Cop Out

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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John_Clark
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Cop Out

Beitrag von John_Clark » 10.10.2010, 22:12

Cop Out

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Originaltitel: Cop Out
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Kevin Smith
Darsteller: Bruce Willis, Tracy Morgan, Seann William Scott, Kevin Pollak, u.a.

Ich konnte "Cop Out" lange vermeiden. Zu vernichtend waren viele Kritiken. Kann denn ein Kevin Smith-Film so schlecht sein?

Inhalt:
Die Detectives Jimmy Monroe und Paul Hodges haben ihre Waffen auf einen gnadenlosen Killer gerichtet. Bei drei wollen sie schießen. Aber halt, bedeutet das 1..2... und dann schießen? Wenn sich Action-Star Bruce Willis und Comedy-Ass Tracy Morgan zu Brooklyns liebenswert-zänkischem Buddy-Cop-Duo vereinigen, treffen Schläge hart und Lacher härter. Kevin Smith inszenierte dieses grobe, durchgeknallte Treiben, bei dem die Jungs einer gestohlenen 1952er-Baseball-Sammelkarte hinterherjagen. (Jimmy braucht sie, um damit die Hochzeit seiner Tochter zu finanzieren) und dabei in einen gefährlichen Drogen-Krieg geraten.

Kevin Smith, pack sofort deine Koffer, geh zurück nach Red Bank, ruf deine Freunde Ben Affleck, Matt Damon, Jason Mewes und Jason Lee an, schnapp dir einige Sixpacks und film dich und deine Kumpels beim Saufen, dabei hätten wir Zuschauer definitiv mehr Spass als bei "Cop Out".

Man darf Kevin Smith zugute halten, dass dies seine erste Auftragsarbeit überhaupt war und dass er das Script nicht selbst verschuldet hat. Warum er die Regie für "Cop Out" überhaupt übernommen hat, weiss wohl auch er selbst nicht so recht. Vielleicht die Chance für Warner Bros. zu arbeiten? Oder Bruce Willis als Hauptdarsteller im eigenen Palmares zu haben? Das Resultat ist jedenfalls eine äusserst fade Angelegenheit...

Bruce Willis wirkt in "Cop Out" wie ein Fremdkörper. Viele Kritiken schrieben ihm eine Unlust zu Spielen zu, was ich so nicht sehe. Eher wirkt Willis komplett unschlüssig, wie er seine Rolle spielen soll, was aber auch am Ton des Films liegen mag, liegt "Cop Out" zwischen Komödie, Actionkracher, Scheidungsdrama, Thriller, Familienfilm... alle Genres werden irgendwie gestreift. So wirkt auch Willis' Acting. Er kann seine Rolle nicht konsequent durchziehen und wirkt deswegen langweilig. Sein Filmbuddy Tracy Morgan unterbietet jedoch alles und bringt den Zuschauer mit seiner Eddie Murphy-Hommage an den Rande des Wahnsinns. Er ist nicht witzig. In keinster Weise. Seann William Scott, wir kennen ihn noch als Stifler, kann mit seinem Humor aus der untersten Schublade auch nicht punkten und scheint ebenfalls in einer kleineren Karrierenkrise zu stecken.

Die wenigen Pluspunkte: Der Film hat für eine Komödie einen guten Härtegrad. Und einige wenige Szenen sind nett. That's it.

Fazit: Die Filmerfahrung "Cop Out" ist vergleichbar mit einem geplatzten Kondom. Hätte nie passieren dürfen.

:liquid3:

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Beitrag von SFI » 11.10.2010, 06:29

Erwartet hatte ich ein typisches Buddy Movie mit einigen netten Actioneinlagen und vielen coolen Sprüchen. Nach dem Streifen muss man den Drehbuchautoren von Transformers einen Oscar aussprechen, denn Cop Out hat das schlechteste Drehbuch aller gesehenen Filme der letzten Jahre. Tracy Morgan ist zum Abgewöhnen, seine übertriebene Darstellung ist so schlecht, dass sich einem der Magen umdreht. Mehrmals guckte mich meine Freudin ungläubisch an und auch ich wußte oft nicht, was das gerade wieder sollte. Zum Glück für Kevin Smith, dass er nicht für das Drehbuch verantwortlich war, denn sonst hätte ich ihm trotz seiner vergangenen Filme jegliches Talent abgesprochen. Bruce Willis hat keine Chance dem miesen Film seinen Stempel aufzudrücken und bleibt ebenfalls blass. Absoluter Dreck.

:liquid2:
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Beitrag von Cinefreak » 11.10.2010, 08:16

oha...sooooo grottig??? dann spar ich mir den erstmal, reicht ja, wenn zwei Leute umsonst geld ausgeben :lol: :roll:
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Beitrag von C4rter » 11.10.2010, 08:39

Also Tracy Morgan geht, zumindest im O-Ton, auf jeden Fall klar. An Nervkönig Eddie Murphy kommt er zum Glück nicht ran. Insgesamt ist der Film auch ganz okay.

