Ocean's Twelve + Ocean's Thirteen

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Ocean's Twelve + Ocean's Thirteen

Beitrag von freeman » 13.02.2006, 00:09

Ocean's Twelve

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Originaltitel: Ocean's Twelve
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Catherine Zeta-Jones, Andy Garcia, Don Cheadle, Bernie Mac, Julia Roberts, Casey Affleck, Roy Avigdori, Scott Caan, Vincent Cassel, Bruce Willis u.a.

Soderbergh und Clooney, zwei die sich gesucht und gefunden haben. Out of sight war der famose Einstieg in ihre Zusammenarbeit, dem noch weitere gemeinsame Filme und Produktionen folgen sollten, die von den Fans teils begeistert, teils äußerst zwiegespalten aufgenommen wurden. Eher schlecht kamen Solaris und Confessions of a dangerous Mind beim Publikum an, während Oceans Eleven einem Siegeszug durch die ganze Welt gleichkam und während Danny Ocean (Clooney) und seine Kumpanen in dem Film nur 160 Millionen stahlen, erleichterten sie gleichzeitig Millionen Menschen weltweit um insgesamt 440 Millionen Dollar. Eine Fortsetzung stand also außer Frage.

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Du bist wirklich fast genauso alt wie ich? Jupp ...! Hmm ...

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Hm, die Zeta Jones hatte es in Verlockende Falle aber leichter ... und sah auch geiler aus! Damn ...

In dieser kommt der - im stilvollen Vorgänger - bestohlene Terry Benedict (Garcia) der Crew um Danny Ocean (Clooney) auf die Schliche und verlangt von jedem Einzelnen sein Geld zurück. Dass er es ja eigentlich von der Versicherung bereits zurückerhalten hat, ist ihm egal, ihm geht es ums Prinzip. Und so heißt es 160 Millionen mit Zinsen oder aber es droht eine unterirdische Rundreise zu den Radieschen dieser Welt. Leider haben die Mannen um Danny Ocean ihren Anteil weitestgehend verbraten und es müsste schon ein neuer Coup her, um die verlangte Summe aufbringen zu können! Da man meint in den USA keinen derartigen Coup unerkannt durchführen zu können, reist man gen Holland um in Europa ein paar Raubzüge zu starten. Der erste Auftrag ist schnell an Land gezogen und wird auch locker lässig durchgezogen.

Leider ist der zu erleichternde Safe leer und als wären das nicht schon Probleme genug, taucht auch noch eine ehemalige Geliebte (Zeta Jones) von Rusty (Pitt) auf und hängt sich an die Fersen der Gaunertruppe, was nicht so schlimm wäre, wenn sie nicht auch noch eine Europol Agentin wäre! Als dann auch noch Linus (Damon) gerne eine Führungsperson wäre, Frank (Bernie Mac) im Knast landet und der Schlangenmensch im "falschen" Koffer nach Mailand sitzt, sieht es so als, als wären die Karten für die Radieschenrundreise gelöst ...

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Ja, lach nur Baby und dann klau ich dir deine Haare ...

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... hm, ich glaube ich nehme lieber die, Kurzhaarfrisuren stehen mir mehr ...

Da kommt es dem Team um Danny Ocean gerade recht, als ein neuer Mitspieler - der Nachtfuchs - in der Welt der Supereinbrecher auftaucht und ihnen einen Wettstreit vorschlägt. Das berühmte Fabergé Ei soll gestohlen werden. Gelingt dies Ocean will der Nachtfuchs alle Schulden der Ocean Crew übernehmen. Ist er schneller, sterben sie ...

Als Zuschauer ist man wahrlich dankbar, als Cassel als Nachtfuchs endlich auftaucht, denn irgendwie hat Soderbergh anscheinend das Prinzip seines ersten Ocean Filmes komplett aus den Augen verloren. Die ersten 40 Minuten sind unglaublich sperrig. Zwar fühlt man sich dank des kompletten Schauspielerteams aus Teil eins wirklich sofort wieder heimisch aber der Funke will und will einfach nicht überspringen. Die meisten Gags sind teils katastrophale Rohrkrepierer und man ahnt wirklich bereits das Schlimmste. Doch mit dem Nachtfuchs und der von Catherine Zeta Jones gespielten Europolagentin kommt plötzlich Feuer in den Film und der Film beginnt wie ein gutgeschmiertes Uhrwerk zu surren.

