Geisha, Die

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Geisha, Die

Beitrag von freeman » 20.01.2006, 00:17

Die Geisha

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Originaltitel: Memoirs of a Geisha
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Rob Marshall
Darsteller: Zhang Ziyi, Ken Watanabe, Kôji Yakusho, Michelle Yeoh, Kaori Momoi, Youki Kudoh, Gong Li, Cary-Hiroyuki Tagawa u.a.

Immer wenn im westlichen Kulturkreis an Japan gedacht wird, haben wir kleine fotografierende Menschen vor Augen, eine Flagge mit rotem Punkt oder gar Godzilla. Doch manchem werden auch weißgesichtige Frauen in engen Kleidern auf hohen seltsamen Schuhen in den Sinn kommen ... Geishas. Diese gingen aus Alleinunterhalterinnen hervor, die den wohlhabenden Familien Japans die Langeweile austrieben. Sie verstehen sich selbst als Künstlerinnen, geübt im Umgang mit Instrumenten, im Tanz, in der Kunst der Kaligraphie, in den Fertigkeiten der Blumensteckkunst (Ikebana) sowie in der Konversation und dem Gesang. Lange Zeit lebten sie in Vierteln, die Hanamachi hießen und mit dem Begriff "Vergnügungsviertel" gut umschrieben werden. Hier bildeten sie gemeinsam mit mehreren Frauen Okiyas - weibliche Großfamilien. Ihre Ausbildung beginnt heute normalerweise mit 16, früher, als Kinderarbeit noch nicht verboten war, mussten zukünftige Anwärterinnen schon im Kindesalter in den Geishahäusern arbeiten. Die hohen Kosten für die Ausbildung trugen zumeist die Besitzerinnen sogenannter Ochayas (japanische Teehäuser), die allerdings immer auf eine Rückzahlung bestanden, was manchen Frauen eine Tätigkeit als Geisha bis ins hohe Alter abverlangte! Traditionell sind Geishas mit Seidenkimonos, Holzsandalen (Getas) und schwarzen Perücken bekleidet. Zumeist werden ihre Gesichter weiß geschminkt und die Lippen dunkelrot bemalt. Heute beharren die Geishas auf einer scharfen Abtrennung von Prostituierten. Sie bieten künstlerische Fertigkeiten und keine sexuellen Gefälligkeiten. Diese scharfe Abtrennung gab es früher allerdings nicht! Was vor allem im westlichen Kulturkreis den Eindruck verstärkte, bei den Geishas handele es sich um Prostituierte, war der Akt der mizuage. Nach diesem Akt wurde eine Frau zur wahren Geisha. Dieser Akt wurde verschiedenen Männern feilgeboten, so dass sie sich gegenseitig darin überbieten mögen, wer den Akt vollziehen darf ... es handelte sich um die Entjungferung. Das gebotene Geld wurde zum Startkapital der Geisha. Zumeist suchten sie sich einen reichen Patron, der sie finanzierte und zu dem sie durchaus sexuelle Kontakte unterhielten. Heute geht die Zahl der Geishas beständig zurück und sie sind mit Stundenlöhnen von weit über 300 Dollar ein äußerst exklusives Gut geworden ...

Diese faszinierende Entwicklung einer Frau zu einer Geisha und die Geheimnisse um ihre Anziehungskraft auf die japanische Gesellschaft (Geishas waren modische Trendsetter, wurden Romanheldinnen und beherrschten - unseren Promis gleich - durchaus auch die Schlagzeilen damaliger Boulevardgazetten mit ihren Affären) riefen in dem Schriftsteller Arthur Golden den Wunsch hervor, ein Sachbuch über die Tradition der Geishas zu schreiben. Dieses geriet so trocken, dass er beschloss, die gewonnen Erkenntnisse in einen Roman einfließen zu lassen, der aus Sicht einer Geisha erzählte. Ursprünglich wollte Spielberg den entstandenen Bestseller verfilmen, transferierte den Job dann aber an seinen Zögling Rob Marshall ... vielleicht nicht ganz grundlos ...

Meine Welt ist so verboten und geheimnisvoll wie sie zerbrechlich ist ...