Review vom 07. Juli 2010:

Als ich das erste Mal von "Cop Out" erfuhr war ich recht angetan. Die von Kevin Smith schon lange angekündigte Zusammenarbeit mit Bruce Willis trug endlich Früchte. Doch schnell machte sich wieder Ernüchterung breit. Das Drehbuch ist nicht von Smith selbst und Willis wurde von Warner vorgeschlagen, hat das Projekt also nicht zusammen mit Smith ausgearbeitet. Smith wird zum Auftragsarbeiter für Warner? Ich hoffe das wird nun keine Regel sondern bleibt die Ausnahme.
"Cop Out" sieht sich als eine Art Hommage an 80s Buddy-Movies. Als Buddy-Cop-Duo stehen Bruce Willis und Tracy Morgan vor der Kamera. Willis ist, auch wenn seine Rollenauswahl der letzten Jahre eher zu Wünschen übrig ließ, meist eine sichere Bank(auch wenn er hier teils sehr lustlos wirkt). Tracy Morgan hingegen nervte mich schon des Öfteren in den 4 Staffeln "30 Rock". Er spielt seine Rollen meist überdreht und abgehoben, einfach nicht nach meinem Geschmack. Für "Cop Out" wurde er wahrscheinlich aufgrund der offensichtlichen Parallelen zu Eddie Murphy gecasted, ein Schauspieler den ich aus ähnlichen Gründen schon nie besonders leiden konnte. Doch Morgen wirkte im Trailer definitiv viel störender als letztendlich im Film, in welchem er sich mit dem allzu überdrehten Schauspiel doch eher zurückhält.
Das Hauptproblem von "Cop Out" sind auch gar nicht die Schauspieler, es ist vielmehr das sehr bemühte doch leider recht schwache Drehbuch. Für eine Buddy-Movie-Hommage bzw. Filme im allgemeinen, reicht es nicht aus in einer Szenen einfach Minutenlang Filmzitate aus Dutzenden Filmen zu bringen. Das wirkt nicht wie eine schöne Hommage sondern nervt auf der anderen Seite schon nach kurzer Zeit, weil hier einfach nur lustlos runtergespult wird. "Hot Fuzz" hat 2007 eindrucksvoll bewiesen, wie eine solche Hommage wirklich auszusehen hat. Mit viel Liebe wurde von Actionfans bzw. Leuten die sich enormes Wissen über diese Filme angeeignet haben, ein wahres Fest für Freunde des exploionshaltigen Films abgeliefert. Doch davon ist "Cop Out" leider weit entfernt.
Das Drehbuch ist zwar definitiv besser geschrieben als in "Date Night", funktioniert also auf der Story-Seite zumindest größtenteils recht gut und hat neben den Hauptdarstellern z.B. mit Seann William Scott auch noch einen weiteren recht witzigen Charakter, aber beim Humor und den Actionszenen wurde sich, wieso auch immer, vornehm zurückgehalten. Gerade für eine Hommage an Filme wie "Lethal Weapon" sind die Actionszenen bis auf den recht duften Showdown einfach zu schwach und zu selten . Das homogene Ganze aus harter Action und beißendem Witz, was Buddy-Movies meist auszeichnet, kommt hier zu selten zur Geltung.
So bleibt "Cop Out" am Ende kein wirklich schlechter Film. Zwar hat er offensichtliche Schwächen, die ihn nie in Sphären eines "Hot Fuzz" vorstoßen lassen und man erkennt fast nie das Kevin Smith hinter der Kamera stand, aber der Film hat auch seine guten Seiten, wie den netten Showdown und das manchmal ganz gelungene Spiel mit Klischees. Auch gefällt die Chemie zwischen dem ungleichen Hauptdarstellergespann in den meisten Szenen. Die wenigen vorhanden Gags treffen außerdem zumindest meist ins Schwarze. Insgesamt wäre mit einem ordentlichen Drehbuch das mit dem Herzen dabei ist aber einiges mehr drin gewesen.

:liquid6:

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Beitrag von freeman » 11.10.2010, 08:55

Hatte ich nach dem Kinobesuch einen schönen Verriss geschrieben, den es mir dann zerschreddert hat. Word hatte an dem Tag wohl nen Herz für Bruce. Saß vollkommen gelangweilt in Cop Out. Kein Gag zündete, keiner! Bruce wirkt, als stünde er neben sich oder als wurde er engagiert, um Tracy Morgan zuzuschauen. Der ist nicht gar so überspannt wie erwartet, hat aber auch nicht wirklich gute Momente abbekommen. Die Geschichte ist kompletter Müll, der Bösewicht eine Pussy vor dem Herren und der Showdown ein Kniefall des Unvermögens. Auweija ... Das Einzige, was wirklich rockte, war der Score ... und selbst den will man heute so eigentlich net mehr in neuen Filmen hören :lol:
:liquid3:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Cinefreak » 27.11.2010, 16:36

lol..wahrscheinlich ist John_Clarks KOndomvergleich noch das beste und vermutlcih besser als dieser Film :lol:
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Beitrag von Alrik » 27.11.2010, 17:16

Allerdings war die Szene am Anfang mit den Filmzitaten voll cool XD
Am besten, wie Willis seinen eigenen Film Die Hard nicht erkennt ^^
"Rourke vor Gericht bringen? Ja sicher...und wenn ich dieses Wunder vollbracht hab schlage ich Gott K.O."

