Dhoom - Die Jagd beginnt ...

Schlimmer als Kickboxer Filme? Der wahre Abschaum des Films -> bitte keine Comicverfilmungen.
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freeman
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Dhoom - Die Jagd beginnt ...

Beitrag von freeman » 11.03.2006, 00:40

Dhoom -Die Jagd beginnt

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Originaltitel: Dhoom
Herstellungsland: Indien
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Sanjay Gadhvi
Darsteller: Abhishek Bachchan, Uday Chopra, John Abraham, Esha Deol, Rimi Sen u.a.

Das folgende Kammerspiel beruht auf wahren Ereignissen. Die Namen wurden aus Gründen des Datenschutzes von dem zuständigen Redakteur geändert. Ähnlichkeiten mit realen oder irgendwelchen anderen fiktiven Figuren sind rein zufällig und wurden von uns nicht beabsichtigt ...

Es ist Freitag, der 10.3. kurz vor 20:15 Uhr in einem Ort - irgendwo in Deutschland. Es klingelt bei freeman. Er geht zur Tür und vor ihm steht Barbara, seine Freundin. Freudig erregt schließt er sie in die Arme und geleitet sie in sein Reich. Sie tritt ein und erbittet sich etwas Zeit für sich allein, hat sie doch eine lange Reise hinter sich. Gut, denkt sich freeman und seine Erregtheit (also die freudige) nimmt ganz neue Ausmaße an. Da steigt ihm ein seltsamer Geruch in die Nase und er ahnt fürchterliches ...

freeman: "Schatz, sind das Papads, die ich da rieche?"
Babara: "Ja, mein Kleiner"
freeman: "Ähm, gibt es für das Aufkeimen des Geruches dieses "leckeren" Knabberkrames einen Grund, außer dass du sie gerade in ein raschelbefreites Gefäß gefüllt hast?"
Ich hoffe nicht, denkt er bei sich. Da flötet es aus der Küche ...
Babara: "Ja klar, ich werde dir heute deinen Bollywood Hass austreiben und damit unsere Liebe endlich vollkommen machen, denn hey, wie soll denn eine Frau wie ich, die bei Shah Rukh Khan ins Schwärmen verfällt, mit einem kitschresistenten Macho wie dir auskommen. Du weißt, das funktioniert nicht. Und daher musst du mir etwas entgegenkommen und als erste Maßnahme steht heute ein Film an, der dir und mir gefallen wird! Denn es gibt heiße Action und scharfe Girls für dich ..."
freeman: "Dafür hab ich doch dich ..."
Babara: "Du bist so süß ... und na ja, lustiges Getanze und Gesinge über Liebe für mich."
freeman: "Getanze und Ge..., Ge..., Gesinge?"
Babara : "Ja, Dhoom heißt der Film und nein, es gibt in dem Film keine Ego Shooter Perspektive ..."
freeman: "O o okay ..."

Es ist 20:15 und freeman wird Zeuge wie eine Motorradgang in einer recht stylish inszenierten Sequenz einen Geldtransporter ausraubt und denkt sich ...
freeman: Huijuijui, das könnte ja vielleicht sogar was werden. Net schlecht. Nen bissel überzogen, aber na ja ... scheiße, was ist denn das?

... Dhoom, Dhoom ...