1929 werden die junge Chiyo und ihre Schwester von ihrer Familie an einen Mittelsmann verschachert, der die Kinder seinerseits voneinander getrennt an miteinander konkurrierende Okiyas verkauft. Beide sollen zu Geishas erzogen werden und als solche den reichen Männern Japans zu Diensten sein. Doch Chiyo will zunächst nur zurück zu ihrer Schwester und ihrer Familie, was ihr nicht gerade das Wohlwollen ihrer "Besitzerin" einbringt. Diese schickt sie bald auf eine Schule, wo ihr Tanz, Kaligraphie und die Musik nahe gebracht werden sollen. Doch Chiyo will ihre Herkunft nicht so einfach ablegen und so gelingt es ihr schließlich, ihre Schwester ausfindig zu machen. Die beiden Mädchen beschließen gemeinsam zu fliehen. Doch während der Schwester die Flucht auch wirklich gelingt, geschieht Chiyo ein Missgeschick und ihre Flucht endet schneller, als ihr lieb sein kann. Am gleichen Abend muss sie erfahren, dass ihre Mutter und ihr Vater mittlerweile verstorben sind. Vollkommen entwurzelt, entzieht ihr nun auch ihre Besitzerin das Vertrauen und bricht Chiyos Ausbildung ab, damit diese als einfache Dienerin ihre Schulden bei ihr abarbeitet. In dieser Phase ist sie den Repressalien ihrer Besitzer und denen der Stargeisha des Hauses - Hatsumomo -, die in der Schönheit des kleinen Mädchens eine Bedrohung ihres Status heranwachsen sieht, ausgesetzt.

Eines Tages wird die junge Chiyo von einem reichen Japaner angesprochen, der ihr ein Eis schenkt und in den sich das kleine Mädchen auf den ersten Blick verliebt. Sie bemerkt, dass dieser sich gerne mit Geishas umgibt und sie weiß, sie muss auch eine Geisha werden, um diesem faszinierenden Mann, den sie nur "Direktor" nennt, nahe sein zu können. Und ihre Chance wird kommen ... Diese klopft in Gestalt von Mameha an die Tür von Chiyos "Heim" und ist die Erzrivalin von Hatsumoto! Sie möchte Chiyo als ihre Begleiterin und sie zu einer Geisha ausbilden! Mit einem unverschämt hohen Ablösegeld kauft sie Chiyo "frei" und finanziert fortan deren blitzschnelle Ausbildung zu einer Geisha. Aufgestiegen zu einer Lerngeisha wird Chiyo, die jetzt Sayuri heißt, zum Spielball verschiedener Intrigen, in denen sich Hatsumomo und Mameha befehden und in denen es um die Nachfolge in Sayuris Okiya geht. Am Ende dieser Vorgänge ist Sayuri zu einer echten Geisha aufgestiegen, deren Defloration so teuer erkauft wurde, wie keine zuvor. Sie ist die Stargeisha Japans, Hatsumomo besiegt und die Nachfolge in Sayuris Haus geklärt.

Aber Sayuri ist nicht glücklich! Obwohl sie ihrem Direktor immer sehr nahe kommt, kann sie ihm ihre Gefühle nicht offenbaren und wird gar gezwungen, ihre Bemühungen auf einen anderen Mann abzustellen. Obendrein wird ein Ereignis alles verändern und die Ära der Geishas zu einem abrupten Ende führen ... der 2. Weltkrieg. Ob sich Sayuri und ihr "Direktor" nach dem Krieg doch noch kriegen und was aus den einstigen ehrenvollen Geishas nach dem Krieg wurde, erfahrt ihr in einem Kino eurer Wahl.

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Bin ich hübsch? Ja!

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So, und jetzt Play drücken ...

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Schau mir in die Augen Kleiner ... Nö ...

Die Geisha ist ein Film, der den Zuschauer mit zwiespältigen Gefühlen zurücklässt. Einerseits weiß er über die gesamte Laufzeit zu fesseln, ist spannend und entwickelt eine fast sogartige Wirkung, andererseits entwirft er einen Mikrokosmos, in dem sich alles um Lügen, Intrigen, Leid, Dienerschaft, Abhängigkeit und die vollkommene Abstinenz von Glück dreht, so dass man die Beweggründe der Figuren Geisha sein zu wollen niemals wirklich nachvollziehen kann. Natürlich bedeutete dieser Status in der damaligen Zeit viel und sicherte den Frauen ein festes Einkommen, aber im Grunde waren sie nur Leibeigene, immer irgendwelchen Herren verpflichtet und fuhren nur gut, wenn es ihnen gelang einen Patron zu finden, der sie förderte. Was an einem solchen Leben wirklich erstrebenswert sein soll, erschließt sich zu keiner Sekunde, weshalb man als Zuschauer niemals richtig in den Film hineinfindet und sich auch nicht mit den Figuren identifizieren kann. Und wenn Sayuri gefragt wird, was für sie Glück bedeutet, dann möchte man sie nach ihrer Aufzählung greifen, durchschütteln und ihr zurufen: Lerne zu leben! Obendrein sind manche Szenen schlicht unglaubwürdig. Wenn zum Beispiel der "Direktor" Chiyo ein Eis kauft und sich ein blutjunges Mädchen daraufhin vornimmt ihr Leben zu ändern, um diesem Mann nahe zu sein, mag das noch halbwegs glaubwürdig erscheinen, eine jahrzehntelange Liebe von Chiyo zum "Direktor" ist aufgrund eines Eiskaufes dann aber wohl mehr als unglaublich.

