Eure musikalische Evolution der letzten Dekade

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Moderator: gelini71

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Sir Jay
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Eure musikalische Evolution der letzten Dekade

Beitrag von Sir Jay » 15.01.2020, 18:56

Im Internet hat man sich ja in den vergangenen Wochen mit den obligatorischen "die Besten Alben der 2010er-Jahre" Listen gegenseitig überboten.

Sowas finde ich zwar auch interessant, aber viel mehr interessiert mich eure persönliche musikalische Wandlung in der letzten Dekade, und dies schließt eben auch Neuentdeckungen von uraltem Kram ein, der 2010 womöglich schon längst tot gewesen war :lol:.

Wo standet ihr 2010 mit euren Hörgewohnheiten?
Was habt ihr für euch neues entdeckt?
Was habt ihr hinter euch gelassen?

Ohne vorher groß in Tagebüchern und Co. rumgekramt zu haben kann ich die Jahre folgendermaßen aufdröseln.
Aufgelistet habe ich die Künstler die mir einfach zu dem jeweiligen Jahr als erster einfallen, weil ich sie in diesem Jahr erstmals und/oder besonders viel gehört habe.

Neuentdeckungen 2010:
Devin Townsend
Alice in Chains
Dream Theater

Neuentdeckungen 2011:
Tool
Riverside

Neuentdeckungen 2012:
Opeth
Ayreon

Neuentdeckungen 2013:
Marillion

Neuentdeckungen 2014:
Judas Priest

Neuentdeckungen 2015:
The Cure
Black Sabbath
Mike Oldfield

Neuentdeckungen 2016:
Nick Cave
Stone Temple Pilots

Neuentdeckungen 2017:
Killing Joke
Tom Waits
The Damned

Neuentdeckungen 2018:
siouxsie and the banshees
Bauhaus
Sisters Of Mercy

Neuentdeckungen 2019:
Maudlin of the Well
Type O Negative
The Mission

Wie man sieht habe ich in den ersten jahren ausgiebig Prog gefrönt, der für mich zu diesem Zeitpunkt eine der wichtigsten Entdeckungen überhaupt gewesen ist. Was 2008 mit Porcupine Tree bei mir los ging, setzte sich bis einschließlich 2014 fort, bis ich eine allmählich eine Art Ermüdung empfand und ich mich ein wenig musikhistorisch ohnehin etwas allgemeiner bilden wollte.
Ich wollte mehr klassische Sachen aus dem Metal Bereich kennenlernen und entdeckte Judas Priest und Black Sabbath und Iron Maiden für mich, während ich weiterhin mit Metallica nie so ganz warm werden konnte. Erst 2019 habe ich den Thrash Metal durch Megadeth für mich neu entdeckt und mehr zu schätzen gelernt.
Ab 2015 habe ich durch The Cure den Einstieg ins Gothic-Genre gefunden, was eigentlich nur eine Frage der Zeit war, da ich eigentlich schon durch Stabbing Westwards dafür prädestiniert war, früher oder später in dem Genre abzutauchen.
Mittlerweile habe ich mich im Gothic-Rock bereich so weiträumig durchgehört, dass ich es als mein zweites Standbein bezeichnen möchte.
Alben wie "Bloody Kisses" von Type of Negative oder "gods own medicince" von the mission möchte ich auf gar keinen Fall mehr missen.

2016 habe ich mich kurzzeitig auch mal etwas ausgiebiger mit Grunge beschäftigt und mit Stone Temple Pilots und Mother Lover Bone Künstlern begegnet, die mir allesamt besser gefallen als Nirvana. Von Alice in Chains will ich gar nicht erst anfangen, aber die hatte ich bereits 2010 für mich entdeckt, auch wenn ich sie zu diesem Zeitpunkt lediglich auf "Dirt" reduzieren konnte, bis ich erkannt, dass auch "Facelift" unfassbar geil ist.

