Pain & Gain - Nehmen ist seliger denn Geben

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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McClane
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Pain & Gain - Nehmen ist seliger denn Geben

Beitrag von McClane » 10.07.2013, 15:22

Pain & Gain - Nehmen ist seliger denn Geben

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Originaltitel: Pain & Gain
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Michael Bay
Darsteller: Mark Wahlberg, Dwayne Johnson, Anthony Mackie, Tony Shalhoub, Ed Harris, Bar Paly, Rebel Wilson, Ken Jeong, Peter Stormare, Rob Corddry u.a.

Eigenwilliger Mix aus flacher Krimikomödie, rabenschwarzer Satire und Sozialkommentar, mit dem sich Michael Bay abseits des Action- und Blockbusterkinos versucht. Als kriminelle Bodybuilder verwirklichen Mark Wahlberg, Dwayne 'The Rock' Johnson und Anthony Mackie ihre Idee des American Dream auf brutale Weise.

:liquid5:

Hier geht's zur Kritik

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Freeman will seinen Preis ohne Fleiß:

Das Ergebnis ist eine testosterongeschwängerte, hochtourige, wenngleich deutlich zu lange Groteske, die sich gegen Ende in ihrer Geschwindigkeit fast schon selbst überholt. Dabei zeigt sich vor allem Bay auf der Höhe seines inszenatorischen Schaffens und konterkariert seine Werbeoptik mit ziemlich dreckigen Bildinhalten. Man meint förmlich zu spüren, wie er, von der Last befreit, glänzende Roboter beim Prügeln abfilmen zu müssen, aufatmet. Und mit seinem Hauptdarsteller Wahlberg hat er ein echtes Pfund auf der Einwechselbank sitzen, das den Film mühelos im Griff hat. Leider stimmt die Chemie zwischen ihm und The Rock nicht wirklich.
:liquid7:

Zur gesamten "Pain & Gain" Kritik

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 11.07.2013, 08:52

Eijeijei ... und das war Michaels Wunschprojekt, für das er sich Transformersmäßig prostituiert hat? ;-)

Vielen Dank für die Eindrücke. Diese erden die Erwartungen erstmal ordentlich.

In diesem Sinne:
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Beitrag von Montana » 11.07.2013, 11:44

Das schockt mich jetzt auch gerade ordentlich; Potential hätte das ganze auf jedenfall gehabt :). Warte auf jedenfall noch weitere Reviews ab...

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Beitrag von SFI » 11.07.2013, 14:52

Diesen Potential suchte ich selbst in den Trailern vergeblich. :lol: Einzig die beiden aufgepumpten Erscheinungen machen irgendwie was her, ansonsten dürfte das mit recht Bays schlechtester sein ... obwohl den Platz teilt er sich mit Transformers II. :lol:
Der Pfalzbote

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Beitrag von Vince » 11.07.2013, 17:24

Klingt alles sehr nachvollziehbar. Wie es eben so ist, wenn man endlich mal das machen darf, was man will (und eben nicht so Kinderbeschäftigungstherapie wie Transformers 8-) ): man will am liebsten alles reinpacken, was einen irgendwie bewegt und überdreht das Ganze.
Werd ich mir wohl erst als BR-Premiere reinpfeifen.

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Beitrag von McClane » 12.07.2013, 08:02

@ freeman

Von der zugrundliegenden Story her ist ganz klar zu verstehen, warum Bay den machen wollte. Hab mir nach dem Kinobesuch mal die komplette Artikelserie durchgelesen. Die ist zwar sehr lang, aber extrem interessant (auch im Abgleich mit dem Film). Schier unglaublich was da teilweise passiert ist (selbst Sachen, die ich im Film noch für Käse und/oder eine Erfindung des Drehbuchautors hielt). Die Umsetzung des Ganzen schwächelt allerdings. Wär interessant zu erfahren, ob das Drehbuch von Anfang an so war oder das später noch umgeschrieben wurde.

Hier die Links zu den Artikeln:
http://www.miaminewtimes.com/1999-12-23 ... gain/full/
http://www.miaminewtimes.com/1999-12-30 ... rt-2/full/
http://www.miaminewtimes.com/2000-01-06 ... rt-3/full/
SFI hat geschrieben:Diesen Potential suchte ich selbst in den Trailern vergeblich. :lol: Einzig die beiden aufgepumpten Erscheinungen machen irgendwie was her, ansonsten dürfte das mit recht Bays schlechtester sein ... obwohl den Platz teilt er sich mit Transformers II. :lol:
Dafür, dass du auf "Transformers 2" immer so rumhackst, kam der bei dir aber immer noch recht gut weg.
SFI hat geschrieben:Transformers – Revenge of the Fallen

