Green Room hat mich über weite Strecken leider gar nicht erreicht. Vor allem das Drehbuch lanciert doch so manchen Moment, der einen immer wieder zu den berühmt berüchtigten Facepalms verleitet. Das beginnt schon bei dem gnadenlos dämlichen Rumgeeiere rund um die nicht registrierte Waffe. Ich habe laut durchgeschnauft, als die endlich kein Thema war und das unlogische Agieren rundherum endlich beendet war.
Leider kommen da einige ähnliche Momente nach. Tiefpunkte sind die teilweise sehr seltsamen Verhaltensweisen der Eingeschlossenen, die doch höchst irrational handeln und von den beängstigend coolen Rechten locker ausgespielt werden. Und warum die Drogenküche installiert wurde, konnte mir nach dem Film auch keiner verraten. Man stelle sich das vor: Die Helden gehen mit der laut ausgesprochenen Einstellung an ihre Ausbruchsversuche heran, dass sie vermutlich eh nicht alle überleben werden, sitzen aber auf einer Drogenküche voller H, die ein erstklassiges Druckmittel abgegeben hätte. Oder die man doch gleich hätte hochjagen können, wenn man eh glaubt, nicht zu überleben. Und die Rechten? Die schienen gar nicht zu wissen, dass da diese Küche ist. Also das war schon alles sehr unzusammenhängend und ... sorry ... dämlich.
Seine Momente hat der Film, wenn er endlich rollt und die harschen Gewalteinlagen über den Zuschauer hereinbrechen. Dann wirds durchaus intensiv. Die Plausibilität ist da aber bereits aufgeschlitzt wurden

. Darstellerisch war der Streifen ok, optisch ist er angenehm rau und die Musik fernab der "Live-Musik" angenehm düster. Ein weiterer Wermutstropfen: Stewart hat nicht seine Originalsynchro und klingt im Deutschen einfach nur wie ein alter Opi. Seine eigentliche Stimme hätte zu seinem coolen, berechnend agierenden und taktierenden Charakter um ein Vielfaches besser gepasst.

mit starker Tendenz nach unten.
In diesem Sinne:
freeman