Die kurioseste Neuentdeckung war aber wohl Tom Waits, dessen Musik (hierbei spreche ich erstmal nur für alle seine Werke aus den 70ern) fernab allem ist, was ich sonst so bisher gehört habe, doch dieser Kneipenjazz hat mich einfach auf dem richtigen Fuß erwischt. Diese Neuentdeckung muss ich Steven Wilson persönlich verdanken, der "The Heart of Saturday Night" mal in einer Ausgabe der Mint vorgestellt hatte.

Zwischendurch habe ich 2017 auch mal versucht mich im Bereich Hip Hop etwas weiterzubilden und habe diverse Klassiker nachgeholt, wobei "Three Feet High and Rising" von DeLaSoul wohl eine meiner liebsten Entdeckungen aus dem Genre darstellt.
Mehr als alles andere habe ich 2017 aber vor allem Killing Joke gehört. Selten habe ich eine Künstlerneuentdeckung so schnell und weiträumig nachgeholt wie diese Band!

2019 habe ich mich zunehmend wieder etwas stärker dem Prog zurückgewandt und dabei viel alten Kram wie Psychotic Waltz wiederentdeckt, nachdem sie die letzten Jahre bei mir etwas in Vergessenheit geraten waren.
Mein persönliches Entdeckungshighlight 2019 war aber ganz sicher "Maudlin of the Well", die mir klar machten, dass ich doch noch nicht alle Facetten des Progs kenne.
Nebenbei habe ich mich 2019 auch ein wenig mit dem Black Metal anfreunden können durch Künstler wie Agalloch, Summoning und Caladan Brood. Burzum hat mich auch nicht schlecht gefallen, aber da muss man halt gut in der Lage sein Künstler von der Kunst zu trennen :/

Hinter mir gelassen, aber ich Kram, den ich mit 17 ganz gerne gehört habe, mir aber heute irgendwie einfach zu peinlich ist.
Deswegen habe ich mal ganz rigoros unter anderem Linkin Park, Limp Bizkit und Sum41 von meiner Festplatte gekickt.
Und auch beim Prog ist mir klar geworden, dass ich durch meine Präferenz für Düsteres nicht sonderlich viel für den feuchtfröhlichen Neo-Prog Marke Unitopia und Co übrig habe.

Wenn ich an die letzten Jahre zurückdenke habe ich vor allem stets das Düstere gesucht. Und das werde ich wohl auch verstärkt fortführen...


Beim Schreiben ist mir bereits aufgefallen, dass ich etliche anderen Künstler wie Pink Floyd und David Bowie noch nicht genannt habe, aber das sollte auch eine kurze zusammenfassung dessen werden, was mir als aller erstes zu der letzten Dekade einfällt.

Vor allem aber zeigt mir diese Liste gerade selber, dass ich so gut wie keinen wirklich jungen Künstler gehört habe, der in dieser Dekade erst dabei war durchzustarten. Im Prinzip bin ich nur ständig dabei altes aufzuarbeiten - und zur zufällig ist dabei dann auch mal ein aktuelles Album dabei :lol:

Wie ist es bei euch?

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Re: Eure musikalische Evolution der letzten Dekade

Beitrag von SFI » 16.01.2020, 07:32

Für mich natürlich Epic-Music von Two Steps From Hell oder Audiomachine. Ich weiß nicht genau wann der Wandel in der Trailerdarstellung stattfand, aber als Filmmusikfan waren diese kurzen, explosionsartigen Musikstücke eine Evolution. Das Highlight ein jeder Filmmusik war bis dahin immer ein markantes Leitthema, was über die gesamte Lauflänge mal mehr mal weniger oft zu hören war. Plötzlich gab es da epische, pathetische Kurzarien. Das erste Mal bewusst wurde mir das im Spider-man 2 Trailer, als im Soundtrackforum des cinefacts nach der geilen Trailermusik gefragt wurde. Damals gab es noch die Hoffnung, dass die Musik Teil des Scores wäre. Allerdings wurde die Musik damals noch nicht kommerziell vermarktet.
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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Re: Eure musikalische Evolution der letzten Dekade