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Liquid-Love.de ... geile Seite ... Jupp, aber komischer Name ...

Ab jetzt stimmt einfach alles. Die Gags sitzen hundertprozentig, es werden mehrere dicke Überraschungen präsentiert, Pitt und Clooney setzen ihr tolles Zusammenspiel aus Ocean's Eleven fort, Soderbergh fährt seine üblichen Stilmittel auf und stellt sie jetzt in den Dienst seines Filmes (vorher waren sie teils eher verwirrend als sinnvoll), Julia Roberts Tess wird dazu überredet, sich wie Julia Roberts zu "verkleiden" (im übrigen habe ich die Roberts noch NIE als so unattraktiv empfunden wie in dem Film!!!), Bruce Willis zerspoilert in einem grandiosen und recht langen Cameo als er selbst "The Sixth Sense" und George Clooney fragt sich, ob er wirklich wie 50 aussehe. Das ganze gepaart mit einem schlitzohrig ausgeführten Supercoup, einem mehr als relaxten Soundtrack und einer tollen Ensembleschauspielleistung macht Oceans Twelve zu einem absolut lässigen und unterhaltsamen Filmvergnügen, das den Begriff cool erneut neu zu definieren versucht, clever ist, ohne es dem Zuschauer allzu sehr auf die Nase zu binden. Allerdings sorgt der langweilige Einstieg für ordentlichen Punktabzug.

Sympathische Gaunerkomödie, die sich nicht ganz aus dem Schatten des hervorragenden Vorgängers lösen kann, aber wundervoll leichtfüßig und unterhaltend daherkommt.
:liquid7:

Eine unglaublich schwache DVD hat Warner herausgebracht. Diese ist zwar technisch ok, aber bei einem solchen Starensemble und dem Erfolg des Filmes sind die Extras eine riesige Enttäuschung! Pfui Warner!

In diesem Sinne:
freeman :
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deBohli
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Beitrag von deBohli » 13.02.2006, 14:07

freeman meint ...

Ocean's Thirteen

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Originaltitel: Ocean's Thirteen
Produktionsjahr: 2007
Herstellungsland: USA
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: Brad Pitt, George Clooney, Matt Damon, Elliott Gould, Ray Xifo, Al Pacino, Don Cheadle, Shaobo Qin, Casey Affleck, Scott Caan, Bernie Mac, Carl Reiner, Ellen Barkin, Julian Sands, Vincent Cassel, Andy Garcia u.a.

Vor einigen Jahren kam mit Ocean's 11 die ultimative Fingerübung in Sachen Stil, Lässigkeit und Eleganz in die Kinos. Eine Starriege sondergleichen wertete das Remake von Frankie und seine Spießgesellen weiterhin auf und schlug sich selbstironisch und hochgradig vergnüglich durch einen leger durchgezogenen Coup. Das Ergebnis wird filmgeschichtlich niemals irgendwelche Relevanz haben, ABER es unterhält sein Publikum gar prächtig. Der Fortsetzung schlug dann ein harter Wind ins Gesicht. Allgemein wurde der Film als übereilter Nachklapp abgestraft. Die Story erschien vielen zu sperrig und überladen und irgendwie wurde man mit den eigentlich vertrauten Figuren nicht mehr so recht warm. Stil und Eleganz des Streifens schadete das zwar null, dem Image und dem Einspielergebnis allerdings deutlich mehr. Und so kann wohl kaum davon ausgegangen werden, dass die Menschheit auf einen weiteren Danny Ocean Film gewartet hat. Und dennoch ist dieser nun in unseren Kinos gelandet. Zum Glück, kann man da nur sagen!

