen fast an den Rand der Lächerlichkeit, aber anscheinend braucht es eben Jesus und die Armee in dem Katastrophenfilm von heute. In Bezug auf die Familien der Verschütteten bleibt zu konstatieren, dass diese Szenen den Film arg strecken, erzählen doch BEIDE Handlungsstränge dasselbe. Man hätte den eh undankbaren Part von Maria Bello, die sich mit unglaublich nervenden Kids rumplagen muss, zugunsten der grandios aufspielenden Maggie Gyllenhaal komplett streichen sollen.

In den Szenen mit McLoughlin und Jimeno kann Stone dann wieder viel gut machen. Er schafft es hervorragend, die klaustrophobisch und ausweglos erscheinende Situation der beiden Männer auf das Publikum zu übertragen. Dabei bleiben vor allem die riesigen Totalen der beiden Gesichter der Schauspieler Cage und Pena in Erinnerung, die sich immer mehr an den Schutt und den Dreck der Umgebung anzupassen scheinen. Irgendwann meint man nur noch die immer müder werdenden Augen und den sich nur noch minimal bewegenden Mund von Cage zu erspähen, bis er vollkommen eins zu sein scheint mit dem Dreck. Auch wenn das hervorragend gefilmt wurde, vermisst man auch hier irgendwo die Stone eigene Hyperaktivität und seinen Stilwillen. Überhaupt: je länger der Film andauert, um so weniger glaubt man, dass dieser Film von Stone sein soll. Irgendwie verschwindet der denkende Mensch Stone hinter diesem Film. Vollkommen. Er mutiert zu einer Art Auftragsregisseur. Ok, dass er politisch eh nicht mehr viel zu sagen hat, (immerhin ist das letzte WIRKLICH politisch ambitionierte Werk Nixon schon lange her, daran ändert auch der Kaffeeklatsch mit Fidel Castro in Stones letztem Dokumentarfilm nichts) dürfte mittlerweile vielen klar geworden sein, dass er inzwischen aber dermaßen domestiziert wurde und fast schon handzahm einen Blockbuster nach dem Gusto eines Studios abliefern würde, ist dann schon sehr überraschend und in Hinsicht auf seine weitere Karriere auch arg bedenklich.

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Bedenklich mutete für viele Kritiker auch der angeblich unverhohlene Patriotismus des Streifens an. Es gibt ihn wirklich, doch zumeist überwiegt eigentlich das Pathos. Echte patriotische Spitzen konnte ich für mich nicht ausmachen, allerdings bin ich auch ein Mensch, der sich an Patriotismuseinlagen nicht stört. Ich registriere sie, sie verpuffen aber meist ungehört ... Zudem scheint eine echte Spitze durch die deutsche Synchronisation glattgebügelt wurden zu sein. Denn laut verschiedener Quellen soll Marine Dave Karnes im Original folgenden Satz sagen: "Es wird viele gute Männer brauchen, um dies hier zu rächen." Dieser - egal wie historisch verbürgt - zugegeben sehr plumpe und dumme Spruch wurde in Deutschland zu "Es wird viele gute Männer brauchen, um dies hier zu bewältigen." Bezieht man dann ein wo und wann Karnes das sagt, kann man Patriotismus noch nicht einmal im Ansatz ausmachen. Also: Ein Dank an die deutsche Synchro ;-)

Kommen wir zum Highlight des Filmes: Craig Armstrong! Der Meister der melancholischen Klanggemälde zeichnete für den grandiosen Score von WTC verantwortlich. Wie Stone tritt er zunächst hinter den Film zurück und untermalt die Bilder, doch im Gegensatz zu Stone schafft er es mit zunehmender Laufzeit immer mehr sich frei zu strampeln und Soundteppiche zu kreieren, die berühren, Gänsehaut verursachen und mit einem simplen wunderschön nicht einmal annähernd gewürdigt sind. Dieser Score ist ein gigantisches Gesamtkunstwerk.

