Jurassic Park I - III + Jurassic World I + II

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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freeman
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Beitrag von freeman » 11.06.2015, 09:29

So, den ganzen Fred mal umgebaut. Jetzt dürfen alle Teile atmen. Und Teil 4 kommt von mir:

Jurassic World

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Endlich ist der “Jurassic Park” eröffnet. Er heißt zwar “Jurassic World”, transportiert aber all die Ideen, die John Hammond einst für seinen Freizeitpark vorschwebten. Allerdings strömen die Zuschauer nur in den Park, wenn immer neue, immer größerer Dinos präsentiert werden. Um das zu erreichen, pfuschen die Parkbetreiber auch im Genpool der Dinos herum. Das neueste Ergebnis dieser Bemühungen ist kreuzgefährlich und längst aus seinem Gehege ausgebrochen…

Das Besondere ist längst passe, der Unterhaltungsfaktor stimmt dafür und man stellt - allerdings extrem ungelenk - alle Weichen in Richtung einer Fortsetzung.
:liquid6:

Zur "Jurassic World" Kritik

In diesem Sinne:
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Zuletzt geändert von freeman am 27.10.2015, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von MarS » 11.06.2015, 12:00

Und welche Zungenbrecher-Dino-Namen hattest du damals so drauf? Wenn ich nur daran denke, wie wir alle irgendwelche Plastikdinos zuhause rumstehen hatten. :D

Geben werd ich mir den Streifen auf jeden Fall. Auch wenn ich nie der große Jurassic Park Fan war. Schließlich gehört das zu meiner filmischen Jugend mit dazu und nach dem Review scheint der auch ganz ordentlich zu sein. Wurde bei euch damals auch über die Toilettenszene so ausschweifend diskutiert? Gerüchteküche inklusive?!

Passend zum Thema, fahre ich demnächst mal mit meinem Stift in den Sauerierpark Kleinwelka. Dort gehe ich aber besser nicht auf das Klo.

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Beitrag von SFI » 11.06.2015, 17:50

Deine Wertung entspricht dem was die Trailer suggerierten. Ich glaube indessen, ich habe sogar nur die 3 gesehen und das auch nur, weil es die in einer Special Limited Edition gab. :lol:
Der Pfalzbote

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Beitrag von Montana » 11.06.2015, 23:28

Muss eigentlich auch wiedermal Jurassik Park 1+2 Schauen.
Fand beide auf ihre eigene Art sehr gelungen. An die 3 kann ich mich nicht erinnern... *g*. Der 4te scheint genau so bedeutungslos zu sein.

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Beitrag von Taran-tino » 12.06.2015, 08:19

Wie ist denn die Verbindung mit Teil 1?
Gibt's da viele Anspielungen oder waren es die letzten Monate eher Gerüchte mit dem Jeep oder den Gebäuden?

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Beitrag von freeman » 12.06.2015, 08:41

Der Park steht freilich genau da, wo der "alte" Park stand. Dementsprechend gibt es tatsächlich Gebäude aus dem ersten Teil zu sehen, die Jeeps werden genutzt, Poster liegen herum und hier und da wird sogar etwas zu arg auf die 1 referenziert...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 15.06.2015, 15:25

Bin sehr gespannt auf den Film. Ich meine, es sind Dinos... da hätten Totalverrisse kommen können, ich wär trotzdem reingelaufen. Und nun ist das ja nicht mal der Fall, allgemein kommt der ja ziemlich gut weg, weitreichend wird vom besten Sequel gesprochen.

In die Meinung zum dritten Teil kann ich übrigens nicht einstimmen, ich fand den schon immer unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt. Kurz, knackig, den Blick aufs Wesentliche gestellt, gute CGI und weiterhin gelungener Einsatz von Animatronik... gerade in Zeiten, wo die letzten Teile einer Trilogie immer 165 Minuten dauern und nicht wissen, wo man mal nen Punkt macht, erinnert man sich doch gerne an Filme wie diesen. Grad gestern erst wieder im Player gehabt, den kann man herrlich wegsnacken.