Nach dem Ertönen dieses Musikjingles werden wir Zeuge dieses seltsamen Dialoges:
Babara: Süßer, was machsten du da?
freeman: "Ich zwirble deine Brustwarzen ... ?"
Babara: "Das merke ich auch, nur warum machst du das?"
freeman: "Naja, weil, äh, die tanzen da und singen und so und ich spürte wie mir dadurch Lebensenergie entzogen wurde."
Babara: "Wir wollten doch an deinem Problem arbeiten ..."
freeman: "Ich weiß doch, aber guck doch mal, die Szene bringt den Film null voran, wie auch, ist ja noch nichts weiter passiert. Außerdem ist die auch scheiße getanzt und erst der Liedtext. Kitsch pur. Du weißt doch, dass ich darauf nicht kann. Und diese Herabwürdigung der Frau in dieser Wet T-Shirtszene ... das kann ich aus Prinzip nicht gut heißen, du weißt, dass ich Probleme mit Sachen habe, die Frauen zu einem Sexobjekt reduzieren. Obendrein wenn der Text Phrasen transportiert wie: Sprich nicht soviel, das zerstört den Augenblick. Frauen sollten immer ihre Stimme erheben dürfen und für ihre Rechte kämpfen ..."
Babara: "Ja, und genau für diese Einstellung hab ich dich ja auch so lieb. Aber das ist doch nur ein Film ..."
freeman: "Ja, ok, stimmt und ich muss mich auch revidieren: Frauen sollten nicht immer ihre Stimme erheben dürfen, die Singstimme der Frau ist ja zum Steine erweichen."
Babara: "Naja, die singen aber meistens so hoch. Na komm, jetzt isses ja vorbei ..."

... Dhoom, Dhoom ...

freeman und Barbara werden nun Zeuge wie Jai, eine der gerade noch balzenden Figuren, zum Tatort des Überfalles gerufen wird. Hier wird Jai sofort klar, wer da zugeschlagen hat. Die 4er Gang ...
freeman: "Die 4er Gang? Was soll denn das bitte?"
Babara: "Du guckst so viel Actionmüll, da nennst du dann die Bösewichter allgemein immer nur Bäddies oder Bad Asses ... ich reg mich da auch nie auf ... also nimm das mal so hin ...!"
freeman: "Ok, Schatz ... Bussi?"
Schmatzenderweise erleben unsere beiden Süßen aus ihren Augenwinkeln nun ein Motorradstraßenrennen, dass Ali in obercooler Gewinnerpose auf dem Motorrad stehend siegreich abschließt.
freeman: "LOL, was ne Scheiße ..."
Babara: "Sagte der 3 Engel für Charlie Fan ..."
freeman: *schluck* "okay ..."
Babara: "Hihihihi, du kleiner Trottel ..."
Wir erfahren nun, dass Ali zwar ein echter Poser ist, aber dies ihm nicht hilft, bei den Frauen zu landen. Er ist ein Versager, den keine Frau will und er flüchtet sich bei jeder Frau, die er sieht, in Tagträume.
freeman: "Der Typ erinnert mich an mich. Weißte noch, wie wir uns kennen gelernt haben? Mich wollteste erst auch nicht, so nen Versager und hässlicher Sack wie ich bin. Aber ich bin sicher, der Ali hat genauso tolle innere Werte wie ich, weshalb du mich ja dann letztendlich nicht mehr hast gehen lassen. Irgendwie ist mir der Ali sympathisch. Nen bissel nervend, aber der Darsteller hat Schmäh ..."
Babara: "Naja, du bist schon süßer, aber stimmt. Wobei mir der Jai besser gefällt, der is nen kleiner Charmebolzen und seine Versuche cool zu sein, wirken lustig ungelenk."
freeman: "Da haste recht. Oh, schau, jetzt hat der Ali den Hund von Jays Freundin gerettet und sie nimmt ihn zum Dank mit nach Hause. Ich glaube, ich weiß, was jetzt gleich passieren wird."
Babara: "Naja, keine Angst, die werden schon nicht gleich wieder singen."
freeman: "Nein, ich meine, dass jetzt wohl gleich die Buddy Movie Routine anlaufen wird. Guck, da ist Jai auch schon zu Stelle. Man mag sich nicht und Ali denkt obendrein, dass Ali - so motorradverrückt wie er ist - zu der 4er Gang gehört. Aber es ist ja wohl klar, dass die gleich zusammenarbeiten werden, weil Ali ja nun im Grunde doch ne ehrliche Haut ist und viel Motorrad Know How hat, was Jai zu gute kommen wird ..."
Babara: "Süßer, sei doch mal ruhig, es gibt Action!"
freeman: "LOL, der hat den nicht gerade mit der offenen Hand geschlagen?"
Babara: "Doch ... und jetzt fliehen sie ultrastylish auf dem Motorrad ..."
freeman: LOL, LOL, LOL

... Dhoom, Dhoom ...