Dagegen ist der technisch perfekte Film selbst letztendlich nicht mehr als ein weiterer Schritt zur Annäherung an die damaligen Ereignisse. Er traut sich zwar nicht die Auswirkungen des Ereignisses zu bebildern, aber vielleicht macht er anderen Studios Mut für thematisch gleiche aber deutlich kritischere Filme. Damit hätte er zumindest ein wichtiges Ziel erreicht. So ist WTC letztendlich "nur" ein wuchtiger und emotionaler Film, der sich pietätvoll seinem Thema annähert und gerade deshalb so gut funktioniert, weil er es schafft, die wichtigsten Ereignisse im Umfeld des 11.9. in den Köpfen der Zuschauer abzurufen, anstatt sie laut und plump zu bebildern.
:liquid6:

In diesem Sinne:
freeman

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Review von Vince:

Es existieren mindestens so viele Wege, den 11. September 2001 filmisch aufzuarbeiten, wie es Perspektiven auf das Ereignis gibt. Zwei Perspektiven wurden bisher im größeren Rahmen ausgewählt. Die eine, die von Paul Greengrass, verfolgte den "Flight 93" in einer chronologischen Studie, einen Flug, der gar nicht erst das von den Terroristen angepeilte Ziel erreichte, sondern sinnlos auf einem Feld abstürzte. Die andere Perspektive, die von Oliver Stone, der wegen der politischen Brisanz vieler seiner Werke gefürchtet und verehrt wird, gesellt sich zu den Feuerwehrmännern und Polizisten, die in den Trümmern des World Trade Centers dabei helfen, das Gebäude zu evakuieren und die dabei zum Teil selbst begraben wurden.

Die Frage ist: Von all den Perspektiven, die den Regisseuren zur Auswahl standen, weshalb wurde ausgerechnet diese eine gewählt? Der Unterschied zwischen “Flug 93" und “World Trade Center” liegt darin: Bei Greengrass kann man die Frage plausibel beantworten. Bei Stone nicht.

"World Trade Center" zeigt eine vollkommen beliebige Sicht auf das Geschehen, die seiner politischen und gesellschaftlichen Brisanz nicht einmal im Ansatz gerecht wird. Was da in zwei Stunden passiert, ist nichts als ein typischer Katastrophen-Vertreter aus den Archiven Hollywoods. Einfachste Mechanik des Drama-Kinos soll Empathie erzeugen, was bedingt durch die Aktualität der Ereignisse insbesondere im Heimatland Amerika ohne Probleme gelingen sollte. Doch es stellt sich die Frage, wozu man zeigen muss, wie die heldenhaften Menschen von New York sich opfern, um Überlebende zu bergen. Warum wird das gezeigt, was jeder Amerikaner ohnehin in seinem Herzen trägt?

Ob so gewollt oder nicht, der Effekt ist der: Die gebündelte Trauer, der Hass und die Wut wird nur noch weiter gebündelt, der Fokus ist eingerichtet auf eine Szene, auf zwei verschüttete Freiwillige, auf eine untragbare, auf Fassungslosigkeit beruhende Katastrophe. Stone vermag es nicht, den Blick des Publikums zu weiten und dessen Geist zu befreien, wie Greengrass dies tat. Er bietet eine Einbahnstraße auf, die keine andere Richtung kennt als diejenige geradeaus. Natürlich wird man sie als emotional Beteiligter - und wer ist das nicht - nicht als Einbahnstraße interpretieren, da man schließlich gefüttert wird, man wird bestätigt mit konkreten Bildern zu Szenarien, die man sich im Kopf sowieso schon längst ausgemalt hatte. Amerika schaut auf die verschütteten Menschen und die einzig mögliche Reaktion darauf kann nur kollektiv sein. Kollektives Trauern, kollektive Wut, kollektives Unverständnis für das Böse in der Welt. Der individuelle Verarbeitungsprozess eines jeden Einzelnen muss außen vor bleiben. Da ist ein Strahl der Emotionen, und er konzentriert sich auf einen einzelnen Punkt. Mit seiner Urgewalt brennt er diesen Punkt erbarmungslos nieder, ist dabei aber umrandet von einem riesigen blinden Fleck, denn die für die Weitsicht so bedeutsame Peripherie, die liegt außerhalb des Fokus.

