Revolver

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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StS
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Revolver

Beitrag von StS » 27.12.2005, 20:19

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Originaltitel: Revolver
Herstellungsland: GB / F
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Jason Statham, Ray Liotta, Andre Benjamin, Vincent Pastore, Warren Clark, ...


Nach einer Reihe von Werbespots und Musikvideos feierte Guy Ritchie 1995 mit dem Kurzfilm „the Hard Case“ sein Filmdebüt, einem Gangsterstreifen und zugleich Prequel seiner drei Jahre später folgenden ersten Abend-füllenden Regiearbeit „Lock, Stock and two smoking Barrels“, mit welcher er, dank verspielt-moderner Herangehensweise, jenem (Sub-) Genre aus britischen Landen frischen Wind und neuen Glanz bescherte. Das Nachfolgewerk „Snatch“ wich eigentlich keinen Millimeter von der zuvor verwendeten Erfolgsformel (skurrile Gestalten sowie traditionelle Krimimotive, verpackt in einer humorvoll-rasanten Inszenierung) ab, wurde aber mit einigen (international) bekannten Gesichtern angereichert. Im selben Jahr (2000) heiratete er zudem Pop-Göttin Madonna, mit der er kurz darauf den gelungenen Short „Star“ für die „the Hire“-Reihe umsetzte – dann beging er allerdings den Fehler, seiner (auf dem Kino-Sektor) arg Flop-geplagten Gattin die Hauptrolle in dem (für ihn ungewöhnlichen) Remake des Lina Wertmüller Streifens „Swept Away“ zu gewähren: Eine cineastische Totgeburt, welche weder bei Kritikern noch Publikum den Hauch einer Chance erhielt. Nun (´05) präsentiert uns Ritchie „Revolver“, mit dem er erneut ein (dieses Mal etwas begrenzteres) Risiko eingeht – zwar kehrt er auf das ihm vertraute Gangster-Terrain zurück, fügt jedoch philosophische Ansätze sowie surreale Aspekte hinzu, angesichts denen weite Teile des „Normalpublikums“ sicher kapitulieren bzw verärgert reagieren…

Für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begangen hat, ließ man Jake Green (Jason Statham) damals im Sinne seines Strafmaßes die Wahl: Vierzehn Jahre im normalen Vollzug oder sieben in Einzelhaft. Er entschied sich für letzteres und nahm die totale Isolation auf sich, um so früh wie möglich wieder frei zu kommen – sein einziger Kontakt bestand in Form von Notizen in Gefängnisbüchern zu den beiden Häftlingen in den Nachbarzellen, einer ein Meister des Schachspiels, der andere ein talentierter „Con Artist“, und gemeinsam konzipierten sie eine allgemeingültige Formel für ein perfektes Verbrechen. Nach seiner Entlassung (als dritter des Trios) muss er allerdings feststellen, dass seine „Partner“ die von ihm gelieferten Informationen inzwischen dazu genutzt haben, seine eigenen Geldrücklagen zu stehlen, weshalb sich Jake erneut ins kriminelle (Spieler-) Milieu begibt, um seine neu erworbenen Kenntnisse profitabel anzuwenden.

Zwei Jahre später gilt er in der Szene als erfolgreicher Gewinnertyp, weshalb er in fast allen Casinos Spielverbot hat. Nun soll die persönliche Rache endlich hervortreten, weshalb er sich in den Glitzerpalast der Unterweltgröße Dorothy Macha (Ray Liotta) begibt, den niemand zum Feind haben will und allein schon deshalb keiner besiegt – jener war zudem (indirekt) für seinen Aufenthalt hinter Gittern verantwortlich. Bei einem privaten Spielchen besiegt Jake ihn per Wette auf die Farbe eines geworfenen Jetons und streut im Anschluss noch kräftig verbales Salz in die Wunde, was den eitlen Macha zusätzlich vor seinen Leuten erniedrigt. Beim Verlassen des Gebäudes bricht er jedoch plötzlich bewusstlos zusammen, und im Krankenhaus diagnostiziert man, dass er aufgrund einer Blutkrankheit nur noch wenige Tage zu leben hat. Kurz darauf entkommt er nur knapp einem Mordanschlag von Machas Schergen – aber nur mit Hilfe des rechtzeitig auftauchenden Zack (Vincent Pastore), der ihn mit überlegener Feuerkraft rettet und im Anschluss seinem Partner Avi (Andre Benjamin) vorstellt.

Die beiden gewieften Kredithaie bieten dem Sterbenskranken an, ihn zu beschützen und zudem die Chance der Genugtuung zu ermöglichen – als Gegenleistung muss er ihnen „bloß“ sein gesamtes Vermögen für ihre Geschäfte überlassen sowie ihren Anweisungen bedingungslos Folge leisten. Widerwillig geht Jake darauf ein und begleitet sie bei ihren Diensten. Gleichzeitig führen sie gezielte Aktionen durch, um Macha und seinen schärfsten Konkurrenten gegeneinander auszuspielen: Beispielsweise stiehlt man ihm eine wertvolle Drogenlieferung, weshalb jener sich unbedingt Ware für weitere Verpflichtungen beschaffen muss – da er aber von dem obersten Unterweltkönig „Mr.Gold“ zurückgewiesen wird, hat er kaum eine Wahl, als einen Deal mit Lord John (Tom Wu) einzugehen, einem asiatischen Geschäftsrivalen. Die geplante Abwicklung sabotieren Jake, Avi und Zack wiederum, so dass sich jene Parteien gegenseitig des Betrugs verdächtigen sowie zum Abschuss freigeben. Nachdem Macha aus jenem blutigen Duell als Sieger hervorgeht, konzentriert er sich erneut auf Green, wobei er rücksichtslos dessen Bruder und junge Nichte mit in die Sache hineinzieht. Angesichts der verstrichenen Zeit müssen die Ärzte derweil eine Fehldiagnose bezüglich der Krankheit gestehen, und so macht sich Jake dann auf, ein für alle Mal mit seinem Erzfeind abzurechnen – nur stellt sich plötzlich „Mr.Gold“ in den Weg seines Vorhabens, was die Sache ungemein verkompliziert…