Inwiefern man bei solchen Problemen dennoch von einer sogartigen Wirkung sprechen kann? Insofern, dass der Film formal schlicht und ergreifend perfekt ist. Rob Marshall entwirft ein penibel und grandios ausgestattetes Bild eines Japans, das irgendwo zwischen Tradition und Moderne hängen geblieben ist und in dem nichts so wichtig zu sein scheint wie die kleinen alltäglichen Rituale des Menschen. Seine Geschichte erzählt er trotz kleiner Mängel hinreißend geradlinig und schnörkellos und er schafft es durchaus seine Figuren zu echten Menschen zu machen, deren Antriebe zwar seltsam erscheinen, die aber trotzdem berühren. Optisch erschuf Marshall einen grandiosen Bilderreigen, der teils mit einer Wucht daherkommt, dass es einem schier den Atem raubt. Wenn die kleine Chiyo am Anfang ihrer Familie entrissen wird, taumelt und stolpert die Kamera und macht das Gefühl der Entwurzelung fast spürbar. Später dann liegt das Augenmerk auf beeindruckenden Bilderfluten von denen zwei nach Ansicht des Filmes sicher länger im Gedächtnis bleiben werden: Da ist zum einen Chiyos Training in dem schnelle, vor Details überbordende Bilder ihrer allmählichen Geishawerdung mit unglaublich ruhigen Bildern konterkariert werden, in denen Chiyo einen Kimono anlegt und geschminkt wird. Das zweite optische Schmankerl ist das Debüt von Chiyo als Sayuri in einem voll besetzten Theater, dass mit seiner Bildkomposition, dem Tanz von Zhang Ziyi und der genialen Lichtsetzung eine Gänsehaut nach der anderen erzeugt und in seiner Schönheit wirkt, als könne es nicht von dieser Welt sein. Wenn die Szene zu Ende ist, möchte man am liebsten wie die Zuschauer des Debüts im Film aufspringen und applaudieren. Grandios!

Untermalt werden diese Szenen von dem Golden Globe veredelten Score von John Williams. Dieser hat einige wundervolle Themen geschaffen, die aber erst durch die Mitwirkung von zwei Ausnahmekünstlern richtig zur Geltung kommen. Da wären die sehnsüchtigen und wunderbar entrückten Cello Soli von Yo Yo Ma, die sich unwiderruflich im Ohr festsetzen und seit Tiger and Dragon nicht mehr so wehmütig waren. Eine identische Wirkung haben die Violinen Soli von Itzhak Perlman, erscheinen dabei aber noch fragiler und zarter ... Im Gesamten ergibt das einen absolut fantastischen Score, der insbesondere in Verbindung mit den Bildern einfach genial wirkt!

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Boah ... Koks!

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Zhang! Zhaaaaang! ... Ich bin Gong Li du Dödel!

Abgerundet werden die positiven Eindrücke von den starken Darstellern. Dabei wird insbesondere die Leistung der großen Gong Li vor allem im Nachhinein ungemein aufgewertet. Zunächst wirkt sie nämlich wie ein erschreckend klischeehaftes Abziehbild einer durch und durch intriganten und verwöhnten Idiotin. Doch je länger man ihr zuschaut und umso ähnlicher sie vom Aussehen her der Figur der Chiyo wird, umso mehr merkt man, dass sie ebenfalls eine Chiyo verkörpert. Die Chiyo, die Chiyo hätte werden können, wenn sie sich ab und zu nur ein wenig anders entschieden hätte. Das Schauspiel von Gong Li sitzt hier auf den Punkt und sie zeigt mehr als deutlich, warum sie als Muse verschiedenster großer chinesischer Regisseure gilt. Und mein Gott, die Frau ist wunderschön! Wenn man bedenkt, dass sie doppelt so alt ist wie Zhang Ziyi und dann Szenen sieht, in denen man die beiden optisch nicht auseinanderhalten kann, ist man wahrlich nur verblüfft.