Freilich haben die beiden Helden überlebt ... und freeman wird recht behalten mit seiner Buddy Movie Annahme. Unterdessen geschieht auch der nächste Überfall ...
freeman: "LOL, die haben da nicht gerade Stickstoff in den Verbrennungskreislauf der Motorräder eingeblasen? Ist ja voll The Fast and the Furious hier ..."
Babara: "Schau, der hat gerade ein Auto zum Überschlagen gebracht ..."
freeman: "LOL, ja, indem er dem Auto seinen Motorradhelm unter ein Vorderrad geknallt hat LOOOOL. Hammerfilm ..."
Babara: "Wirklich? Gefällt er dir?"
freeman: "Na guck dir doch den Scheiß an ... Hammer. Und erst das Argument, mit dem Jai Ali zum Mitmachen überredet ... Hammer ... Unglaublich. Was ein Schmock ..."
Babara: "Oh, endlich auch mal wieder was für mich!"
freeman: Och nö ...

... Dhoom, Dhoom ...

freeman: "Die singen ja echt in jeder Lebenslage ... na hoj ..."
Babara: "Was ist denn los?"
freeman: "Na schau dir mal den Hardbodie an, der da mitsingt, arg hoch, aber hey, Himmel, was ne Granate ..."
Babara: "Komm her und zwirbel an meinen Brustwarzen ..."
Unser freeman ist eben ein echter Meister umgekehrter Psychologie, wobei er wirklich recht hat, das war ein echt heißes Geschoss in der Tanzszene, die dem Film selber aber wirklich nichts brachte. Hören wir doch noch mal bei dem zwirbelnden freeman rein ...
freeman: boah, wie die Alte aus dem Auto raus ist ... wie ein Playboymodel, dass sich aus den Klamotten schält ... Hammer ... Aber das Gejaule von der Alten ...
Ähm, gehen wir weiter im Text: Denn die Gang schlägt nach dieser "kurzen" Pause wieder zu.
freeman: "Echt nicht schlecht, was die da auffahren. Zeitlupe, Zeitraffer, Jump Cuts, Bullet Time, sehr fette Zeitlupen und ein zwei misslungene CGIs, dennoch sehr ordentlich. Auch die Split Screen Einlagen haben etwas. Also von der Inszenierung der Action her, haste da nen netten Film ausgepackt liebe Babsie ..."
Babara: "Ja, optisch macht der ordentlich was her, der ist auch schön bunt, mit kräftigen Farben und die Musik untendrunter ..."
freeman: "ist ziemlich schlecht ..."
Babara: "Ach komm, so Indientechno ..."
freeman: "Ich sach ja, schlecht ..."
Babara: "Lust auf meine Brustwarzen?" ...
Unterdessen fordert die Gang Jai heraus. Sie versprechen ihm vor dem nächsten Coup Ort und Zeit des Überfalles zu verraten. Schafft er es dann die Bande zu fangen ... sind sie halt am Arsch. Schafft er es nicht, soll er für immer aufhören sie zu jagen ...

... Dhoom, Dhoom ...

freeman: "Wenn ich so auf die Uhr gucke, ist der Bulle sicher bald seinen Job los, kann aber auch sein, dass die einfach gleich noch ne Stunde singen ..."
Babara: "Woher wusstest du das mit dem Singen?"
freeman: "NEIIIIIIIIIN ... und die Olle ist auch noch hässlich wie Nacht ..."
Babara: "Na dann brauchste ja meine Brustwarzen jetzt nicht ..."
freeman: "Fuck ..."