Aufgrund meiner (vom Trailer bestärkten) Erwartung, richtete ich mich im Vorfeld auf eine klassische Gangstergeschichte im glitzernden „Casino“-Umfeld sowie Ritchie-typischen Gewand ein, dessen Werke ich (von „Swept Away“ mal abgesehen) allesamt als annehmbar und unterhaltsam, wenn auch nicht überragend ansehe – umso überraschter meine Reaktion, als sich „Revolver“ mit zunehmenden Verlauf immer weiter in Richtung eines mehrschichtigen Verwirr- und Interpretationsspiels entwickelte. Zwar besitzt der Film noch immer alle vom Regisseur gewohnten Elemente (eine breite Palette schräger Charaktere diverser ethnischer Zugehörigkeiten, Schnitt- und Kameraspielchen, ein sich erst am Ende zusammenfügender Plot-Aufbau etc), überreizt diese allerdings nicht und kommt zudem deutlich ernster daher – Fans werden sich mit den ersten zwei Dritteln sicher gut anfreunden können. Im finalen Akt tritt dann aber eine (bis dato mehr oder minder unterschwellige) höhere, metaphysische bzw transzendente Komponente in den Vordergrund, welche das Gesamtbild auf eine neue Ebene hebt sowie (in meinen Augen) ungemein bereichert. Wäre das nötig gewesen? Nicht wirklich, doch gerade dieses Vorgehen bildet den Unterschied zu artverwandten Produktionen (nicht nur des Mainstreams). Mutig für einen Filmemacher, der sich ohnehin schon auf dünnem Eis bewegt, denn ein Großteil seiner (bislang) treuen Anhängerschaft dürfte sich vor den Kopf gestoßen, enttäuscht und schlichtweg überfordert fühlen, während das „Arthouse“-Publikum ebenfalls nur minimal angesprochen wird, da das Storykonstrukt dafür die nötige Tiefe und Raffinesse vermissen lässt. Schwache Einspielergebnisse, überwiegend negative Kritiken sowie extreme Probleme beim Finden eines US-Distributors scheinen das zu bestätigen.

„A chess game within a chess game within a chess game“, hat Ritchie seine Kreation mal beschrieben, und folgerichtig wird mit den entscheidenden Grundpfeilern des Schachspiels in Form von Zitaten eröffnet, welche wiederum von Aussagen Machiavellis oder Caesars (!wichtig!) über Strategien, Taktiken sowie die Kunst des Krieges ergänzt und im Verlauf mehrfach aufgegriffen werden. Beim Schach geht es nicht darum, seinen Gegenspieler direkt auszuschalten, sondern ihn in eine Position zu manövrieren, aus der er nicht mehr herauskommt – das entspricht der Art, wie Green (nach seiner „perfekten Formel“) die Leute bis hin zur letzten Szene gegeneinander ausspielt. Dieses eher indirekte Vorgehen, mitsamt spezifisch darauf ausgerichteten Dialogen, in Verbindung mit tatsächlich ausgetragenen Schachduellen zwischen Jake und Avi, wird die „Lock, Stock….“- bzw „Snatch“-Zielgruppe sicherlich aufreiben und entnerven, deren Vorfreude sich eher auf eine Menge fliegender Kugeln als auf philosophische Weisheiten und Diskussionen ausrichten dürfte. Schon der Titel verdeutlicht dieses „Missverständnis“ treffend: „Revolver“ bezieht sich keineswegs auf eine Waffe, sondern auf die Ausweglosigkeit einer sich drehenden Bewegung ohne wirklichen Fortschritt, geht also auf „to revolve“ zurück. Nichts erscheint endgültig in Greens Leben: Geheimnisvolle Kärtchen mit Nachrichten lenken ihn in eine ungewisse Richtung, seine Todesdiagnose stellt sich als falsch heraus, ein schwerer Autounfall wird einfach (filmisch!) zurückgespult und anschließend umgangen (aber nicht bevor dem Zuschauer dieser in allen Einzelheiten per detailreicher Ultra-Zeitlupe präsentiert wurde), auch nach der finalen Konfrontation sind seine (inneren) Probleme fern von gelöst – nur das Filmende an sich bildet einen konsequenten Abschluss, bei dem man selbst auf den Abspann verzichtete (das Bild wird und bleibt schwarz, nur leise Musik erklingt).

