Jack Reacher + Kein Weg zurück

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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Jack Reacher + Kein Weg zurück

Beitrag von freeman » 21.12.2012, 08:18

Jack Reacher

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Originaltitel: Jack Reacher
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Regie: Christopher McQuarrie
Darsteller: Tom Cruise, Rosamund Pike, Robert Duvall, Jai Courtney, Richard Jenkins, Werner Herzog, James Martin Kelly, David Oyelowo, Alexia Fast, Michael Raymond-James u.a.

In seinem ersten Kinoeinsatz gerät Buchheld Jack Reacher in einen Fall, der mit einem brutalen Anschlag beginnt und bei den weiteren Ermittlungen unverhofft weite Kreise zieht. Spannender Actionthriller mit einem super aufgelegten Tom Cruise in der Rolle des übercoolen Helden.

:liquid7: und :liquid8:

Lest die Meinungen von freeman und McClane zum Film!

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Jack Reacher: Kein Weg zurück

Beitrag von StS » 21.12.2012, 09:25

Freeman sucht den Weg zurück:

Jack Reacher: Kein Weg zurück

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Originaltitel: Jack Reacher: Never Go Back
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: Edward Zwick
Darsteller: Tom Cruise, Cobie Smulders, Robert Knepper, Patrick Heusinger, Aldis Hodge, Sue-Lynn Ansari, Danika Yarosh, Holt McCallany, Julia Holt, Teri Wyble, Jason Douglas u.a.

Jack Reacher is back! Diesmal will er die Unschuld einer jungen Militär-Angehörigen beweisen, die brisante Daten auf einer Festplatte gesammelt haben und für das Scheitern einer Operation in Afghanistan verantwortlich sein soll. Der Fall wird erschwert durch das Auftauchen der Teenagerin Samantha, in der Jack Reacher seine Tochter gefunden zu haben glaubt.
:liquid7:

Zur "Jack Reacher: Kein Weg zurück" Kritik

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Beitrag von freeman » 21.12.2012, 10:16

StS hat geschrieben:Als treuer Leser der Romane ist das natürlich ein Kino-Pflichttermin - völlig unabhängig dessen, dass sich der beschriebene Reacher von der "physischen Erscheinung Toms" klar unterschiedet. Und dann noch Werner Herzog... 8-)
Der sich im Deutschen auch selbst synchronisiert, was seine Figur noch "seltsamer" macht.

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Beitrag von Vince » 03.01.2013, 14:00

Da stimm ich doch mal ein in den Chor. Bereits mit der eröffnenden Sniper-Sequenz ist man mitten im Geschehen und wird fortan nicht mehr herausgelassen: Schweres Atmen, eine Egoperspektive und ein Fadenkreuz, das scheinbar willkürlich die Ziele wechselt - wie in einem guten Hitchcock werden mit minimalen Mitteln Unmengen an Informationen für den Betrachter ausgestreut. Darauf basierend ergeben sich komplexe Ermittlungen, die den Film als Verschwörungsthriller voll auf Kurs halten; "Jack Reacher" wirkt in dieser Phase beklemmend, packend und sehr stilvoll.
Überraschenderweise bricht McQuarrie die dialoglastige, ernste Struktur aber spätestens ab Kneipenbesuch mit unerwarteten, eruptiven Humoreinlagen und plötzlichen Actionschüben. Wann immer der hyperaktiv wirkende Jack Reacher von seiner Umwelt zum Helden stilisiert wird, führen meistens absurde Reaktionen der Nebenfiguren zu spontanen Lachern ("Um 18 Uhr hätte ich Schluss"), und als es einmal zu dialoglastig zu werden droht, wird mal eben eine nächtliche Autoverfolgungsjagd eingestreut, die in Sachen Intensität und Choreografie massiv an den letztjährigen "Drive" erinnert.
All das sind Gratwanderungen, denn allzu schnell hätte man den Film nicht mehr ernstgenommen oder man würde ihm vorwerfen, zu uneinheitlich zu sein. Tatsächlich führt die Abwechslung im Pacing aber zu einem extrem unterhaltsamen Sehvergnügen, das obendrein mit überraschenden Wendungen punkten kann - weniger, was den Plot angeht, sondern vielmehr, was den Ausgang einzelner Szenen angeht. Erst zum Ende wird es im klassischen Einzelkämpfer-Showdown zu formelhaft - "Shooter" & Co. lassen grüßen.
:liquid7: ,5

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Beitrag von Seemi » 03.01.2013, 20:19

Das Herzog einfach so schwache Übersetzungen, wie "Das ist meine Aufgabe jetzt." nachspricht ist in der Tat seltsam.
Auch sonst kann ich nur zustimmen, teils zu dialoglastig und redundant, teils zu unglaubwürdig (Bushaltestelle!), aber immer packend und unterhaltsam.
:liquid6:
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Beitrag von StS » 07.01.2013, 07:53

