Daddy's Home 1 + 2

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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McClane
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Daddy's Home 1 + 2

Beitrag von McClane » 16.01.2016, 07:49

Daddy's Home - Ein Vater zuviel

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Originaltitel: Daddy's Home
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Sean Anders
Darsteller: Will Ferrell, Mark Wahlberg, Linda Cardellini, Thomas Haden Church, Bobby Cannavale, Hannibal Buress, Owen Vaccaro, Scarlett Estevez, John Cena u.a.

In „Daddy’s Home“ liefern sich Will Ferrell und Mark Wahlberg ein Männerduell: Der brave Stiefvater gegen den ultramännlichen Draufgänger und leiblichen Vater in einer Komödie über verschiedene Entwürfe von Männlichkeit, in der das Duo ähnlich viel Chemie wie in „Die etwas anderen Cops“ hat, auch wenn „Daddy’s Home“ nicht mit diesem mithalten kann.

:liquid5:

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Daddy's Home 2

Beitrag von freeman » 23.06.2016, 09:02

Daddy's Home 2

Bild

Originaltitel: Daddy’s Home 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Sean Anders
Darsteller: Will Ferrell, Mark Wahlberg, Linda Cardellini, John Cena, John Lithgow, Mel Gibson, Scarlett Estevez, Alessandra Ambrosio, Owen Vaccaro, Leah Procito u.a.

Mel Gibson und John Lithgow lassen in “Daddy’s Home 2” keinen Zweifel daran, warum ihre “Söhne” Mark Wahlberg und Will Ferrell geworden sind, was sie sind. Dieses fantastische Ensemble sorgt im Alleingang für einen enormen Unterhaltungsfaktor. Was der ansonsten arg nach Schema F verlaufenden Weihnachtskomödie sehr gut tut.
:liquid6:

Zur Kritik von "Daddy's Home 2"

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freeman
Zuletzt geändert von freeman am 21.11.2017, 17:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von SFI » 23.06.2016, 18:20

freeman hat geschrieben:Schade finde ich bei dem Streifen, dass der Anarcho-Humor Ferrells extrem ausgeblendet wird. Was freilich auch an der Gesamtanlage seiner viel zu passiven und braven Rolle liegt. Dementsprechend knallt das Ergebnis auch nicht halb so gut wie die vorherige Zusammenarbeit von Ferrell und Wahlberg. Es hat ein paar brachiale Gags (Die ganze Motorradnummer!!!) und den einen oder anderen Schmunzler, insgesamt bleibts aber eine ziemliche 0815-Nummer.
:liquid4:

In diesem Sinne:
freeman
Den Streifen hatten wir letztes Wochenende im Player, als ein einziges unlustiges und übergroßes Klischee, überlebte der Streifen lediglich die ersten 40 Minuten. Daher auch keine Wertung, tendenziell aber unter der Euren. :lol:
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Beitrag von Vince » 14.09.2016, 06:39

Die routinierte Ferrell-Klamotte leistet wenig mehr als Vorschriftsdienst an der modernen amerikanischen Patchwork-Familie. Die Zusammenarbeit des Komikers mit Mark Wahlberg führte in "Die etwas anderen Cops" zu einer Actionkomödie mit vergleichsweise hohem Aufwand; verglichen damit bleibt "Daddy's Home" größtenteils im spießigen Vorgarten stecken, auch wenn für eine Szene dann doch Kobe Bryant und seine Lakers aktiviert wurden, damit sich Ferrell vor einem großen Live-Publikum zum Affen machen und die Fremdscham somit potenziert werden kann.

An Mutter und Kindern jedoch lässt sich ablesen, wie enttäuschend konventionell der Hahnenkampf ums Familienglück ausgefallen ist. Mit Uhrwerkspräzision wird vor allem die Mutter (Linda Cardellini) durch das Wechselbad der Gefühle gejagt, mit dem unweigerlichen Ausgang, dass Ferrells Smooth Jazz hörendes Spießbürgerexemplar kurz vor dem dritten Akt unweigerlich in Ungnade fallen muss. Als kleiner Kniff kann höchstens positiv vermerkt werden, dass Wahlbergs Figur beileibe nicht der ultimativ böse Antagonist ist, als den man ihn problemlos hätte zeichnen können, sondern ein hervorragender Manipulator, der selbst seinen Widersacher immer wieder von sich selbst überzeugen kann, nicht zuletzt auch den Zuschauer.

