2012

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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Ed Hunter
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2012

Beitrag von Ed Hunter » 15.11.2009, 00:40

2012

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Originaltitel: 2012
Herstellungsland: Kanada, USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Thandie Newton, Oliver Platt, Danny Glover, Woody Harrelson

War sein letzter Film, das krude, von unfreiwilliger Komik und selbst für Genreverhältnisse unschöner Logikdauervergewaltigung durchzogene Urweltepos „10.000 BC“, in qualitativer Hinsicht katastrophal, so ist es Roland Emmerichs neues Werk „2012“ endlich wieder in thematischer: Der „Master of Disaster“ kehrt nämlich zurück auf sein Paradeparkett des Katastrophenfilms und lässt fünf Jahre nach „The Day After Tomorrow“ erneut die Welt im Naturchaos versinken. Gegen das diesmal aufgebotene Ausmaß der Zerstörung wirkt das Klimawandel-Mahnmahl mit Dennis Quaid geradezu unspektakulär-bescheiden: Basierend auf den apokalyptischen Schlüssen, die man aus dem an Wintersonnwend 2012 endenden Maya-Kalender ziehen kann, entfesselt der Hollywood-Schwabe ein feuriges Weltungergangsinferno, das vor allem in der ersten Hälfte von exzellenter Referenzqualität ist.

Die Maya haben es vorausgesagt, im Jahr 2009 erfährt auch die US-Regierung durch die Forschungsergebnisse eines indischen Wissenschaftlers von der in 3 Jahren bevorstehenden Zerstörung der Welt durch gewaltige Sonneneruptionen. Im Geheimen schmiedet man eifrig an Plänen, den Fortbestand der menschlichen Rasse zu sichern. Bereits früher als erwartet wird der Globus jedoch von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis und sonstigen Naturkatastrophen heimgesucht. „2012“ verfolgt seine Apokalypse dabei hauptsächlich aus der individuellen Perspektive des erfolglosen Sci-Fi-Autoren Jackson Curtis (John Cusack), der im Yellowstone Nationalpark an einen nur scheinbar freakige und sich allzu bald als wahr erweisende Verschwörungstheorien verbreitenden Radiomoderator (Woody Harrelson) gerät, der nicht nur über das, was vorgeht, informiert ist, sondern auch einen Weg, zu überleben: Mit seiner Familie macht sich Jackson auf den Weg zu den von den internationalen Regierungen gebauten rettenden Archen…

Den zu Werbezewecken groß angepriesenen Bezug des Szenarios auf den Jahrtausende alten Kalender der Maya behandelt „2012“ erstaunlich stiefmütterlich und gewährt seiner interessanten semimythischen Basis keine große Bedeutung jenseits der Erwähnung in einigen Nebensätzen – vor allem in der ersten Hälfte seines Films schafft es Roland Emmerich jedoch formidabel, jegliche Kritikpunkte an der freilich jeglichen Realismus und jegliche Glaubwürdigkeit mit Füßen tretenden Story seines Films mit einem bombastischen Actioninferno zu übertünchen, dessen Größe in sämtlichen Kategorien überwältigt: Die ganze Welt ist Schauplatz des apokalyptischen Infernos, wo sich gewöhnliche Katastrophenfilme auf eine mörderische Laune der Natur konzentrieren, entfesselt Emmerich vom Vulkanausbruch bis zum Tsunami jede nur denkbare zerstörerische Gewalt und hat eine groß angelegte Actionsequenz einmal ihren Anfang genommen, nimmt sie auch so schnell kein Ende mehr. Besonders die Überlebenshatz unserer Protagonisten durch die USA, die sie in Autos und Flugzeugen durch vom Himmel regnende Feuerbälle, wegbrechende Straßenzüge, einstürzende Hochhäuser und durch gigantische Risse im Erdboden versinkende Städte hetzt, ist einiger schwächerer CGI-Shots zum trotz ein schlicht beeindruckendes Megainferno, das in Sachen Schauwerte wohl jeden Katastrophenfilm der bisherigen Filmgeschichte toppt. Die Kombination aus immens aufwendigem Rechenknecht-Eyecandy und oftmals wunderbar düster-abgründiger, wahrlich apokalyptischer Atmosphäre gewinnt durch einen nach bewährten Schemata generierten, nichtsdestotrotz fesselnden hohen Spannungslevel zusätzlich an Intensität.

