Lockout

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Lockout

Beitrag von C4rter » 26.04.2012, 08:23

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Originaltitel: Lockout
Herstellungsland: Frankreich/ USA
Erscheinungsjahr: 2012
Regie: James Mather, Stephen St. Leger
Drehbuch und Produktion: Luc Besson
Darsteller: Guy Pearce, Maggie Grace, Peter Stormare, Joseph Gilgun, Vincent Regan, Lennie James, Bojan Peric, Jacky Ido, Anne-Solenne Hatte, Tim Plester, Marko Janjic, Yan Dron

Wäre mit dem Setting mehr drin gewesen? Auf jeden Fall! Macht das gezeigte trotzdem Spaß um 95 Minuten zu unterhalten? Aber sicher doch!
Zwar vertrödelt das Regie-Duo zu Beginn zu viel Zeit, was, wie sich später herausstellt, wohl aus dem Grund geschah, dass die Ideen auf der Raumstation auch bald ausgehen, aber „Lockout“ gefällt mit seiner schnoddrigen Art und dem tollen Setting. Denn: Sci-Fi-Actioner gibt es einfach viel zu wenige!

:liquid7:

Lest hier das gesamte Review

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Beitrag von kami » 26.04.2012, 09:25

Danke für die recht verheißungsvolle Rezi, wird hoffentlich ein großer Spaß im Kino.
BTW, gibts im Weltraum eigentlich nur Indoor-Action oder gehts auch mal raus aus der Station?

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Beitrag von StS » 26.04.2012, 10:27

In der Kritik fehlt auf jeden Fall noch der Verweis gen "Fortress 2". Klingt nett, wird aber erst daheim auf BluRay gesichtet. Herr Pierce ist eh seit jeher eh ne coole Socke - auch wenn er zwischen seinen starken Projekten immer mal Filme wie "Lockout" oder "Seeking Justice" raushaut... :wink:

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Beitrag von C4rter » 26.04.2012, 20:01

kami hat geschrieben:BTW, gibts im Weltraum eigentlich nur Indoor-Action oder gehts auch mal raus aus der Station?
Im Weltraum gehen ein paar kleine Raumschiffe drauf, aber wirklich viel geht da nicht. Personen-Action gibts draußen eher keine.

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Beitrag von SFI » 27.04.2012, 07:23

Leider war ja im Vorfeld trotz des coolen Trailers nicht mehr zu erwarten. Es ist halt immer die gleiche runtergekurbelte Soße, nur mit anderen Settings. Vom Prinzip hätte hier auch Statham mitspielen können. :lol:
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Beitrag von kami » 27.04.2012, 08:39

SFI hat geschrieben:Leider war ja im Vorfeld trotz des coolen Trailers nicht mehr zu erwarten. Es ist halt immer die gleiche runtergekurbelte Soße, nur mit anderen Settings. Vom Prinzip hätte hier auch Statham mitspielen können. :lol:
Ach komm, red's dir doch nicht künstlich schlecht, du willst es doch auch mögen!

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Beitrag von freeman » 27.04.2012, 08:45

So kann der Film dann aber nur knallen ;-) Der Timo ist schon ein Fuchs!

In diesem Sinne:
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Beitrag von LivingDead » 27.04.2012, 10:09

Jip, wie beim Abi, der Timo. Davon ausgegangen durchgefallen zu sein, um sich dann drüber zu freuen, doch 5 Punkte abgegriffen zu haben. :lol:
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von SFI » 27.04.2012, 15:08

:lol: Nun das war gar nicht meine Intention. Klar wird mir der Streifen gefallen, meine Aussage bezog sich eher darauf, dass a) mein Anspruch von Natur aus nicht hoch ist, denn objektiv betrachet ist es solide Stangenware, die ich wieder feiern werde und b) dass selbst ein Zutatenmix das immer gleiche durchschnittliche Fließbandprodukt zu Tage fördert. :wink:
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Beitrag von freeman » 12.05.2012, 17:31