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Beitrag von Hannibal » 16.06.2015, 11:23

Spontan nach einer nachmittäglichen Uni-Party zum Kinobesuch entschlossen, nicht allzuviel erwartet und eigentlich perfekt unterhalten worden. "Jurassic World" erfindet das Rad zu keinem Zeitpunkt neu, das Script und seine Charaktere funktionieren im Rahmen des Blockbusters ordentlich und sobald das Unheil seinen Lauf nimmt, wird der Film erwartungsgemäß zum Selbstläufer. Gewünscht hätte ich mir eine ausführlichere Einleitung, denn die beiden Kids, die der Film beim Besuch im Park begleitet, sind doch eher schlampig im Film platziert, obwohl ihr Ausgangsszenario so viel Raum für mehr geboten hätte. Schnell kristallisiert sich aber dann heraus, dass der eigentliche Hauptdarsteller (neben den Dinos) die neue Hollywood-Hoffnung Chris Pratt ist. Der Mann passt in den FIlm wie die Faust auf's Auge und funktioniert auf seltsame Weise ganz gut mit der zunächst stocksteifen Jessica Chastain. Mit steigender Screentime von Pratt zieht auch das Erzähltempo an und die etwas schleppende, seltsam unmotivierte Einleitung (notwendiges Übel) ist vergessen. Von nun an generiert der Film haufenweise tolle Dino-Momente, auch ruhigerer Natur und feuert eine Hetzjagd in bester Jurassic Park-Manier ab. Das macht ungeheuer Spaß bis zum großen Finale und findet dort seinen stimmigen, nicht zu sehr überzogenen Höhepunkt. Jurassic World bleibt angenehm geerdet, was auch der Effektarbeit zu Gute kommt, die zu 100% funktioniert und zu keinem Zeitpunk künstlich wirkt. Das liegt aber auch daran, dass man auf all zu viele Spielereien verzichtet....Kamera-Arbeit, Schnitt und Effektarbeit bleiben recht konservativ, greifen aber vielleicht gerade deshalb so effektiv ineinander.
Inhaltlich hätte man zwar auf die allzu offensichtliche Kapitalismus- und Militärkritik (besonders letzterer Strang ist schon etwas gaga) verzichten oder sie zumindest subtiler gestalten können, aber die Dino-Hatz macht definitiv zu viel Spaß, als dass die wenigen inhaltlichen Schwachpunkte das Vergnügen trüben könnten. Es macht einfach ungeheuren Spaß inmitten von generischen Comic-Blockbustern nochmal einen generischen Jurassic Park zu sehen...daraus ließe sich folgern, dass der Streifen vielleicht genau zur richtigen Zeit kommt und unter anderen Umständen bzw. in einem anderen Kino-Umfeld vielleicht gar nicht so positiv aufgenommen werden würde....und vielleicht ist das dann auch die Erklärung für den besten Kinostart aller Zeiten? Who knows....Spaß macht er, grobe Schnitzer sind nicht vorhanden, ein tolles, streckenweise schon fast old-school-mäßig anmutendes Kino-Erlebnis mit ein bisschen Nostalgie-Bonus, tollen Effekten und einem launigen Hauptdarsteller, der eigentlich den ganzen Film trägt...
:liquid8:

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Beitrag von freeman » 17.06.2015, 09:51

Bryce Dallas Howard spielt hier so genial steif, dass sie sogar mit
Jessica Chastain
verwechselt wird. Oscar? ;-) Für mich waren die Kids dann leider zu omnipräsent und haben gar nicht funktioniert. Auch ein Grund, warum ich nicht soviel Spaß wie du hatte. Aber wie gesagt, unterhaltsam, flott und nett isser in jedem Fall. Den augenblicklichen Riesenerfolg kann ich aber noch immer net nachvollziehen. Platzierung hin oder her.

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 24.06.2015, 09:47

freeman hat geschrieben:Bryce Dallas Howard spielt hier so genial steif, dass sie sogar mit
Jessica Chastain
verwechselt wird.
Die verwechsel ich hin und wieder aber auch. Sind diese kalten, stechenden Augen schuld...