Das ist nicht einfach nur schade, oder in Anbetracht der Tatsache, dass ausgerechnet Oliver Stone sich derart den Ritualen des öffentlichen Amerika unterwirft, auch nicht einfach nur enttäuschend für ein Werk desjenigen Mannes, der immerhin Filme wie "Platoon" und "Natural Born Killers" erschaffen hat - es kann sogar gefährlich sein. Gefährlich insofern, als dass Oliver Stone den einzig wahren Fehler macht, den man bei der kurzen zeitlichen Distanz zum Geschehen machen kann: Er verlässt sich auf die rohe Funktionalität eines Genrefilmes. Emotionen werden gekitzelt und eine intuitive Abwehr gegen die unaussprechlichen Gräuel des Lebens gefordert. Nicht einmal unbedingt der Hass gegen die Terroristen, deren Taten der Regisseur immerhin kaum zeigt. Es sind die Konsequenzen der Tat, die im Vordergrund stehen, relativ losgelöst von den Verursachern. Aus dem Blickwinkel des Affekts, in dem gar nicht die Tragweite der Katastrophe realisiert wird. Zumindest dies kann man dem Film zugute halten, was seine ersten Minuten im Übrigen zu seinen stärksten macht. An dem Umstand, dass hier ein Film gewordener Tunnelblick erschaffen wurde, ändert das allerdings rein gar nichts.

Doch darüber hinaus wäre "World Trade Center" selbst mit einem fiktionalen Hintergrund nur ein durchschnittlicher Vertreter seiner Gattung, der sich mit kitschigen Jesuserscheinungen und einem allzu undramatischen narrativen Aufbau Chancen auf höhere Wertungen verbaut hätte. In diesem Fall darf man beinahe froh über die technische Mittelmäßigkeit sein, denn der zweifelhafte ideologische Ansatz wird damit deutlich abgeschwächt.

Die schwache Eignung als Katastrophenfilm per se nimmt dem Stoff somit sein Zündpotenzial, ärgerlich bleibt das Resultat aber dennoch. Ob die Radikalität, die Oliver Stone sonst zu eigen ist und auf die er hier verzichtete, seinem Werk einen Sinn eingeflößt hätte, bleibt zweifelhaft; wenn, hätte es aber auf jeden Fall konträr zur jetzigen Ausrichtung ausfallen müssen. Tatsächlich verrät der Regisseur seine eigenen Ideale, glücklicherweise allerdings nicht mit Nachdruck, und so bleibt im Gegensatz zu Paul Greengrass’ “Flug 93" lediglich ein reaktionärer, aber relativ harmloser Versuch der Auseinandersetzung mit dem 11. September 2001, der als übereilter, emotional verklärter Schnellschuss in die Geschichte eingehen wird. Dass es fünf Jahre danach nicht zwangsläufig zu früh sein muss, sich bereits im Film mit der Tragödie zu befassen, haben Andere bewiesen; Stone spielt eher den Skeptikern in die Karten.
:liquid4:
Zuletzt geändert von Samir am 29.09.2006, 00:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von freeman » 29.09.2006, 00:42

Jau, gerade bei den Narren gelesen ;-) und freilich jetzt noch die Erweiterungen zu Jesus usw. Ich pflaster meine die Tage da drunter ... Also freilich nur, wenn ich nicht doch noch Lust auf die Kate bekomme ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Samir » 29.09.2006, 00:47

Jo tu das. Ik hab mir ja mal jetzt ein paar der Reviews bei ofdb und co durchgelsen. Der kommt ja teilweise richtig mies bei den wech Tja Geschmäcker sind halt verschieden

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Beitrag von freeman » 29.09.2006, 00:55

WTC? Ich denke mal, das is das Übliche: Ich fand den Film schon von Anfang an Scheiße, genau wie das Land aus dem er kommt, gehe trotzdem rein und ziehe vom Leder ... Du hast den Hauptgrund ja erwähnt: Patriotismus ... gerade bei den Ami Filmen ist man da ja schnell am kritisieren und verwechselt dabei gerne auch mal Pathos mit Patriotismus ... usw. Wenn er dir gefallen hat, reicht das doch ... so fuckin what ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von EatenAlive » 29.09.2006, 00:57