Das Ursprungsskript von Ethan Gross und Paul Todisco wurde von Ritchie persönlich überarbeitet sowie stärker seinem eigenen Stil angeglichen: Die verwendete Sprache erinnert deutlich an seine ersten Werke, der Gesamtverlauf ist an sich linear, nur werden einzelne Sequenzen in unchronologischer Reihenfolge präsentiert, was hervorragend funktioniert und nicht nur cooler wirkt, sondern gleichzeitig das Sehvergnügen steigert, da beispielsweise die Reaktionen bestimmter Personen auf die betreffenden Ereignisse parallel aufgezeigt werden. Es gibt eine Unmenge an verschiedenen Szenen, zwischen denen zügig gesprungen wird, von allgemein recht schnellen Schnittfolgen ganz zu schweigen. Die traditionelle Rachestory, voller zynischer Aspekte, Gier, Gewalt, Gedankenspielchen sowie raffiniert eingefädelten Aktionen, wird zudem von vielschichtigen psychologischen Facetten ergänzt, auf die zahlreiche Symbole (u.a. Abbildungen von Schlangen oder Schachmotiven), in Aussagen versteckte Preisgebungen und charakteristische Handlungsweisen (gegen Ende erklärt sich etwa Greens Angst vor Fahrstühlen eindrucksvoll) mehr oder minder subtil hinweisen. Der Zuschauer wird zum Mitdenken gezwungen (was eine willkommene Abwechslung gegenüber den gängigen Produktionen heutzutage darstellt), um nachvollziehen zu können, wer gerade wen gegen wen ausspielt oder welcher Ansatz aktuell mal wieder aufgegriffen bzw angesprochen wird. Freunde von Geschichten, die sich in Nachhinein noch prima diskutieren und interpretieren lassen, erhalten frischen Gesprächsstoff – zudem zerstören die Twists (!) nicht vollkommen die Logik, wie etwa bei „Haute Tension“, sondern liefern passende Erklärungen, für die sich nachträglich (vor allem bei einer zweiten Sichtung) etliche Hinweise finden lassen.

Zum ersten Mal arbeitete Guy bei diesem Projekt nicht mit Matthew Vaughn als Produzent zusammen, denn jener bastelte zeitgleich an seinem Regiedebüt „Layer Cake“ – „ersetzt“ wurde er vom französischen „Allrounder“ Luc Besson („Nikita“), dessen Einfluss jedoch nicht offensichtlich zu erkennen ist (zum Glück blieb das Skript von ihm unangetastet!). Für die Hauptrolle holte er sich allerdings einen alten Bekannten ins Boot, nämlich Jason Statham, der mit Bart und längeren strähnigen Haaren gegenüber seiner ansonsten „glatten“ Erscheinung (beispielsweise in „the Transporter“ oder „Italian Job“) kaum wieder zu erkennen ist. Im Einklang mit der allgemeinen Herangehensweise nutzt er hier hauptsächlich seinen Verstand als Waffe – Fäuste oder Kugeln sind für ihn bestenfalls zweitrangig. Statham macht seine Sache (gewohnt) gut, allein schon aufgrund seiner Präsenz füllt er die Rolle hervorragend aus. Green ist unsicher, vorsichtig, beobachtend – er hinterfragt konstant alles um sich herum, wobei seine Gedanken in Form von ständigen inneren Monologen offenbart werden, welche angesichts der zweifelnden Inhalte/Perspektive anfangs leicht irritierend wirken, später aber, wenn man alles besser verstehen kann, einen klaren Sinn ergeben. Machas Denkweisen/Charakterfacetten sind ähnlich, bis hin zu Anflügen von Paranoia – seine Überlegungen bekommt der Zuschauer ebenfalls zu hören, zusätzlich zu sporadischen visuellen Veranschaulichungen. Ray Liotta („Narc“) spielt einfach großartig: Er hat erneut dieses bedrohliche Aufblitzen in den Augen, wenn etwas nicht in seinem Sinne läuft. Nach außen hin gibt er sich als großer Boss, jedoch voller Respekt vor Mr.Golds Macht und schonmal sprachlos angesichts seiner weiblichen Bediensteten. Schwächen, zu denen er seine inneren Zweifel zählt, versucht er energisch zu bekämpfen, was nur in zusätzlichen Unsicherheiten mündet. Klar ist seine Performance zeitweise „over the top“, was allerdings hervorragend mit der fast schon „Cartoon“-haften Konzeption seiner Figur harmoniert. Es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen, wie er sich mit Luxus umgibt oder die zutage tretenden Verstrickungen verflucht (vielfach nur mit Boxershorts und Morgenmantel bekleidet). Zack und Avi ergänzen sich prima: Ersterer verkörpert die Muskeln des Duos, sein Partner das Gehirn. Zusätzlich wird das von den Anfangsbuchstaben ihrer Namen ausgedrückt – ein vom Drehbuch eher grob gestrickter Einfall. Andre Benjamin („Be Cool“) und Vincent Pastore („Mafia!“) machen ihre Sache gut, wobei letzterer aber im Endeffekt erneut seine (klischeehafte) „Sopranos“-Rolle variiert. Erwähnenswert ist zudem unbedingt noch Mark Strong („Syriana“), der bei seinen Auftritten als eiskalter Profikiller glänzt – anfangs durch einen missglückten Hit in eine Schaffenskrise gestürzt, entdeckt er später sein Gewissen und wendet sich gar gegen die eigenen Leute in einer starken, sich über mehrere Stockwerke eines Gebäudes hinweg entfaltenden Sequenz, bei welcher der Filmschnitt eine besondere (optische) Stellung einnimmt. Zwar sind die Figuren insgesamt nicht annähernd so sympathisch wie etwa in „Snatch“, doch das sollen sie letztendlich gar nicht sein.

