Man of Steel

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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Man of Steel

Beitrag von freeman » 24.06.2013, 08:57

Man of Steel

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Originaltitel: Man of Steel
Herstellungsland: Großbritannien, Kanada, USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Henry Cavill, Russell Crowe, Amy Adams, Kevin Costner, Michael Shannon, Diane Lane, Laurence Fishburne, Christopher Meloni, Jadin Gould, Richard Schiff, Antje Traue, Ayelet Zurer u.a.

Die Neuinterpretation der Superman-Comicfigur für die große Leinwand punktet mit unfassbaren Actionsequenzen und grandios wuchtigen Bildern der Zerstörung, die jeden vergleichbaren Film (“Transformers 3″, “The Avengers”) alt aussehen lassen. Die Story kann da nicht wirklich mithalten …
:liquid7:

Zur gesamten "Man of Steel" Kritik

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 24.06.2013, 09:18

...abgesehen von Deiner imo krassen Fehleinschätzung von Lois Lane / Amy Adams (endlich mal ne starke Interpretation des Parts) und der derartigen Begeisterung hinsichtlich des repetitiv-ausgewälzten Showdowns kann man das durchaus (in etwa) so unterschreiben. :wink:


Vielen Dank, Zack Snyder - zum wiederholten Male hast Du uns nicht enttäuscht: Endlich wurde einer der langweiligsten Superhelden überhaupt erfreulich reizvoll in Szene gesetzt, wurde dem Publikum Schrägstrich den Fans die seit jeher ersehnte (u.a. Action-reiche, zeitgemäße, technisch hervorragende) Verfilmung der Materie geboten sowie dem geneigten Kino-Gänger im Zuge dessen ein im Grunde (von der Besetzung übers Tempo und die Optik bis hin zur Umsetzung an sich) rundum gelungener, unterhaltsamer, wahrlich bombastischer „Sommer-Blockbuster“ präsentiert, der höchstens gegen Ende das eine oder andere demolierte Hochhaus weniger hätte vertragen können...

starke :liquid8:

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Beitrag von freeman » 24.06.2013, 09:23

Ich fand das schon wichtig, dass soviel kaputt geht, wie kaputt geht. Einfach weil Snyder so ein Element lancieren kann, dass einen den Mund einfach nicht mehr zumachen lässt ;-)

Mir gefallen, was die Lane angeht, die schnippischen Interpretationen, die es da bisher gab - vor allem jene der Serien Lois und Clark UND Smallville - deutlich besser! Dass sie etwa die blasse Bosworth aus dem letzten Supifilm aussticht, steht ausser Frage. ICH hätte bei der aktuellen Anlage der Figur aber auch gut und gerne auf den kompletten Charakter verzichten können.

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Beitrag von StS » 24.06.2013, 09:25

freeman hat geschrieben:Ich fand das schon wichtig, dass soviel kaputt geht, wie kaputt geht. Einfach weil Snyder so ein Element lancieren kann, dass einen den Mund einfach nicht mehr zumachen lässt ;-)
Ja, stark gemacht war das allemal - aber da war mir einfach zuviel Zerstörung im Bereich der Hochhäuser. Zur Abwechslung hätten sich Supi und Zod ruhig etwas durchs Hafenbecken (oder so) prügeln können... :wink:

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Beitrag von SFI » 24.06.2013, 14:59

Klar, eine 0815 Verfilmung á Iron Man 3 bekommt eine 8/10 und der hier versinkt fast im Durchschnitt? Ist klar. :lol: Ich werde beim Stefan sein. :P
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Beitrag von freeman » 24.06.2013, 16:56

Also Iron Man 3 ist wirklich klasse. Ich werd dich auslachen, wenn du dem doch die verdiente 8/10 gibst. Juuunge!

Und mei, Durchschnitt sieht klar anders aus. Eine 7/10 ist doch scheee! Vielleicht sollte man auch beachten, dass ich Supi nie so richtig leiden konnte. Ich lese ja nicht mal dessen düsterere Storylines, einfach weil der zu glatt und brav ist. Das ist er auch in dem Film! Nur der Weg dahin ist mal ein wenig anders. Wirklich aufgebrochen wird die Figur nämlich auch bloß nicht. Wie gesagt, sie bekommt Ecken und Kanten, keine Frage, aber im Kern ist sie halt Supi ... und Supi ist langweilig. Alleine diese Jimmie Glitschie Frisur, die in dem Film teils richtig übel aussah :lol:

ABER Man of Steel ist großes Überwältigungskino, keine Frage! Was anderes hab ich aber auch nicht behauptet ;-)

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Beitrag von Vince » 24.06.2013, 19:31

Snyder + Superman = Vince wird den Film sehr, sehr mäßig finden.