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THIS TIME WE ARE AT WAR und getreu dem Motto fackelt mein Lieblings Michael ein Actionfeuerwerk ab, welches den Vorgänger fast schon alt aussehen lässt. Kontrapunkt ist die erste halbe Stunde, die teilweise recht nerv tötend daher kommt, was vor allem an den unerträglichen Klamauk Einlagen von Sams Mutter liegt. Auch einige Transformers haben den schlechten Humor für sich gepachtet, zum Glück ist es aber weniger störend als noch das „Versteckspiel“ bei Teil 1. Kann es sein, dass Bay beim Meteoriten Einschlag eine Stock Footage Szene aus „Armageddon“ verwendet hat? Gab es bis auf das Bad Boys II Poster noch weitere Hints zu seinen Filmen? Wie dem auch sei, gelungenes Sequel, welches zwar in seiner Gesamtperformance nicht ganz mit Teil 1 mithalten kann, dafür aber etliche bessere Schauwerte bietet.

Bild-technisch muss man sich mal wieder fragen, wofür man eigentlich noch ins Kino geht, vor allem der Schärfegrad war stellenweise grenzwertig. Tonal sieht es auch nicht viel besser aus, Bass geht anders! :roll:

:liquid8:
SFI hat geschrieben:Transformers: Die Rache

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Aus meiner Sicht der bisher schlechteste Bay Streifen und somit auch der Erste, der eine Wertung unter 8 Punkte bekommt. Die Action ist zwar gewaltig, aber wirr und ohne Struktur, die Klamaukeinlagen vor allem von der Mutter deplaziert. Zum Schluss scheint dann erneut das Budget knapp gewesen zu sein, denn vor allem der Endkampf zwischen Optimus und The Fallen ist fx-technisch recht schwach. Wird also Zeit für Bad Boys III. 8-)

:liquid7:
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Beitrag von SFI » 12.07.2013, 08:12

Ja im Kino fand ich den auch ganz dufte und dennoch hat er für Bay Verhältnisse NUR eine 8/10, aber mit jeder weiteren Sichtung gings bergab. Die letzte Sichtung habe ich dann gar nicht mehr zur Gänze ausgehalten und auch die BD verkauft. So zwischen 5-6/10 dürfte der sich momentan eingependelt haben, was hauptsächlich an den grottenschlechten Humoreinlagen liegt.

Dazu darfst du ja nicht vergessen, dass eine 7/10 bei mir die Schulnote 3 ist, dann passt das doch. :wink:
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Beitrag von freeman » 21.08.2013, 08:54

Coole Pain & Gain Fanpakete zu gewinnen!

Gelini? Fitness? ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 21.08.2013, 18:39

Zu lang, zu lahm, zu banal, zu unausgewogen, zu oberflächlich und viel zu selten wirklich witzig: Leider entpuppt sich ausgerechnet Michael Bay´s 2013er Herzensprojekt „Pain&Gain“ letzten Endes als seine bislang am wenigsten unterhaltsamste Regiearbeit. Der Ansatz, eine (zugegeben: relativ schräge) wahre Geschichte über einige unterbelichtete Bodybuilder, die in den 1990ern verschiedene brutale Verbrechen begangen haben, in Gestalt einer schwarzen Komödie aufzuarbeiten, bei der die Täter quasi als Sympathieträger präsentiert werden, während die Darstellung der Opfer im Grunde genommen den Eindruck vermittelt, als hätten jene ihre Schicksale beinahe schon so verdient, ist an sich bereits kein allzu inspirierter – egal wie sehr man sich auch darum bemüht hat, nahezu alles irgendwie überzeichnet-humorvoll erscheinen zu lassen. Die Akteure (allen voran Wahlberg, Johnson, Mackie, Shalhoub und Harris) machen ihre Sache ordentlich und der Look ist stylisch (inklusive so ziemlich jedes gängigen „visuellen Mätzchens“ aus dem Repertoire Bays) – doch betrübt die Story-Qualität recht merklich (u.a. da sie nicht sonderlich beseelt ausgestaltet wurde) und hätte diese zudem nicht unbedingt in der von Michael gewohnten Weise (sprich: stilistisch „over the Top“ und sozusagen mit einem „sinnbildlichen Ausrufungszeichen“ hinter jeder Einstellung versehen) in Szene gesetzt werden müssen. Versprach der Trailer noch ein kurzweilig-spaßiges Filmchen, lässt das fertige Produkt dagegen (zu allem Überfluss) „den nötigen Drive“ vermissen. Zwar habe ich mich im Rahmen der Verlaufsentfaltung keineswegs gelangweilt – rundum zufrieden stellend (sprich: richtig anständig) unterhalten gefühlt allerdings ebenfalls nicht. Schade.