... Dhoom, Dhoom ...

Und freeman wird recht behalten, Jai nimmt bei den Cops seinen Hut, denn er kann die Bande nicht schnappen ...
freeman: "Na nune aber, der hört doch net auf. Ich wette, der schleust seinen Kumpel Ali bei den Bäddies ein und führt diese dann bei ihrem Übercoup vor ..."
Babara: "Komm her mein kleiner schlauer freeman ..."
Äähm *rotwerd* Für eine Weile blenden wir uns nun aus dem Geschehen aus ... überdauern eine Werbepause und eine weitere Tanszene ...
freeman: "Die" *ah* *hm* *arrrrr* "tanzen da" *arrr* "schon wieder ..."
Babara: "Ich hör" *hmmmm* "es" ... "Schön" *hach arr* "bunt die Szenerie ..."
freeman: "Jarrrrr, stimmt ..."

... Dhoom, Dhoom ...

Ähm, ääääh, ja, freeman hatte mit seiner Vermutung mal wieder vollkommen recht ... und doch gelingt es nicht, die Bande zu schnappen ... und dennoch ist es Zeit für den Showdown ...
freeman: "LOL, die hängen jetzt nicht das Boot an den Laster und lassen das Boot auf der Straße hinter dem Truck her ziehen? LOL, scheiße, Kinder Kinder, die Inder ... und jetzt geht's auch noch rauf auf den Truck ... zuviel Matrix Reloaded geguckt? LOL, Wasn Ding. Und wie die kicken. Einfach geil. Die treffen sich gar nicht und brechen Kicks vorzeitig ab. Und erst das Wirework LOL ... Nein, das ist nicht deren Ernst ... Schatz?"
Babara: "Ich bin hier ..."
freeman: "Wo denn?"
Babara: "Na rate mal ..."
Himmel ... die haben eine Regelmäßigkeit drauf, die an die Tanz- und Gesangsausbrüche in indischen Blockbustern gemahnt.

... Dhoom, Dhoom ...

Unglaublich ... also versuche ich mal die abschließende Wertung. Es begann ganz ordentlich und sah nach einem indischen 3 Engel für Charlie aus. Die Optik auch und vor allem in den Actionszenen ist dufte, die Darsteller angemessen und teils recht sympathisch. Insbesondere der Bäddie ist ne wirklich coole Sau geworden und hat obendrein ein richtig klasse Ende bekommen. Aber dann kommen auch schon die Nachteile: Die Story ist verdammt dünn, die Dialoge sinnfrei, die Action nicht sonderlich konsequent und vor allem das Gesinge und Getanze nimmt dem Film jegliches Tempo. Diese Einlagen strecken den Film enorm und bringen den Film wirklich NULL voran. Der Vergleich mit den Disneyklassikern drängt sich geradezu auf. Und als wäre dieses Ausbremsen nicht schon arg genug sind vor allem die Frauenstimmen unerträglich ... von den Texten ganz zu schweigen. Himmel. So wird der Film spätestens ab der Mitte extrem langweilig, punktet dann aber im Showdown mit einigen nett geklauten und verschlimmbesserten Szenen, die den Film klar in Richtung Trash schubsen ...

Kann man gucken, muss man aber nicht ... Bollywoodfan ist freeman dadurch definitiv nicht geworden ...
:liquid4:

Eine DVD gibt es von dem Film auch ... von Rapid Eye Movie ... diese hat in der ersten Auflage einen Softwarefehler, weshalb im Film 7 Minuten fehlen ... Neue Auflagen sollen den Fehler nicht mehr haben ...