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Beitrag von Wallnuss » 24.06.2013, 19:40

Vince hat geschrieben:Snyder + Superman = Vince wird den Film sehr, sehr mäßig finden.
Wer mit solchen Einstellungen ins Kino geht und den Film dann tatsächlich nicht genießt, hat es auch nicht anders verdient!

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Beitrag von SFI » 25.06.2013, 07:32

... wer dann überhaupt ins Kino geht! :lol:
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Beitrag von freeman » 25.06.2013, 09:02

Wallnuss hat geschrieben:
Vince hat geschrieben:Snyder + Superman = Vince wird den Film sehr, sehr mäßig finden.
Wer mit solchen Einstellungen ins Kino geht und den Film dann tatsächlich nicht genießt, hat es auch nicht anders verdient!
Das Problem ist, dass diese Formel sehr häufig angewendet zu werden scheint. Und das ist nicht die Schuld des jeweiligen Zuschauers ;-)

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Beitrag von Vince » 25.06.2013, 17:46

Jo, man lernt einfach aus Erfahrungswerten. Tut man's nicht, ist man einfach zu doof oder naiv. :lol:
Als alter Masochist werd ich ihn mir aber ja doch ansehen...

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Beitrag von Wallnuss » 25.06.2013, 23:03

Vince hat geschrieben:Jo, man lernt einfach aus Erfahrungswerten. Tut man's nicht, ist man einfach zu doof oder naiv.
Der eine lernt, der andere zieht falsche Schlussfolgerungen... 8-)

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Beitrag von Sir Jay » 26.06.2013, 00:34

eine potentielle 5/10 für mich...guck ich vllt irgendwann auf dvd...

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Beitrag von LivingDead » 30.06.2013, 16:23

Superman ist und bleibt (auch nach diesem Film) ein ziemlich langweiliger Zeitgenosse. Aaalglatt, unbesiegbar und überhaupt eher uninteressant, sind wohl die passenden Attribute. Und so ist es nur konsequent (aber auch sehr vorhersehbar), dass sich auch dieser Held einer Frischzellenkur à la Christopher Nolan unterzieht. Ergo gibt es diverse Szenen, welche mit unterkühlten Bildern einen ähnlichen Realismusbezug vorgaukeln sollen, wie es auch bei "The Dark Knight" der Fall war. Nur mögen sich diese Szenen nicht wirklich mit dem "abgehobenen" Szenario vertragen, welches per se jedweden Realismus von sich weist. Nicht ohne Grund sind die alten Verfilmungen gnadenlos dem Slapstick verfallen. Nicht jedoch hier, Humor gibt es kaum. Und so macht Snyder das, was er am besten kann: Er inszeniert Action, welche in Bilderstürmen sondergleichen auf den Zuschauer einpreschen. Die Story rückt mehr als nur in den Hintergrund und ist irgendwann nur noch eine Randnotiz inmitten eines Effektgewitters, welches selbst die Transformers alt aussehen lässt. Snyder wütet sich nun also von Szene zu Szene und tritt die Geschichte aktiv in den Hintergrund. Das ist schade, denn die namhafte Darstellerriege und einige Szenen versprechen eine dramatische Anlage, welche leider nur äußerst bedingt genutzt wird.

Dennoch bleibt unter dem Strich der wohl spektakulärste Blockbuster des Jahres. Mehr ist jedoch nicht drin, auch wenn die Möglichkeiten gegeben waren. Ein Extended Cut könnte hier definitiv was reißen...
:liquid6:
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von Orco » 25.07.2013, 16:32