Wie bereits festgestellt, verlässt Ritchie zum ersten Mal die Ausrichtung auf eine leichtfüßige Art der Unterhaltung zugunsten einer überwiegend ernsten Annäherung. Nur selten zielen Sequenzen vordergründig auf Lacher ab, welche dann aber auch in der vom Regisseur gewohnten Weise auftreten: Neben den schrägen Gestalten und schwarzhumorigen Dialogen gibt es etwa einen Vorfall, bei dem sich ein Verfolger aus Versehen selbst erschießt, worauf dessen Kameraden ihrem Boss den Ablauf geringfügig ausgeschmückt schildern und jener diese Version der Geschichte als absolut unrealistisch entlarvt – der Zuschauer erhält dabei die übertriebene Visualisierung vor Augen geführt. Eine äußerst ansprechende Atmosphäre wird aufgrund der exquisiten Kameraarbeit erzeugt, alles wirkt ansatzweise surreal, was bei den Locations beginnt (Hinterhöfe und Gassen erinnern an eine triste, graue Großstadt, während Fassaden im extremen „Las Vegas“-Glanz erstrahlen sowie Machas Lebensumgebung bombastisch-hedonistische Züge trägt) und den Verhaltensweisen endet (z.B. Greens persönliche Probleme), unabhängig der Konzeption manch weiterer Szene (Macha wird vereinzelt (nackt) in blendend hellem (weißen) Licht seines Solarium-Zimmers gezeigt). Man sollte die Dinge nur zu deuten wissen und sich (beim ersten Mal) nicht zu sehr auf alles konzentrieren, sondern das Gebotene aufmerksam, aber entspannt verfolgen, um sich dann ggf im Nachhinein rückwirkend seine persönliche Deutung zu bestätigen – bei mir hat die Diskussion im Anschluss richtig Spaß gemacht, ein zweites Sichten hat viele zusätzliche Hinweise auf die Lösung aufgetan.

Ritchie war schon immer ein „Style over Substance“-Regisseur – da stellt dieses Werk keine Ausnahme dar: Von „dynamischen Untertiteln“ á la Tony Scott, über Farbfilter, Split-Screens, Lautstärke-Veränderungen der Musikuntermalung (bei manchen Gesprächen überlagert sie das gesprochene Wort, bei anderen verstummt sie schlagartig), verschobene oder kombinierte Bildelemente sowie dem hervorragend arrangierten, abwechslungsreichen Soundtrack (treibende Beats wechseln sich mit klassischer Musik ab etc), ist das gesamte Geschehen ein Fest für die Sinne. Schwächen gibt es bei der Charakterzeichnung, außerdem können die Zuschauer nur schwer eine wirkliche Verbindung aufbauen – und trotzdem übt der Film einen erstaunlichen Reiz aus. Fleißig zitiert und borgt Guy Motive großer Werke sowie deren Schöpfer (“Casino“,“Fight Club“,“the Usual Suspects“/Scorcese, Mamet, Fincher, Tatantino – nur um einige zu nennen) und vermengt alles nach seinem Ermessen – er nutzt sogar eine „3D-Animationssequenz“ ähnlich jener in „Kill Bill“, um die Leichtfüßigkeit bzw Gewalt einer bestimmten Situation (mitsamt der direkten Folgen) zu überspitzen. Die Inszenierung ist zwar keineswegs innovativ, doch sie überzeugt gewichtig – belohnt wird man u.a. mit einigen fantastischen Einstellungen. Als sich Macha beispielsweise gerade über einen Wein im Restaurant beschwert, spitzt urplötzlich Blut über sein Gesicht, da sein persönlicher Hitman eine Kellnerin/Attentäterin gerade noch so neben ihm erschießen konnte: Sie geht (im Hals getroffen) zu Boden, er wird von seinen Bodyguards unter den Tisch gedrückt – dort allerdings muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass sie noch nicht tot ist sowie ihre Waffe langsam auf ihn zu richten beginnt, während seine Leibwächter ihn im Trubel überhören und in der vermeintlichen Deckung gepresst halten. Diese Szene wurde, wie einige andere auch, großartig, einfallsreich sowie spannend umgesetzt, was meinen Gesamteindruck gut widerspiegelt. Die Optik stimmt, der Verlauf ist unvorhersehbar und kniffelig, Humor, Gewalt, gute Darsteller sind vorhanden – perfekt ist der Film keineswegs, wohl aber eine sehr gute, unterhaltsame Produktion abseits des Mainstreams.

Fazit: „Revolver“ ist ein sehr interessanter, (stilistisch wie inhaltlich) verschachtelter Gangsterfilm, welcher die Taktiken des Schachspiels auf jenes Genre überträgt und dieses zusätzlich durch die Beigabe philosophischer und psychologischer Elemente auf ein ungewöhnliches Level hebt. Der breiten Masse wird das Endergebnis kaum zusagen, dafür aber all jenen Zuschauern, die gerne mal aufmerksam mitdenken. Meiner Meinung nach handelt es sich um die beste Arbeit Guy Ritchies, da sie reifer und vielschichtiger als sonst bei ihm üblich daherkommt …

knappe :liquid9:


Bislang ist der Film erst in Osteuropa auf DVD erschienen - die britische RC2 erscheint im März.

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Review von Vince
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Kognitive Dissonanz nennt die Psychologie die Unvereinbarkeit neuer Informationen mit dem durch persönliche Entscheidungen geformten Erfahrungsschatz und der daraus resultierenden Einstellung des Individuums gegenüber bestimmten Sachverhalten. Wenn das Individuum also eine neue Information erhält und deren Gehalt mit der persönlichen Einstellung unvereinbar ist, entstehen innere Spannungen. Das Individuum hat nun zwei Möglichkeiten, diese Spannungen zu lösen: Entweder, es überdenkt aufgrund der neuen Information die eigene Einstellung und ändert sie entsprechend ab, oder aber, und das ist die häufigere, weil einfachere Variante, die neue Information wird gemäß der eigenen Einstellung modifiziert, damit sie ins eigene Gefüge passt, ohne Widersprüche zu verursachen.