Michelle Yeoh gibt die mütterliche Mentorin von Chiyo, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und schon allein mit ihren weichen Gesichtszügen Ruhe und Anmut in diesen Film und ihre Figur hineintragen kann. Sie wiederholt im Grunde ihre Rolle aus Tiger and Dragon, wo sie ja auch eine Figur spielte, zu der Zhang Ziyi aufblickte. Allerdings bleibt hier die Beziehung immer auf einer Mutter - Tochter Beziehung, ohne Haken und Ösen wie bei Crouching Tiger. Und das zwischen den beiden Frauen die Chemie stimmt, wusste nicht nur Ang Lee gewinnbringend für sich einzusetzen.

Ken Watanabe hat als Love Interest von Chiyo schlicht und ergreifend viel zu wenig Screen Time, um wirkliche Akzente zu setzen. Dies ist insofern traurig, da er jede seiner Szenen mit demselben Charme und der gleichen Verschmitztheit bestreitet, die Chow Yun Fat einst berühmt machten ...

Cary-Hiroyuki Tagawa spielt einen Patron von Michelle Yeoh und darf seit Ewigkeiten auch wirklich mal wieder mehr machen, als nur in der Ecke stehen und böse gucken! Tagawa spielt mal wieder richtig! Und das auch noch richtig gut. Er zeichnet eine vollkommen sympathische Figur, die sich dann innerhalb eines Fingerschnippens in einer beklemmenden Szene um 180 Grad dreht. Eine mehr als solide Leistung!

Eine kleine Sensation ist Suzuka Ohgo, die als junge Chiyo die ersten 40 Minuten des Filmes mühelos beherrscht und ihre Figur mit einer Lebendigkeit versieht, die ihresgleichen sucht. Sie leidet, weint, lacht, tanzt und dribbelt mit den seltsamen Sandalen der Geishas umher, dass es eine wahre Freude ist. Und sie ist unglaublich niedlich und eine gewisse Ähnlichkeit zu Zhang ZiYi kann man definitiv nicht von der Hand weisen.

Und Zhang ZiYi ... sie ist ein Traum. Und sie spielt traumhaft! Fernab von den trotzigen Blicken, die sie in ihren vorhergehenden Werken als ultimative Waffe aufgefahren hat, lebt sie ihre Figur und erschafft eine durch und durch anbetungswürdige Geisha, der jeder Mann verfallen würde, und das nicht erst nach einem Blick von ihr. Sie ist das fraglose Highlight des Filmes und adelt ihn obendrein mit ihrer unglaublichen Schönheit, die durch die farbenprächtigen Kostüme noch weitaus mehr zur Geltung kommt als in manch anderem Werk von ihr. Als Zuschauer beginnt man bald den Brauch zu verfluchen, dass die Geishas, ihre Gesichter mit dem weißem Make Up "gesichtslos" machen, aber da muss man(n) durch ...

Die Geisha ist ein Bildgedicht von überwältigender Wucht, mit einem grandiosen Soundtrack im Rücken und veredelt durch tolle Darsteller wie Gong Li und Zhang Ziyi, das letztendlich an dem scheitert, was eigentlich die Stärke des Filmes sein sollte: Die Faszination und Exotik des Themas Geisha wird nicht wirklich auf den Zuschauer übertragen ...
:liquid7:

In diesem Sinne:
Freeman

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Vince meint:

Geishas sind für den Westen wohl eines der vielen verbliebenen Kulturgeheimnisse dieser Welt. Die östliche Kultur fasziniert seit jeher mit ihrer märchenhaften Fremdartigkeit, die kaum nachzuvollziehen ist, wenn man sich nicht ausgiebig mit ihr beschäftigt. Vor Augen hat man das Bild einer geisterhaft anmutigen hübschen Frau, gehüllt in prunkvolle, farbenfroh schillernde Gewänder und ein blütenweiß geschminktes Gesicht, dem alle Konturen abhanden gekommen sind, mit Ausnahme der tiefdunklen Mandelaugen und dem betont kontrastreich gezeichneten dunkelroten Mund.
Doch was verbirgt sich hinter dieser optischen Täuschung, diesem Gemisch aus Unnahbarkeit und Erotik?