Christopher McQuarrie´s „Jack Reacher“ (2012) ist sowohl eine ebenso gelungene wie weitestgehend werkgetreue Verfilmung von Lee Child´s Roman „One Shot“ als auch (für sich allein betrachtet) ein sehenswerter Crime-Thriller, der u.a. mit „gut platzierten“ Action-Sequenzen und einem überraschend markanten „Augenzwinkern“ aufwartet. Letzterer „Sinn für Humor“ wirkt teilweise zwar leicht „cheesy“ – passt an sich jedoch prima zur grundlegenden „Pulp-Helden-Beschaffenheit“ der Titelfigur. Obgleich jene im Vorliegenden vielleicht nicht unbedingt so wie in den Büchern beschrieben ausschauen mag, macht sie sich Tom Cruise nichtsdestotrotz (prompt) „zu seiner eigenen“ und verkörpert sie im Zuge dessen rundum ordentlich. Ihm zur Seite stehen gern erblickte Mimen á la Rosamund Pike, Robert Duvall und Richard Jenkins – deren Rollen dem Hauptpart allerdings klar untergeordnet sind und (nicht nur deshalb) etwas „oberflächlich“ gestrickt anmuten, was in der literarischen Vorlage aber beileibe nicht anders ist. Obendrein ist die Verpflichtung Werner Herzogs als „Ober-Baddie“ als ein „echt netter Besetzungs-Coup“ anzusehen…

Inhaltlich erhält man solide Kost mit einigen passablen (kleinen bis mittelgroßen) Überraschungen dargereicht, McQuarrie´s Regiearbeit ist „bodenständig“ – man könnte auch „old school“ dazu sagen (sprich: frei erkennbarer CGIs oder allzu hektischer Schnittfolgen) – und die gebotene Gewalt wurde (unabhängig des „PG-13“-Ratings) stets hart, direkt und realistisch gehalten. Von der packenden Einstiegssequenz bis hin zum anständigen (leider jedoch „eher konventionell“ gearteten) Showdown, in dessen Kontext übrigens kein „grandioser Twist“ (oder so) auszumachen ist – schließlich handelt es sich per se um keinen Streifen „jener Art“ – entfaltet sich die rund 130-minütige Laufzeit ohne Längen, und das trotz einer Vielzahl an Dialogpassagen, Ermittlungen sowie nur sporadisch präsentierter Action, bei welcher eine klasse arrangierte Auto-Verfolgungsjagd das unbestrittene Highlight markiert. Des Öfteren fühlte ich mich während des Sichtens übrigens unweigerlich (ein wenig) an die John Grisham Adaptionen der 1990er erinnert – allerdings „gewürzt“ mit einer Prise '70er- und '80er-Jahre „Vigilante“-Feeling…

Fazit: „Jack Reacher“ bietet dem geneigten Betrachter gute, (im positiven Sinne) „irgendwie altmodisch“ anmutende Unterhaltung: Kompetent gespielt und in Szene gesetzt – vom Stil bzw. „vermittelten Ton“ her in Teilen aber doch etwas „holprig“ wirkend. Letztlich bleibt im Prinzip nur noch zu erwähnen, dass es mit zum „Charme“ des Films gehört, dass er gar nicht erst versucht, einer dieser „möglichst trendy und spektakulär daherkommenden modernen Blockbuster“ zu sein…

:liquid7:

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Beitrag von Cinefreak » 02.10.2013, 22:08

Jack Reacher

fand den eigentlich ziemlich ordentlich...

JACK REACHER ist zwar kein Actionfeuerwerk nonstop, aber ein recht cooler Action-Krimi, der streckenweise richtig spannend und interessant daherkommt. Die vorhandene Action beschränkt sich abseits der genreüblichen Prügeleien (die aber durchaus gut gemacht und realistisch wirken, wie man auch im making of sehen kann ;) auf eine ziemlich hochtourige, handgemachte Autojagd und eine finale Schießerei. Leider ist das Motiv dann doch etwas dünn, jedenfalls hatte ich irgendwie mehr erwartet. Insgesamt doch recht dufte Unterhaltung ohne unnötigen CGIs, hart, realistisch, gut besetzt.
Sehr spannend wirkt das GAnze auch durch den Score, der an einigen Stellen an die besten Bond-Musikmomente von damals erinnert.