Kognitive Dissonanzen sind nun in vielerlei Hinsicht mit Guy Ritchies bislang jüngstem und verdammt kühnen Werk “Revolver” verbunden. Denn sie beherrschen erstens die Verhaltensweisen sämtlicher Charaktere aus dem “Revolver”-Universum. Zweitens bestimmen sie die komplette narrative und inszenatorische Struktur des Films. Drittens ergeben sie sich automatisch durch die Berücksichtigung der beiden laut gefeierten Durchbruchswerke Ritchies, nämlich “Bube, Dame, König, grAs” und “Snatch”, die den jungen britischen Filmemacher bereits zum Entertainment-Only-Tarantino machten. Denn was mit “Revolver” aufgefahren wird, lässt sich kaum mehr mit der zwanglosen Gangster-Comedy von einst vergleichen. Viertens stellen sich Dissonanzen mit Sicherheit bei eingeschworenen Fans der genannten Gangster-Komödien ein, bei denen Ritchie trotz “Swept Away” noch eine Lobby haben dürfte, diese aber nun mit dem vorliegenden Werk aufs Spiel setzt. Und fünftens habe auch ich selbst mit Dissonanzen zu kämpfen gehabt. Denn obwohl ich (trotz zahlreicher Ausflüge in den No-Brainer-Sektor, die ich auch nicht missen möchte) eigentlich grundsätzlich jede Maßnahme begrüße, die einen Inhalt tiefer, signifikanter und intelligenter werden lässt, sehe ich das finale Resultat nun etwas zwiegespalten. Die neue Zutat verleiht dem bewährten Gericht nicht ganz die Raffinesse, nach der ich mich gesehnt hatte.

Dabei ist sie am Ende doch noch mehr als genießbar und damit weit weg von dem, was Kritiker in, wie ich annehmen muss, blinder Gier nach einem saftigen Verriss an Spott aufgefahren hatten, von wegen “Swept Away”, der künstlerisch wie kommerziell gefloppte Ausrutscher Ritchies, sei ein Meisterwerk im Vergleich zu “Revolver”. Das ist nicht einmal annähernd der Fall, und wer es doch behauptet, muss schon ein Künstler der Rhetorik sein, um seinen Standpunkt plausibel zu machen. Dennoch waren “Bube, Dame...” und “Snatch” die deutlich runderen, feiner verarbeiteten Filme. “Revolver” ist im Sinne des Experimentalismus noch mit sichtbaren Nähten versehen, das neue Element, die psychologische Meta-Ebene, an den Gangsterfilm-Korpus mit all seinen Interessengruppen aus verschrobenen Charakteren anzunähen.

Damit sind wir beim Hauptproblem des Filmes. Unter der Prämisse, einen psychologisch konstruierten Unterbau an das Gerüst zu hängen, verliert das von Ritchie seit jeher so perfekt beherrschte Spiel mit skurrilen Szenarien, verrückten Figuren und umworbenen MacGuffins an Kontrolle. Wie eine dunkle Wolke schwebt die Vorgabe, durch vertrackte Schachzüge Metaebenen erreichen zu müssen, über der Interaktion der zentralen Spielfiguren Jake Green (Jason Statham), Avi (André Benjamin), Zach (Vincent Pastore) und Macha (Ray Liotta). Die Grundstimmung ist klar düsterer als ansonsten aus Ritchies Filmen bekannt, was ja nun zunächst einmal keine schlechte Sache sein muss; hierdurch jedoch werden die Figuren ihres natürlichen “Lebensraumes” beraubt, innerhalb dessen einzig und allein sie hundertprozentig funktionieren. Die Folge: Nur Jason Statham schafft es gerade noch mit Hilfe seiner sich fast durch den kompletten Film ziehenden Gedankenmonologe, sich als Unikat zu beweisen und sich dauerhaft als einzigartiger Charakter zu profilieren. Durch seine fast wuchernde Gesichts- und Kopfbehaarung unterscheidet er sich von seinen sämtlichen anderen Rollen dabei nicht nur optisch; auch schauspielerisch werden ihm einige Szenen zuteil, in denen er über sein gewohntes Maß hinaus agiert, was natürlich primär den Anforderungen durch seine Rolle zuzuschreiben ist. Mit Abstrichen ist auch noch der einmal mehr groß aufspielende Ray Liotta zu erwähnen - allerdings bleibt auch er nicht mehr nach den klassischen Ritchie-Kriterien im Gedächtnis, sondern einzig durch sein intensives Schauspiel. Was die Gambler- und Gangsterfilmelemente des Films betrifft, wirkt er gar wie ein Fremdkörper, fern der eigentümlichen Dialektik, wie sie sonst jeden Nebencharakter eines Ritchie-Films umweht. Vielleicht ist noch Mark Strong herauszuheben, der als eiskalter Killer in einer Schaffenskrise noch am meisten das Relikt der ausgehenden Gangster-Comedy darstellt. Strong stellt diesen Kontrast zwischen eiskalter Berechnung und Menschlichkeit mit subtilem Humor in Reinform, mit schauspielerischem Minimalismus, der aber auf Anhieb funktioniert. Nach diesem Schema haben sich Bricktop, Turkish, Sol, Eddie, Soap, Big Chris, Tommy, Frankie Four Fingers und wie sie alle heißen mit Leichtigkeit ins Hirn des Zuschauers eingebrannt. Von den genannten Ausnahmen abgesehen findet ein derartiges Einbrennen diesmal aber nicht statt. Grundsätzlich durchaus auch skurril angelegte Figuren wie die von Francesca Annis gespielte Lily Walker vergisst der Zuschauer einfach wieder zu schnell, und der Grund ist schnell gefunden: Die Charaktere mit ihren verrückten Eigenschaften sind nicht mehr das Zentrum des Drehbuchs. Sie sind nurmehr ein Teil davon, nicht mehr jedoch der Teil, auf den es ankommt.

An dieser Stelle tauchen wir nun ein in das neue Element. Die erste Frage, die sich zwangsläufig aufdrängt, lautet: Warum ist Ritchie von seinem Stil abgegangen? Und gleich darauf folgend: Ist es überhaupt nötig gewesen, das in sich hervorragend funktionierende Konstrukt seiner Filme von 1998 und 2000 durch eine metaphysische Komponente aufzubrechen?