Gesichtet und für nett aber auch ein wenig enttäuschend befunden. Der erste Irritationspunkt kommt gleich zu Beginn und heißt Verfolgungsjagd. Ich glaube, JEDES PS 2 Spiel hat eine bessere Grafik als dieser wirre, total unübersichtliche Bildersalat, bei dem man echt das Gefühl hat, der Cutter suchte am Ende nur nach halbwegs brauchbaren Einstellungen, die man irgendwie nutzen kann. Dazu ist das Bild hier ultra verwaschen. Dass Besson sich nach dem Transporter 2 Beinschuss echt nochmal trauen würde, einem so eine unfertige Produktion vor die Füße zu rotzen, hätte ich nicht geglaubt. Und imo sind alle Effektszenen auf dem gleichen, vollkommen unbedarften, irgendwie aus der Zeit gefallenen Rahmen. Auch die Raumschiffeffekte, die schwer nach Modelltricks aussehen, enttäuschen durchweg mit mangelnder Detailfreude. Der einzige Moment, wo den Regiehanseln etwas optisch Reizvolles eingefallen ist, ist der Vorspann (sprich Verhör plus dabei auftauchende Schrift), danach regiert der Durchschnitt. Handlungstechnisch ist es eben Die Klapperschlange im All. Wobei der Schauplatz letztlich vollkommen egal ist und maximal in ein zwei Szenen wirklich genutzt wird. Und dann plätschert das Ganze einfach nur vor sich hin. Es gibt keinen einzigen Höhepunkt im Verlauf von Lockout. Dass der Film einen nicht zu Tode langweilt, liegt an dem brillant aufgelegten Guy Pearce, der wirklich einen besseren Einstand als Actionheld (also das Drumherum betreffend) verdient hätte, denn ihm steht der dauerfrotzelnde Durchschnittsheld super! Zumal Lockout seine Figur auch durchgängig als großklappiges Wiesel anlegt, das weniger durch Actionmanqualitäten als vielmehr durch das Vermögen besticht, sich durchzuwurschteln. Im Großen und Ganzen hätte Universum den Film auch DTV schicken können und keiner hätte sich beschwert ...
:liquid5:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 12.05.2012, 17:50

Oha, mir schwant Durchwachsenes, ich bin am Montag drinne...

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Beitrag von SFI » 13.05.2012, 06:56

Hatte mich eh schon gefragt wie bei dem Budget (afaik 20 Mille) noch fette Weltraum FX möglich sind.
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Beitrag von C4rter » 13.05.2012, 09:34

SFI hat geschrieben:Hatte mich eh schon gefragt wie bei dem Budget (afaik 20 Mille) noch fette Weltraum FX möglich sind.
"Cargo" hatte weit weniger Budget (4,5 Millionen Franken) und hatte gute Effekte. Und ich hatte an den Weltraum-FX in Lockout rein gar nix auszusetzen.

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Beitrag von StS » 13.05.2012, 10:14

Hinsichtlich der Sache mit der Verfolgungsjagd: Der Stil (Quali etc.) scheint auch mit der "Handschrift" bzw. Herangehensweise der Regisseure in Verbindung zu stehen, denn bereits ihr Kurzfilm "Prey Alone" hat ähnliche Sequenzen aufzubieten:

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... cw4OepTDUY

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Beitrag von tech-c » 13.05.2012, 10:27

C4rter hat geschrieben:
SFI hat geschrieben:Hatte mich eh schon gefragt wie bei dem Budget (afaik 20 Mille) noch fette Weltraum FX möglich sind.
"Cargo" hatte weit weniger Budget (4,5 Millionen Franken) und hatte gute Effekte. Und ich hatte an den Weltraum-FX in Lockout rein gar nix auszusetzen.
Kann man nur schwer miteinander vergleichen, denn die Produktionsbedingungen (alleine schon der Zeitraum) waren weit andere. Ansonsten waren die Effekte zwar in Anbetracht des Budgets gut, aber auch immer als Computeranimation etwa wie aus einem Game zu erkennen. Alleine schon die Raumstation zu Beginn war dahingehend "unwirklich". Wenn die FX bei solch einem Film wie in Cargo sind, dann sind sie Schund.
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Beitrag von C4rter » 13.05.2012, 11:09

Na bei Zuschauern wie euch muss man sich zumindest nicht wundern, dass das Sci-Fi Genre fast tot ist.
Wenn ihr bei den Effekten schon meckert ist klar das niedriger bugetierte Serien wie "Battlestar Galactica" oder vergleichbare Filme nur wenig Chancen haben.
Solange ein Film wenigstens mal wieder im Weltraum spielt ist mir eigentlich fast egal wie die Effekt aussehen. Und so wie in Lockout ist schon gehobene Genre-Klasse heutzutage finde ich.