Jurassic World
Da saßen sie im ausverkauften Kinosaal, ließen in regelmäßigen Abständen ihre Smartphone-Displays aufleuchten und merkten nicht, wie sie auf der Leinwand, dem eigentlichen Grund ihres Besuchs, persifliert wurden...

„Jurassic World“ macht genau das Richtige, die Abenteuer-Ansätze der ersten beiden Fortsetzungen zunächst mal auszuklammern und die Ausgangsidee, den Park und das potenzielle Publikum, wieder auf den Plan zu bringen. Natürlich mag der unbeschriebene Colin Trevorrow dadurch mitunter wirken wie ein Verehrer Spielbergs, doch erst durch die offenen Anspielungen auf „Jurassic Park“ wird die Unbelehrbarkeit und Ignoranz des Menschen deutlich, mit der er den Fehlern aus der Vergangenheit begegnet.

„Jurassic World“ entfernt sich von der genwissenschaftlichen und archäologischen Perspektive auf das Sujet und wechselt auf die Marketing- und Kommerschiene, weshalb sich auch die Notwendigkeit prägender Figuren wie jener von Sam Neill, Julianne Moore und Jeff Goldblum erübrigt, und somit leider auch jene kindlich-wissbegierige Faszination für die Saurier, wie man sie als Kind durch alte Bücher mit ihren prägenden Illustrationen aufbrachte. Ersatzweise führt Bryce Dallas Howards stöckelnde Darstellung zu alten Abenteuerfilmklischees der 50er Jahre, während Chris Pratt zielgenau den Machismus eines Clint Eastwood oder Harrison Ford in den 70ern und 80ern bedient – eine durchaus funktionierende Mischung, wie sich dann im Film zeigt, wenn auch nicht bei der Charakterisierung der Figuren an sich, denn diese bleiben hinter sämtlichen Vorgängern deutlich zurück, sondern vielmehr in unterstützender Funktion für die Hauptattraktionen.

Und diese kommen gerade wieder zur rechten Zeit. Momentan jedenfalls brauchen sie nicht unbedingt die Quantensprünge der Effekttechnik, um Aufmerksamkeit zu ernten, denn nach wie vor gibt es keine vergleichbare Alternative zu „Jurassic Park“. Es wurde also verdammt noch mal Zeit für einen neuen Dinofilm. Und obwohl der Anteil an Animatronik erwartungsgemäß auf ein Minimum zurückgeschraubt wurde (und das, wo doch gerade ihr Einsatz den nunmehr über zwei Jahrzehnte alten Klassiker immer noch frisch hält), macht es eine Riesenfreude, die Urzeitechsen wiederzusehen. So sehr, dass man glatt unkritisch werden möchte, was das sicherlich nicht immer makellose Gesamtresultat anbelangt. Und als die alten Bekannten Raptor, T-Rex & Co. schließlich gegen ein Designerprodukt antreten (das seine Rolle als Fiesling über zwei Stunden sehr passabel erfüllt), wird man von einem wunderbaren Drang zur Parteiergreifung geschüttelt, wie man ihn sonst nur von Godzillafilmen kennt – ohne dass „Jurassic World“ dafür Metropolen zerstören müsste.
:liquid7:

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Beitrag von kami » 24.06.2015, 09:57

freeman hat geschrieben:Bryce Dallas Howard spielt hier so genial steif, dass sie sogar mit
Jessica Chastain
verwechselt wird. Oscar? ;-)
Dazu passt diese bewegende Ballade: I am not Jessica Chastain!
https://www.youtube.com/watch?v=ipObSiF ... ge&index=1

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Beitrag von John_Clark » 01.07.2015, 00:55

Jurassic World gesehen. Fühle mich wieder jung :) Ganz toller Streifen mit herrlichen Referenzen auf Teil 1.

