New World - Zwischen den Fronten

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freeman
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New World - Zwischen den Fronten

Beitrag von freeman » 07.10.2013, 08:57

New World - Zwischen den Fronten

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Originaltitel: Shin-sae-gye
Herstellungsland: Südkorea
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Park Hoon-jeong
Darsteller: Lee Jeong-jae, Choi Min-sik, Hwang Jeong-min, Park Seong-woong, Song Ji-hyo, Jeong Yeong-gi, Jang Gwang, Kim Byeong-ok u.a.

Nachdem der Chef eines mächtigen Gangstersyndikats verunglückt ist, entbrennt ein bitterer Machtkampf um dessen Nachfolge. Ein in die Organisation eingeschleuster Cop muss fortan darauf achten, bei den folgenden Intrigen und Gewalteruptionen nicht unter die Räder zu geraten. Das Ergebnis ist ein intensives, brillantes Gangsterdrama.
:liquid8:

Zur "New World" Kritik

In diesem Sinne:
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Vince
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Beitrag von Vince » 26.06.2015, 09:19

Südkoreanisches Gangsterdrama mit Stil und Klasse, das dem Verdienst aus zehn Jahren mit Filmen wie „Infernal Affairs“ oder „Straßen der Gewalt“ den Glanz erhält. Dafür muss sich die Vorgehensweise eigentlich gar nicht nennenswert verändern; nach wie vor geht es um Betrug, Verrat und das zweischneidige Verhältnis zwischen Polizei und organisiertem Verbrechen, immer noch erstreckt sich der Wirkungsgrad zwischen Politik und jenen Orten, an denen man sich die Finger wortwörtlich schmutzig macht.
Park Hoon-jeongs Regie ist episch, ohne pathetisch zu sein. Sie fokussiert sich ganz auf die einzelnen Charaktere, deren intensive und komplexe Darstellung einmal mehr zutiefst wichtig sind. Zu einer moralischen Ausdünstung mit Benetzung eines ganzen Genrezweigs kommt es erst gar nicht; „New World“ beansprucht eine Gültigkeit der dargestellten Konsequenzen nur für seine eigens erzählte Geschichte.
Der südkoreanische Gangsterfilm entwickelt mit Filmen wie diesen langsam Tendenzen, ähnlich wie der Western eine Art Sandkasten für die unterschiedlichsten Erzählungen zu sein, wenngleich man Hoon-jeongs Werk sicherlich schon als eine Art moderner Großstadtwestern mit Anzugträgern in Tiefgaragen, Limos und verglasten Büroräumen bezeichnen kann.
:liquid8:

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Montana
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Beitrag von Montana » 16.07.2015, 12:24

Hat mich nicht nur in einer Scene an Game of Thrones erinnert. In diesem sinne ist es eigentlich ein Game of Thrones im Gangstermilieu von Südkorea. Nahezu perfekt insceniert mit nur ein, villeicht zwei überflüssigen Scenen, hervorragend geschriebenen Charkatern und einem excellenten Soundtrack. Hat mir ausserordentlich gut gefallen.
:liquid8: +

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