Chain of Command - Helden sterben nie!

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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Chain of Command - Helden sterben nie!

Beitrag von freeman » 03.03.2006, 13:53

Chain of Command - Helden sterben nie!

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Originaltitel: Chain of Command
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Regie: John Terlesky
Darsteller: Roy Scheider, Patrick Muldoon, Maria Conchita Alonso, Michael Biehn, Ric Young, Sung Hi Lee, William R. Moses, Tom Wright, Philip Tan u.a.

Präsidentschaftskandidat Cahill reist im Rahmen seines Wahlkampfes in den USA umher. Seine Bodyguards erhalten den Hinweis, dass sich an Bord des Flugzeuges, mit dem er gerade unterwegs ist, ein Attentäter befindet! Bodyguard Mike kann den Attentäter zwar ausschalten, tötet dabei aber auch eine Unschuldige, die von einem Querschläger erwischt wird. Hier beginnt Mike mit seinem Job zu hadern, ist der Präsidentschaftskandidat doch ein ordentlicher Schwerenöter, für den sich Mike niemals im Leben eine Kugel einfangen möchte! Dennoch bleibt er Bodyguard im Dienste Cahills, mutiert aber bei dessen offizieller Amtseinführung zum Beschützer eines kleinen Koffers in dem sich die Lenksysteme für diverse Atomraketenanlagen befinden. Diesen hat der Präsident bei Reisen immer bei sich und Mikes Job ist es nun, den Koffer zu beschützen, nicht aber den ihm verhassten Präsidenten ...

Dieser reist bei einer seiner nächsten Amtshandlungen nach Taipeh, wo er an Bord eines Luxusliners einen Finanzier seines Wahlkampfes trifft, den er bittet deeskalierend in die angespannte Situation zwischen Taiwan und China einzugreifen. Mitten in den Verhandlungen entpuppen sich die engagierten Bodyguards des taiwanesischen Kameraden als Terroristen, die sogleich den Luxusliner übernehmen. Was jetzt gilt ist klar ... Alarmstufe Rot ;-) Der taiwanesische Bad Ass will mittels des Koffers einen Atomschlag gegen China führen, damit das Land destabilisieren, das entstehende Chaos nutzen und so die Macht im Land an sich reißen. Nun ist es an Mike all das zu verhindern ... dabei stellt sich ihm die Frage: Koffer oder Präsident?

Gegeben wird Mike von einem blassen und uncharismatischen Patrick Muldoon, den man sich als Helden nicht vorstellen kann/mag. Leider ist er es hier wirklich. Den Präsident gibt zum x-ten mal in seiner Karriere (siehe Stuntdriver oder Red Zone) Roy Scheider. Allerdings darf er den wichtigsten Mann der Welt mal ordentlich gegen den Strich bügeln und jedem Rockzipfel hinterher hecheln. Einen der Antagonisten von Mike namens Craig Thornton gibt Michael Biehn, der hier aber maximal auf Standgas agiert, mit seiner eiskalten Art aber noch am meisten punkten kann. Besonders erwähnenswert ist der Auftritt von Überbabe Sung Hi Lee. Wer das ist? Also Männers! Ok, ok ...

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Bei ihrer Figur weiß man nie, wo sie wirklich steht und leider will auch bei ihrem Auftritt beim männlichen Betrachter nichts stehen, bleibt sie doch die ganze Zeit züchtig verhüllt. Warum auch immer. Naja, ne Süße ist sie trotzdem ...

Die Action kommt recht blutarm daher, dafür ist der Bodycount insgesamt recht ordentlich geraten, da sowohl Mike als auch die Terroristen recht trocken zur Sache gehen. Hier setzt es Fangschüsse aus nächster Nähe und auf beiden Seiten werden keine Gefangenen gemacht. Das hat sogar recht prominente Opfer zur Folge (so ziemlich die einzige Überraschung im Film ...)! Über diese Ballereinlagen hinaus gibt es keine wirklich interessante Action zu bestaunen und auch die Spannung hält sich arg in Grenzen. Dafür sorgt die 08/15 Story, die nur Under Siege und freilich Die Hard kräftig zitiert, ohne auch nur irgendetwas Neues hinzufügen zu können. Auch sind die Szenen zwischen den Ballereien mit reichlich Dummgelaber versehen.

