
Originaltitel: Deathlands
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2003
Regie: Joshua Butler
Darsteller: Vincent Spano, Jenya Lano, Traci Lords, Cliff Saunders, Matthew Currie Holmes, Nathan Carter, Alan C. Peterson, Colin Fox, Jeffrey R. Smith, Max Danger, Park Bench, Duane Murray, Rob Westgate, David J. MacNeil, Michael Stevens, Heather Bertram
Das Intro erläutert ohne Umschweife durch die Stimme der Hauptperson aus dem Off wie es um die Welt beschert ist: Nukleare Kriege haben große Teile der Menschheit dahingerafft, Staaten existieren nicht mehr, es herrschen Anarchie bzw. mehr oder weniger tyrannisierende Warlords mit ihren Banden. Nun macht es sich ein Häufchen Aufrechter, bestehend sowohl aus Menschen als auch Mutanten, zum Ziel, wieder halbwegs zivilisierte Strukturen erkeimen zu lassen und sich den Fieslingen entgegen zu stellen. Besonders prekär soll an dieser Stelle die Tatsache sein, dass der als nächstes zu stürzende Baron der Bruder der ehemals vertriebenen Hauptperson ist. Soweit so schön, zwar eine Mad Max-Variante zum soundsovielten Mal, aber der Anfang lässt sich durchaus stylisch an und außerdem handelt es sich wohl auch um eine Roman-Adaption - vielleicht wird’s ja was.
Pustekuchen. Man merkt "Deathlands" einfach in jedem Frame seine TV-Herkunft und Budgetknappheit an. Sowohl Look (da hilft auch nicht, sogenannte Chemo-Wolken durch einen schlichten Rotfilter darstellen zu wollen) als auch darstellerische Leistungen können nicht darüber hinwegtäuschen. Es mag zwar zum Teil auch an der deutschen Synchronisation liegen, aber die Dialoge sind so gestelzt und phrasenhaft, dass man meint, hier macht der Cast seine ersten Gehversuche vor der Kamera und aus Geldmangel musste (wie so oft) das Endzeitgenre herhalten, denn dafür braucht’s ja nur etwas Wüste und dann passt's schon irgendwie. Auch möchtegern-Bullettime-Schießereien zu Anfang und mäßige Effekte im gesamten Verlauf helfen nicht unbedingt weiter und so dümpelt der Film in seiner Story weiter recht einfallslos auf sein schon sehr schnell feststehendes Ende zu und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Hier und da werden zwar einige Actioneinlagen eingestreut, die aber insgesamt lahm in Szene gesetzt sind und aussehen, als seien sie ohne jegliche Choreographie spontan am Set improvisiert worden.
Fazit: Was bleibt, ist ein ziemlich indisponiertes Endzeitgewurschtel von der Stange, das zumeist einfach nur langweilt und trotz der kurzen Laufzeit über weite Strecken Pepp und gute Action vermissen lässt.


Scheinbar gibt es aufgrund der Romane (?) eine kleine Fangemeinde dieses Murks, jedenfalls ist dieser Billigstreifen doch tatsächlich bei Universal auf DVD erschienen (FSK 16, ungekürzt), zu der ich aber nichts weiter sagen kann, allenfalls, dass ich vom Kauf abrate. Hin und wieder läuft er auch auf dem PayTV-Sender "Sci-Fi".