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Reuben, Förderer und Kumpan von Danny Ocean, wurde bei einem Deal um ein neues Multimillionen Dollar Hotel mit angeschlossenem Casino in Las Vegas von seinem Geschäftspartner Willie Banks massiv über den Tisch gezogen. Und obwohl Reuben meint, er habe bereits alles erlebt, nimmt ihn dieser Verrat ziemlich mit und er erleidet einen Herzinfarkt. Danny und seine Kumpane versammeln sich daraufhin umgehend an Reubens Krankenbett und schwören ihm Rache. Keine Gewalttätige. Das hätte keinen Stil. Oh nein, man will Willie Banks ausnehmen. Und zwar so richtig. Innerhalb von dreieinhalb Minuten will man ihn um 500 Millionen Dollar erleichtern. Ein gewagter Coup, der einiger ungewöhnlicher Hilfsmittel bedarf: der Bohrer, mit dem der Eurotunnel gebohrt wurde, eine falsche Nase, der Arbeitskampf in Mexiko und Danny Ocean's Intimfeind Terry Benedict ...

Rien ne va Plus ...

Ocean's 13 erweist sich im Endeffekt als einzig logische Konsequenz aus dem eher schwach angekommenen Ocean's 12. Der Schauplatz wurde zurück ins glamouröse Las Vegas verlegt. Die Geschichte konzentriert sich ausschließlich auf die Vorbereitung und die Durchführung des Coups, ohne sich in Nebenschauplätzen oder Wettkämpfen mit anderen Gaunern zu verheddern. Obendrein konzentriert sich der Film wieder verstärkt auf das gesamte Team. So wird die Screentime von beispielsweise Matt Damon massiv zurückgefahren und auch Clooney und Pitt werden zugunsten des grandiosen Ensembles zurückgenommen. Des weiteren wurde der Faktor Frauen komplett negiert, indem die große Catherine Zeta Jones und Julia Roberts - der größte Störfaktor aus den beiden vorhergehenden Teilen - aus dem Cast gekegelt wurden. Eine, wie ich finde, hervorragende Entscheidung, da auch das Ausbleiben von dem Beziehungsschmuh dem Ensemble zu Gute kommt. Im Endergebnis ist nun die gesamte Handlung und der ganze Aufbau von Ocean's 13 auf Unterhaltung ausgelegt und funktioniert dahingehend so hervorragend, dass auch manche Logiklöcher von der Größe des Eurotunnelbohrers ;-) nicht großartig ins Gewicht fallen.

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Hauptgrund für die durchgehend relaxte und coole Unterhaltung ist erneut der großartige Cast. Insbesondere George Clooney und Buddy Brad Pitt, die fast keine einzige Szene ohne das jeweilige Gegenüber absolvieren, sind dabei in ihrem brillant lässigen Zusammenspiel erneut die halbe Miete. Wenn die Beiden wieder traumwandlerisch die Sätze des anderen vollenden, ohne dass das für den Zuschauer einen echten Sinn ergeben muss, merkt man einfach, dass beide eigentlich nur am Set waren, um Spaß zu haben. Und das überträgt sich eben unisono auf die Mitstreiter und den Zuschauer. Der Rest des Castes um Matt Damon, Bernie Mac, Elliott Gould, Don Cheadle, Andy Garcia und Carl Reiner hat seine Rolle ebenfalls genug verinnerlicht, um mit viel Larmoyanz und Selbstironie aufspielen zu können. Die besten Gags haben dann Casey Affleck und Scott Caan abbekommen, die bisher immer eher stiefmütterlich als Erfüllungsgehilfen abgewatscht wurden, diesmal allerdings mit ihrer Mexikoepisode den Brüller des Filmes abliefern dürfen. Wie schon in Ocean's 12 wurde auch diesmal der Cast um einige bekannte Namen erweitert und alle fügen sich mehr als ordentlich in das eingespielte Team um Clooney und Co. ein. Als da wären Julian Sands als Sicherheitschef des neuen Casinos, eine starke Ellen Barkin als Assistentin von Willie Banks und freilich Al Pacino himself als Willie Banks. Pacino nimmt sich für seine Rolle ungemein zurück, ohne irgendwie gelangweilt oder zurückhaltend zu wirken und schafft es geradezu spielend, den Schmierlappen Banks zu einem absolut hassenswerten Gegner von Danny Ocean zu machen. Gerade in seinen Szenen mit Clooney und Pitt spürt man förmlich, wie viel Spaß auch der alte Hase an dem Spaßprojekt seiner jungen Kollegen hatte.

