Plan B – Scheiß auf Plan A

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Plan B – Scheiß auf Plan A

Beitrag von freeman » 07.06.2017, 18:07

Plan B – Scheiß auf Plan A

Bild

Originaltitel: Plan B – Scheiß auf Plan A
Herstellungsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Ufuk Genc, Michael Popescu
Darsteller: Can Aydin, Cha-Lee Yoon, Phong Giang, Eugene Boateng, Laurent Daniels, Julia Dietze, Gedeon Burkhard, Henry Meyer, Florian Kleine, Jennifer Bischof, Mike Möller u.a.

Drei Stuntman und ihr Manager werden von ein paar Lumpen gezwungen, den sagenumwobenen Tresor eines Berliner Obergangsters zu finden. Gelingt ihnen das nicht, beißt einer der Ihren ins Gras. Es beginnt eine wilde Schnitzeljagd quer durch die Hauptstadt, die den Actionfilm der 80er und 90er Jahre zelebriert und mit feiner Martial-Arts-Action punktet!
:liquid8:

Zur "Plan B – Scheiß auf Plan A" Kritik

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Beitrag von SFI » 08.06.2017, 05:36

Im McFit läuft täglich die Werbung. :lol:
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Beitrag von freeman » 08.06.2017, 18:04

Jip, die Fox will da vermutlich wirklich was reißen ;-)

In der Muckibude gegenüber vom Büro läuft der Trailer auch.

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Beitrag von Actionfilmfan » 29.04.2018, 18:44

Man verdammt warum gibt es den hier immer noch nicht auf Blu-ray und DVD. Warte da schon so lange.

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Beitrag von freeman » 30.04.2018, 12:53

Fox ist wohl der Meinung, dass die digitale Auswertung reicht. Ham halt noch net davon gehört, dass net jeder streamen will oder kann (gelle Frau Merkel!)...

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Beitrag von Sir Jay » 25.06.2018, 07:20

Schon lange auf dem Zettel gehabt, Am wochenende mal nachgeholt.

Also muss zugeben, die Anfangsszene hat mich doch sehr abgeschreckt, da dachte ich mir nur "ouweia", doch dann wurde das ganze doch noch sympathisch und spaßig.

Zwar schwingt mir meines erachtens noch viel Jugendliche Naivität mit bei, die einige Gags nicht zünden lassen wollen und generell den Ton des Filmes etwas unkontrolliert zucken lässt, doch dafür spürt man, dass bei den Beteiligten das Herz am rechten Fleck war.

Die Fights können sich sehen lassen, und müssen in Sachen Choreographie nicht vor den fernöstlichen Vorbildern verstecken. Dafür, dass die Jungs nur 6 Drehtage für die Kampfszenen hatten, wurde das absolute Optimum herausgeholt, auch wenn ich finde, dass dadurch letztlich doch die Kämpfe den ein oder anderen spektakulären, kreativen Einfall missen lassen.
Denn letztlich verlässt sich die Crew zu oft auf ide immer selben Movesets und Kameraeinstellungen, die dann auch nicht mal zugunsten eines herausragenden FinishingMoves weichen. So wie die Finalgegner ihren Ko-Schlag erhalten fand ich eher ernüchternd.
DAfür aber hat aber die Inszenierung und vor allem die Musik (bis auf die "lauf"-nummer am anfang) richtig Laune gemacht.

alles in allem ein spaßiger Streifen, der aber leider auch selbst für einen martial Arts klopper hier und da inhaltlich ein paar Hänger hat und das letzte I-tüpfelchen bei den Kämpfen missen lässt.
Aber die ganze Chose ist grundsympathisch und pflichtprogramm für jeden, der mit Action und martial Arts filmen groß geworden ist!
Ich freue mich auf die nächsten Projekte vonden jungs
:liquid6:

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Beitrag von SFI » 16.07.2018, 14:36

Plan B bietet ein furioses Choreographiespektakel, huldigt dafür aber gerade auf Dialogebene vielleicht zu aufgesetzt seinen Vorbildern. Inszenatorisch gibts dafür allerfeinste Martial Arts Kost, tolle Kameraarbeit und im starken Endkampf eine stylische Hommage an Face-Off und Harte Ziele. Untermalt wird die Show mit einem treibenden Synthwave Score, der sogleich an Kung Fury erinnert. Genau das ist aber dann auch ein wenig das Problem von Plan B, denn als deutscher Film mutet die Iphone-Optik eben doch nach örtlichem Dönerladen an, zusammen mit dem typisch deutsch-komödiantischen Unterton wohl der Grund, warum deutsche Produktionen immer nach GZSZ-Amateurproduktion aussehen. Ambitioniert ist die Nummer natürlich dennoch und für die kurzweile Unterhaltung gibts auch eine gute Wertung.