Zunächst einmal eine sehr lange Geschichte. Ursprünglich nur von Männern im Sinne der Unterhaltung ausgeübt, waren seit dem 17. Jahrhundert auch Frauen im Beruf der Geisha vorzufinden, vorerst noch zur Abtrennung mit dem Zusatz “onna” (weiblich) versehen. In der Edo-Zeit Japans (1603 - 1868), der längsten Friedensepoche eines Landes aus der Neuzeit, entwickelte sich der Neo-Konfuzianismus und mit ihm eine immer weltlichere Fokussierung auf Mensch und Gesellschaft. Es wurde Wert auf Qualitäten gelegt, die den Lebensstandard und damit die Arbeit beeinflussten. Hier insbesondere die Kunst als besonders dehnbare Art der Beschäftigung, die durch zunehmende Aufmerksamkeit qualitativ an Wert gewinnen musste. Geishas waren neben Musik, Malerei, Puppenanfertigung und anderen Formen der Kunst eine Facette der neuen kulturellen Ausrichtung Japans, die mit zunehmender Zeit immer weiter an Anerkennung gewinnen würde.
Die Edo-Zeit war in sexuellen Aspekten im Vergleich mit dem damaligen Europa deutlich freizügiger, weshalb die Geishas ihre Ursprünge auch in der Prostitution wiederfinden. Eine Trennung wurde erst viel später vorgenommen. Erotische Aspekte sind nach wie vor ein zentraler Gegenstand des Berufes, beschränken sich aber schon auf das Vorzeigen des nackten Handgelenkes, kunstvolle Symbolik im Nacken und das Streifen mit den Beinen beim Einschenken des Tees im Teehaus.
Das Wort “Geisha” hat seinen Ursprung in Tokio und setzt sich aus den japanischen Wörtern für “Person” und “Kunst” zusammen. Wenn man so will, sind Geishas lebende Kunstwerke, “angefertigt” in jahrelanger Ausbildungsarbeit von der “Maiko” ab dem sechsten Lebensjahr bis zur vollständig ausgebildeten Geisha, zu einer Frau, die nach strikten Regeln in Kalligrafie, Blumensteckkunst, Musik, Tanz und Konversation ausgebildet wurde. Das perfekte Beherrschen dieser Fähigkeiten und das dogmatische Richten der ganzen Lebensphilosophie nach diesem Weg in Kombination mit der für unsere Augen beinahe geisterhaften Erscheinungsweise lässt die Geisha jenes Mysterium sein, das Arthur Golden dazu inspiriert hat, seinen Roman zu schreiben.

Alles nur Fußnoten, die man von einem Film wie diesem nur sekundär erwartet. Hinter der hochinteressanten Geschichte verbergen sich aber Spannungen, die es wert gewesen wären, verfilmt zu werden und die sich manchmal auch im Off-Kommentar der inzwischen deutlich hörbar ergrauten Geisha Sayuri (Zhang Ziyi, im Off gesprochen von Shizuko Hoshi) andeuten. Was bedeutet es, eine Geisha zu sein? Eine einfache Frage, die im Mittelpunkt stehen sollte. Die feine Trennlinie zwischen dem Verkauf des eigenen Körpers und der körperlichen Fähigkeiten, die einzuhaltenden Dogmen. Metaphorische Bilder, gesellschaftshistorische Bezüge in dieser Geschichte einer Geisha, die im Japan des Jahres 1929 von ihrer Familie an ein Geisha-Haus verkauft wird. Wahrhaft eine Möglichkeit, dem Westen ein Mysterium näherzubringen, das man, wie Sayuri selbst betont, auch ergründen kann, wenn man möchte. Die amerikanischen Soldaten sind nicht so sehr daran interessiert, suhlen sich lieber oberflächlich in der Unterhaltung. Der Zuschauer hätte gegebenenfalls mehr erfahren wollen, doch diese Möglichkeit wird ihm mit Rob Marshalls Verfilmung von Arthur Goldens Bestseller nicht geboten. “Memoirs of a Geisha” begnügt sich damit, ein opulent ausgestattetes und perfekt inszeniertes Prunk-Epos zu sein, mit vielen Bildwerten, aber ohne Antworten. Weitgehend bleibt die Erzählung eine Legende.

Dabei ist das bildgewaltige Werk in jeder erdenklichen Hinsicht auf den Westen zugeschnitten. Golden selbst ließ sich zum Roman durch ein für ihn faszinierendes Treffen mit dem unehelichen Sohn eines wichtigen Geschäftsmannes und einer Geisha inspirieren, nachdem er in den USA japanische Kunst und Geschichte studiert und dann längere Zeit in Japan gelebt hatte. Schon die Faszination, aus der die Vorlage geboren wurde, ist die eines Amerikaners mit der Vorliebe für ein Land der Geheimnisse; Rob Marshall führt diesen Weg fort und wählt einen sehr westlich geprägten Erzählstil.
Auch die Vorzeichen deuten auf eine Konzentration auf den westlichen Markt hin. Mit der hierzulande längst populären Hauptdarstellerin Zhang Ziyi und den beiden Nebendarstellerinnen Gong Li und Michelle Yeoh wurden gleich drei gebürtige Chinesinnen (bzw. im letzteren Fall chinesisch-stämmige Malaysierinnen) als japanische Geishas besetzt - ein Skandal in China. Aus Angst vor anti-japanischen Ausschreitungen wurde Marshalls Film aus den chinesischen Kinos verbannt, dem Regisseur selbst wurde “kulturelle Ignoranz” vorgeworfen. Eine Chinesin könne nun einmal keine japanische Geisha spielen und darüber hinaus sei es aus historischer Sicht eine Schande: Zur Zeit, in der die Handlung von “Die Geisha” angesiedelt ist, fand ein Handel mit chinesischen Sexsklavinnen statt und japanische Besatzer hatten Tausende von Chinesinnen vergewaltigt.