Beitrag von Vince » 18.01.2020, 13:44

Puh, echt schwer. Die wichtigsten Bands und Musiker für die Bildung meiner aktuellen musikalischen Präferenzen haben sich schon vor 2010 gebildet (Tool, Porcupine Tree, NIN, Devin Townsend, Opeth etc.). Während meiner Tätigkeit bei Musikreviews.de (2009 - 2017) habe ich natürlich durch Promos einige Schätze früh entdeckt; darunter vor allem Leprous. Parallel dazu habe ich über Bohren & Der Club of Gore den Minimalismus zu schätzen gelernt und Nick Cave und Tom Waits haben mir Welten eröffnet, mit denen ich sonst nicht viel zu tun hatte. Es gab auch ein paar Phasen, in denen ich auf einmal wieder dem Punk, Classic- und Bluesrock zugeneigt war. Ich habe außerdem begonnen, den Jazz vom Prog zu lösen und auch in purer Form zu konsumieren. Und es gab eine Zeitreise in die 90er: Zeitweise hatte ich wieder richtig Bock auf Limp Bizkit, P.O.D., hed p.e., Faith No More, Deftones, Korn, Body Count, Suicide Tendencies & Co.

Am meisten jenseits des Progs hat sich aber wahrscheinlich mein Interesse für elektronische Musik erweitert. Neben unzähligen Drone-Künstlern (Aun, Dirk Serries, Oneirogen, natürlich auch Bass Communion) muss ich hier Geomatic nennen sowie vor allem Bersarin Quartett, vielleicht sogar meine persönliche Entdeckung des Jahrzehnts.

Ansonsten haben sich u.a. folgende Künstler nach vorne ins Bewusstsein gespielt:
Steven Wilson (solo)
Haken
Vola
Portishead
Archive
Art Against Agony
Tesseract
Panzerballett
Bent Knee
Animals As Leaders
Dave Matthews Band
Taipuva Luotisuora
Clutch
Jolly
The Great Discord
Shining
Eivind Aarset
Von Hertzen Brothers
Periphery
Andrea Schröder
Sanguine Hum
Seven Impale
Nothing But Thieves
Perturbator
Twelve Foot Ninja
Ihsahn
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gelini71
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Re: Eure musikalische Evolution der letzten Dekade

Beitrag von gelini71 » 18.01.2020, 17:37

Hat was gedauert meine Gedanken zu ordnen und zu Papier zu bringen....ist ein etwas längerer Text geworden, Sorry im voraus

In den letzten 10 Jahren gab es bei mir auch eine gewaltige Verschiebung der Musikalischen Parameter. Die größte war sicherlich meine Abwendung von House und Techno, was für mich als Fan der ersten Stunde selber verwunderlich war. Die Abnabelung began bereits so um das Jahr 2010 rum – es kam einfach zuviel raus, das was rauskam kickte mich gar nicht mehr und mit den neuen so angesagten Djs / Produzenten wie „Alle Farben“ oder „Felix Jähn“ konnte ich so gar nichts anfangen. Doch so ganz lassen konnte ich dann bis heute doch nicht davon, wohl auch weil elektronische Sounds einfach in meiner DNA hängen. So verfolge ich weiterhin was so aus dem Kölner Kompakt Umfeld rauskommt, für mich immer noch das Musikalisch interesanteste was es in Sachen Electronica so gibt (Kompakt Motto: 50% muß Techno sein, der Rest ist egal).
Auch das Britische Houndstooth Label ist ein frischer Ansatz in Sachen Techno weil dort einfach alles stattfindet – von Ambient über Pop bis hin zu monotonen Techno ist alles dabei, jede Veröffentlichung ist eine unbekannte Wundertüte – ich mag sowas immer noch.
Doch der Rest ist für mich mittlerweile so unbekannt wie Deutscher Hip Hop und ich habe überhaupt keinen Überblick mehr was in dieser Szene die ich einst wirklich liebte so abgeht. Irgendwie traurig aber eben der Lauf der Welt.