In diesem Sinne:
freeman, solo ... ;-)

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BildUnd das sagt der Vince:

Aah, diese Schmerzen!
Keine Ahnung, was mich dazu bewogen hat, mich zweieinhalb Stunden vor die Mattscheibe zu setzen, diesem Käse beim Zerlaufen zuzusehen und anschließend auch noch Zeit für eine Nachbetrachtung aufzuwenden - ich schätze, es war zum einen Kollegialität gegenüber (mindestens) zwei Herren, die womöglich irgendwo da draußen selbst schon an einem Review sitzen... zum anderen das Schließen einer Trendlücke, denn dies war mein erster (und letzter, soviel sei gesagt) Bollywood-Film überhaupt. Er erschien mir erträglich, weil er nicht die üblichen Schmonzetten (die ich allerdings nur vom Hörensagen kenne, Vorurteile sind in diesem Text also nicht ausgeschlossen, liebe Bollywoodler; ihr habt meine Erlaubnis, mich verbal niederzuprügeln) in den Vordergrund zu stellen versprach, sondern Action und Comedy. Und irgendwo muss man sich ja zumindest mal ein Bild machen, um zumindest in Ansätzen mitreden zu können bzw. sich nicht immer sagen lassen zu müssen, dass man sich doch wenigstens mal mit eigenen Augen ein Bild machen soll. So, hab ich gemacht. Schaut auf meine Note. Zufrieden?

Ich führe diese Informationen deswegen an, weil ich von vornherein klarmachen will, was man sich von meiner Kritik erwarten sollte. Es gibt hier keine Bezüge zu anderen Bollywoodstreifen, keine Auseinandersetzung mit der indischen Kultur und keine Beurteilung der schauspielerischen Entwicklung der Akteure, die mir allesamt zum ersten Mal über den Weg liefen. Was es hier gibt, ist das Statement von jemandem, der zwar Vorurteile hatte, aber mit gutem Willen an die Sache herangegangen ist. Jemand, der danach schaut, was ein Fan von Action und Buddy-Movies der amerikanischen oder westeuropäischen Sorte zu erwarten hat. Ich will auch für Bollywood-Abstinenzler das Auge eines Mannes sein, der sich auf fremdem Terrain verirrt hat und Schreckliches sah. Unbeschreibliches. Ich wäre überrascht, wenn ich die nächsten Nächte durchschlafen könnte, ohne nicht mal schweißgebadet aufzuwachen, vor dem geistigen Auge ein begattungsfreudiger Inder, der ein Weibsbild umbalzt wie ein Frettchen zur Paarungszeit.

Doch gar hätte es eine wundervolle Sache werden können, das Bollywood-Action-Gemisch. Der gemeine Actioner hätte hübsch persifliert werden können. Sich unheimlich wichtig nehmende Trendsportfilme, die zuletzt den amerikanischen und dann auch den europäischen Markt überschwemmten, hätten mal so richtig eine auf den Sack gekriegt. Denn dass “Dhoom” per se unmöglich ein Film hatte werden können, der sich einfach so mir nichts dir nichts “The Fast & The Furious” & Co. anschließt, war klar - es musste was mit Parodie zu tun haben oder wenigstens mit Selbstironie, so naiv kann keiner sein, dass hüpfende, tanzende Männchen als harte Kerle durchgehen würden.

Und so ist es dann auch geworden, der Film ist eine einzige Verarschung, und nichts an der Story gibt vor, innovativ sein zu wollen. Die Hauptquellen sind an zwei Fingern auszumachen: Ein bisschen “The Fast & the Furious”, jede Menge “Taxi”, das wohl deswegen zur bevorzugten Quelle gemacht wurde, weil es ein Musterbeispiel dafür ist, wie ein nicht-amerikanischer Film erfolgreich das internationale Parkett erobert. Nein, Gemecker über fehlende Originalität will ich nicht gelten lassen, das ist mit Verlaub total schnurz.