(enttäuschende) gute :liquid4:

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Beitrag von freeman » 22.08.2013, 09:04

Mir hat er wesentlich besser gefallen. Bay hat zumindest mein Humorzentrum ziemlich punktgenau getroffen, auch weil ich persönlich eben nicht den Eindruck hatte, als habe er auf Zwang komisch sein wollen ... er wollte überzeichnen und das gelingt ihm imo ziemlich gut!

Meine Eindrücke zum Film findet man unter denen McClanes

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 26.08.2013, 16:55

Ich kann nur nicht verstehen, warum Leute die Bodybuilder sympathisch finden oder finden, dass diese sympathisch sein sollen, wie ich es bei Stefan und Pierre lese. Ich hab das Trio von der ersten Szene an für verblendete, unterbelichtete Arschgeigen gehalten.

Und ob der Michael sich wirklich so prostituiert hat, wie Pierre schreibt? Die 1 hat er ja, soweit ich weiß, mehr oder weniger aus freien Stücken gedreht, während der "Pain & Gain"-Deal ja für Teil 3 und 4 zustande kam.
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Beitrag von StS » 27.08.2013, 09:24

McClane hat geschrieben:Ich kann nur nicht verstehen, warum Leute die Bodybuilder sympathisch finden oder finden, dass diese sympathisch sein sollen, wie ich es bei Stefan und Pierre lese.
Naja, genau genommen hab ich geschrieben, dass das die Idee war - also sie sympathisch zu portraitieren, trotz ihrer Taten. Gänzlich unsympathisch fand ich sie allerdings tatsächlich nicht. Und hey, es sind Bodybuilder - solche Leute kann man doch eh (im Film wie im wahren Leben) nicht gerade ernst nehmen... :wink:

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Beitrag von freeman » 27.08.2013, 09:34

So sehe ich das auch. Aufgrund ihrer Dummheit und Naivität entwickelt man schon Sympathien (und sei es nur in Form von Mitleid) für sie. Ich glaube, dass wenn es nicht so wäre, man ziemliche Probleme bei dem Film bekommen würde, weil er einen dann ja nur noch anöden kann.

In diesem Sinne:
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Beitrag von John Woo » 01.09.2013, 19:40

Der Film kommt ja recht unterschiedlich an...
Mir hat er recht gut gefallen. Sicher kein Meisterwerk, aber solide Unterhaltung und für mich der beste Bay-Streifen seit "Die Insel". Sicherlich hat der Film auch seine Probleme, er wirkt teilweise etwas überladen und allzu hektisch, und mit 130 Minuten ist er vielleicht etwas zu lange.
Ansonsten schön und sympathisch, mal einen kleineren Film von Bay zu sehen. Dennoch muss man natürlich nicht auf die gewohnte Optik verzichten. Und mit Miami als Handlungsort gibts auch noch ein weiteres "Back to the roots"-Feeling.
Die Schauspieler haben mir alle gut gefallen. Wahlberg, Johnson und Mackie hatten sichtlich Spass an diesem Film. Tony Shalhoub war klasse in seiner Rolle, sehr schade dass er so selten in Kinofilmen zu sehen ist. Ed Harris überzeugte ebenfalls, auch wenn er leider nicht allzu viel Screentime hatte.
Gut gefallen hat mir auch der Soundtrack von Steve Jablonsky.
:liquid7:

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Beitrag von Taran-tino » 04.09.2013, 18:31

Keiner will den mit mir sehen, wird wohl der erste Bay seit The Island den ich im Kino auslassen werde. :( :( :(

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Beitrag von freeman » 05.09.2013, 08:59

Musste dich halt gegen den Mainstream stemmen und alleine nei gehen!

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Beitrag von StS » 05.09.2013, 09:16

Taran-tino hat geschrieben:Keiner will den mit mir sehen...
Hör auf Deine Freunde. Das Geld kann man sich nämlich sparen. Dann lieber später mal billiger leihen... :wink:

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Beitrag von freeman » 06.09.2013, 08:52

Hör nicht auf deine Freunde ... und Stefan! :lol:

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Beitrag von StS » 06.09.2013, 09:16

freeman hat geschrieben:Hör nicht auf deine Freunde ... und Stefan! :lol:
...und Nils und so. :wink:

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Beitrag von The Punisher » 08.09.2013, 13:05

Nein das war nix, zum einen wurde die Story zu 90% bereits im Trailer verbraten den man ein gefühltes halbes Jahr vor jedem Film im Kino zu sehen bekam zum anderen waren die Witze Flach. Bay soll endlich Bad Boys 3 drehen und nicht noch mal so einen Ausrutscher wie Pain & Gain.