Meine Vermutung ist die, dass die Neukonzeption in “Revolver” eine auf die funktionalen Mechanismen seiner Vorgängerfilme reduzierte Version seines Schaffens ist. Das bedeutet, die interne Verschachtelung, die gleichermaßen bei Psychologie und Philosophie an die Tür klopft, weist invers auf die Struktur hin, der “Bube, Dame...” und “Snatch” gefolgt sind. Das ist zumindest ein einzelner Aspekt der nahezu unüberschaubaren Umwälzung, die hier stattfindet. Alsbald Ritchie den Drang verspürte, höhere Ziele als reine Unterhaltung zu erreichen, musste er nämlich trotzdem über kurz oder lang auf seine alten Werkzeuge zurückkommen. So rechtfertigt er auch das erneute Stricken des Plots rund um rivalisierende Gangsterbanden in einem Casino-Szenario. Um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen, sah er sich vermutlich gezwungen, auf alte Stärken zurückzugreifen. So brach er also seine Gangster-Comedy auf und ließ den dunklen Strom der Metaphysik einfließen, der sich nun aber durch die bereits vorhandenen Aderverzweigungen schlängeln musste. Sprich, das neue Material fließt durch alte Formen, wodurch “Revolver” in seiner gerade gen Ende zunehmenden Verschachtelung zu einer auf die Theorie reduzierten Variante der deutlich pragmatischer veranlagten Vorgänger wird.

War denn nun ein solcher Schritt notwendig? Rückwärtsgerichtet muss man die Frage verneinen. Welchen Sinn hat es, die Mechanismen einer Sache zu erklären, wenn die Sache selbst doch bisher so gut funktioniert hat? Manchmal hat man bei “Revolver”, vergleicht man ihn mit den Vorgängern, den Eindruck, er sei die erklärende Analyse zum intakten Konzept seines Erbes. Aber, um dieses Bildnis mal zu wagen, muss man einen Witz analysieren, um ihn witzig zu finden?

Doch man ist ja nicht gezwungen, “Revolver” im Hinblick auf “Bube, Dame...” und “Snatch” zu betrachten. Im Gegenteil, in diversen Punkten löst sich Ritchie unglaublich stark von seinen eigenen Wurzeln und überschüttet den Zuschauer in einem sagenhaften Ausmaß mit Elementen, die man ihm in dem Maße nie zugetraut hätte. Und bei der Fülle an Erzählebenen, Hinweisen, Symbolik, Metaphorik, Plottwists und visuellen und akustischen Stilmitteln bleibt letztendlich doch eines voller Respekt anzumerken: Wie sich die Puzzleteile auf all den verschiedenen Ebenen schließlich zusammenfügen, ist mit keinem anderen Wort zusammenzufassen als mit folgendem: Perfektion.

Mag der Gesamteindruck nach dem Film auch möglicherweise eher verwachsener Natur sein, eines kann man dem Film nicht vorwerfen, nämlich dass er intern nicht logisch wäre. Und das ist insofern schier unglaublich, als dass es sich Ritchie angemaßt hat, wirklich in jeder Hinsicht seine Vision durchzusetzen, den Film zu einem Schachspiel auf mehreren Levels zu gestalten, ein “Spiel im Spiel im Spiel”. Aber es funktioniert! Alleine visuell ist “Revolver” ein bedeutungsschwangeres Kunstwerk von einem Film. Schaut man genau hin, und viele Details werden wohl erst nach der zweiten oder dritten Sichtung klar, so ist keiner der eingesetzten Farbfilter selbstzweckhaft, keines der Setpieces nur reine Dekoration, kein Mono- oder Dialog ein Werkzeug lediglich zur Darstellung von Coolness. Sehr offen, daran kann sich der Zuschauer relativ unkompliziert selbst auf die höhere Ebene ziehen, wird das Schachspiel als Hauptmetapher für die Filmhandlung eingeführt. Davon ausgehend ist alles andere interpretierbar. Zeichen können in teils infinitem Optionalismus gedeutet werden, geben vorab schon Hinweise auf die Plottwists, nehmen sie aber eigentlich nie wirklich vorweg; erst nach dem Twist wird ihr Zeichencharakter deutlich. In welche Richtung man seine Interpretation nun laufen lässt, ist bis zu einem gewissen Grad sogar vom eigenen Ermessen abhängig.

Es ist schon kurios, wie die vielen Kritiker des Films über diese Qualitäten einfach hinwegsehen konnten, denn es bleibt nicht nur bei den unbestreitbar gelungenen, visuell transportierten Informationen, auch handlungstechnisch erleben wir einen stimmigen Übergang auf die nächsthöhere Ebene, auch wenn die offensichtlichen Vorbilder (die ich jetzt aus vergleichender Spoilergefahr nicht nennen möchte) nicht zu leugnen sind. Doch ist Ritchie hier weniger abhängig von der Effektivität seiner Plottwists; auch davon unabhängig funktioniert sein Konzept, weil es so viel mehr ist als ein in diesen Zeiten fast schon widersprüchlicherweise “gewöhnlicher” Mindfuck. Es geht schließlich immer noch um den (Schach-)Spielcharakter der Filmhandlung, und der ist nicht notwendigerweise ausschließlich gebunden an die Momentwirkung einer Handlungswende. Er ist durch seine vielfache Interpretierbarkeit nach oben und nach unten hin abgesichert. Deswegen ist die Qualität der Auflösung auch nicht so stark von der Effektivität der Twists abhängig, sondern vielmehr von der Charakterzeichnung der vier, fünf wichtigsten Filmfiguren, von der Vielschichtigkeit des Konzeptes und der Funktionalität der Metaphern und Symbole.