Inwiefern Marshall nun bewusst ignorant mit der Geschichte Japans und Chinas umgegangen ist, sei mal dahingestellt. Tatsache ist aber, dass er sich unzweifelhaft an den westlichen Markt richtet. Und unter dieser Prämisse betrachtet bleibt jegliche Intention absolut schleierhaft.

Aufgrund der langjährigen traditionellen Ausbildung berücksichtigt Marshall zwar die komplette relevante Historie des Mädchens von Kindesbeinen an, doch gelingt es ihm dabei zu keinem Zeitpunkt, dem Zuschauer die Absicht wirklich begreiflich zu machen, weshalb sich jemand für den Weg entscheidet, eine Geisha zu werden. Die Abschnitte mit der kleinen Chiyo (Suzuka Ohgo) bewegen sich in den üblichen Bahnen eines Dramas um die Entwicklung eines Kindes, vermögen darüber hinaus aber keine weiterführenden Gedanken beim Betrachter zu provozieren. Reine Kausalfolgen recht simpler Natur sind Gegenstand der Ereignisse: Chiyo bekommt vom Direktor auf einer Brücke ein Eis spendiert und verfällt ihm in diesem Augenblick. Sie malt sich mit dem roten Eis den Mund an und sagt freudestrahlend, sie sei jetzt eine Geisha, fasst im Unterbewusstsein bereits den Entschluss, wirklich diesen Weg zu beschreiten. Momente der simplen Logik, die uns aber nicht in das Innenleben des kleinen Mädchens blicken lassen.

Wenn Zhang Ziyi in den Handlungsverlauf einschreitet, steht endgültig das Geisha-Haus isoliert von allen äußeren Einflüssen im Vordergrund. Künstlich geschaffene Konkurrenzkämpfe und der karriereähnlich aufbereitete Werdegang bestimmen die Handlung. Menschliche Konflikte der universellen Natur, Neid und Missgunst sind es, die inszeniert werden und gewissermaßen für sich betrachtet auch Interesse wecken können, die Marshall aber nicht mit seiner Thematik zu verbinden imstande ist. Es bleibt beim unreflektierten Kammerspiel. Ein Drama um des Dramas wegen, es steht aber nicht im Dienste der kulturellen Prämisse.

Zwar werden immer wieder Manierismen aufgezeigt und die Ausbildung erklärt, was aber kaum über den reinen Informationsgehalt einer Dokumentation hinausgeht. Dafür braucht es keiner Romanverfilmung, wenn die erklärten Dinge für sich alleine bestehen müssen und nicht durch weiterführende Semantik auf neue Felder gehoben werden. In der Folge bleibt der Gedanke zurück, dass man letztendlich doch schrecklich wenig über den zentralen Gegenstand erfahren hat. Memoiren sollten bei allen objektiven Kriterien eigentlich immer von einem subjektiven Standpunkt aus erschaffen werden. Die Geschehnisse sind aber nichts weiter als neutrale Beobachtungen, Erinnerungen an Ereignisse, nicht jedoch an Gefühle oder weiterführende Gedanken.

Dass sich Marshall regietechnisch so konsequent auf das Geisha-Haus konzentriert und selbst die gelegentlichen Ausflüge ins Teehaus oder zu einem Sumo-Ringkampf perspektivisch so eingeschränkt wirken, führt schließlich zu einer totalen Ignoranz des historischen Hintergrundes rund um den Zweiten Weltkrieg, der mit Sicherheit eine gigantische neue Dimension hätte einbringen können... ja vielleicht müssen. Und zwar insofern, als dass die Geisha-Kultur letztendlich ein Begleiteffekt ihrer gesellschaftlichen Umstände sein muss. Man kann Marshalls Wahl dagegen insofern verteidigen, als dass er so gesehen die Perspektive der Geisha einnimmt, aus deren Munde die Geschichte ja schließlich erzählt wird. Ihre Welt ist nun mal isoliert von der Außenwelt, ein fragiles Gefüge mit eigens geregelten Grenzen. Die offiziellen Anlässe, in denen die Geisha ihre Künste vorträgt, werden daher ebenfalls aus einer reduzierten Perspektive wahrgenommen. Recht faszinierend kommt dabei noch der Versuch Sayuris daher, beim Sumoringkampf weltliche Anlässe wie das Treffen von Geschäftspartnern oder eben den gerade stattfindenden Kampf mit ihrer Ausbildung zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. In kleinen Momenten, ebenso im Off-Kommentar der Erzählerin, blitzt auf, was aus dem Stoff herauszuholen gewesen wäre; im Ganzen bleibt aber alles zu sehr auf die Geschehnisse gerichtet.