:liquid5:
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Beitrag von Taran-tino » 23.10.2013, 18:48

Mein gewonnenes Fanpaket ist letzte Woche angekommen, vielen Dank dafür, hab mich riesig gefreut! :-)

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Beitrag von freeman » 24.10.2013, 08:47

Saubär!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 10.01.2014, 14:57

Hm. Wäre "Pain & Gain" eine Auftragsarbeit gewesen, hätte man sagen können: OK, hier wurde eine eher tragische Geschichte aus dem realen Leben stilistisch "bay-isiert" und auf nicht uninteressante Art und Weise in eine Groteske verwandelt, die nach den Prinzipien einer Actionkomödie funktioniert. Und noch dazu hat Bay ein paar nachdenkliche Untertöne unter all dem Hochglanz verstecken können.
Dass sich der Transformers-Macher für eine ja doch verhältnismäßig plumpe Idee wie diese aber weiter an seine zwar erfolgreichste, künstlerisch aber irrelevanteste Franchise gebunden hat, erschließt sich nicht, denn dazu ist das Ergebnis auch einfach nicht mutig / andersartig genug.
Das irregeleitete Elitedenken der Bodybuilder wird zwar gerade in den ersten Minuten wunderbar mit den Werten des "American Way Of Life" verknüpft, anschließend verliert sich die Erzählung aber doch in zirkulierenden Ereignisketten, die meist mit einer saudämlichen Aktion beendet werden (was i.d.R. auf die Kappe von The Rocks Figur geht), worauf unermüdlich ein neuer Anlauf nach dem anderen erfolgt, um das große Ziel zu erreichen. Dabei ist dem Zuschauer von Beginn an klar, dass der eigentliche Traum der Protagonisten so paradox ist, dass er nicht in Erfüllung gehen kann - nämlich an der Spitze der Gesellschaft zu stehen und von allen bewundert zu werden, sich aber krimineller Mittel zu bedienen, um dies zu bewerkstelligen. Bei genauem Blick wirft gerade die Blindheit der Charaktere für das zum Scheitern verurteilte Unternehmen ein tragisches Licht auf die grundsätzlich witzig erzählten Geschehnisse.
Bay holt nur leider zu wenig aus der guten Ausgangskonstellation heraus, weil er eben als Verketter von Aktion und Reaktion besser funktioniert als in Funktion eines Geschichtenerzählers.
Wahlberg, Johnson und Mackie holen das Beste aus ihren Stereotypen heraus (und jeder hat mindestens ein, zwei köstlich übersteigerte Momente der totalen Doofheit), harmonieren allerdings kaum miteinander noch mit einer der anderen Parteien, etwa Tony Shalhoub oder Ed Harris.
Ja, man spürt, dass Bay hier was Großes vorhatte, das epochale Ereignis geht ihm aber zwischen all dem schwarzen Slapstick flöten. So sollten manche Schuster vielleicht doch bei ihren Leisten bleiben.
:liquid5:

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Beitrag von LivingDead » 17.05.2014, 20:17

Nach dem ganzen Transformers-Gedöns widmete sich Michael Bay einem kleineren Projekt, welches zudem eine Herzensangelegenheit für ihn darstellte. Die krude, aber wahre Geschichte um ein paar dümmlich-naive Bodybuilder, die sich als Möchtegern-Gangster versuchen und dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste geraten, bietet zumindest eine ganz gute Grundlage für komisch-absurdes Kino. Doch so wirklich wohl mag sich der Bay im Komödienfach nicht fühlen, der hier optisch wahrlich alles auffährt, was er in den letzten Jahren so in seinen Filmen verwurstet hat. Aber oft genug verliert er jedoch das aus den Augen, was hier mit am wichtigsten sein müsste: Die Geschichte und ihre Charaktere. Denn weder ist die Intention der Bodybuilder wirklich nachvollziehbar, welche die drastischen Mittel, die sie so anwenden, in irgendeiner Weise glaubwürdig erscheinen lassen würde, noch wird die Geschichte stimmig und stringent erzählt. Zudem sind die drei Bodybuilder bisweilen einfach nur Unsympathen, die teils selten dämlich agieren, sodass hier schnell das Interesse verloren geht (vor allem bei einer Länge von über zwei Stunden). Da ist die erste halbe Stunde noch das Beste, welche ganz glaubwürdig die Atmosphäre unter echten Bodybuildern einzufangen vermag.
Größter Knackpunkt für mich war jedoch die Inszenierung, welche sich in ihrer Ernsthaftigkeit deutlich mit dem zur Schau gestellten Humor (ich konnte zwar kaum lachen, aber das ist zumindest subjektiv) beißt. Das Problem habe ich schon bei "Bad Boys 2" gesehen, hier jedoch wirkt es noch befremdlicher. Wären nicht "The Rock" (launig) und Wahlberg (den ich hier ganz gut fand), die den Charakteren zumindest ansatzweise eine sympathische Seite aufzeigen lassen, der Film wäre vollends ein Reinfall.
:liquid4:
Mit freundlichem Gruß
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