:liquid8: - aber locker

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Beitrag von McClane » 26.10.2015, 15:37

Jurassic World

In der Auftaktphase reflektiert "Jurassic World" durchaus ganz amüsant seinen Status innerhalb der Filmwelt: Kaum Exposition zu dem Film, so wie auch der jüngere der beiden Parkbesucher-Brüder sofort zu den Dinos rennt, während hinter den Kulissen über die Notwendigkeit stets Neues bieten zu müssen geredet wird - nur bekannte Dinos zieht nicht, hat ja jeder schon gesehen. Also gibt es neben in den vorigen JP-Folgen nicht gesehenen Arten also noch die Neuzüchtung Indomus Rex, in deren Design wohl mehr Drehbucharbeit investiert wurde als in alles andere. Wenn die Dinos mal ausbrechen, dann erwischt es eigentlich nur anonyme Söldner, anonyme Bedienstete und anonyme Touris (oft auch ganz klar als Kanonenfutter eingeführt, man denke an den Schwabbel im Indomus-Rex-Gehege), gerade mal drei etwas mehr umrissenen Figuren müssen dran glauben und selbst deren Schicksal involviert weniger als das von jedem Opfer aus dem Erstling. Den Leads passiert eh nichts, die Heldin bedient nur negative Klischees von der weltfremden Karrierezicke, der Held nur positive vom Charmeur und Tough Guy, wobei die Besetzung mit Bryce Dallas Howard und Charmebolzen Chris Pratt diese Figuren noch mit Leben zu füllen zu weiß, im Gegensatz zum Drehbuch. Komplett blass und uninteressant die Kinderfiguren, bei denen man die Weiberfixierung des Älteren nicht nachvollziehen kann, hat er doch eine Freundin daheim und scheint glücklich zu sein (mal abgesehen, dass diese Eigenschaft null Relevanz für den Film hat). Ebenso ärgerlich die verschenkten Möglichkeiten: Ein ganzer Park mit zig Dinos und noch mehr Besuchern, doch von einer (schnell beseitigten) Pterodactylus-Attacke auf die Touris abgesehen wird dieses Szenario nie genutzt. Doch "Jurassic World" macht es besser als die Teile 2 und 3, da der Film immerhin mit reichlich Dino-Action aufwartet, die voll von ikonographischen Bildern sind: Die Hubschrauberattacke auf den Indomus Rex, die Raptoren-Motorrad-Hatz durch den Wald, der Angriff auf die Gyrosphere usw. Vieles davon macht Tevorrow nicht so gut wie Spielberg ("The Lost World" litt ja eher unter dem miesen Script), auch wenn der Film reichlich auf "Jaws" und vor allem den ersten "Jurassic Park" anspielt. Wenn sich im Finale dann statt Godzilla, Mothra und Rodan Saurier in verschiedenen Allianzen auf die Glocke hauen, dann wird nur deutlich, wie sehr der Film als oberflächliche Dino-Action gemacht ist und dann trotz expliziter Fressszenen und Horrorfilm-DNA wenig Spannung und Grusel erzeugt. Das ist okay, aber wirklich mitreißend ist das Gebotene dann nicht. Aber dann ein Sequel nachbessern, das nach dem (mir etwas unverständlichen) Erfolg ja so sicher wie das Amen in der Kirche ist.

:liquid6:
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Beitrag von SFI » 28.11.2015, 06:41

Jurassic World

Einfallslose Charakterkonstellationen treffen auf einfallsloseren und lästigen Militär-Subplot, um vor ein paar auffälligen Green-Screens eine inflationäre Rescue Mission zu inszenieren. Glücklicherweise ist die Suppe dann doch irgendwie recht kurzweilig geraten, zumal das Gespür für Rocky Pathos im Finale perfekt auf die Tiere übertragen wurde. So sieht es also aus, wenn das Original das Sequel in den Schatten stellt.

:liquid7:
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Beitrag von MarS » 04.06.2017, 07:47

Jurassic World

"Jurassic World" bietet genau das was man von einem solchem Streifen erwartet. Leichte Unterhaltung mit tollen Bildern und wenig Unterhaltung. Der Monsterclash am Ende war aber vielleicht etwas zu viel des Guten.

Ich glaube aber, dass der Teil schlechtern altern wird als der legendäre Jurassic Park. Die CGI-Effekte waren zwar gut umgesetzt, für mich waren sie aber immer noch zu deutlich als solche wahrnehmbar. Hier hat der Streifen das Problem, was viele aktuelle Filme zur Zeit haben. Der CGI-Anteil ist einfach zu hoch. Man will tolle Bilder bieten und erdrückt einen dann fast mit der künstlichen Optik. Mal schauen wie das dann in 10 Jahren aussieht.