Viel zu durchschaubar ist der Drahtseilakt zischen Bad-Boyismus und Familienvatertum dennoch. Einiger komischer Pointen und Wendungen (einschließlich eines Cameos von John Cena als amerikanisches Vorzeigeideal) zum Trotz – Ferrells Zoten haben das US-Bürgertum früher mal stärker aufgewirbelt. Adam Sandler wohnt inzwischen nur noch ein Haus weiter.
:liquid4:

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Beitrag von freeman » 21.11.2017, 17:22

Daddy's Home 2

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Mel Gibson und John Lithgow lassen in “Daddy’s Home 2” keinen Zweifel daran, warum ihre “Söhne” Mark Wahlberg und Will Ferrell geworden sind, was sie sind. Dieses fantastische Ensemble sorgt im Alleingang für einen enormen Unterhaltungsfaktor. Was der ansonsten arg nach Schema F verlaufenden Weihnachtskomödie sehr gut tut.
:liquid6:

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Beitrag von Vince » 14.10.2018, 13:38

Daddy's Home 2
Das übliche Prozedere: Nimm die Originalrezeptur und hau genug Geschmacksverstärker rein, bis man Salzkristalle spuckend nach dem Küchenchef schreit. Nachschlag? Nein, danke. Nur weil jetzt John Lithgow und Mel Gibson als Fleischbällchen mit Ugly-X-Mas-Sweater in der Suppe schwimmen, schmecken die Ferrell- und Wahlberg-Nudeln nicht weniger schlaff.

Naiverweise könnte man ja meinen, dass Fortsetzungen gemacht werden, um besonders einfallsreiche Originalfilme weiterzuführen. Wer den Baukastensatz „Daddy's Home“ bereits gesehen hat, weiß es besser. Ein Blick auf den Veröffentlichungskalender 2017 offenbart die Wahrheit: Wenn sich die Frauen nach dem Weihnachtseinkauf in der Stadt von ihren Männern loseisen, um mit der besten Freundin „Bad Moms 2“ anzusehen, lockt das fröhliche Herren-Quartett von „Daddy's Home 2“ mit einem schulterzuckenden „Gobble Gobble One Of Us!“ in den anderen Kinosaal. Besser in Gesellschaft von Gleichgesinnten als sich auf dem Weihnachtsmarkt die Eier abzufrieren, bis die Frau zurück ist.

Nun bereut der Mann die Entscheidung aber bereits, sobald Lithgow und Gibson in Zeitlupe die Rolltreppe nehmen. Das eingespielte Duo Ferrell / Wahlberg hat sich charakterlich bereits einander angenähert. Friede, Freude, Eierkuchen war einer bissigen Komödie noch nie förderlich, doch das Drehbuch baut darauf, dass sich die ungleichen Hauptdarsteller des ersten Teils inzwischen ganz gut arrangieren können. Wahlberg strahlt nun nicht weniger Spießigkeit aus als sein Kompagnon, der längst zur Unsichtbarkeit eingedampft ist.

Weil Lithgow als verpeilter Monchichi direkt auf seinen Filmsohn schließen lässt und nichts Neues beizutragen weiß, beruht alle Hoffnung auf Mel Gibson. Doch dem werden bloß erbärmliche, abgehalfterte Badboyismen auf den Leib geschrieben, die eher niedlich (im Sinne von bemitleidend) wirken als wirklich cool. Und da nun zwei Väter und zwei Großväter mit den unterschiedlichsten Strategien auf die Kindererziehung Einfluss nehmen, wird man Zeuge, wie der Junge (Owen Vaccaro) langsam zum Frankenstein-Kind mutiert, dem es nicht vergönnt ist, eigene Charaktereigenschaften zu entwickeln. Soziopath under construction. Das Weihnachtssetting mit Tannenbäumen, Mistelzweigen und Gesangseinlagen in der Mall (inklusive erneutem Gastauftritt von Super-Daddy John Cena) sorgt für das angemessen synthetische Ambiente, das sich ebenso künstlich anfühlt wie formelhaft.

Gut, dass „Daddy's Home 2“ trotz der großen Namen deutlich weniger einspielte als der erste Teil. So bleibt Kirk Douglas und Sean Connery vielleicht die Anfrage erspart, ob sie nicht vielleicht die nächste Generation von Vätern spielen wollen...
:liquid2:

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Beitrag von StS » 14.10.2018, 14:08

...jip, der Trailer war schon übel. :lol:

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Beitrag von SFI » 14.10.2018, 16:00

Wollte den ja wenigstens auf Prime mal durchspulen, aber ich glaube auch davon lasse ich ab. :lol:
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