So began ich parallel mich meiner alten Liebe aus den Spät-80igern dem Progressive Rock und dem Krautrock zu erinnern. Hier ist natürlich der Name Steven Wilson zu nennen und hier auch ganz besonders sein Projekt Porcupine Tree über dessen hohe Musikalischen Qualität ich immer wieder bis heute staunen kann – ich bin echt froh das ich die Alben (wenn auch recht spät) für mich entdeckt habe, erinnert mich das ganze an die Zeit als ich Pink Floyd oder das Alan Parsons Project in mein Blickfeld rückte und für mich eine neue Musikalische Welt auftat.

Die letzten 10 Jahre empfinde ich aber auch als extrem schnelllebig und rasant – noch nie kam soviel Musik raus, noch nie gab es so viele Gruppen und Künstler, noch nie gab es soviel Auswahl. Die Folgen sind natürlich bekannt – immer mehr Musiker versuchen einen Platz in einem begrenzten Markt zu finden, für jeden noch so abseitigen Geschmack findet sich ein Musiker der ihn bedient. Wenn man früher eine Handvoll Leute befragte wer denn ihr Lieblingsmusiker sei konnte man sicher sein einen Namen zu hören den man kennt und mit dem man was anfangen kann, mittlerweile ist man schon froh wenn man den Namen mal irgendwo gelesen hat – von kennen will ich gar nicht erst reden. Den Überblick zu behalten ist unmöglich und auch ich habe es schon vor Jahren aufgegeben jedem neuen Künstler der im Musikexpress, der Eclipsed oder im Rolling Stone Magazin vorgestellt wird hinterherzujagen und auszutesten. Mir ist das mittlerweile zuviel.

Gefallen hat mir das Vinyl Revival und das jetzt viele von dem fantastischen Klang der guten alten Schallplatten schwärmen läßt mich grinsen, habe ich das schon immer gesagt. Wobei man erwähnen muß das sich auch der Klang von CDs in den letzten Jahren deutlich zum besseren gewandelt hat – vorbei die Zeiten des kalten, sterilen Digitalklanges. Ich bin sogar der Meinung das die CD einfach so zwanzig Jahre zu früh auf den Markt kam weil wir erst heute die Studio- und Masteringtechnik haben damit dieser Tonträger passend bespielt werden kann. Ich denke übrigens nicht das die CD verschwinden wird, vielmehr wird sie eines von vielen Formaten sein mit denen Musik in Zukunft konsumiert wird.

Beim Thema CD kann ich erwähnen das ich in den letzten Jahren in Sachen Back-Stock gewaltig aufgekauft habe, auch dank der amazon „3 für 15“ Aktion. Ja – Musik wurde endlich billiger und man konnte so endlich für wenig Geld Lücken in der Sammlung schließen und auch mal das ein oder andere blind kaufen ohne sich direkt über das Geld zu ärgern wenn das Album ein Reinfall war. Die Krise in der Musikindustrie hatte somit imo auch was Gutes. So kamen dann auch z.B. Saga oder Grobschnitt in meine Sammlung.

Zurück zur Musik – die meisten Bands / Künstler die bei mir mittlerweile hoch im Kurs stehen dürften altbekannt sein und sind eher länger dabei: ein Neal Morse, Marillion, Anathema oder Skunk Anansie – wobei sich bei mir auch eine recht starke Tendenz zum Indie / Alternative Rock abzeichnet mit den Stereophonics beispielsweise oder meine kleine Wiederentdeckung Garbage. Von den alten Helden sind bei mir wieder die Simple Minds in den Focus gerückt, hatte ich diese großartige Band so ab Anfang der 90iger komplett aus den Augen verloren. Erst der Steven Wilson (ja – er schon wieder) Remix des Album „Sparkle in the Rain“ sorgte dafür das ich diese alten Helden meiner Jugend wiederentdeckt habe. Deren Albumtrio „Sparkle in the Rain“, „New Gold Dream“ und „Once upon the Time“ sind die fettesten Wiederentdeckungen für mich in den letzten Jahren.