:liquid7:,5

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Beitrag von freeman » 06.06.2018, 09:33

Zum neuesten Jurassic World hammer ein richtig fettes Fanpaket:

Zum Gewinnspiel

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 11.06.2018, 16:51

Unser Vince hat sich "Jurassic World: Das gefallene Königreich" angeschaut und einen Wikipedia-Eintrag mit lauter Dinosauriernamen erstellt ;-)

Zur Kritik von "Jurassic World: Das gefallene Königreich"

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 12.06.2018, 18:22

Vincelino bringt mit seinem Review die Zweiteilung des Filmes vortrefflich auf den Punkt. Im Gegenteil zu ihm habe ich die beiden Teile aber vollkommen anders wahrgenommen. Für mich war die erste Stunde Jurassic Park pur. Ein actiongeladener Abenteuerfilm mit Kreaturenbeilage, fettesten Bildern und einigen hübsch humorigen Momenten.

Sobald der Film dann aber die Insel verließ, machte es bei mir *bump* und ich war vollkommen raus. Ich dachte, die Dinos kommen in die Zivilisation. Also so richtig. Und irgendwie hatte ich genau das erwartet. Also im Grunde eine Wiederholung des Finishs aus Vergessene Welt. Was ich bekam, war ein auf engstem Raum gereichtes Gerenne und Geschreie, das einfach nur enttäuschte. Zumindest mich.

Zudem bekam der Film mit Verlassen der Insel einen krass trashy Einschlag, den er nie wieder los wurde. Highlight: Der Verkauf der Dinos als Waffe. Im Germanys Next Top Model Setting, mit rotierenden Dollarzahlen und Männern, die sich verschwörerische Blicke zuwerfen. Warum ziehen Drehbuchautoren bei Filmen wie diesen IMMER WIEDER die Waffenkarte? Warum zahlen in Jurassic World 2 Geldsäcke zweistellige Millionenbeträge für Dinosaurier, die bei drohender Gefahr entweder wegrennen werden oder nach Beschuss mit 50 Millimeter Munition nach zwei Salven tot umfallen? Was für eine beknackte Idee. Mal wieder...

Dann reißt ein Dino mit Abrissbirnenschädel eine meterdicke Wand ein, alle Figuren handeln reichlich bekloppt und das Kind, das mir in den Zwischenschnitten schon auf die Eier ging, spielt jetzt eine besondere Rolle. Ich hab dann meine Augen ausgeruht und gut und gerne 15 Minuten verpennt. War dann zum großen Moment kurz vor Schluss wieder wach, der dann den Film verspricht, den ich zu weiten Teilen eigentlich schon in diesem Film sehen wollte. Aber ganz ehrlich, ich bin gespannt, wie sie in Teil 3 erklären, dass die Handlung vermutlich wieder nur auf einem Anwesen spielen wird. :lol: Also für mich sind die neuen Dinofilme echt nicht gemacht...
:liquid4:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 13.06.2018, 14:53

Auf jeden Fall polarisiert der Film ja extrem, wenn man sich mal so durch die Meinungen liest, und auch gerade die beiden Hälften werden teils extrem unterschiedlich wahrgenommen. Wobei ich deine Kritikpunkte in Bezug auf Hälfte 2 natürlich voll teile. Entschädigt hat mich bloß Bayonas spürbar handfestere Regie (im Gegensatz zu Vorgänger Trevorrov), da er ja ein paar echt tolle Kompositionen kredenzt, und mit Suspense-Elementen hat man mich eh immer schnell. Wirklich rund wars aber auch da nicht, im Gegenteil, Hälfte 2 hat mit Abstand die meisten Facepalm-Momente. Nur wirkt Hälfte 1 halt im Vergleich eher 08/15 und der Vulkanausbruch ist auch nicht so imposant geworden wie vielleicht gedacht.
Wirklich berührt hat mich nur die Bronto-Szene am Strand, das war schon recht heftig von der emotionalen Wirkung her.