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Beitrag von C4rter » 27.11.2010, 17:35

Alrik hat geschrieben:Allerdings war die Szene am Anfang mit den Filmzitaten voll cool XD
Am besten, wie Willis seinen eigenen Film Die Hard nicht erkennt ^^
Das war echt das beste ja :lol:

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Beitrag von McClane » 28.11.2010, 11:10

Gerade die Verhörszene fand ich echt platt und mit dem Holzhammer gemacht... das mit dem "Die Hard"-Zitat war echt das einzig witzige an der Szene. Ich schrub im April:

Gestern Abend in der PV gewesen, nach den Sneakkommentaren schon mit gesenkter Erwartung, so lustig ich die Trailer auch fand. War auch ganz gut so, denn einige der besten Szenen sind schon dort zu bestaunen. Ich musste zusätzlich noch die deutsche Synchro über mich ergehen lassen, die nicht ganz so desaströs wie die von "Zack & Miri" ist, aber trotzdem wohl einiges an Witz killt. Der Film schwankt zwischen Parodie auf und Hommage an das Buddymovie, kann sich aber nicht so ganz entscheiden, was er denn nun sein will, und oft ist das Dauerfeuer an Filmzitaten zu viel - gerade beim inflationären Einsatz in der Verhörszene zu Beginn. Die meisten Darsteller (Willis, Morgan, Scott, Pollak, Brody, Lee, Trachtenberg) sind allesamt echt gut und spielen ihre Paraderollen, doch leider bleibt der Film inhomogen. Das Ganze wirkt episodenhaft, wodurch die eh schon nicht preisverdächtige Geschichte noch ein Stück uninteressanter wird, und man (je nach Qualität der jeweiligen Passage) mehr oder minder gut unterhalten wird. Es freut mich, dass Smith nicht nur stagniert, sondern mal was anderes als seinen typischen Rumhängerfilm gemacht ("Zack & Miri" schmorte doch etwas sehr im eigenen Saft) und leider ist es doch sein bisher wohl schwächster geworden.

:liquid5:

Könnte in der OV noch etwas raufgehen, hatte bisher noch keine Muße für eine Zweitsichtung.
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Beitrag von Vince » 10.08.2011, 09:54

Es fällt mir schwer, überhaupt was Gescheites zu diesem Film zu schreiben. Smith schmeckt man an den Fäkalausdrücken und dem Soundtrack raus, alleine aber schon die unglaubliche Plattheit, mit der die Filmzitate eingestreut weden, machen weiterführende Parallelen zunichte. Nicht, dass Smith sonst ein Feingeist wäre, aber schaut man sich mal die Herr-der-Ringe-vs.-Star-Wars-Szene aus "Clerks II" an, wird der Grand Canyon des komödiantischen Niveaus sichtbar, der zwischen "Cop Out" und anderen Filmen der Marke Smith liegt. Es ist zwar sichtbar kein stinknormales, konventionelles Buddy Movie, sondern etwas, das offensichtlich mehr sein wollte als das. Aber das ist eben mal gründlich misslungen, Shit Happens.
:liquid3:

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Beitrag von Cinefreak » 01.04.2012, 22:17

Habe den auch lange gemieden. Ich versuche mal, es schnell auf den Punkt zu bringen:
Für einen Kevin Smith-Film, zudem mit Bruce Willis, zudem eine Actionkomödie mit Cop-Hintergrund, ist der Film eine echte Enttäuschung. Definitiv hat er nette Szenen, wie z. B. den Anfang mit den überdrehten Filmzitaten, danach lässt er aber massiv nach.
Das zweite Problem ist, dass man des öfteren denkt, wo kenn ich das jetzt her...so wurde ja irgendwie auch NIX ZU VERLIEREN beklaut, oder? - Dritte und wohl gravierendste Problem des Ganzen: Der Film ist irgendwie nicht Fleisch und nicht Fisch. Für eine Komödie gibt es einfach zuviel Flachwitz und zuviel Leerlauf, für einen richtigen Actioner sind drei, zudem auch nicht übermäßig spektakuläre Actionszenen bei rund 100 Minuten Nettospielzeit einfach...wie sag ichs mal..."dünn...fast gar nichts"....;)

So fühlt man sich denn streckenweise gut unterhalten, während man an anderen Stellen denkt, wie, das soll lustig sein?! ist der Witz für Dreijährige?! ;)

Wertungsmäßig sehe ich den Streifen ähnlich wie Carter.

:liquid5:,5 bis eine sehr knappe :liquid6:
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