Final Call

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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McClane
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Final Call

Beitrag von McClane » 21.10.2012, 09:16

Final Call

Bild

Originaltitel: Cellular
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: David R. Ellis
Darsteller: Chris Evans, Kim Basinger, Jason Statham, William H. Macy, Jessica Biel, Richard Burgi, Noah Emmerich, Matt McColm, Lin Shaye, Robert Shaye, Eric Christian Olsen, Al Sapienza, Greg Collins, Lauren Sanchez, Lara Romanoff, Bobb'e J. Thompson u.a.

Mit „Final Call“ geht Larry Cohens (bisher unvollendete) Telefon-Trilogie nach „Nicht auflegen“ in die zweite Runde, obwohl die Filme inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.
Ryan (Chris Evans) ist ein echter Sunnyboy, der nichts anbrennen lässt. Lediglich seine Ex-Freundin Chloe (Jessica Biel) kann ihn aus der Fassung bringen, da er sie immer noch liebt, sie ihn aber für zu kindisch hält. Um ihr zu beweisen, dass er Verantwortung übernehmen kann, will er sich wie sie für die „Heal the Bay“-Initiative einsetzen und springt ins Auto, um für eine Veranstaltung benötigte T-Shirts abzuholen. Ryan ist zwar teilweise dreist und großkotzig, aber doch irgendwie sympathisch, denn man kann fühlen, dass der Sunnyboy unter der Trennung leidet.
Auf einmal klingelt Ryans Handy. Am anderen Ende ist die Biologielehrerin Jessica Martin (Kim Basinger), die entführt wurde und mit Hilfe eines zerstörten Telefons diese eine Verbindung herstellen konnte. Leider weiß sie nicht, ob sie dies noch nicht mal hinbekommt und fleht Ryan nicht aufzulegen. Mit diesem Szenario beweist Larry Cohen ziemlichen Einfallsreichtum, denn die Idee ist wirklich mal was Neues in der Fülle von Thrillern.

An sich will Ryan das Handy nur an die Polizei weiterreichen, doch durch eine Serie unglücklicher Zufälle findet er dort keinen Ansprechpartner. Jessica bietet ihn, ihr trotzdem zu helfen und so versucht Ryan die Pläne der Entführer so gut es geht zu vereiteln…
„Final Call“ ist ein flotter und extrem spannender Thriller, der zügig in Fahrt kommt und über die komplette Filmlänge konsequent auf die Tube drückt. Ryan werden kaum Verschnaufpausen gegönnt und ständig muss er neue Aufgaben erfüllen – und wenn es nur das Besorgen eines Handy-Ladegeräts ist. So fesselt der Wettlauf mit der Zeit von Anfang bis Ende und es kommen nie Längen auf. Zudem erweist sich die Hintergrundgeschichte als sehr plausibel erdacht und wird dem Zuschauer auch nicht zu früh enthüllt. Doch bis das Geheimnis enthüllt ist, nimmt die Story noch diverse Wendungen, die den Zuschauer jedes Mal überraschen und so gut wie nie vorhersehbar sind.
Doch neben einer spannenden Story zeichnet sich „Final Call“ noch durch eine flotte Umsetzung aus: Der Soundtrack aus unaufdringlicher Rockmusik geht ins Ohr, die Optik ist schick und ein wenig Humor lockert das Geschehen stets zur rechten Zeit auf, z.B. wenn Ryan einen arroganten Porschefahrer in die Schranken weist oder einige Ordnungswidrigkeiten begehen muss, um Jessica zu helfen. Auch ein wenig Action wird geboten, wenn Ryan mit Vollgas durch die Stadt heizt, um den Entführern zuvorzukommen, oder sich gelegentlich kleine Auseinandersetzungen mit der Schlägertruppe liefert.

Doch ein wenig Kritik muss sich „Final Call“ auch gefallen lassen. So hat die Story leichte Anleihen bei „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ und sogar „Falling Down“, doch das stört nicht wirklich. Etwas schwerer wiegt jedoch die Tatsache, dass Freund Zufall immer so eingreift, dass die Geschichte in 90 Minuten passt. Bestes Beispiel wäre die etwas unglaubwürdige Verkettung von Ereignissen auf dem Polizeirevier, welche verhindert, dass schlicht und einfach die Polizei die Geschichte aufklärt. Doch das sind nur kleine Kritikpunkte, denn „Final Call“ ist ansonsten ebenso flott wie spannend und wartet mit auch mit glaubwürdigen Nebencharakteren wie dem dienstmüden Cop Mooney (William H. Macy) auf.
Auch die Besetzung von „Final Call“ ist absolut passend: Chris Evans gibt einen überzeugenden Helden ab, Kim Basinger bringt ihre beste Leistung seit „L.A. Confidential“ und Jason Statham ist die Idealbesetzung für den wortkargen, brutalen Chef der Entführer. William H. Macy kauft man den Cop nicht immer ab, aber meistens, während Jessica Biel an sich nur Staffage ist und kaum etwas zu tun hat. Die Nebendarsteller (u.a. Richard Burgi und Matt McColm) hingegen sind alle treffend besetzt.