Irgendwie wehrt sich mein Inneres gegen diesen Film, ich weiß auch nicht. Aber irgendwann werd ich mich wohl mal überwinden und mir den Film anschauen, wenn er in der Videothek steht. Ich hätte aber niemals erwartet, dass Oilver Stone so einen Film dreht.
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Beitrag von Hannibal » 29.09.2006, 11:34

Also wenn Patriotismus & Pathos in nem Film passen, dann ja wohl in "WTC". Wir können uns noch alle dran erinnern und damals wehten nunmal überall USA-Flaggen, wurden Feuerwehrmänner als Helden inszeniert. Ich find da auch gar nix schlimmes dran und Leute, die meinen, bei dem Film Anti-Amerika-Stimmung verbreiten zu müssen, haben se definitiv nicht alle aufm Kasten.

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Re: World Trade Center

Beitrag von StS » 29.09.2006, 11:46

Samir hat geschrieben:Auch wenn er ein wenig Patriotisch ausfällt, vor allem wenn man bedenkt, wer Regie geführt hat.
Zu der Kritik hab ich mich ja schon bei den Narren positiv geäußert, Hannibal schließe ich mich in Bezug auf dessen Aussage vollkommen an - doch das o.g. Zitat finde ich etwas mißverständlich, denn es ist eigentlich erstaunlich, dass der Streifen "patriotisch" ( :wink: ) ausgefallen ist, wo doch ein Oliver Stone hinter der Kamera stand, der solche Sachen ja gewöhnlich eher ausklammert.

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Beitrag von Samir » 29.09.2006, 11:50

ja stimmt ist wohl ein wenig missverständlich ausgefallen der Satz, war aber so gemeint wie du schon sagtest. Und wenn ich jeden Rechtschreibe in meinen Reviews beachten würde, würd ich keine mehr schreiben ;)

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Beitrag von Vince » 29.09.2006, 13:29

Hannibal hat geschrieben:Ich find da auch gar nix schlimmes dran und Leute, die meinen, bei dem Film Anti-Amerika-Stimmung verbreiten zu müssen, haben se definitiv nicht alle aufm Kasten.

Ich denke, ein bisschen Kritik darf durchaus angebracht sein. So viel Toleranz sollte man schon aufbringen.

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Beitrag von Joker6686 » 29.09.2006, 15:34

Ich habe kein Problem mit Amerika,nicht mit den Menschen,nicht mit der Regierung.Die Operation Enduring Freedom unterstütze ich sogar,jedoch bleibt dieser Film meiner Meinung nach "Emotionspornographie".Ich finde es geschmacklos,dieses Thema sechs Jahre nach den Ereignissen zu verfilmen.Auch wenn es für manche eine Art Bewältigungshilfe darstellt,ich kann und will mich nicht an den schrecklichen Ereignissen in Filmform ergötzen.Es wurde ja auch nicht 1951 ein Film wie Schindlers Liste gedreht,sondern erst viele Jahre später.Es tut mir nur Leid für die Menschen,die an diesem Tag Freunde und Familie verloren haben und die diesen Film ertragen müssen und den Hype darum,der sicherlich alte Wunden aufreisst.Wer mir jetzt damit kommt,dass viele Angehörige die Idee von WTC und Flight 98 gut finden.Nicht alles glauben was in der Presse steht ;)Aber wahrscheinlich stehe ich recht alleine da mit meiner Meinung.Und noch etwas zu O. Stone.Ich hätte nie gedacht,dass sich dieser Regiesseur dazu herablässt den Anschlag von 9/11 zu verfilmen.