Leider vermag der mit einer Spielzeit von zweieinhalb Stunden recht lang geratene Film dieses großartige Referenz-Niveau jedoch nicht über die volle Dauer zu halten und versumpft im letzten Viertel endgültig in einer elend ausgedehntem, aufgrund seiner unsäglichen Vorhersehbarkeit schließlich leich langweilenden Pflichtübung auf dem Genrebaukasten – das selbst für amerikanische Verhältnisse grenzwertig kitschig-pathetische Ende mit seinem allzu positiven Feeling kommt dem finalen Part des Films auch nicht eben zugute. Dabei hat Emmerich den in „2012“ vor allem in den sich in der zweiten Hälfte häufenden Actionpausen wichtigen Pathos-Faktor über weite Strecken recht gut im Griff und vermag ihn dazu zu nutzen, sein Epos auch an emotionaler Größe und Dramatik gewinnen zu lassen, mag sie teils auch noch so plakativ mit dem Holzhammer generiert werden. Neben der obligatorichen tragischen Dezimierung der eigentlichen Protagonistenriege sind es vor allem die Schicksale der großen Massen, z.B. beim Gebet auf dem Petersplatz vom Dom erschlagene Gläubige, sowie die zentrale Frage, wer auf die Arche gerettet werden kann und wer nicht, die berühren und beklemmen – wenn auch all dies im cheesy Schlussviertel unter kitschigem Pflicht-nach-Vorschrift-Eindruck an Überzeugungskraft verliert.

Inmitten seiner Action, Spannung und Dramatik lässt es „2012“ glücklicherweise nie an humoristischen Momenten fehlen, die zu großen Teilen auf die Sprüche einer anfangs als überzogene Karikatur etwas deplatziert wirkenden, jedoch zunehmend akzeptableren Figur eines reichen russischen Geschäftsmanns zurückgehen, der mit unseren Helden auf ihrem Weg zu den Archen eine Zweckgemeinschaft bildet.
Darstellerisch weiß „2012“ durch einen prominenten Cast zu gefallen: Der stets großartige John Cusack trägt den Film als sympathische Heldenfigur, während Woody Harrelson als freakiger Waldschrat lustvollst chargieren darf, Amanda Peet als Cusacks Frau, Danny Glover als US-Präsident und Thandie Newton als dessen Tochter mit von der Partie sind sowie vor allem Oliver Platt als machthungriger Unmensch aus führenden Regierungsreihen eine grandiose Performance hinlegt.

Fazit: Mit „2012“ entfesselt der „Master of Disaster“ mal wieder ein beeindruckendes Katastropheninferno und lässt die Welt in einem apokalyptischen Epos – inkonsequenterweise leider nur fast – untergehen. Dank eines sympathischen Hauptdarstellers, düsteren Weltungergangsflairs, amtlichem Spannungslevel, einer gesunden Portion Pathos und Dramatik sowie vor allem freilich gigantischer visueller Gewalt, die die Leinwand in ein Inferno hyperspektakulär inszenierten ausführlichen Massenzerstörungskrawall verwandelt, bietet Emmerich höchst kurzweiliges Genrekino, das lediglich gegen Ende in allzu vorhersehbar-altbekannte sowie schlussendlich deutlich überkitschte Schema-F-Sphären abdriftet.