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Das alles bebildert Hollywoods einstiges Wunderkind Steven Soderbergh, der sich nun schon zum dritten Mal ganz dem bösen Mainstream hingibt und dafür wohl wieder einiges an Kritik einfahren wird, mit viel Sinn für kleine Details und eben viel Stil. Die Ausstattung ist extraedel, der Look des neuen Hotelkomplexes der absolute Hammer, die Darsteller erinnern an echte Dressman und die Optik wird wieder von der Glitzerwelt Las Vegas komplett vereinnahmt. In der Mexikoepisode schaltet er dann auch kurz in einen Farbfiltermodus, hält sich ansonsten, abgesehen von einigen wenigen Steadycamaufnahmen, allerdings mit großen Spielereien stark zurück. Die musikalische Untermalung ist dann wie in den Vorgängern ungemein funky geraten und unterstreicht den schlitzohrigen Charakter der Serie erneut absolut treffend.

Somit ist Ocean's 13 im Endeffekt die bedeutend bessere Fortsetzung zu Ocean's 11. Er ist enorm witzig, kommt ohne große Längen daher, hat ein beeindruckendes Ensemble auf der Habenseite zu verbuchen und gibt zu keiner Sekunde vor, mehr im Sinn zu haben, als gute und vor allem entspannte Unterhaltung für sein Publikum abzuliefern. Dass dabei nicht jeder Gag zielgenau verwertet wird, verzeiht man dem sympathischen Cast um Coolschrank Clooney nur zu gerne. Die Kerle sind halt einfach Kumpeltypen, denen man eigentlich nichts krumm nehmen kann und mit denen man gerne einmal zusammenkommen würde, um mit ihnen einen gemeinsamen Coup zu bequatschen ... oder einfach nur um mal enorme Mengen Alk mit ihnen zu vernichten ... stilvoll, versteht sich. Mehr davon!
:liquid8:

In diesem Sinne:
freeman

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Vince begibt sich auch mal wieder in Non-Arthaus-Gefilde:

So hat modernes Unterhaltungskino zweifellos auszusehen.
Wenn es zwischendurch mal etwas geistloser sein darf, ist es nicht das Schlechteste, wenn man sein Publikum in ein dichtes Geflecht versetzt, aus dem es bis zum Abspann nicht mehr herausfindet und vor allem auch gar nicht herausfinden will. Das hört sich eigentlich ganz einfach an: Klotzen, klotzen, klotzen, das muss die Devise sein. Keine Zeit anbieten für Verschnaufpausen. Der Plot muss eine gerade Linie sein, die so effizient beschritten werden soll wie die Stadionlaufbahn vom 100-Meter-Läufer.

Manche Blockbusterregisseure drehen auf ihrem eigenen Terrain manchmal aber ein paar Umrundungen zu viel, so dass sie - wie beispielsweise zuletzt Gore Verbinski mit seiner “Pirates of the Caribbean”-Trilogie” - orientierungslos auf die Nebenbahn rutschen, Schlenker machen, kontraproduktive Ellipsen drehen. Erwartungsgemäß ist das auch Steven Soderbergh mit “Ocean’s Twelve” passiert, nachdem er mit “Ocean’s Eleven” ein beachtlich gut funktionierendes Ensemblestück für die Masse vorgelegt hat. Und was “Pirates of the Caribbean 3" nicht gelang (nicht gelingen konnte, weil er zeitgleich mit dem zweiten Teil gedreht wurde), vermeidet Soderbergh nun. “Ocean’s 13" ist definitiv die weit bessere Fortsetzung als “Ocean's 12", weil “Ocean's 13" einfach “Ocean's 11" kopiert und nicht so dringend eigene Wege erkunden will wie “Ocean's 12". Na sowas.

Der dritte Auftritt der Gaunerbande Danny Oceans ist gewissermaßen noch mal weiter komprimiert worden, die Charaktere sind noch zweidimensionaler als ohnehin schon und überhaupt, der Streifen hat die schmale Form eines Blatt Papiers, ist dazu noch kontinuierlich und glatt, also eher sogar von der Form einer Rolle seidenweichen Klopapiers. Alles ist Handlung, alles läuft vorwärts, nichts dagegen geht in den dreidimensionalen Raum. Zum Guy Ritchie-Soundalike-Soundtrack wird der Coup zuerst motiviert (durch den Prolog), dann geplant, dann durchgeführt. Für die Konsequenz muss man Soderbergh loben, denn der lässt echt kein Tröpfchen über das Fass rollen. Eine effiziente Unterhaltungsmaschine ist sie geworden, die Franchise, gelackt und geölt, bereit zur Konsumtion.