Ich war sofort den ersten Tag im Kino und hab es nicht bereut.
Die Story ansich war klar, man will die Zuschauer erstmal wieder neu in die Story einführen und war guten Mutes das die Teile 2 und 3 demnächst noch eine Schippe drauflegen.
Als Wertung gibts von mir dafür eine :liquid7:
Doch was musste ich dann vor ein paar Tagen lesen? Im Zusammenhang mit etwas wo ich mich sowas von aufregen könnte, wenn ich nur dessen Namen höre?
Superman vs. Batman?
Dieses abgewrackte Batman Fiasko, der sich von jedem Kneipenschläger verkloppen lassen würde, soll gegen Superman antreten?
Wieder stundenlanges Weltschmerz und Vergangenheitsbewältigungsfi**scheiss?
Bitte nicht, Batman ist für mich gestorben, zumindest in Filmform. Auf meiner Ps3 lebt er ja weiter, da wissen die Leute noch wie man eine gute Story hinbekommt und auch was man mit Batman in Verbindung bringt: Action! Story: Bösewicht bringt Leute um, Batman macht ihn alle. Den ganzen Rest können sich die Möchtegern Regisseure in ihren Ar*** schieben. Action ist kein Arte 8-)
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Beitrag von McClane » 25.07.2013, 17:13

Orco hat geschrieben:Doch was musste ich dann vor ein paar Tagen lesen? Im Zusammenhang mit etwas wo ich mich sowas von aufregen könnte, wenn ich nur dessen Namen höre?
Superman vs. Batman?
Dieses abgewrackte Batman Fiasko, der sich von jedem Kneipenschläger verkloppen lassen würde, soll gegen Superman antreten?
Wieder stundenlanges Weltschmerz und Vergangenheitsbewältigungsfi**scheiss?
Bitte nicht, Batman ist für mich gestorben, zumindest in Filmform. Auf meiner Ps3 lebt er ja weiter, da wissen die Leute noch wie man eine gute Story hinbekommt und auch was man mit Batman in Verbindung bringt: Action! Story: Bösewicht bringt Leute um, Batman macht ihn alle. Den ganzen Rest können sich die Möchtegern Regisseure in ihren Ar*** schieben. Action ist kein Arte 8-)
Dir ist bewusst, dass hinter dem "Superman"-Reboot die gleichen Leute stehen wie bei der neuen "Batman"-Trilogie, nämlich Christopher Nolan und David S. Goyer als Produzenten und Autoren? Angesichts des schlechten Abschneidens von "Sucker Punch" dürfte Snyder da nicht unbedingt das meiste Mitspracherecht vom Studio bekommen haben.
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Beitrag von Orco » 25.07.2013, 17:34

Ja, ist mir bewusst. Bei Superman hat es aber noch gepasst, da mehr Action statt Heulszenen drin waren. Viel falsch machen kann man bei der standard erster von drei Teilen Story ja nicht.
Die alten Superman sind mir allerdings auch um einiges lieber, die haben einfach Charme und machen viel mehr Spaß :D
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Beitrag von SFI » 25.07.2013, 17:50

Man of Steel

Der Film selbst ist astreines Blockbuster Kino der besseren Sorte, auch wenn er inhaltlich nicht die Vielschichtigkeit eines "Dark Knight" aufweist. Schön, dass es Snyder zudem schafft, einige traurige und pathetische Momente zu kreieren, die durch Hans´pumpendem Score gleichwohl für Gänsehaut auch als für Emotionen sorgen. Der Streifen macht auf ganzer Linie Laune, da verzeiht man gerne den Griff in die abgedroschene Klischeekiste bei der Charakterzeichnung des Außenseiters und auch das vielleicht etwas zu viel an Baygantismus, welcher aber immerhin ähnlich gelagerte Zerstörungsorgien der Marke "Transformers 3" einen ganz kleinen Tick alt aussehen lässt. Generell hätte ich mir vielleicht auch gewünscht, dass Supermans Kräfte den Schurken erstmal verborgen geblieben und deren Transformation widerum etwas langsamer vorangeschritten wäre. Ein Überraschungseffekt mit Heimvorteil, der in Kombination mit der Lumpenüberzahl denoch für Action, aber für weniger Zerstörung gesorgt hätte. Zusammenfassend fand ich die Nummer aber so richtig dufte, wodurch sie die für mich mittlerweile mehr als angestaubten "Originale" noch weiter in die Belanglosigkeit abdrängen.

:liquid8: +
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Beitrag von Vince » 12.11.2013, 17:13

Ich glaubte zunächst schon, Snyder belehre mich eines besseren und man könne aus Superman doch noch was Anständiges rausholen: Die ersten Minuten von "Man Of Steel" sind zwar doof, aber prächtig unterhaltsam, was auch an der überbordenden Fantasie der Produktionsdesigner liegen mag, die für den zerberstenden Planet Krypton allerlei schillernde Funktionsabläufe erdacht haben. Bei dem ganzen Wabern und Implodieren von Gestellen und Gestalten im Hintergrund entsteht der Eindruck, dass Russell Crowe & Co. ihre Dialoge vor der prachtvollen Kulisse einer Unterwasserwelt palavern, und von Beginn an sympathisiert man mit der Ausstattung des Films mehr als mit der Handlung oder den Charakteren.