:liquid8:
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Beitrag von SFI » 15.11.2009, 08:25

Nicht mehr und nicht weniger habe ich erwartet, dank deiner pathetischen Kritikpunkte könnte es bei mir sogar für eine höhere Wertung reichen. :lol:
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Beitrag von Montana » 15.11.2009, 10:58

Mann... Ab in die Rosa ecke mit dem Film :wink:
Wird wahrscheinlich sehr erfolgreich gemieden bis der 2012 mal im Fernsehen kommt :D

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Beitrag von McClane » 15.11.2009, 11:25

Ich hatte nach den Erzählungen eines Freundes, der das Teil bereits in der PV gesehen hatte, hohe Erwartungen und die wurden definitiv enttäuscht. OK, es gibt wohl kaum einen Film, der das Weltuntergangsszenario so weit durchzieht (ganz kaputt ist trotzdem nicht drin) und im Gegensatz zu der Pathosbombe "10.000 BC" ist der hier noch selbstironisch (die Szene mit dem Huhn ist echt ein Brüller). Dafür ganz, ganz viel fieses Gutmenschentum, schon das zweite Mal nach "Redbelt", dass man den talentierten Chiwetel Ejiofor für das Annehmen einer derart ätzenden Hätschelrolle ohrfeigen will. Immerhin gibt es dann noch Oliver Platts Figur, die mal die fies-rationale Seite bei der Chose repräsentiert (in den letzten 5 Minuten darf er aber nicht mehr auftreten, da sind ja alle happy). Außerdem haben wir einen schwarzen Präsi nebst Tochter und den schwarzen Gutmenschen-Wissenschaftler für die Generation Obama, schlimmer kann man sich ja kaum anbiedern. Immerhin gibt John Cusack eine herrlich schluffige Heldenfigur, die mal was anderes als die Muskel-Soldaten-Heldentypen darstellt, bis auf einige arg PC-Spiel-mäßige Einlagen überzeugt die Action, wenngleich sich Emmerich da arg wiederholt (gleich dreimal düst man in letzter Sekunde von einer zerbröselnden Landebahn weg). Deutlich besser als die unsägliche Sozialpädagogenphantasie "Deep Impact", die ähnliche Töne anschlug, Hits sehen trotzdem anders aus.

Knappe :liquid5:
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Beitrag von freeman » 16.11.2009, 08:32

McClane hat geschrieben:Hits sehen trotzdem anders aus.
Gehe ich nach der 17!!! Uhr Vorstellung meines Kinos, könnte es sein, dass du dich schwer irrst. Gab sogar Szenenapplaus. Rein von den Bildern her die Bombe schlechthin, die noch in Jahren genannt werden wird, wenn es ums Einreißen der Welt geht. Leider haut der Film mit der Kalifornienzerstörung schon in der Anfangsphase seinen Höhepunkt raus. Alle anderen Szenarios kommen da net so ran. Genial war der Mittelfinger für den Petersen, als der Roland einfach mal so, mitten im Film, einen Poseidonähnlichen Kahn deutlich cooler sinken ließ, nur um dann im Showdown dem Wolfgang zu zeigen, wie Tauchaction im gewasserten Kahn wirklich auszusehen hat :lol:.

Bin noch am Überlegen, ob ich was dazu schreiben soll. Komme wie der Ed bei :liquid8: raus, auch wenns einige echte Probleme gibt und die Szenen zwischen den Desasterszenen wie Schmierseife wirken ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 18.11.2009, 01:24

Geile Effekte, alles andere darum wirklich so sehr daneben, dass der Film locker als die übelste Big Budget-Gurke der letzten Zeit durchgeht.
Mich würde ja wirklich mal interessieren, was Harald Kloser so alles für den Emmerich tut, dass der ihn trotz offenkundiger völliger Unfähigkeit jetzt schon zum zweiten Mal das Drehbuch schreiben lässt. Wenigstens ist des Emmerichs Inszenierung passend beschissen, Spannung und Dramatik halten sich aus dem Film völlig fern, die Charaktere sind so uninteressant wie ihre Dialoge übel, die sinnlose Spannungsschinderei sorgte im Kino zurecht für Buhrufe. Alles in allem bewies Roland Emmerich einmal mehr, dass er stets bereit steht, wenn es darum geht, neue Niveautiefen im Hollywoodkino auszuloten. Sein einziges Talent besteht darin, das Budget wirkungsvoll auf die Leinwand zu bringen, das ist ihm auch diesmal wieder gelungen, alles andere hat er in fast schon erstaunlicher Konsequenz richtig schön in den Sand gesetzt. Ein Film, nach dem man duschen will.
:liquid3:
Zuletzt geändert von kami am 18.11.2009, 10:46, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von SFI » 18.11.2009, 07:40