„Final Call“ ist einer der besten Thriller der letzten Jahre, spannend, originell und temporeich. Da fällt das extreme Eingreifen des Zufalls an einigen Stellen nicht wirklich störend auf.

:liquid8:

Die deutsche DVD von Warner/New Line hat sehr gut ausgewähltes Bonusmaterial mit an Bord: Neben einer netten Auswahl entfallener Szenen gibt es einen Audiokommentar von David Ellis, Larry Cohen und Chris Morgan, ein Making Of und zwei interessante Hintergrundspecials (zur Bedeutung von Mobiltelefonen und zum Rampart-Skandal).
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Beitrag von Cinefreak » 21.10.2012, 10:40

schwächelt leider zum Ende hin, Connected hat für mich da einfach den runderen Eindruck gemacht und war auch sympathischer besetzt irgendwie, trotzdem ein ganz ordentlicher Film
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Beitrag von McClane » 21.10.2012, 14:31

"Connected" halte ich für reichlich missraten, wird eigentlich nur durch die beiden Autojagden vorm Totalausfall bewahrt, ist ansonsten aber nur eine künstlich verlängerte und total verkitschte Kopie des lockeren Originalfilms. Gerade als Freunde diverser Filme Benny Chans ("Who am I?", "New Police Story", "Invisible Target") war ich von dem Teil maßlos enttäuscht.
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Beitrag von SFI » 21.10.2012, 16:10

Cinefreak hat geschrieben:schwächelt leider zum Ende hin...
Meine Wertung:

Recht spannender und rasanter Thriller der zudem eine tolle Optik bietet. Negativ fallen einige Ungereimtheiten und MacGyver Spielereien sowie das eher schwache Ende auf.

:liquid7:
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Beitrag von kami » 22.10.2012, 13:54

Ich sehe CONNECTED auch um einiges besser, der bringt zumindest etwas Leben in das phlegmatisch erzählte Original, und die Action ist eh besser. Einer der besten Benny Chan-Filme.

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Beitrag von Wallnuss » 22.10.2012, 14:03

Hört sich ja wie die inoffizielle Fortsetzung von "Nicht auflegen!" an :lol:

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Beitrag von MasonStorm » 22.10.2012, 15:24

Ich schließe mich ebenfalls der "Connected ist bester" Fraktion an.

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Beitrag von McClane » 22.10.2012, 15:56

Wallnuss hat geschrieben:Hört sich ja wie die inoffizielle Fortsetzung von "Nicht auflegen!" an :lol:
Ist es gewissermaßen auch: "Nicht auflegen!" ist der erste Teil der Telefon-Trilogie, "Final Call" der zweite. Den dritten Teil hat Larry Cohen in den letzten 8 Jahren leider nicht auf die Kette bekommen.

Vielleicht fürchtet er nach "Connected" schrottige Asia-Remakes. :twisted: :twisted: :twisted:
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Beitrag von Sir Jay » 22.10.2012, 16:53

"Nicht auflegen" ist für mich ganz klar der Trilogie- und Genreprimus...einfach nur unerreicht 8-)

Final Fall mochte ich auch sehr, kommt aber nicht anz an die klasse von "nicht auflegen" ran

und connected kenne ichgar nicht :lol:

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Beitrag von StS » 22.10.2012, 17:39

"Messages Deleted" ist der dritte Film in der "Trilogie". :wink:

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Beitrag von freeman » 23.10.2012, 08:55

Also ich mag das Original mehr. Mir war Connected zu unpointiert und die Action fand ich für Benny Chan Verhältnisse eher schwach ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 23.10.2012, 09:39

StS hat geschrieben:"Messages Deleted" ist der dritte Film in der "Trilogie". :wink:
Ah, wusste ich noch gar nicht. Hab auch vorher noch nie was von dem Film gehört, aber werd den wohl mal zwecks Vervollständigung der Reihe gucken.
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