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Beitrag von SFI » 13.05.2012, 14:15

Naja ganz so schlimm ist es ja wohl nicht. Ich bin zwar durchaus kritisch (was ich mir als Trekkie auch erlauben darf :lol: ), meide aber SciFi nicht aufgrund durchschnittlicher Effekte... ja gucke selbst Dr. Who. :lol:
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Beitrag von C4rter » 13.05.2012, 14:19

SFI hat geschrieben:Naja ganz so schlimm ist es ja wohl nicht. Ich bin zwar durchaus kritisch (was ich mir als Trekkie auch erlauben darf :lol: ), meide aber SciFi nicht aufgrund durchschnittlicher Effekte... ja gucke selbst Dr. Who. :lol:
:lol: Okay, das ist sehr löblich.

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Beitrag von kami » 14.05.2012, 09:17

tech-c hat geschrieben: Kann man nur schwer miteinander vergleichen, denn die Produktionsbedingungen (alleine schon der Zeitraum) waren weit andere. Ansonsten waren die Effekte zwar in Anbetracht des Budgets gut, aber auch immer als Computeranimation etwa wie aus einem Game zu erkennen. Alleine schon die Raumstation zu Beginn war dahingehend "unwirklich". Wenn die FX bei solch einem Film wie in Cargo sind, dann sind sie Schund.
Mich kotzt diese Einstellung irgendwie an. Bloß weil man einen Effekt als solchen erkennt, was bei Weltraumszenen irgendwie fast nicht zu vermeiden ist, heißt das doch noch lange nicht, dass er Schund ist. Diese unsinnigen Perfektionsansprüche mancher Filmfans treiben die Kostenspirale wahrscheinlich ähnlich nach oben die die unsinnig hohen Star-Gagen. Da muss man sich nicht wundern, dass im SF-Bereich nur wenig und fast nur glatter Mainstream kommt.
Und ja, die Raumstation bei CARGO sah etwas künstlich aus, aber dennoch sehr schön. Von einem Effektdesaster wie in TRANSPORTER 2, mit dem Freeman die LOCKOUT-Effekte ja verglichen hat, ist das um Klassen entfernt. Insofern wäre mir CARGO-Niveau durchaus recht.

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Beitrag von tech-c » 14.05.2012, 09:21

Der Schund bezog sich auf die Qualität in Relation des Budgets. Wenn ein Amateurfilm es schon schafft eine gewisse Qualität zu zeigen, dann erwarte ich das auch von einer Kinoproduktion. Kann sie das nicht, dann wurde nicht richtig gewirtschaftet. :lol:
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Beitrag von freeman » 15.05.2012, 08:53

Mei, von einem Effektdesaster habe ich btw. nix gesagt. Ich schrieb, dass die CGIs in meinen Augen unfertig wirkten, dem Film also vielleicht ein Monat mehr Produktionszeit für die FX sehr gut getan hätte. Und Stefan hat doch einen Beleg geliefert, dass die Verfolgungsjagd vielleicht genauso geplant war. Kann doch sein. Aber ICH kann mir halt kaum vorstellen, dass diese Szene jemand großartig als gelungen umschreiben würde. Zumal sie auch ziemlich lieblos eingeleitet, durchgezogen und abgeschlossen wird. Und die Weltraum FX funktionieren! Habe auch da nie was anderes behauptet, ABER im Vergleich zu manch anderem Film, der sein Setting auch ernst nimmt! sind sie eben etwas lieblos geraten und wirken alles mögliche, nur net up to date. Die 5 Punkte resultieren aber definitiv net nur aus irgendwelchem FX Gemoser, da störte mich das höhepunktlose Abgenudel der Story und die arg inspirationslose Umsetzung viel mehr!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 15.05.2012, 09:57