Finde auch, dass der Roland eigentlich immer fette FX Shots setzt, die denen von Bay ins nichts nachstehen, aber letztendlich fehlt ihm vieles was Bay hat. Klingt jetzt vielleicht lustig, weil Bay ja auch nur "doofe" Bumm Bumm Filme macht, aber ihr wisst was ich meine. Dahingehend ist dann der Wolfgang noch ne Stufe schlechter. Der kann nämlich net mal Krawallkino machen, siehe Poseidon. :lol:
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Beitrag von kami » 18.11.2009, 07:56

SFI hat geschrieben:Finde auch, dass der Roland eigentlich immer fette FX Shots setzt, die denen von Bay ins nichts nachstehen, aber letztendlich fehlt ihm vieles was Bay hat. Klingt jetzt vielleicht lustig, weil Bay ja auch nur "doofe" Bumm Bumm Filme macht, aber ihr wisst was ich meine. Dahingehend ist dann der Wolfgang noch ne Stufe schlechter. Der kann nämlich net mal Krawallkino machen, siehe Poseidon. :lol:
Zugegeben, POSEIDON ist nicht gerade berauschend, aber zumindestens nicht so schmerzhaft dumm wie 2012. Michael Bay spielt aber in jeder Hinsicht in einer anderen Liga als unsere beiden Hollywood-Exporte. Anhand von Gerümpel wie 2012 sieht man erst mal, wie gut ARMAGEDDON und TRANSFORMERS wirklich sind.

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Beitrag von Vince » 18.11.2009, 08:04

kami hat geschrieben:wie gut ARMAGEDDON und TRANSFORMERS wirklich sind.
:lol: :lol: :lol:

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Beitrag von SFI » 18.11.2009, 14:38

Genau so kann man das ausdrücken. Obwohl ich nämlich Roland Filme mag, vermisse ich solche Gänsehautmomente, wie sie ein Bay samt pathetischer Mucke inszenieren kann. Roland Filme wirken immer kalt und sind im Grunde nix als CGI Blendgranaten.
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Beitrag von Ed Hunter » 18.11.2009, 21:37

SFI hat geschrieben:Genau so kann man das ausdrücken. Obwohl ich nämlich Roland Filme mag, vermisse ich solche Gänsehautmomente, wie sie ein Bay samt pathetischer Mucke inszenieren kann. Roland Filme wirken immer kalt und sind im Grunde nix als CGI Blendgranaten.
Dito!

Jedesmal wenn in "2012" vor allem gegen Anfang ständig diverse Militär-Helis durchs Bild geflogen sind, hab ich mir jedesmal gedacht: Mensch Roland, jetz mach doch nen Sonnenauf- oder untergang und Zeitlupe dazu! :wink: und mir den Bay herbeigewünscht.
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Beitrag von John Woo » 22.11.2009, 17:15

kami hat geschrieben:die sinnlose Spannungsschinderei sorgte im Kino zurecht für Buhrufe
Lustig, bei uns im (ausverkauften) Kinosaal hingegen wurde am Ende sogar grösstenteils geklatscht.