Das Problem ist folgendes: Der Film verarscht nicht etwa den euroamerikanischen Trend der Xtreme-Action-Movies... er verarscht sich selbst! Wahrhaftig. Das Bollywood-Flair kommt in Kombination mit dem Action-Subgenre so penetrant unpassend herüber, dass der ganze Film wirkt wie ein Idiot, der sich selbst ins Gesicht schlägt und wie irre darüber lacht, um den anderen zu imponieren. Die zelebrieren ihr eigenes Unvermögen, einen vollwertigen, glaubwürdigen Beitrag zum Genre vorzulegen. Nur ist das leider keine sympathische Selbstironie mehr, sondern beängstigender Unfug... und der persiflierende Angriff auf den Trend selbst bleibt obendrein auch noch aus.

Dabei war das schon die richtige Richtung, aus der Sache einen Buddyfilm zu machen - einen, der sich voll und ganz der indischen Kultur hingibt (Uday Chopra) und einen, dem das alles zu blöd ist (Abhishek Bachchan). Aber wie das halt so ist, fängt der lässige Cop irgendwann auch an, mit den Hüften zu schwingen und lässt sich von den Bolly-Wogen mitreißen - eine Sache, die mir nicht passiert ist.
Im Gegenteil: Ich sass da und musste mit ansehen, wie ein total sinnlos eingefügter Fruchtbarkeitstanz nach dem anderen reingeklatscht wurde. Untertitel erzählten mir was davon, sich dem Moment hinzugeben, frei zu leben, Familien zu gründen und so weiter - es wurde mit Sexmetaphern um sich geworfen, dass Bolly-Mum ihrem Nachwuchs schon die Ohren zuhalten musste. Hasibär und kalkulierter Sympathieträger Uday Chopra kriegt sein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht jedes Mal, wenn der Plot angehalten wird, um ‘ne Tanzeinlage reinzuschieben. Das jeweilige Begattungsobjekt hielt sich schon vor Freude den Bauch und fühlte, ob das Baby schon da war. Ich weiß, ich bin ein Ignorant, aber was das in einem solchen Film zu suchen hat, das soll mir erstmal einer erklären. Das war nämlich alles vollkommen ernst gemeint. Wie herrlich hätte man in diesen Tanzeinlagen sarkastisch die kleinen Substories aus “The Fast & The Furious” oder “Taxi” nacherzählen können - die Grillparty mit anschließendem Streit um Jordana Brewster oder was auch immer. Aber nöö. Hasibär grinste zwar, aber das war kein ironisches Grinsen, das war ein aufrichtiges Li-La-Launebärgesicht.

Aber besinnen wir uns zuletzt auf das Wesentliche - die Darstellung der Action. Regisseur Sanjai Gadhvi arbeitet viel mit neumodischen Schnittechniken und matrixhaftem Wirework, überzogener SFX-Ware à la “M:I - 2" und Special Effects du “Transporteur”. Die Bad Guys laufen angepisst und in Zeitlupe auf den Zuschauer zu, unterbrochen von Jump Cuts frei nach Robert Rodriguez’ “Desperado”. Und siehe da - das könnte man wegen der Überladenheit der Darstellung der Action glatt als Parodie auslegen. Andererseits - setzt man die diesbezüglichen Genreköniginnen, “Charlie’s Angels”, zum Vergleich an, sieht “Dhoom” doch ganz arm aus. Es ist ganz einfach: Um durch Überzogenheit der Effekte und Kampfsequenzen parodistisch zu sein, bleibt die Action hier erstens deutlich zu rar und zweitens, sofern sie dann mal in Erscheinung tritt, zu laff. Nehmen wir mal zwei recht gut gelungene Szenen - die Feuersache und die Boot-über-Brücke-Angelegenheit - aus der Gleichung heraus, so bleibt am Buffet nicht mehr viel übrig für den Action-Gourmet. Die weibische Art der “Helden” gibt dem Bemühen endgültig den Rest - das Prädikat “Sissi-Actioner” ließ sich nicht aus meinem Schädel vertreiben und hat es nun tatsächlich in die Kritik geschafft. Sicher, technisch gibt’s weit Schlimmeres, der finale Abgang wird nur noch durch den darauf folgenden Oneliner getoppt und ich will sicher nicht alles verteufeln, was man zu sehen bekam - unter einem Film, der rockt, verstehe ich aber etwas ganz anderes.