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Beitrag von Hannibal » 29.09.2006, 15:43

Vince hat geschrieben:
Hannibal hat geschrieben:Ich find da auch gar nix schlimmes dran und Leute, die meinen, bei dem Film Anti-Amerika-Stimmung verbreiten zu müssen, haben se definitiv nicht alle aufm Kasten.
Ich denke, ein bisschen Kritik darf durchaus angebracht sein. So viel Toleranz sollte man schon aufbringen.
Klar darf Kritik sein und die Bush-Regierung bietet ja auch jede Menge Anlass dazu, aber imo passt das nicht zu dem Film, da es hier explizit um die Menschen in der Katastrophe geht. Die hatten alle nichts mit Bush am Hut und wenn man eine Geschichte nur darüber verfilmt, finde ich "Fuck Bush"-Rufe oder sowas vollkommen geschmacklos & fehl am Platz, da der Film die Politik außen vor lässt.

MFG
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Beitrag von Vince » 29.09.2006, 15:44

@Joker: Ich sehe das ähnlich wie du. Ich kann mit der Idee, das Geschehnis in Filmform nur sechs Jahre danach aufzuarbeiten, einfach nichts anfangen. Wenn ich da was von Jesuserscheinungen lese, kann ich das allenfalls als "Opium fürs Volk" akzeptieren und gutheißen (Pathos als Balsam für die Seele), einen künstlerischen, intelligenten und weiterführenden Diskurs kann ich hier aber beim besten Willen nicht entdecken, sorry. Und insofern ist "WTC" kein Projekt, dem ich größere Bedeutung beimessen würde. Was leider in Anbetracht der Aktualität der Ereignisse viel zu viele Menschen tun werden.

@Hannibal: Okay, kein Thema, da hatte ich dich jetzt wohl falsch verstanden.

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Beitrag von John Woo » 29.09.2006, 16:00

Mein Vorurteil ist, dass der Film ca. 20 Jahre zu früh kommt.

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Beitrag von Samir » 29.09.2006, 16:01

@ Joker: Dachte ich ehrlich gesagt am anfang auch so denke es auch immer noch, das der Film vielleicht zu früh kommt. Aber der Vergleich mit dem Holocaust hinkt wie ich finde, vergleichbar wären Fälle wie die Titanic oder Pearl Harbor und bei den gab es auch ziemlich schnell verfilmung von oder rund um die Geschehnisse. Wobei ich mir auch gut vorstellen kann das es die ersten Filme über den Holocaust schon drüber gab. Z.B Urteil von Nürnberg der kam zwar 61 raus, und die dokumentarischen Szenen der befreiungen der KZs packt mich selbst heute noch

Und ich bin mir auch im klaren das es auch viele betieligte gibt dennen die Verfilmung so früh schmerzt, aber es gibt auch mit Sicherheit beteiligte auf die die Verfilmungen wie Flight 93 und so einen fast therapeutischen wert hat. Und der Vergleich mit dem Hype um den Film hinkt auch, da die Filme um den 11. September rum raus kommen und da sowieso der Medien Hype mit den Trauerzeremonien usw. enorm ist

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Beitrag von kaiserfranz » 29.09.2006, 17:49

Feines Teil! Hat mir gutgefallen. Ich bin absolut sicher, dass mir derFilm auch gefallen wird. Am WE werd ich den auch mal gucken, wenn nix dazwischenkommt. Dann gibt's auch sinnvolleres Feedback. :wink:

Gruss
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Beitrag von freeman » 30.09.2006, 01:33

Ich hatte ja an anderer Stelle schon erwähnt, dass ich nicht finde, dass bestimmte Themen eine Schonzeit verdient haben. Und wenn in den Medien schon Berichte kursieren, alles sei ein gigantischer Fake gewesen, um Kriege vom Zaun zu brechen, wird es Zeit wieder zu mahnen ... egal wie ...

Im übrigen ist meine Kritik jetzt oben drin ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Samir » 30.09.2006, 10:54

klasse review, welches sich ja eigentlich größten Teils mit meinem deckt, bis auf die Note, aber ich sagte ja bei mir hat der anfang eine gewichteten Punkt in der Note bedeutet

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Beitrag von freeman » 30.09.2006, 13:55

Der Anfang ist neben der Bergung auch wirklich der stärkste Teil ... Vor allem der Score in beiden Abschnitten ist nahezu genial. Ich werde mir den Soundtrack bestellen müssen ... ich liebe Craig Armstrong ja per se ...