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Beitrag von freeman » 13.06.2018, 16:42

Wirklich berührt hat mich nur die Bronto-Szene am Strand, das war schon recht heftig von der emotionalen Wirkung her.
Das war für mich der erste Moment in der gesamten Reihe, wo einen das Schicksal der Kreatur derartig angerührt hat, dass man fast meinte, man schaue einem echten Tier beim Todeskampf zu. Als schaue man eine Doku mit normal in unserer Zeit lebenden Tieren. Da bin ich absolut bei dir.

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Re: Jurassic Park I - III + Jurassic World I + II

Beitrag von McClane » 24.10.2019, 09:43

Jurassic World 2 - Das gefallene Königreich

Es ist schon interessant, wenn man J.A. Bayona in den Making Ofs zuhört und mehr über seine Ideen zum Film erfährt: Der Saurier im Kinderzimmer als Reminiszenz an die kindliche Alpträume vom Monster im Schrank usw. Dumm nur: Im Film erkennt man wenig davon wieder. "Jurassic World 2" wirkt durch und durch wie eine Ansammlung mäßig motiviert zusammengeklebter Set-Pieces (darin kann man auch Teil 3 irgendwie wiedererkennen), der darüber hinaus noch krass in zwei Hälften zerfällt: Die Insel-Dino-Rettungsaktion und den Part auf dem Millionärsanwesen. Beiden Hälften ist gemein, dass alle Figuren außer Pratt und Howard vollends egale Stichwortgeber sind, neben denen selbst das Nebenrollenpersonal des Vorgängers fast noch wie Charakterstudien aussieht. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit dem Militärfuzzis, dem fehlgeleiteten Millionär und dem bärbeißigen Großwildjäger schon Klone früherer "Jurassic Park-Antipoden einbaut. Apropos klonen: Der Schritt vom Indomus Rex zum Indoraptor ist fast schon logisch, denn T-Rex und Raptoren waren immer schon die Hauptkoordinaten im "Jurassic Park"-Kosmos.
Ansonsten ist das alles nur begrenzt logisch und das Drehbuch knarzt auch sonst an mehreren Ecken und Enden. Die Enthüllung über die Enkelin des Millionärs verpufft im Nichts, da sie unmotiviert in den Film hineingeklebt ist, die Schurkenmotivationen sind kaum mehr als ein Feigenblatt für ordentlich Dino-Rampage. Und auch die wirkt oft nicht organisch: Wenn ein Dino auftaucht und Protagonisten in einem Bunker einsperrt, dann offensichtlich nur, weil man gerade einen Dino brauchte. So schwächeln beide Hälften auf ihre Weise. Die erste besitzt "Jurassic Park"-Feeling, lässt aber kaum einem Moment Zeit zum Atmen - selbst die Mega-Stampede wirkt nicht so wuchtig wie sie sein könnte, weshalb der sterbender-Dino-Moment, den Vince und freeman erwähnen, noch am Nachhaltigsten wirkt. Hälfte zwei wirkt dann wie ein x-beliebiger Monsterfilm, in denen sich eben Dinos verirrt haben, kann mit seinem Gothic-Style-Setting punkten. Spannende Einzelmomente haben beide Hälften, etwa wenn ein betäubter Owen vor Lava wegkriechen muss oder man zwischen Dioramen Versteckspielchen mit dem Indoraptor spielt. Den besten Moment gibt es allerdings zu Beginn: An die Bergung des Indomus-Rex-Knochens mit anschließendem Mosasarus-Angriff kommt nichts anderes mehr heran.
Jeff Goldblums groß angekündigte "Rückkehr" ist dann ein maximal zwei Drehtagen runtergekurbelter Witz auf Kosten des Zuschauers, während die Verkündung der Prämisse des nächstens Teils gemischte Gefühle hinterlässt. Dinos dauerhaft in der zivilisierten Welt, das ist tatsächlich mal eine neue Idee und hat Potential. Leider hat es auch das Potential für Big-Budget-Trash und unfreiwillige Komik. Wir werden sehen, was der nächste Teil draus macht. Hoffentlich mehr als dieses eher dürftige Krawallfilmchen mit seinen zahlreichen Hängern.

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