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Beitrag von freeman » 23.11.2009, 08:26

Same here und ich war im gleichen Kino wie Kami :lol: Da müssen sich seine negativen Schwingungen auf alle anderen Gäste übertragen haben oder aber sie wollten nur den kami rausbuhen LOL

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Beitrag von Vince » 23.11.2009, 17:43

freeman hat geschrieben:Same here und ich war im gleichen Kino wie Kami :lol:
Echt? Auch in der gleichen Vorstellung? Das würde nämlich meine Theorie unterstützen, dass es bloß Einbildung ist, dass der Kinosaal grundsätzlich immer der gleichen Meinung ist wie man selbst...

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Beitrag von kami » 24.11.2009, 08:01

Vince hat geschrieben:
freeman hat geschrieben:Same here und ich war im gleichen Kino wie Kami :lol:
Echt? Auch in der gleichen Vorstellung?
Ich gloobe nicht! Freeman, der alte Prasser, war ja offensichtlich gleich am Donnerstag, ich dagegen am Spartag Dienstag. Offenbar sind Geizhälse kritischer als Verschwender.

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Beitrag von SFI » 24.11.2009, 08:11

LOL :lol: Erst Geld sparen und dann noch den Dicken machen. KÖSTLICH :lol:
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Beitrag von kami » 24.11.2009, 08:15

SFI hat geschrieben:LOL :lol: Erst Geld sparen und dann noch den Dicken machen.
Was heißt "machen", irgendwo muss das gesparte Geld ja auch wieder investiert werden.

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Beitrag von freeman » 24.11.2009, 08:49

Wobei es am Donnerstag aber auch billiger ist kami ;-) ... deshalb war ich am Freitag, wo man den vollen WE Satz zahlt :lol: Und da war schon abartig voll und die Klimaanlage kam net hinterher ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Seemi » 24.11.2009, 10:55

freeman hat geschrieben:Und da war schon abartig voll und die Klimaanlage kam net hinterher ...
Naja, wenn sie schon einen Klimakatastrophe-Film zeigen, dann müssen sie auch aktiv dem Klimawandel entgegenwirken und drehen die Anlage zurück :D
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Beitrag von freeman » 24.11.2009, 14:43

Nein, hochgedreht haben sie sie ... Und zwar so, dass es irgendwann nur noch nach Mensch stank ... Und irgendwie schafft es die Klima net, das umzuwälzen und mal frische Luft neizupumpen.

In diesem Sinne:
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Beitrag von deBohli » 24.11.2009, 15:01

Hab mir den Film gestern angeschaut und war positiv überrascht. Klar ist es nichts für Menschen die Logik, glaubwürdige Geschichten oder starke Charakterentwicklung erwarten. Aber Spass macht der Film, denn praktisch in jeder Minute kracht und rumpelt es in unglaublich gut gemachten Bildern. Die Zerstörung der Erde war noch nie so schön.

Die Figuren sind alle aus dem Stereotypen-Buch entsprungen, die Handlung aus diversen bekannten Teilen zusammengeklebt. Aber damit hält man sich besser nicht zu lange auf.

Das Ende dann, kitsch und Hollywood.

:liquid7:
22.08.2011 - Plastikman (Zürich)
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Beitrag von Seemi » 29.12.2009, 19:45

Siehe Tagebuch:
Der Roland hat mal wieder fast die Welt vernichtet. Leider greift er dazu nur auf altbewährtes zurück. Forscher denen niemand glaubt, Geheimprojekte und Familiendramen. Zwar gilt die Story von der Heldenwanderung als der Klassiker schlechthin in Hollywood, aber hier zieht es einfach nicht. Alle Motive wiederholen sind mindestens zweimal. Nicht nur der aufbrechende Boden direkt hinter den Protagonisten, sondern auch der tragische Held, der von Urgewalten erschlagen wird (Harrelson und der Inder) und die Menschlichkeitsansprachen. Die Effekte sind zwar gut, die entsprechenden Szenen wirken aber trotzdem meist wie eine Spielsequenz. Das einzig wirklich lustigen Momente hatte eigentlich Harrelson, vieles andere wirkte meist schon äußerst makaber, siehe die beiden Rentnerinnern, die Curtis mit der Limousine vor sich herscheucht. Zudem nerven die erzwungenen tragischen Momente und die Logiklöcher (man nehme nur das Handytelefonat, nachdem die ganze Kommunikation auf der Erde zusammengebrochen ist und die Koninentalplatten sich verschieben). Dennoch passen die Darsteller, der Score und das restliche Handwerk.
5 von 10
Lieber nochmal Independance Day schaun.
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Beitrag von SFI » 09.01.2010, 08:00