Von den Newcomerbands ist bei mir leider eher wenig zu sagen – die Australische Band Unitopia hat sich leider aufgelöst und so bleibt mit dem großartigen Album „Artificial“ ein nicht eingelöstes Versprechen übrig. Auch die Deutsche Band Ashby hat leider Anfang diesen Jahres ihre Existenz beendet. So bleibt dann nur noch Eyevory übrig, deren Mischung aus Pop. Prog und Folk für Puristen wohl zu kommerziell sein wird, für mich aber einfach gut gemachte Musik ist die ich immer wieder gerne über Crowdfounding unterstütze.

Ansonsten ? Rap und Hip Hop ist für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, mit Metal kann ich immer noch nichts anfangen (sieht man mal von Haken ab). Dafür habe ich es mit wachsenen Alter endlich geschafft das Gesamtwerk von Can zu würdigen, hier mußte ich offensichtlich auch erst über 40 jahre alt werden um diesen Musikalisch äußerst schrägen Kosmos zu verstehen :lol:. Kleiner Tip von mir – wenn man Besuch hat der einfach nicht gehen will einfach „Tago Mago“ oder „Monster Movie“ von Can auflegen und die Gäste suchen spätestens nach zehn Minuten das Weite :lol:.
Mit Streamingdiensten kann ich auch nichts anfangen da ich deren Künstlerbezahlung einfach unterirdisch finde, dafür höre ich immer wieder gerne Radio Paradise deren Musikalisch schräge Mischung ich einfach spannend und erfrischend finde und durch die ich einige wirklich interesante Künstler entdeckt habe. Ein Sender den ich Stundenlang hören kann ohne das er langweilig wird.

Ebenfalls geändert hat sich bei mir das ich mittlerweile gerne in Live Konzerte gehe – auch hier ist Steven Wilson wieder einmal Schuld. Als sein großes Werk „Hand. Cannot. Erase.“ erschien hatte ich das erste mal seit Jahren das Bedürfnis dies auch Live zu erleben und entdeckte dabei so nebenbei das ich im (relativ) nahen Luxemburg mit der Rockhal eine absolute Top Konzerthalle habe wo ich mich einfach wohl fühle und gerne hingehe.

Nicht geändert hat sich meine Liebe zu Depeche Mode und zu Yello und dies wird wohl bis zu meinem Lebensende so bleiben !

In den letzten Monaten hat sich mein Focus allerdings wieder etwas verschoben, bedingt durch die komplett Sanierung des geerbten Altbaus und dem Stress und Krach den ich damit habe. Ich liebe wirklich die Stille, keine Musik sondern einfach nur Ruhe. Denn auch das ist leider Musik geworden – etwas nervig. Überall ist Musik, überall plärrt ein Radio oder ein Handy, in jedem Geschäft ist Musikuntermalung. Ruhe und Stille scheint in der heutigen Zeit irgendwie verpönt zu sein und Musik wird nicht mehr mit der gebotenen Aufmerksamkeit gehört sondern einfach nebenbei konsumiert.

Aber eventuell ändert sich das ja in den nächsten zehn Jahren, ich bin da guter Hoffnung....:wink:

Und - Welche Alben haben mich in den letzten zehn Jahren am meisten beeindruckt ?

Paul Draper „Spooky Action“

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Sträflich unterbewertet und sogar total unbekannt – das Solodebüt des ehemaligen Mansun Frontmans ist einfach verdammt gut und hörenswert. Perfekter Indie / Alternative Rock mit Melodien die einen in den Schlaf verfolgen.

Unitopia „Artificial“

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Das beste Alan Parsons Project Album das nicht von eben jenen kommt – tolle Produktion, tolle Songs und ein toller Sänger. Schade das da nicht mehr kam....:sad:

Moderat – „I / II / III“

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Dreimal eine etwas andere Betrachtungsweise von Techno, die vor allen in der Live Umsetzung eine komplett neue Dimension bekommt. (und an die Klugscheißer – ja, das erste Moderatalbum kam bereits 2009 raus, ist mir aber hier jetzt egal)

Steven Wilson „Hand. Cannot. Erase.“

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Für mich ein Meisterwerk - zwar durchaus gefällig aber trotzdem von einer Qualität von der andere Musiker nur träumen können.
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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