Dann aber muss sich der Fokus unweigerlich auf den immer noch langweiligsten und glattesten aller Superhelden richten. Obwohl Snyder seine Hauptfigur bei ihrer Entstehung aus echtem Holzfällerholz schnitzt, ihn einen wild wuchernden Bart tragen und Seeluft riechen lässt, ist sie für jeden interessanten Diskurs schon schnell verloren. Das liegt weniger an Henry Cavill als vielmehr an dem vorhersehbaren Handlungsbogen, der zwar bemüht ist, dem Sterblichen im Publikum die Bürde des Unsterblichen begreiflich zu machen, der daran aber einmal mehr grandios scheitert, obwohl eine antreibende Nebenfigur mit Kevin Costner wiederum stark besetzt wurde (dabei sind charakterstarke Vaterfiguren eigentlich eine Spezialität Marvels).

Je mehr sich das dramatische Element jedoch zuspitzt, desto verlorener wirkt Snyder jedoch: Zuerst spielt er Schach mit uninteressanten Bauern wie der von Amy Adams grandios teilnahmslos dargestellten Lois Lane, und wer selbst einen Charaktermimen wie Michael Shannon derart verheizt, um dessen Schauspielführungsqualitäten kann es nicht weit bestellt sein; dabei wurde Shannon im Vorfeld doch als Lichtblick gehandelt, doch sein General Zod scheint gar nicht recht bei der Sache zu sein.

Als auch die zwischenmenschlichen Momente nicht gelingen mögen, rettet sich Snyder in die eine Disziplin, die ihm so viele Fans beschert hat - Action Nonstop. Diesmal zwar im Wackelstil statt mit stylisher Zeitlupe, am Prinzip der Maßlosigkeit allerdings ändert das wenig. Es kracht an allen Enden, so sehr, dass Glas und Beton jede Bedeutung verlieren, weich wie Butter werden, die Materie ihrer Beschaffenheit beraubt wird - das volle Kontrastprogramm zu einem Film wie "Gravity", der erst wieder daran erinnerte, wie sich Schwerkraft wirklich anfühlt.

Snyder scheitert zwar mit mehr Zeter und Mordio als Bryan Singer, aber letztlich ebenso offensichtlich wie der Regisseur beim letzten Versuch, und das "Man Of Steel" wird zum Leitsatz für die Undurchdringlichkeit eines Superhelden, bei dem es noch niemandem gelungen ist, einen Blick unter die Schale zu werfen, um zu sehen, wie der Stählerne überhaupt funktioniert.
:liquid4:

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Beitrag von SFI » 12.11.2013, 17:20

Klar! :lol: Hinterlistig, wie du mit einer ellenlangen Argumentationskette, die i.ü. so ziemlich jeden 0815 NoBrainer der letzten 20 Jahre charakterisiert, von dem eigentlichen Grund ablenkst, du kannst Snyder einfach nicht leiden. :lol: Das ist sozuzagen der freemanische Heigl FX Shot. Anders ist dein durchgehendes Bashing nicht zu interpretieren. :wink:
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Beitrag von Vince » 12.11.2013, 17:23

Eigentlich bashe ich hier eher Superman als den Regisseur. Snyder bezeichne ich lediglich als ebenso unfähig, was aus der Figur zu machen, wie bisher jeder andere Regisseur eines Supermanfilms es war. Was nun echt keine Überraschung ist. ;)

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Beitrag von freeman » 13.11.2013, 08:50

Aber ein bisserl sieht er schon wie die Heigl aus, der Zack ;-)

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Beitrag von Taran-tino » 28.11.2013, 15:08

Leider leider ist die Deutsche 5.1 Tonspur so richtig mies ausgefallen, beim Umschalten auf den Englischen 7.1 HD Ton bekommt man einen ganz anderen Film zu hören.

