"Eyes of the Dragon" ist ein typischer Leo-Fong-Film, in dem der Mann erfreulicherweise nicht selbst die Hauptrolle spielt, sodass man nicht glauben muss, dass er semibewegliche Halbgeriatriker würde tatsächlich Kämpfe gegen echte Martial-Arts-Profis gewinnen. Die Besetzung mit Cynthia Rothrock, Richard Norton, Chuck Jeffreys und Bill 'Superfoot' Wallace lässt einen gedanklich mit der Zunge schnalzen, bis man dann den fertigen Film sieht, in dem die Leute teilweise sichtlich aneinander vorbei schlagen. Choreo und Inszenierung der Fights sind weitestgehend für den Popo, ähnlich wie die Behelfsstory, die an allen Ecken und Enden knarzt. Was das ganze Gewese um die drei Statuen soll, kann der Film nie so recht vermitteln, ansonsten wird kein Klischee vom todkranken Sensei über offene Rechnungen bis hin zum Schüler-Mentorin-Flirt ausgelassen. Immerhin ist das Finale reichlich Gaga, wenn auf einmal die Wummen rausgeholt werden, irgendwer die Gegner von einem Quad heraus abballert oder Trashpegel in die Höhe schwellt, wenn sich Kumpels des Helden als Klischeeschwule ausgeben, um Wachen abzulenken. Wirklich gut ist das alles nicht, aber immerhin erträglich als "24 Hours to Midnight", "Low Blow" oder der filmische Offenbarungseid "Blood Street", der hierzulande als Pseudosequel zu "Eyes of the Dragon" verkauft wurde.

Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]