Keinerlei Kritik müssen sich die dezenten bis prachtvollen Bilder unterziehen, die hier mit sicherer Hand zu einem optischen Gesamtkunstwerk aneinandergereiht werden, das streckenweise leicht an “Last Samurai” erinnert. Zu einem hypnotisierenden Höhepunkt erhebt sich der Schneetanz, umringt von düsteren bis hellen Szenenfolgen von außerhalb und innerhalb des Geisha-Hauses. Die fast 140 Minuten vergehen im Flug, weil man sich in einer alternativen Welt wähnt und jeden Moment, der einem gegeben wird, voll auskostet. John Williams’ Score und Yo-Yo Mas himmlisches Cellospiel vervollständigen die Bilder zu einem Traum. Edle Optik und dahingleitende Bilder mit einer beispiellosen Ruhe und Selbstbeherrschung, die sicherlich ihresgleichen suchen, ohne sich in farbenprächtige Superlative der Marke “Hero” verlieren zu müssen.

Kritikfrei zumindest in meinen Augen auch die Darstellerinnen, allen voran die verehrungswürdige Zhang Ziyi. Ob sie aus Sicht der Chinesen durch ihre reine Besetzung eine Demütigung ist, wage ich nicht zu urteilen, ebensowenig, ob sie als Chinesin, wie ein Kritiker aus ihrem Land feststellte, tatsächlich überhaupt den Wandel zur japanischen Geisha vollziehen könne. Fest steht, jede motorische Veränderung ihrer Position und jede Bewegung ihrer Gesichtsmuskeln wirkt beabsichtigt und kalkuliert, womit sie dem unbegreiflichen, rätselhaften Wesen, das eine Geisha in meinem Vorstellungsvermögen ist, ungemein nahe kommt. Kudoh Youki (Kürbisköpfchen), Gong Li (Hatsumoto), Momoi Kaori (die Hausmutter) und Michelle Yeoh (Mameha) stehen dem kaum in etwas nach. Auch die männliche Garde hat ein paar hervorragende Leistungen vorzuweisen, seien es nun Ken Watanabe (Chairman), endlich mal wieder Cary-Hiroyuki Tagawa (Baron) oder Kenneth Tsang (General).

Es läuft auf ein “Style over Substance” der etwas anderen Sorte hinaus. Basierend auf einem Gegenstand, der nach wie vor danach schreit, entmystifiziert zu werden, um ihn in aller Pracht schätzen zu können, gelang es Rob Marshall allenfalls, durch eine wunderschöne Optik und gediegene Erzählung das Wesen der Geisha noch weiter zu mystifizieren - ein Effekt, welcher der amerikanisch geprägten Narration zuwiderläuft. Leider bleibt die Substanz zu seicht, um in diesen “Memoiren einer Geisha” mehr zu finden als einen wunderschönen Ausstattungsfilm der Unterhaltung wegen. Sein können hätte es für die westliche Welt die Lösung eines weiteren Rätsels der östlichen Kultur; geworden ist es nur wenig mehr als eine opulente Werbeplattform für einen Lippenstifthersteller. Aber immerhin dies mit einer Schönheit, die dem Vorstellungsvermögen einiges abverlangt.
:liquid5:

Das Review basiert auf der Warner-DVD, die inzwischen erschienen ist und neben dem Hauptfilm in guter Qualität noch ein paar Dokus über das Geisha-Trainingslager, die Hanamachi, den Geisha-Look und die Musik zu bieten hat.
Zuletzt geändert von freeman am 30.03.2006, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von StS » 20.01.2006, 00:32

Ähm, ich verschieb das mal schnell unter "Sonstiges"... :wink:
Feine Kritik, aber solch ein Kitsch-Schinken (auch unter dem Fernost-Deckmantel) würde ich mir nicht antun wollen...
Zuletzt geändert von StS am 20.01.2006, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von freeman » 20.01.2006, 02:20

Bin gerade online gegangen um meinen Fehler selber zu richten, aber du bist mir zuvorgekommen ... Da hab ich echt geschlafen ...