Optisch ist der Streifen ganz ordentlich geworden und bietet solide B-Standardware mit vor allem zu Beginn netten Kamerafahrten. Traurig ist der Stock Footage Einsatz, der sich großzügigst aus dem Film Octalus bedient ... inklusive des Big Bang am Ende des Filmes.

Durchschnitt an allen Fronten: schauspielerisch, optisch, actiontechnisch und freilich auch storytechnisch. Etwas weniger Gelaber und mehr Konsequenz in der Action hätten dem Film gut getan, denn dieser beginnt irgendwann ordentlich zu langweilen.
:liquid4:

Ein FSK 16 uncut Tape kommt von Helkon, die DVD gibbet nur in Gods own Country von Lions Gate ...

In diesem Sinne:
freeman
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Joker6686
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Beitrag von Joker6686 » 03.03.2006, 14:57

Hab den letztens auf ARD gesehen gehabt und muss sagen *Gähn* Bin dabei eingeschlafen,ok kann sein,dass es daran liegt,dass er erst um 2Uhr oder so gesendet wurde,aber dennoch fand den recht lahm.Die Sache mit Secret Service und dem "Football" ist auch nur ausgelutscht wie eh und je.Naja Kurzweilig aber nichts besonderes.

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Beitrag von Cinefreak » 20.09.2010, 18:08

klingt ja scheiße und Szenenrecycling hasse ich wie die pest...breche den Film ab..ich dachte doch echt, das wäre der dudidoof-streifen :lol: :roll:
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Beitrag von kami » 21.09.2010, 07:57

So übel ist der gar nicht, das Szenenrecycling hält sich in engen Grenzen.

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Beitrag von Cinefreak » 21.09.2010, 08:34

kami hat geschrieben:So übel ist der gar nicht, das Szenenrecycling hält sich in engen Grenzen.
alleine schon die Aussage, dass der big bang von octalus geklaut ist..ne lass man ,) Gibt genug Filme :wink:
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Beitrag von kami » 21.09.2010, 09:15

Cinefreak hat geschrieben:
kami hat geschrieben:So übel ist der gar nicht, das Szenenrecycling hält sich in engen Grenzen.
alleine schon die Aussage, dass der big bang von octalus geklaut ist..
In THE MARINE besteht die Eröffnungsactionszene zu mindestens nem Drittel aus RAMBO 3-Footage. Macht aber trotzdem Spaß. Sollte man nicht zu eng sehen, solange das keine Ausmaße wie in AGENT RED oder CRITICAL MASS annimmt.

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McClane
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Beitrag von McClane » 27.09.2010, 09:24

Von den Filmen John Terleskys, die ich kenne, ist dies der beste. Schade, dass der Mann nicht besseren Budgets und Scripts bedacht wurde, denn selbst das "Octalus"-Stock Footage wird ganz brauchbar eingebaut. Der hier hat durchaus ein paar mutige Ideen (z.B. dass China nach der Zündung einer Atombombe auf seinem Grund gen USA zurückschlägt, während in vielen Mainstreamfilmen ja God's own country nix passieren darf) und vor allem nett gemachte Action, wenngleich die MGs leider etwas zu wenig rattern, um den hier in die obere B-Actionriege zu katapultieren. Ansonsten eine stimmig in Szene gesetzte, aber etwas vorsehbare Geschichte mit offensichtlichen "Die Hard"-Anleihen und einer ganz gut aufgelegten Besetzung aus Hollywoods zweiter Reihe, bei der vor allem Michael Biehn mit Spielfreude auffällt. Ein echt okayer B-Actionfilm.

:liquid6:
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