Dabei läuft alles so glatt am Schnürchen, dass man gar nicht mitkriegt, was für einen Tanz auf dem seidenen Faden man da geboten bekommt. Mit den ohnehin schon reduzierten Charakterexpositionen und der sublimen Love Story des ersten Teils werden auch die letzten Griffe wegsubtrahiert, an denen man sich als empathisches Wesen irgendwie festklammern könnte, und in der verschwenderischen Abfolge von Starauftritten - den kompletten Cast samt Pitt, Clooney & Co. kann man als Cameo-Kollektion abhaken, der wie beim Staffellauf vonstatten geht - wird in Windeseile ein Konstrukt errichtet, dessen technische Feinheiten sich dem Zuschauer niemals erschließen.

Und so droht “Ocean’s 13" mehr noch als “Ocean’s 11" einen Ausschluss des Publikums aus seiner Handlung billigend in Kauf zu nehmen. Wozu das führen kann, hat das “Vermächtnis der Tempelritter” eindrucksvoll bewiesen. Doch Soderbergh fängt den abdriftenden Gucker wieder ein, er umhüllt ihn mit einer atmosphärischen Schicht namens “Las Vegas”.

Wo “Ocean’s 12" noch ein offenes Gebilde war, in dem man sich schnell verlaufen hatte, besinnt man sich jetzt wieder auf alte Stärken und beschränkt alles auf eine Location. Die einzelnen Interessengruppen müssen sich nicht mehr gegenseitig suchen, sie laufen praktisch in Vollzeit aneinander vorbei. Gespielt wird zweifellos ein Spiel mit offenen Karten, weil alle Mitspieler ja schließlich noch je ein Ass im Ärmel haben. Und auch oder gerade weil man nicht versteht, wie dieser und jener Job erledigt wird, man versteht aber doch, was dieser Job für den Casinobesitzer und sein Geschäft bedeutet.

Auf dieser Konstellation basiert auch die starke Leistung des endlich mal wieder durch und durch überzeugenden Al Pacino: ein chargierender und dennoch vollends kontrollierter Geschäftsmann. Das ist ein Anzug, der Pacino nach wie vor passt wie angegossen. Insbesondere insofern, als seine unnachahmliche Präsenz (als so ziemlich einziger aller Darsteller bleibt von ihm ein Eindruck zurück) hier so und nicht anders gefordert wird.

Pacinos letzte Szene ist dann auch ganz große Komödienkunst und fasst zusammen, was im Grunde bereits alle wussten: der große Coup ist gar keiner mehr. Es geht längst nur noch um den Weg. In einem höchst oberflächlichen Kalkül von Film ist der nämlich schon das Ziel.
:liquid6:

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Beitrag von Vince » 13.02.2006, 14:38

Schnax meinte:

Schönes Review.. :)

Filme mit dem Clooney sind eigentlich immer geil, so war es auch bei Ocean's Eleven. Twelve hätte ich jetzt noch nie gesehen, irgendwie reizt er mich gar nicht gross.. Na ja mal schauen, die erbärmliche DVD werde ich mir sicherlich nich kaufen.
Also ich fand den ziemlich fade - allerdings muss ich dem nochmal ne Chance geben, bevor ich mich da ganz festlege.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 13.02.2006, 19:36

Jaaaaa :D freeman, hast mich nicht enttäuscht ;)

Super Review, flufiger :? Film :)
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Beitrag von John Woo » 18.02.2006, 18:34

Ich find den Film ehrlich gesagt richtig scheisse. Dialogüberhäuft, überhaupt nich witzig und todlangweilig. -> 2/10.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 18.02.2006, 19:59

Ich finde die geilen Dialoge sind gerade der Reiz den Ocean Filme! :)
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Beitrag von djoli » 22.02.2006, 00:16

Mir hat der sogar besser gefallen als Teil 1.
Wenn Clooney und Pitt zusammen Wein saufen : knaller Aktion. :lol:
Die beiden Coolschränke in 2 Filmen zusammen : einfach nur Geil! :D
Vielleicht war das Pulver feucht...
Oder du bist einfach nur scheiße!