Im übrigen ist Stephen Dorff ne ganze Weile zu sehen ;-). Er ist der, der zum Beispiel auf dem Jimeno und der Steinplatte rumrutscht und den "Wagenheber" anbringt ... somit isser sicher knapp 20 Minuten am Start. Aber du hast wirklich recht, mit dem Erkennen der Gesichter hat man sich hier aufgrund der düsteren Ausleuchtung allgemein sehr schwer getan. Frank Whalley als Sanitäter hab ich beispielsweise auch erst kurz vor Schluß (am Würstchenstand) als Frank Whalley ausmachen können!

Allgemein war der Film aber echt ne modische Verfehlung. Haben eigentlich alle Cops und Feuerwehrleute in New York die unmodischen Rotzbremsen in der Fresse, oder war das nur an dem Tag so? Himmel ...

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Beitrag von Samir » 30.09.2006, 14:45

freeman hat geschrieben: Allgemein war der Film aber echt ne modische Verfehlung. Haben eigentlich alle Cops und Feuerwehrleute in New York die unmodischen Rotzbremsen in der Fresse, oder war das nur an dem Tag so? Himmel ...
lol gute Frage, ich kann nur dazu sagen das der den Cage spielt so eine hat. Aber der Jimeno hat im original nicht wirklich das aussehen von Pena, hat zwar ne Rotzbremse, sieht aber stylischer aus als im Film

hier mal ein Bild: Bild


sieht eher aus wie ein Lineback beim American Football

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Beitrag von StS » 30.09.2006, 19:23

Verlinken wir den Film bzw die Kritiken eigentlich auch zur Ofdb - unter dem Titel "Filme, die rocken"...? :?

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Beitrag von Samir » 30.09.2006, 19:53

StS hat geschrieben:Verlinken wir den Film bzw die Kritiken eigentlich auch zur Ofdb - unter dem Titel "Filme, die rocken"...? :?
Das hat schon jemand so bei der ofdb verlinkt

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Beitrag von freeman » 01.10.2006, 01:25

LOL, wie geil geschmacklos. Wenn man allerdings weiter denkt, passt es ja, denn WTC hat ja Samir und mich gerockt ... im Sinne von bewegt ;-)

Im Sinne des einheiltichen Auftretens nach außen hin ist das aber absolut korrekt. Immerhin ist das ja ne Marke und unser Seitentitel ... was können wir dafür, wenn sich unsere Helden die "falschen" Filme auswählen? ;-)

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Beitrag von Vince » 01.10.2006, 15:55

freeman hat geschrieben:LOL, wie geil geschmacklos. Wenn man allerdings weiter denkt, passt es ja, denn WTC hat ja Samir und mich gerockt ... im Sinne von bewegt ;-)

Im Sinne des einheiltichen Auftretens nach außen hin ist das aber absolut korrekt. Immerhin ist das ja ne Marke und unser Seitentitel ... was können wir dafür, wenn sich unsere Helden die "falschen" Filme auswählen? ;-)
Ich hatte ein leicht mulmiges Gefühl beim Verlinken, aber eben wegen dieser "Marke" hab ich schweren Herzens diesen Linktitel gewählt. :lol:
Denke aber mal, der Name "Filme die rocken" ist inzwischen in der ofdb weitgehend bekannt... wenn sich einer einpisst, sollen sie den Link halt umbenennen. ;)

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Beitrag von StS » 01.10.2006, 19:55

Man hätte ja "Liquid Love Review" nehmen können, aber nu ist ja auch egal. :wink:

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Beitrag von Vince » 01.10.2006, 20:55

StS hat geschrieben:Man hätte ja "Liquid Love Review" nehmen können, aber nu ist ja auch egal. :wink:
Liquid Love, jo... so nach dem Motto, die Welt muss nach den Anschlägen zusammenhalten wie ein flüssiger Liebesmatsch. Oder so. :wink:

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