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Beitrag von McClane » 17.01.2014, 16:34

Man of Steel

Mit Christopher Nolan, David S. Goyer und Zack Snyder waren hier gleich drei Veteranen des aktuellen Comickinos am Werke, doch sie dürfen sich in die Reihe derer einreihen, die mehr oder minder an der langweiligen Figur des Superman gescheitert sind. Dabei darf sich Snyder immerhin noch mit Lester um die Krone der brauchbarsten Superman-Verfilmung streiten, trotz unterschiedlicher Ansätze. Was bei Lester noch eine augenzwinkernde Kirmes war, die sich selbst nicht so ernst nahm, wird bei Snyder zu einem überraschend dramatischen und über weite Strecken sogar gut funktionierenden Spektakel: Supermans Leiden, dass er sein Können verstecken muss, das Trauma den eigenen (Pflege-)Vater den Freitod wählen zu lassen, damit er unerkannt bleibt und die Frage wie seine Existenz gewertet werden würde: Freund, Studienobjekt, Bedrohung oder gar Gott? Mit diesen Fragen ist Snyder schon fast auf dem Terrain, das "Watchmen" mit seiner Superman-Paraphrase Dr. Manhattan beschritt. Schade, dass diese Ansätze nicht vertieft werden, so wie auch der Charakter von General Zod, der ja in erster Linie das Überleben der Kryptoianer will, nie ganz so komplex ausgearbeitet wird, wie er sein könnte.
Auch sonst ist der Film etwas durchwachsen: Grandios der Support von Costner, trotz weniger Szenen. Auf Fishburne und ehrlich gesagt auch Amy Adams als Lois Lane könnte der Film dagegen ganz verzichten, da die beiden wenig leisten, ihre Rollen aber eigentlich auch nur dazu sein scheinen, weil der Daily Planet zum Superman-Universum gehört. So macht es dann keinen Unterschied, dass Lois hier Clarks Identität von Anfang an kennt, da sie eine Stichwortgeberin bleibt, über die man gerade man erfährt, dass sie Preise für ihre Artikel gewonnen hat. Cavill ist okay, aber farblos, wie seine Vorgänger in der Rolle, auch wenn er im Gegensatz zu Brandon Routh nicht so aussieht als könnte man ihn direkt durch einen CGI-Effekt ersetzen.
Bleibt die Action, die auf Krypton noch recht schnieke ist und in der Filmmitte mit der Klopperei in Smallville ihren Höhepunkt findet. Snyder gibt Superman die Körperlichkeit zurück, indem er ihn gegen gleichwertige Widersacher antreten lässt, über bloßes Kryptonit hinausgehende Schwächebedingungen für den Helden einbaut und das Ganze in Richtung einer rohen Schlägerei bringt. Im Finale dagegen ist die Action trotz jeder Menge Bombast 08/15, kein Vergleich zu "The Avengers" - vielleicht lag es daran, dass ich das Ganze von DVD auf einem Röhrenfernseher gesehen hab, vielleicht hätte es im Kino mehr gewirkt. Vielleicht ist es aber auch der Verzicht auf Snyder-Trademarks wie Zeitlupen, der das Ganze stellenweise etwas beliebig wirken lässt, die zusammenstürzenden Hochhäuser und der Angriff der Metalschlangen lassen jedenfalls eher kalt, spannender das Zusammentreffen von Superman und General Zod am Ende.

Kurzweilig ist "Man of Steel" schon, insgesamt durchaus okay und merklich besser als der zwischen Verlaberung und Videospiel schwankende Reboot-Versuch von 2006. Vielleicht sogar der beste filmische Versuch einer Superman-Umsetzung (den Donner-Cut von Teil 2 kenn ich allerdings noch nicht), aber man merkt an den Schwächen des Films, das man noch mehr mit der Figur hätte machen können, so wenig Ecken und Kanten sie auch hat. Ganz schön immerhin, dass man weg von den naiven Interpretationen weggeht, in denen Superman ganze Städte rettet, in dem hier mal jemanden aus einer Grube befreit und dort eine Katze aus dem Baum holt, während gerade alles in sich zusammenfällt.

:liquid6:,5
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Beitrag von MasonStorm » 17.01.2014, 17:27

McClane hat geschrieben: vielleicht lag es daran, dass ich das Ganze von DVD auf einem Röhrenfernseher gesehen hab,
Die Dinger gibt es immer noch?? :wink:

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Beitrag von SFI » 18.01.2014, 07:17

Die halten relativ lange, seinerzeit war geplante Obsoleszenz ja noch nicht in Mode. Vielmehr stellt sich doch die Frage, wo man aktuelle Filme noch auf VHS bekommt. :lol: :lol:
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