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Beitrag von freeman » 22.02.2006, 00:19

:rock: @ oli

Genauso schauts aus! Oceans 13 dann bitte nur mit Pitt und Clooney!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Hannibal » 22.02.2006, 09:15

Kenne nur die 1, die war ganz ok, aber ich bevorzuge trotzdem "The Italian Job", der war irgendwie runder, unterhaltsamer und noch kurzweiliger...

BTw. Review mal wieder erste Sahne ;-)

MFG
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Beitrag von Montana » 26.02.2006, 14:39

ich finde ihn einfach nur coool ich meine wann hat man schon pitt, clooney, roberts usw. in einer zelle sizen gesehen :D :D :D

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Beitrag von freeman » 10.06.2007, 01:57

Sodale ... unter Ovean's 12 ist jetzt auch Ocean's 13 angekommen ...

@ Mitarbeiters ;-). Falls ich mal Ocean's 11 noch mache, pack ich das vor die 12 in den gleichen Fred ... so isses unkomplizierter ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 10.06.2007, 11:14

Juhu, schönes Review freeman.
Mal sehen, werd da wohl heute rein... :)
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Beitrag von Deprave » 10.06.2007, 11:46

Hört sich seeehr gut an :)! Werd ihn mir wahrscheinlich auch heute abend ansehen. Auch wenn der zweite nicht so gut war, muss ich sagen er hat mir gefallen (verwirrter Satz). Liegt aber hauptsächlich an dem brilliantem Cast :D !

Schönes Review

mfg
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Beitrag von Vince » 10.06.2007, 15:31

freeman hat geschrieben: @ Mitarbeiters ;-). Falls ich mal Ocean's 11 noch mache, pack ich das vor die 12 in den gleichen Fred ... so isses unkomplizierter ...
Why? Lösch doch mein Posting und setz es in Bobs Folgeposting, schieb da die 13 rein, schieb die 12 in Schnax' Posting und mach die 11 in den Originalbeitrag. Alles kein Problem...

@Review: Jahaaaa! Sehr gut. Ich freu mich sogar nen bissl auf den Film. Ich wiederhole gerne nochmals: Auch nach inzwischen zweimaligem Genuß finde ich "Ocean's 12" verhältnismäßig übel und muss mich mehr oder weniger dem Tenor der Kritik anschließen: zu verworren, zu europäisch, wie in der Filmstarts-Kritik geschrieben wird. Ich komm da nicht über eine 4/10 hinaus. Der erste war dagegen ganz in Ordnung, aber alles in allem ist mir die Reihe schon ein bisschen zu glatt. Die Hauptcharaktere verwandeln sich in meinen Augen auch zunehmend in sehr schräge Vögel - gerade Matt Damon kommt mir da inzwischen vor wie irgend so ne komische Eule. Nicht dass das grundsätzlich schlecht wäre. Aber die Reihe ist mir unter dem Strich einfach zu profillos.
Dennoch stehen die Zeichen für die 13 gut, da ja angekündigt wurde, es würde wieder einfacher und weniger verzwackt werden und - du sagst es ja auch in der Kritik - ENDLICH ist die olle Roberts weg. Wohooo!

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Beitrag von freeman » 10.06.2007, 21:56

Nuja, dann müssteste ja wieder Korrekturlinks an die OFDB schicken usw. Das machen wir, wenn die 11 dann mal da ist in einem Abwasch ... ok?