Das ändert alles nichts daran, dass im Gesamtbild “Revolver” nicht etwa zu einem Meisterwerk mutiert - das noch nicht einmal annähernd. Dafür sind in diesem Experiment zu viele funktionierende Elemente geopfert worden, “nur” um mehr Tiefgang einzubringen. Aber ist doch ein “guter” Film geworden - ein Film, der seine eigene Handschrift besitzt, auf eine zunächst noch undefinierbare Weise fasziniert und dem Betrachter das Gefühl vermittelt, gerade etwas von Belang gesehen zu haben. Und selbst wer an den alten Filmen hängt, sollte nicht ganz leer ausgehen. Die Schießerei in Treppenhaus/Wohnung führt den verqueren Schnitt- und Kamerastil, eines der Markenzeichen von Ritchie-Filmen, gekonnt weiter und beschert uns eine dynamische, saumäßig cool aussehende Ballerei. Man denke auch an den Durchstoß der Autofensterscheibe, der nicht nur für die ursprüngliche Zielgruppe von Interesse ist, sondern durch seinen Ablauf zudem mit einer besonderen Bedeutung für die Spielzug-Thematik bedacht wurde.
Im Bild der kognitiven Dissonanz ist das von Guy Ritchie neu hinzugefügte metaphysische Moment diejenige Information, die sich nicht mit unseren Erfahrungen deckt und die von Natur aus bei vielen Zuschauern für innere Spannungen sorgen wird. Mit einer solchen Erweiterung des Horizonts hat niemand gerechnet, schon gar nicht nach dem in Wirklichkeit zweideutigen Titel des Films, den man in Kenntnis von Ritchies bisheriger Filmografie aber nur auf eine Weise interpretieren konnte - als ein weiterer der typischen Ritchie-MacGuffins, eine Waffe, die aus einem bestimmten Grund zum begehrten Objekt mehrerer Gangstergruppen wird. Das Filmposter mit all den aufgereihten Charakterköpfen, einem Revolver und Spielkarten verstärkte den Eindruck. Doch dem ist nicht so, und daran werden sich viele die Zähne ausbeißen. Sie werden die neue Information als dissonant einstufen und wieder abstoßen. Doch wer sich darauf einlässt, statt dessen den schwierigeren Weg zu gehen und die eigene Einstellung gegenüber dem Film zu modifizieren, seinen eigenen Horizont für eine neue Ebene zu erweitern, wie es Ritchie selbst auch gemacht hat, der wird möglicherweise doch noch ziemlich positiv überrascht werden.
:liquid7:

Die UK-DVD von Redbus ist inzwischen erschienen und bietet neben dem Film in guter Bild- und Tonqualität diesmal nicht nur englische Untertitel, sondern auch animierte Menüs sowie einiges an Bonusmaterial, darunter sieben gelöschte Szenen, Outtakes, ein Making Of u.v.m.
Zuletzt geändert von StS am 20.08.2006, 11:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 27.12.2005, 22:37

Na das klingt doch toll... freu :)
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
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Beitrag von Vince » 19.04.2006, 21:40

Hab den Film inzwischen auch gesehen und mal ein Review druntergesetzt.

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 00:24

Wir solltenj den Tiger bitten auch für uns einen FAQ Bereich einzurichten, der diverse Fremdworte mal richtig erklärt :lol:

Kognitive Dissonanz ... ich dachte eigentlich, ich würde das NACH meinem Studium nie wieder hören ... danke Vince, hast mich richtig sentimental gemacht ...

;-)

Der kommt ja nun sicher auch bald in Deutschland ... hoffe ich ...!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 20.04.2006, 00:26

LOL musste halt net meine Reviews lesen. :lol:

Gibts eigentlich überhaupt schon ne deutsche Synchro?

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 00:38

Tja, keine Ahnung ... schön wärs langsam ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Joker6686 » 20.04.2006, 01:22

Jo ich warte auch schon seit längeren auf ne deutsche VÖ..aber mal sehen vielleicht hol ich mir doch noch die UK.

Zu den Reviews kann ich noch nix sagen,da ich ers den Film sehen will und vollkommen "unbeeinflusst" rangehen will.Aber so wie ich euch kenne werden die schon rocken :lol:

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Beitrag von Carcass77 » 20.04.2006, 10:47

Wow, das hört sich ja durchaus interessant an, von dem Film wußte ich gar nix. Gut, dass es dieses Board hier gibt... *schleim* :wink:

P.S.: Die Reviews sind natürlich erste Klasse, bin ja gar nichts anderes mehr gewohnt hier!

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Beitrag von Vince » 20.04.2006, 14:08

Thanks! Das von StS ist wirklich erste Sahne, und wer den Film dann mal gesehen hat, dem empfehle ich im Spoiler-Forum bei den Narren den Revolver-Thread - da gibt der gute Stefan eine durch und durch schlüssige Analyse, die ich in jeder Hinsicht unterschreiben kann. :wink:
Mein eigenes Review halte ich ehrlich gesagt nicht für so besonders gelungen - ich versuche da Dinge zu erklären, die nicht erklärbar sind, ohne total kompliziert und hochgegriffen zu schreiben. Ich hoffe aber, dass zumindest klargeworden ist, dass der Streifen beileibe nicht der Müll ist, als den ihn viele Kritiker gerne tituliert haben. :wink:

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 14:16

Der Bundesdatenschutz warnt vor einer neuen Form des Phishings. Es ist das Phishing for compliments ... Seien sie Vorsichtig bei Phrasen wie diesen:
Vince hat geschrieben:Mein eigenes Review halte ich ehrlich gesagt nicht für so besonders gelungen - ich versuche da Dinge zu erklären, die nicht erklärbar sind, ohne total kompliziert und hochgegriffen zu schreiben. Ich hoffe aber, dass zumindest klargeworden ist, dass der Streifen beileibe nicht der Müll ist, als den ihn viele Kritiker gerne tituliert haben. :wink:
Diese Schlitzohren werden von ihnen Anteilnahme und Mitleid in der Form:
"Och, deins ist doch auch Spitze" erwarten. Schreiben sie dies nur, wenn sie es auch wirklich so meinen ... ansonsten spornen sie die Bösewichter zu noch mehr Phishing an ;-)

Ich finde im übrigen beide Reviews spitze, sonst würde mich der Film sicher net interessieren ... bei den Kritiken, die dem teils zuteil wurden ...

