Stung

Horrorfilme, die Monster, Tiere oder Mutationen thematisieren.
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McClane
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Stung

Beitrag von McClane » 26.09.2015, 08:27

Stung

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Originaltitel: Stung
Herstellungsland: Deutschland/USA
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Benni Diez
Darsteller: Lance Henriksen, Clifton Collins Jr., Matt O’Leary, Jessica Cook, Florentine Lahme, Daniele Rizzo, David Masterson, Kathleen Renish, Cecilia Pillado, Tony de Maeyer, Eve Slatner u.a.

Monsterhorror aus Deutschland, wenn auch auf Englisch und mit amerikanischen Hauptdarstellern gedreht. Zu diesen gehört auch Lance Henriksen, der er es zusammen mit anderen Gästen einer Gartenparty mit mutierten Riesenwespen zu tun bekommt, die über die Menschen herfallen, was in dieser B-Film-Hommage splattrige Konsequenzen hat.

:liquid6:

Hier geht's zur Kritik
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von McClane » 26.09.2015, 08:27

Platzhalter für ein mögliches Sequel. Laut Regisseur und Produzent wird jedenfalls darüber nachgedacht.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von StS » 26.09.2015, 08:34

Sehen will ich den auf jeden Fall auch noch. Hatte ihn auf´m FFF wegen schwacher Kritiken ausgelassen - aber den Worten hier nach besteht ja scheinbar doch Hoffnung auf ein zumindest nettes B-Movie im Heimkino... :wink:

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Beitrag von McClane » 28.09.2015, 15:11

Die ersten Kritikern waren etwas harsch, inzwischen hab ich aber schon viele gelesen, die meinen Blickwinkel teilen. Wäre es die nächste Ami-Produktion gewesen, hätte ich vielleicht auch einen Punkt weniger gegeben, aber mit Wissen um die Entstehung und die begrenzten Mittel fand ich das klar überdurchschnittlich. Und dass Benni Diez und Benjamin Munz (Produktion) im Q&A sympathische Typen waren, hat natürlich auch dabei geholfen. :D
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

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Beitrag von MarS » 30.05.2017, 15:32

Stung

Auch wenn ich bei deutschen Produktionen (hier mit amerikanischen Schauspielern) immer skeptisch bin, muss ich eingestehen, dass dieser Tier-/Creaturehorror durchaus ansehbar ist. Die Effekte sind bis auf die finale Szene (zu viel CGI) wirklich gut gelungen, was auch daran liegen fürfte, dass hier auch einige handgemachte Tricks zu sehen sind, was einem Creaturehorror immer gut tut. Der Gewaltgrad ist ordentlich und schleimig ist der Film auch. Das bereitet schon einiges an Freude. Sehr positiv überrascht war ich über die lange Screentime von Lance Henrikson. So vermutete ich anfänglich wieder nur sinnloses Namedropping und wurde mit fortgeschrittener Laufzeit dann doch eines besseren belehrt, denn Henrikson nimmt hier tatsächlich eine Rolle ein, welche lange Zeit mit dabei bleibt. Sehr schön.
Leider leidet der Film doch recht merklich an dem Anspruch auch eine Komödie sein zu wollen. Wirklich witzig ist wenig und die eingestreute Rom-Com funktioniert auch nicht wirklich. Das nimmt dem Film einiges an Drive. Schade, gerade mit den ansehnlichen Effekten hätte das mal wieder ein guter ernster Creaturehorror werden können. Lustig sein wollende Trash-Tier-/Creature-Horrorstreifen gibt es schon genug.

Ich verstehe nicht, warum man eine solch gute Ausgangssitutation verpulvert und den Horror mit wenig lustigen Gags verwässert. Das kostet "Stung" einiges an Punkte und lässt ihn leider in Richtung Mittelmäßigkeit rutschen. Hier wäre mehr drin gewesen. Ansehbar ist "Stung" aber auf jeden Fall und definitiv um Welten besser als das was man oft bei SyFy zu sehen bekommt. :liquid5:,5

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Beitrag von Vince » 18.02.2018, 06:58

Die Erleichterung über ein Creature Feature, das bei den Special Effects in einer Liga mit "Arac Attack" oder "Infestation" spielt, ist groß genug, dass man beinahe vergessen könnte, sich mit den übrigen Qualitäten zu befassen. Dass deutsche Gelder in die Realisierung von Riesenwespen geflossen sind, wirkt überdies geradezu wie ein Wachtraum. Nein, "Stung" ist in vielerlei Hinsicht kein gewöhnliches Exemplar seiner Gattung, eher schon ein Produktionsunfall, bei dem sich aufgrund der ungewöhnlichen Umstände eher hinzusehen lohnt als bei allem, womit wir von den hiesigen Billigmanufakturen zugeschmissen werden.

Was allerdings nicht bedeutet, dass wir es mit einem besonderen Geniestreich zu tun haben. Wenn man die beiden Hauptdarsteller auf dem Weg zu ihrem Job als Servicekraft für eine Alte-Leute-Feier begleitet, werden die Schwächen der Dialogschreiber ebenso aufgedeckt wie die begrenzten Qualitäten der Schauspieler, die auf eine negative Weise so aussehen, als hätten sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan als gegen Viehzeug aus dem Rechner zu kämpfen. Als dann auch noch Lance Henriksen auf der Party wartet, ist die Sachlage eigentlich relativ klar.
Immerhin wissen die ersten Eindrücke bei den Festivitäten mit krudem Gammelhumor zu überzeugen. Dazu gehört ein Keyboard-Alleinunterhalter (inklusive abgeschmackter Bossa-Nova-Rhythmen aus den Keyboard-Defaulteinstellungen, die sich ranzig in der Luft verbreiten wie Mr.Oizo-Beats) ebenso wie Clifton Collins Jr. in eher ungewohnter Rolle als verklemmtes Muttersöhnchen; auch Henriksen leistet als Veteran seines Fachs einen gewichtigen Beitrag.

Als dann die Insekten aus ihren Erdlöchern kriechen, schnell an Volumen gewinnen und als ausgewachsene Spezialeffekte durchs Bild schwirren, ist man jedenfalls überrascht, denn man würde bei der Filmanlage doch eher schlecht kopierte Praktikumsnachweise der Marke "Camel Spiders" erwarten, aber gemessen daran können sich die Stecher wahrlich sehen lassen. Insbesondere dahingehend, wie sie die Party-Gäste attackieren - da bleibt dann auch mal eine ganze Gesichtshälfte am Unterleib hängen und das Gekröse verteilt sich herzhaft auf dem Boden.

Schade, dass im Anschluss an den ersten Ausbruch nur noch Standards abgearbeitet werden. Ein verriegeltes Haus und eine panische Gruppe Überlebender, die Szene für Szene dezimiert wird, da helfen auch die bekannten Gesichter nicht mehr viel.

Als "Asylum"-Alternative eignet sich "Stung" definitiv, aber für einen echten Kracher, und einen solchen hat das Subgenre längst noch einmal nötig, hätte es außer annehmbarer digitaler Effekte außerdem ein raffiniertes Drehbuch benötigt.
:liquid5:

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