Und ja, sie ist weg ... die Roberts. Sie wird nur kurz erwähnt und von Clooney gedisst ... so wies sein muss! Yeah ;-)

Und zum Thema schräger Vogel ... das setzt sich (für dich leider, für den Rest zum Glück, denn seine Szenen rocken auch ordentlich, zumal wir wieder ein neues Familiemitglied von ihm kennenlernen!) fort ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 10.06.2007, 22:02

freeman hat geschrieben:Nuja, dann müssteste ja wieder Korrekturlinks an die OFDB schicken usw. Das machen wir, wenn die 11 dann mal da ist in einem Abwasch ... ok?
Ah ja, das hatte ich nicht bedacht.
Und ja, sie ist weg ... die Roberts. Sie wird nur kurz erwähnt und von Clooney gedisst ... so wies sein muss! Yeah ;-)
:rock: :wink:
Und zum Thema schräger Vogel ... das setzt sich (für dich leider, für den Rest zum Glück, denn seine Szenen rocken auch ordentlich, zumal wir wieder ein neues Familiemitglied von ihm kennenlernen!) fort ...
Nee, ich finds ja nicht schlecht, nur komisch, und weiß nicht mal genau, ob unfreiwillig...

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Beitrag von freeman » 10.06.2007, 22:14

*lach* ja, das ist DIE Frage bei jedem Matt Damon Film ... war das jetzt Absicht oder ist der einfach nur unfreiwillig komisch? Komischer Kauz, mag den ja abseits von Ocean und Bourne wirklich gar net ... ausser im Puppenfilm Mätt Dääämon :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 10.06.2007, 22:33

freeman hat geschrieben: Komischer Kauz, mag den ja abseits von Ocean und Bourne wirklich gar net ... ausser im Puppenfilm Mätt Dääämon :lol:
LOL jo den hab ich grad vorgestern erst wieder gesehen. Zu geil. :lol:

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Beitrag von freeman » 10.06.2007, 22:36

Den müsste auch mal wer reviewen. Würde nen schönen Link in unserem Funbereich auf der Hauptseite ergeben. Zusammen mit Links zu Hot Fuzz Review usw. Quasie der Parodienbereich ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 10.06.2007, 22:38

freeman hat geschrieben:Den müsste auch mal wer reviewen. Würde nen schönen Link in unserem Funbereich auf der Hauptseite ergeben. Zusammen mit Links zu Hot Fuzz Review usw. Quasie der Parodienbereich ...
Jo Parodienbereich is geil, mit Hot Shots noch dazu... mich wundert aber sehr, dass du damals nix geschrieben hattest? Mir klingelte irgendwie noch ne Kritik von dir im Kopf. War wohl ne Geisterkritik...

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Beitrag von freeman » 10.06.2007, 22:42

Nope, ich net ... der Tiger hat bei den Narren mal was gemacht ...

Und jo, Hot Shots muss da auch nei ... stimmt ... müsste man echt mal angehen. Hot Fuzz mach ich schonmal :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Samir » 01.07.2007, 16:36

hab Teil 3 mittlerweile auch gesehen und hmm kann mich da deiner meinung nicht anschließen. Mir hat er nur bedingt gefallen. Großartig witzig war er nicht und auch nichts überraschendes neues. knappe :liquid6: gibt es da von mir.

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Beitrag von Vince » 20.06.2008, 17:27

So, nachdem er jetzt in die niedersten Preisregionen gekommen ist, hab ich meine Gelegenheit auch mal ergriffen. Ja, klar, definitiv die weit bessere Fortsetzung als Ocean's 12, weil Ocean's 13 einfach Ocean's 11 kopiert und nicht so eigenständig ist wie Ocean's 12. Na sowas.

Das zweite Sequel ist gewissermaßen noch mal weiter komprimiert worden, die Charaktere sind noch zweidimensionaler als ohnehin schon und überhaupt, der Streifen hat die schmale Form eines Blatt Papiers, ist dazu noch kontinuierlich und glatt, hat also eher sogar die Form einer Rolle seidenweiches Klopapier. Alles ist Handlung, alles läuft vorwärts, nichts dagegen geht in den dreidimensionalen Raum. Zu Guy Ritchie-Musik wird der Coup zuerst motiviert (durch den Prolog), dann geplant, dann durchgeführt. Für die Konsequenz muss man Soderbergh loben, der lässt echt kein Tröpfchen über das Fass rollen. Eine effiziente Unterhaltungsmaschine ist sie geworden, die Franchise, gelackt und geölt, bereit zur Konsumtion. Das ist immerhin alles, was man sich von diesem dritten Teil noch erhoffen konnte.
:liquid6:

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