:liquid8: knapp

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Beitrag von freeman » 09.11.2016, 15:10

Jack Reacher: Kein Weg zurück

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Jack Reacher is back! Diesmal will er die Unschuld einer jungen Militär-Angehörigen beweisen, die brisante Daten auf einer Festplatte gesammelt haben und für das Scheitern einer Operation in Afghanistan verantwortlich sein soll. Der Fall wird erschwert durch das Auftauchen der Teenagerin Samantha, in der Jack Reacher seine Tochter gefunden zu haben glaubt.
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Beitrag von McClane » 17.11.2016, 09:48

Jack Reacher: Never Go Back

Eigentlich hatte sich "Jack Reacher" vor rund 4 Jahren doch als wunderbarer Franchise-Starter mit einem Rezept für Fans altmodischer Actionthriller angeboten. Einige der Stärken rettet auch Edward Zwick in die Fortsetzung herüber: Die charismatische und von Tom Cruise stark verkörperte Hauptfigur, den geschickt zwischen Pulp-Überhöhung und relativem Realismus schwankenden Ton sowie die knallharten Fights. An allen anderen Ecken sieht es dagegen düster aus: Der Plot läuft erschreckend nebenbei, da man fast den gesamten Film über auf dem Ermittlungsstand bleibt, den Reacher schon nach 15 Minuten hat (Mächtige Leute wollen seine Verbündete als Bauernopfer nutzen, böse Menschen haben etwas Böses in Afghanistan getan, eine Sicherheitsfirma hängt mit drin). Die Enthüllung kommt wie erwartet, als Oberschurke schaut zum gefühlt 347. Mal Robert Knepper für einen einfachen Paycheck bei vermutlich drei oder vier Drehtagen vorbei (kein Vergleich zu Werner Herzog im Erstling) und seine rechte Hand a.k.a. superkrasser Oberkiller hinterlässt kaum Eindruck. Das menschliche Drama um Reachers eventuelle Vaterschaft wird nach bestem Wissen und Gewissen in den Plot integriert, erreicht aber nie Tiefe und erzeugt kein Interesse und in vielen Szenen kopiert "Never Go Back" das Rezept seines Vorgängers, etwa beim Endfight der Supersoldaten, bei dem beide Teilnehmer bald kaum noch stehen können. Inszenatorisch ist das Ganze gelangweilte Routine, weshalb diese zahme "Auf der Flucht"-Variante gerade im Vergleich zum Vorgänger eine herbe Enttäuschung ist.

:liquid4:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von StS » 17.11.2016, 11:06

Schade. Ich hab´s allerdings schon befürchtet - weshalb ich den Kinogang gestrichen habe. Schon das Buch war nicht so der Hit - und beim Trailer ist mir gleich aufgefallen, dass sie es zusätzlich noch mit Action "aufgepeppt" haben. Auf Blu wird der natürlich auf jeden Fall geschaut. Mit aktuell $128,205,383 hängt er zudem auch noch deutlich hinter dem Kino-Einspielergebnis des ersten Teils zurück. Eine ordentlich produzierte Serie wäre imo optimal, um den Vorlagen gerecht zu werden...

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Gewinnspiel

Beitrag von freeman » 21.03.2017, 18:13

Jack Reacher 2 Quiz

Blu-ray im limitierten Steelbook und die Romanvorlage zum Film könnt ihr bei uns gewinnen!

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Beitrag von Vince » 03.09.2017, 07:53

Jack Reacher: Kein Weg zurück
Der ausbleibende Erfolg des ersten Teils hätte eine Fortsetzung fast verhindert, jetzt ist sie doch da – und kann zumindest qualitativ in keiner Weise dem pfiffigen Original das Wasser reichen. Von einer käsigen Parodie auf coole Filmhelden („es werden jetzt zwei Dinge geschehen...“) zur absoluten Theoretisierung der vormals so klug ausgespielten Agenten-Action macht das Sequel gleich in beide Richtungen Fehler. Es ist vor allem das Drehbuch, das sich zu sehr auf Jack-Ryan'sche Militärverschwörungen einlässt und die Finger nicht mehr aus den Akten bekommt. Ausgestattet mit zweitklassigen Co-Stars (Cobie Smulders, Robert Knepper) bekommt auch Tom Cruise keinen Fuß auf den Boden und quält sich zu meist nächtlicher Tageszeit durch eine Schnitzeljagd, die ihm immer nur noch mehr Hinweiszettel hinterlässt.

Dass er den Finger einfach nicht an den Puls bekommt, offenbart sich dann schmerzlich in der Abwesenheit spannender Sequenzen, wie der erste Teil sie wohldosiert immer wieder zu bieten hatte, sei es nun durch eine Autoverfolgungsjagd oder durch einen einschüchternden Auftritt von Werner Herzog. Hier jedoch können sich Cruise und Smulders lediglich gegenseitig die Wunden lecken und verdutzt dreinschauen, weil sie mit der Handlung ähnlich wenig anfangen können wie der Zuschauer.
Wäre dies ein Bond, könnte man ihn wohl ähnlich gut verschmerzen wie einen „Quantum Of Solace“ und sich trotzdem auf den nächsten Teil freuen; für Jack Reacher sieht es aber spätestens jetzt schon zappenduster aus. Es sei denn, die Reboot-Krankheit schlägt bald wieder um sich...
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Beitrag von SFI » 03.09.2017, 14:54

Jack Reacher: Kein Weg zurück

Das Sequel dünkt beständig nach konventioneller Genre-Kost, welche mit ihrem inflationären Verschwörungsplot und den standardisierten Actionsequezen eher an ein glückliches B-Movie Händchen erinnert.

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