Eine Mischung aus "Mean Guns", "Battle Royale", "The Tournament" und "Saw" in der ganz niedrigen Budgetklasse, aber mit ziemlich talentierten Kickern. Allerdings fehlt es an Dingen wie einer Figurenzeichnung vollkommen, denn Messners Todessehnsucht wird zwar kurz erwähnt, spielt aber eigentlich nie wirklich eine Rolle, und die späte Motiventhüllung einer Figur wirkt auch eher fahrig aus dem Ärmel geschüttelt. Das Mysterium hinter der Entführung entpuppt sich als Banalität, die in zwei Nebensätzen erwähnt wird, und auch die Regeln des Spiels sind in erster Linie ein Drehbuchtrick, damit die Akteure a) sich nicht sofort alle kaputt prügeln und b) an verschiedene Waffen kommen. Hat man sich mit den erzählerischen und monetären Limitierungen (siehe die billige CGI-Explosion und die eingeschränkten Kulissen) arrangiert, dann gibt es immerhin reichlich Fratzengeballer, bei dem das wahre Highlight des Films präsentiert wird: Tim Man. Als einer der Hauptdarsteller, vor allem aber als Fight Choreographer brennt er ein Martial-Arts-Feuerwerk ab, das von Raimund Huber erfreulich übersichtlich und mit dynamischer Kamera eingefangen wird. Neben Man langt vor allem Ammara Siripong ziemlich spektakulär hin, Messner hab ich dagegen schon mal besser in Form gesehen. Trotz Kampfkunstfokus wird für ein wenig Abwechslung gesorgt (einer gegen einen, einer gegen zwei, zwei gegen eine ganze Horde usw.), aber insgesamt ist "Kill 'em All" dann doch eher eine Art Stuntvideo wie der Artverwandte Thai-Klopper "Bangkok Knockout", während Raimund Hubers voriger Film "Bangkok Adrenaline" mehr Witz und erzählerisches Gespür hatte.
,5 bis knappe

Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]