So wie ich das sehe, wurde hier die Möglichkeit vergeben, eine blöd rockende Parodie auf Trendsportfilme abzufeiern. Ob das überhaupt zu erwarten gewesen ist, weiß ich nicht - keine Ahnung, wie flexibel man dort in Indien diesbezüglich ist - zumindest die Songtexte bei den Tänzen, den unerträglichsten Filmmomenten seit der Erfindung singender Tiere durch Disney, sind ja sehr “flexibel”, um nicht zu sagen rollig. Bollywood hat sich jedenfalls in diesem Film als unflexibel erwiesen in bezug darauf, sich auf andere Genres einzulassen als auf die epenlange Romantikschleimspur eines Sharukh Khan. Aber bitte, greift zu, lasst euch nicht den Hunger verderben. Ich habe für mich jedenfalls folgende These verifiziert: Bollywood ist doof.
:liquid3:

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Und hier nun Kollege Samirs Gegenschlag:

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Am 3. März 06 entschieden sich 2 mutige Männer, Freeman und meine Wenigkeit, sich der vielleicht gefährlichsten Mutprobe der Menschheitsgeschichte zu stellen. Sie beschlossen sich den Film Dhoom – Die Jagd beginnt anzugucken und anschließend darüber jeweils ein Review zu schreiben. In buchstäblich letzter Sekunde entschloss sich ein weiterer User, des Liquid Love Forums, dazu an dieser höchstgefährlichen Mutprobe teilzunehmen. Vince entschied sich ein Mann zu werden. Also wir drei und Dhoom. Ich weiß was ihr jetzt denkt. „ Was für Helden“.
So nun lief Dhoom und nachdem ihr die beiden Reviews, dieser beiden mutigen „Bollywoodnerds“ bewundern durftet, kommt nun das Review eines Bollywood Fans. Damit schließt sich der Kreis dieses denkwürdigen Tripplereviews, der sicher in die analen des Liquid Love Forums gehen wird, ein Augenblick von dem man noch seinen Urenkeln erzählen wird.

So und nun das schockierende und skandalöse Review von mir.


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Als ich die ersten Bilder, in einer Vorschau von Dhoom sah, waren meine ersten Gedanken „ Oh mein Gott! Was wird das den für ein Scheiß! Die werden doch nicht etwa versuchen, diese wunderschönen Bollywoodfilme zu verwestlichen.“ Eines war in dem Moment für mich klar. „Das tust du dir nicht an. Selbst du kannst nicht so tief sinken und dir diesen Film anzutun.“



…………………………………Dhoom, Dhoom……………………………………………….

Einige Tage später


Nachdem ich mir mal wieder einen wundervollen Bollywoodfilm ( Mohabbatein) angesehen habe und ihn im Liquid Love Forum, in der Hoffnung auf positive Reaktionen, benotet habe und ein Review anbot, kamen mir unverständlich negative antworten zu dem Thema Bollywood entgegen. Einzig Vince und Freeman waren voll dieser Idee angetan. Da kam Freeman auf eine glorreiche und revolutionäre Idee. Ein Doppelreview zu dem bald erscheinenden Film Dhoom. :shock: Oh bitte nicht, waren meine ersten Gedanken. Aber naja wer Freeman kennt weiß um seine Hartnäckigkeit, so entschied ich mich erstmal über den Film zu informieren. Imdb bot sich in dem Zeitpunkt gut an. Als ich da so über den Film mich informiere fällt mir ein Name direkt ins Auge. Bollywood Produzent und Regisseuer Legende Yash Chopra (seines Zeichens Regisseure von Veer & Zaara und ein paar anderen Filmen) produziert den Film zusammen mit seinem Sohn Aditya Chopra (Regisseur von Mohabbatein). „Oha das könnt ja was werden“, dacht ich mir und stimmt dem doppelreview zu. Und der Dhoomtag rückte näher.