:liquid8:
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Beitrag von Vince » 21.07.2018, 05:58

Deutschland und Kampfsport-Action? Für den Rest der Welt eignet sich der durchschnittliche Deutsche vermutlich bestenfalls als hölzerne Trainingspuppe, wohl kaum aber würde man ihm eine Martial-Arts-Actionkomödie zutrauen. Beim Wort "Komödie" spitzt man in Deutschland zwar wieder die Löffel in dem Irrglauben, darin Experte zu sein, aber gelacht wird doch bloß mit der Stimme. Der Körper, ja selbst die Mimik bleibt dabei unveränderliches Granit.

Oder sind das etwa ab sofort überholte Erkenntnisse? Ein "Plan B" steht für das festgefahrene deutsche Genre-Kino jedenfalls schon seit einigen Jahren auf der Agenda und im Bereich Horror hat der Mut zur Andersartigkeit immerhin ein paar Früchte getragen. Nun wagt man sich auf völlig abwegiges Terrain, den Kampfsportfilm, und kombiniert ihn mit den vermeintlichen hausgemachten Stärken. In der Tat ist "Plan B - Scheiß auf Plan A" ein großer Schritt raus aus der urig eingerichteten Komfortzone. Zumindest oberflächlich betrachtet. Kein Schweig(höf)er weit und breit, diesmal wird Deutschland repräsentiert von einem Quartett mit türkischen, ghanaischen, koreanischen und vietnamesischen Wurzeln.

Der Multikulturalismus, den der deutsche Fußball als Volkssport immerhin schon seit Jahren pflegt, hat nun also endlich auch den deutschen Film erreicht. Längst machen Kultur-Übersetzungen à la "Deutsch - Türkisch, Türkisch - Deutsch" natürlich einen großen Anteil deutscher Komödien aus, doch wie könnte man solche trocken nach Migrationsstatistiken zusammengesetzten, risikofreien Marktanalyse-Produkte mit dem vorliegenden Versuch vergleichen, eine absolute kulturelle Offenheit abzubilden - und diese auch noch in ein neonfarbenes Genre-Framework der 80er Jahre einzubetten?

So sind Can Aydin, Cha-Lee Yoon, Phong Giang und Eugene Boateng vielleicht nicht die begabtesten Charakterdarsteller unter der Sonne, aber zweifellos sind sie das Salz, das der faden Comedy-Suppe "Made In Germany" gefehlt hat - insbesondere, da sie auch noch die Klamotten von Bruce Lee, Michael J. Fox, Michael Jackson und Sylvester Stallone auftragen (anstatt etwa von Gottschalk, Bohlen, Schimanski oder dem Bullen von Tölz). Gleich in der Eröffnungsszene wird außerdem unter Beweis gestellt, welch beachtliche, international konkurrenzfähige Kampfchoreografien man von diesem Film erwarten können wird - ein absolutes Novum auf nationaler Ebene. Das sorgt für enorme Aha-Effekte, selbst dann, wenn man aus den großen USA oder aus den asiatischen Ländern Gleichwertiges und Besseres längst gewohnt ist.

Schade nur, dass unter der Oberfläche weiterhin die Basis eines deutschen Humorverständnis waltet und wie ein Braten mürbe im eigenen Safte schmort. Etwas davon retten zu können, indem man es mit frischen Elementen ausstattet, ist ein Irrglaube, dem leider auch "Plan B" in letzter Instanz auf den Leim geht, trotz seiner herrlich bunten, mit Referenzen gespickten und episodisch aufgeschnürten Außenpräsentation. Schlussendlich muss eine Revolution her und für eine solche bedarf es noch mehr Vertrauen in die vielleicht ungewohnten, aber belebenden Protagonisten, ohne jede Angst davor, die eigene Identität verlieren zu können. Für den Anfang ist das aber schon mal die richtige Richtung und vielleicht geht Plan C ja dann endlich völlig auf.
:liquid6:

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Beitrag von Sir Jay » 23.07.2018, 05:39

hab vor einiger Zeit nen youtube channel entdeckt - die Filmanalyse - bei dessen Moderator man fast meinen könnte, er wäre bei dir in die Lehre gegangen Vince ;)

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Beitrag von Vince » 23.07.2018, 13:22

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie klingt das nach einer Beleidigung. ;)

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Beitrag von Sir Jay » 24.07.2018, 16:09

hab schon befürchtet, dass das so ankommt :lol:

aber warum eigentlich - ich habe lediglich eine Ähnlichkeit festgestellt, ohne etwas wertend über den Stil gesagt zu haben. Wenn man es unbedingt in den falschen Hals kriegen möchte, kann man es natürlich als Kritik auffassen, aber seit wann ist Kritik automatisch eine Beleidigung? :shock:

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Beitrag von Vince » 24.07.2018, 16:42

Jay, du weißt doch, dass ich immer voll auf Krawall gebürstet bin. :rambo:
:wink:

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