Und naja, Kitschschinken stimmt schon irgendwo ... ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 20.01.2006, 11:05

freeman hat geschrieben:Bin gerade online gegangen um meinen Fehler selber zu richten, aber du bist mir zuvorgekommen ... Da hab ich echt geschlafen ...
Und naja, Kitschschinken stimmt schon irgendwo ... ;-)
Ein guter Mod wacht halt mit wachem Auge über sein Tätigkeitsfeld. :wink:

Der Film interessiert mich einfach, trotz Ziyi, nicht, da für mich das alles nur halb so exotisch ist, wie für manch andere mit ihrer Asia-Faszination. Da alle Kritiker bemängeln, daß es zudem an Tiefgang fehlt, ist er für mich (zumindest im Kino) gestorben. Ansehen werd ich ihn mir bestimmt mal, da ja scheinbar die Optik mitsamt der Bilder dufte sind...

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Beitrag von StS » 20.01.2006, 14:01

Ist mir gerade so aufgefallen: Bei den Narren 6/10, hier 7/10...:?:

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Beitrag von freeman » 20.01.2006, 14:12

An Tiefgang fehlt es allein schon wegen dem von mir erwähnten arg eingeengten Mikrokosmos. Was anderes interessiert in dem Film gar nicht. Ich fand zum Beispiel schade, dass man den 2. WK fast vollkommen ausgeklammert hat und man nicht erfahren hat, wie es den Charakteren während dieser Zeit ergangen ist ... Schade.

Es gelten die 7/10. Ich war gestern abend von der Narrenadminoberfläche nur noch angepisst und hab daher sicher irgendwie die , 5 vergessen. Irgendwie wurde da alles nur noch verschlimmbessert ... im Internetexplorer scheißt mir das Ding ab, genauso im AOL internen Browser und mit Firefox in Mambo arbeiten ist so mühsam, da flippste aus ...

Zum Glück hammer das Problem hier nicht! Ich liebe das Männerforum ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 20.01.2006, 15:30

Wow, dolles Ding mal wieder. Und die Einleitung ist nach "Windtalkers" mal wieder echt beneidenswert.
Jetzt hamwer auch mal nen schön aktuellen Film hier drinne. Beschert uns vielleicht etwas ofdb-Traffic durch den Link... zumal die Bezeichnung "Filme die rocken"-Review auf der Geisha-Seite so schön kontrastiert. :wink:

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Beitrag von freeman » 20.01.2006, 15:41

Ja, der rockt halt das Herz *hust hust* ;-)

Man dankt fürs Lob ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 13.10.2006, 17:13

Der Vince hat sich nun auch zu einem Review durchgerungen, das den Film zwar ähnlich sieht wie der freeman, allerdings die zweifellose Bildgewalt und die guten Schauspielleistungen nicht ganz so stark in die Endnote hat einfließen lassen wie er. Zu finden oben. :wink:

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Beitrag von freeman » 14.10.2006, 00:06

Jo, schönes Review Vince. Wir sind ja wahrlich recht ähnlich unterwegs ... Und naja, ist halt nen amerikanischer Blockbuster nach dessen Regeln, da kann man nicht allzuviele Erklärungen von Beweggründen einer eh fremden Kultur erwarten ... Ist halt schwer, sowas publikumswirksam umzusetzen. Nimm nur den Schreiber der Vorlage, dem ja auch gesagt wurde: Joar, nette Fakten haste da zusammengetragen, das wird nur nicht funktionieren ...

Man müsste halt einen japanischen Film als Vergleich heranziehen und wie der das Thema angegangen wäre ... gibbet nur leider keinen, soweit ich weiß ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 10.12.2006, 21:24

MEMOIRS OF A GEISHA war mein heutiger Spätnachmittagfilm, nun ja, begeistert bin ich eigentlich nur von der Optik und den Darstellern, der gesamte Film kam mir irgendwie vor wie ein gutgemachter Plastikweihnachtsbaum, schön anzusehen, aber irgendwie falsch. Außerdem ging es mir tierisch auf den Sack, im O-Ton all die "Japaner" Englisch mit Akzent labern zu hören, brauch man unbedingt einen Psychopathen wie Mel Gibson, um Filme wie diesen in Landessprache zu drehen. Vom Fauxpas mit den 3 Chinesinnen, die hier die japanischen Leads mimen, mal gar nicht zu sprechen.
Dank genannter Pluspunkte und vor allem dank der ultra-kawaii-igen Zhang Ziyi gibt´s :liquid6: Gnadenpunkte.

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