2012

Um es vorweg zu nehmen, 2012 ist eine kleine Enttäuschung. Es ist ja mittlerweile üblich, dass Blockbuster Ware oftmals mit einer seichten Story aufwartet, was aber hier geboten wird ist eine Frechheit und eine Kriegserklärung an den menschlichen Verstand. Da präsentiert uns Roland eine Baukasten Klischee Familie wie man sie in Autorenschule wohl in der 1. Stunde unterrichtet. Platt wie eine Flunder, inflationär eingesetzt wie der Dollar und langweilig wie noch nie zuvor. Zu allem Übel kombiniert man das Ganze noch mit einer Russen Familie und spart selbst bei der übertriebenen Synchro meines Lieblingskroaten nicht mit Klischees. Dazu gesellen sich noch 2 fette Twins, eine doofer Möder und eine Silikonschlampe, die natürlich auch nicht ganz koscher ist. Der Ersatz Papa macht dann auch das einzig richtige, damit er geschiedene Papa wieder in die Arme seiner Ex fallen kann. Lässt man kurzerhand einmal „ID4“ Revue passieren, geht über zu „Der Patriot“ und schwenkt dann um zu „The Day after Tomorrow“, erkennt man ganz schnell, dass die Charakterzeichnung von Film zu Film immer mieser wird und das will was heißen.
Die FX-Shots können sich hingegen auf jeden Fall sehen lassen, die Spannung ist mäßig und spätestens wenn Roland Wolfgang kopiert und man auf der “Poseidon“ also auf der Arche Unterwasser Rettungsaktionen unternimmt wird es langweilig. Roland schafft es zu keinem Zeitpunkt Emotionen zu transportieren, selbst das Ende lässt mich persönlich halt. Ich bin mir sicher mit einem Michael Bay als Regisseur hätte der Film massiv anders ausgesehen. Vielleicht hätte Roland vorher noch einmal „Armageddon“ gucken sollen, so transportiert man Emotionen, so bettet man den Score in Bilder ein und so inszeniert man witzige Momente. Mit Kinobonus reicht es deshalb gerade mal für:

:liquid6:
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Beitrag von Vince » 27.03.2010, 17:25

Vergleichsweise lahmes und lärmendes Katastrophenfilm-Event, bei dem überdeutlich wird, dass es langsam eine Übersättigung gibt an Bildern, in denen symbolisch bedeutsame Gebäude in die Luft gehen. Liegt sicherlich auch an der typischen Besetzung, wie man sie ständig in Emmerich-Filmen zu sehen bekommt: ein bekannter, aber verhältnismäßig uncharismatischer Hauptdarsteller (Matthew Broderick - Godzilla, Dennis Quaid - A Day After Tomorrow, jetzt John Cusack), etwas bekanntes Darstellergemüse drumherum, pathetische Liebesbekundungen zwischen Liebespaaren und - noch viel häufiger - Verwandten, Mikro- vs. Makroperspektive (ein paar Leute töten, um Tausende zu retten - yay or nay?), episodenweise dann das, was der einzige Grund ist, weshalb man sich so nen Schmand anschaut: die Effekte. Die beginnen grandios (obwohl versäuert durch so tolle Dialogzeilen wie "Ich spüre einen Graben zwischen uns" und kurz darauf bildet sich ein Graben zwischen ihnen), flachen dann aber ab und sind im Arche-Finale ähnlich kaltlassend wie die Effekte im dritten "Fluch der Karibik". Für einmal ganz ok, dann wirds aber zu blöde.
:liquid4:

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