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Beitrag von Vince » 20.04.2006, 14:18

:lol:
Nein ernsthaft, das Wort Phishing war mir bisher kein Begriff und es ging mir nur darum herauszustellen, dass es Reviews von mir gibt, die mir selbst am Ende mehr zusagen. Was insofern blöd ist, als dass ich mit "Revolver" ein Jubiläum feiere, ist nämlich mein 250. Review! :eclipsee_victoria

EDIT: Wo ist StS eigentlich? Gestern und heute noch net gesehen... ungewöhnlich...

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 14:47

:lol: :lol: :lol:

Phisihing verwendet man im Zusammenhang mit dem Datenklau im Internet ... also wenn einer deiner Onlinebankingdaten mitliest usw ... und da das gerade wieder aktuell ist (diesmal dank Tastaturanschlagsauslesesoftware) hab ich es einfach mal verwendet ... denn ich bin ja brillanter Satiriker, der immer tagesaktuell arbeitet und Witze abschießt. Oder etwa nicht? *Phishingversuch* :lol:

Tja, der StS, wer weiß, wer weiß. Hauptsache, es hat ihm net den Rechner mit der Diplomarbeit druff zerschossen ...

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Beitrag von Vince » 20.04.2006, 14:58

freeman hat geschrieben: Phisihing verwendet man im Zusammenhang mit dem Datenklau im Internet ... also wenn einer deiner Onlinebankingdaten mitliest usw ... und da das gerade wieder aktuell ist (diesmal dank Tastaturanschlagsauslesesoftware) hab ich es einfach mal verwendet ... denn ich bin ja brillanter Satiriker, der immer tagesaktuell arbeitet und Witze abschießt. Oder etwa nicht? *Phishingversuch* :lol:
:lol:
Alter Vokabeljongleur... :wink:

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 15:02

Alles nur Training für meine Karriere als Late Night Talker, der keien Gäste zu sich einlädt und den Alleinunterhalter gibt ;-)

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Beitrag von kaiserfranz » 20.04.2006, 21:00

Von Vince und StS im Schnitt ne 8/10, dann muss der Film doch was sein! :D

Werd mir den Film definfitv mal geben. Reviews sind beide wie immer sehr gut! :)

Gruss
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Beitrag von StS » 21.04.2006, 12:06

freeman hat geschrieben:Tja, der StS, wer weiß, wer weiß. Hauptsache, es hat ihm net den Rechner mit der Diplomarbeit druff zerschossen ...
Feine Kritik, Vince! :D
Wo ich war? Henriettenstift Hannover. Nette Klinik - kann ich nur empfehlen! :wink:
Was ich weniger empfehlen kann, ist Nudelsalat, bei dem man beim Zubereiten nicht geprüft hat, ob die verwendete Remoulade noch haltbar ist... :roll:
Na ja, bin gerade entlassen worden, passt also schon wieder.

@freeman: Meinem Compi mit der Dipl.Arbeit geht es zum Glück noch sehr gut (diverse Back-Ups sind auch schon erstellt worden). 4 Wochen noch - der Endspurt beginnt... :wink:
Zuletzt geändert von StS am 21.04.2006, 12:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 21.04.2006, 12:23

Wie wo was? Was hattest Du denn in einer Klinik zu suchen?
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
Dass meine Pisse keine Fanta ist :D
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Beitrag von StS » 21.04.2006, 12:37

Siehe den Teil mit der Remoulade ... Lebensmittelvergiftung. :oops:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 21.04.2006, 12:47

Urks, nicht schlecht... davon blieb ich bisher immer verschont
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
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Beitrag von Vince » 21.04.2006, 13:31

Danke @ StS und oha, hört sich ja mies an mit der Remouladensache... kannste gleich mal im Zuletzt gegessen-Fred verewigen. :lol:

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Beitrag von StS » 21.04.2006, 13:37

Vince hat geschrieben:Danke @ StS und oha, hört sich ja mies an mit der Remouladensache... kannste gleich mal im Zuletzt gegessen-Fred verewigen. :lol:
Ja, war nicht witzig... :?

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Beitrag von freeman » 21.04.2006, 23:15

Ja Jesus ... so schnell kanns gehen ... man sollte aber auchkeine Remoulade an Nudelsalat machen. Ich kann mein Mayorezept nur empfehlen ;-)

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Beitrag von StS » 22.04.2006, 00:04

freeman hat geschrieben:Ja Jesus ... so schnell kanns gehen ... man sollte aber auchkeine Remoulade an Nudelsalat machen. Ich kann mein Mayorezept nur empfehlen ;-)
Es sollte ja auch nur ein kleiner Snack für den Abend vorm TV werden... :roll:

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Beitrag von Vince » 22.04.2006, 00:06

Komisch, aber wenn ich was mit Lebensmittelvergiftung höre, dann ist oft Remoulade im Spiel... das Zeug meide ich sowieso, irgendwie verbinde ich das immer mit Krankheit und Übelkeit.

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