Bei diesem Film ist die SFX-Diskussion sowieso ziemlich obsolet, denn er setzt ja ganz offensichtlich auf Innensets. "Lockout" ist kaum mehr als "Stirb Langsam" in Space. Da grunzt sich ein weiterer, aber gelungener John-McClane-Anachronismus (Stichwort Zigarette), der hin und wieder in Jack-Sparrow-Manierismen verfällt, gelangweilt-amüsiert durch enge Gänge und Schächte. Seine Oneliner verteilt er nach dem Streuprinzip, wobei manche etwas zu bemüht wirken und verenden (kann aber auch an der Synchro liegen), während recht viele ins Ziel treffen - einem wirklich coolen Guy Pearce zum Dank. Mit ihm steht auch erst der ganze Film, denn das an "Die Klapperschlange" angelehnte Drehbuch reißt leider gar nichts und meint, am Ende mit großem Auflösungs-Blabla noch was retten zu können, und die typisch schrägen Besson-Baddies (Psycho-Punks in orangefarbenen Knastklamotten - typische 90er-Besson-Attitüde) gereichen gerade noch dem Anspruch eines zweckerfüllenden Stereotyps. Das Einzige, was an "Lockout" funktioniert, ist also alles, was mit Pearce in Zusammenhang steht, wobei besonders die fast unmerklich vollzogene Öffnung der Figur (die Thematisierung seiner Höhenangst etwa und das gleichzeitige Überspielen selbiger) Spaß macht, weil sie der coolen Sau - ähnlich wie bei McClane - Menschlichkeit verleiht. Und im Gegensatz zu "Fluch der Karibik" ist es hier nicht nötig, den Vater als Überraschungsgast einzubauen, um so zu erklären, wieso die Figur so tickt, wie sie tickt - da reicht ein schlichter Nebensatz über den "alten Herrn".
Kein Film, den man im Kino gesehen haben muss, aber im Heimkino wird das gut funktionieren.
:liquid5: (Tendenz zur 6)

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Beitrag von freeman » 16.05.2012, 08:25

:26

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 21.07.2012, 09:01

Ich kann Vince und freeman nur zustimmen. Die einzige wirklich einprägsame Actionsequenz ist die im Hotelzimmer mit anschließender Dachflucht, ehe das Ganze dann in buntem PC-Spiel-Gewirr-Salat untergeht. Gerade im Actionbereich enttäuscht "Lockout" etwas: Die meisten Actionszenen sind schnell vorbei und ebenso schnell wieder vergessen, übermäßig oft geht es auch nicht zur Sache, aber immerhin gut über den Film verteilt. Leider bleiben fast alle Figuren relativ profillos, selbst der Held ist eine reine Oneliner-Maschine, die - wie von Vince schon angemerkt - teilweise etwas bemüht läuft, gerade die Baddies sind eine Enttäuschung: Einigermaßen charismatische Hackfressen haben sie ja, aber was sie wollen, was ihr Hintergrund ist usw., nix ist zu finden. Noch dazu haben sie kaum Konfrontationen mit dem Helden, der keinen einzigen Hauptschurken umbringt (die sterben durch eigene Leute oder eine Explosion - enttäuschend). Dafür ist der Film immerhin recht stimmig inszeniert, die Weltraum-FX gehen IMO total in Ordnung (im Gegensatz zur PC-Spiel-Verfolgungsjagd) und der Film ist immer nicht ganz ernst in Szene gesetzt (Ironie sieht aber anders aus). Trotzdem, ein saublöder Film, der zugibt, dass er ein saublöder Film ist, ist halt immer noch saublöd, Guy Pearce als cooler Motherfucker spielt solide, scheint sich aber den ganzen Film über anspruchsvollere Rollen für die nächsten Projekte zu wünschen, während der Psycho unter den beiden Haupt-Baddies voll in den Overacting-Kasperletheater-Modus schaltet. Aber guter Support durch Lennie James und Peter Stormare ist vorhanden und Vincent Regan als weiterer Haupt-Baddie hat Ausstrahlung.

Knappe :liquid5:
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Beitrag von Orco » 21.07.2012, 22:43

Hat mich gut unterhalten, deshalb gibts auch eine :liquid7:
Und wenn sich deine Schulter bewegt, dann seh ich das.

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