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Nun zum Film


So der Film fing an und meine erste Befürchtung fing an, Motorradgang macht den ersten Raub und die Szenerie wechselt auf den Helden der Geschichte Jai Dixit (Abishek Bachchanan) wie er aufsteht und in sein Wohnzimmer geht wo er seine halbnackte Freundin Swetty (Rimi Sen) beim putzen sieht. Spätestens da war klar, dass der Film verwestlicht wurde. Doch dann die Erlösung, die erste Gesangs- und Tanzeinlage und ab da fing der Film an Spaß zu machen. Der Film wurde offensichtlich an den westlichen Zuschauer angepasst, Action und freizügige sexuelle Darstellung von erster Minute an. Sexuelle Darstellung ist in Bollywoodfilm immer was Indirektes, unschuldiges, etwas was nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, aber ein Bestandteil vieler Bollywoodfilme, schließlich sind Küsse auf den Mund in Bollywoodfilmen ein großes Tabu, was sehr selten gebrochen wird, hier jedoch ging man sehr freizügig mit dem Thema um. Beide Hauptdarstellerinnen werden in hocherotischen Positionen dargestellt, im kurzen und knappen Hauch von gar nichts sind die beiden Darstellerinnen eine Augenweide und sorgen für Unterhaltung für jeden männlichen Zuschauer. Vor allem Esha Deol als Sheena ist eine Bereicherung für den Film, aber zu ihr später mehr.
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Bild 2: Bullet Time auf indisch, Respekt sogar die Spiegelung im Helm kann man sehen

Was kann man zur Action sagen, sie ist für indische Verhältnisse passabel. Der ganze Film ist natürlich ein einziger Plagiat von westlichen Filmen. Meine vorreviewer (ich glaub ich hab gerade ein neues Wort erfunden ;) ) erzählten ja schon das der Film viel von The Fast an the Furious oder Taxi hat. Im Grunde genommen ja eigentlich veralbert der Film ja das komplette Buddymovie Genre. Das ist aber bei weitem nicht alles. Die Motorradszenen haben natürlich gewisse Ähnlichkeit mit Hart am Limit, vor allem wenn die Räuber um Kabir (Jon Abraham) den NOSzufuhr zünden. Bullet-time und der Endkampf auf dem LKW sind natürlich aus Matrix bzw. Matrix Reloaded.
Wenn Esha Deol aus dem Wasser rauskommt *lechz* ähm wo war ich noch mal, ahja Esha Deol, Wasser, rauskommen, check. Ja wenn die aus dem Wasser rauskommt erinnert das sehr an die Halle Berry Szene in James Bond Stirb an einem anderen Tag, kombiniert mit ner Baywatch folge. Nun Esha Deol sieht natürlich viel besser aus (ich weiß Halle Berry Fans werden dem widersprechen wollen, behaltet es besser für euch ;) ), die Idee mit dem Casinoraub hat natürlich einen Oceans Eleven Touch, jedoch in dem Fall Kabirs six. Auch John Woo kommt nicht an dem Film vorbei. Zum ende verfolgen unsere beiden Helden Jai und Ali (Uday Chopra) in nem Motorboot dem LKW der Bösen Buben. Gangleader Kabir schießt ein paar Fässer in die Luft und aus den Flammen kommt das Motorboot unserer Helden hervorgesprungen, Ähnlichkeiten zu der Szene zum ende von Im Körper des Feindes mit den Motorbooten sind wohl beabsichtigt. Auch das ende in dem die beiden Helden auf Motorrädern den Bad Boy Kabir, ebenfalls auf dem Motorrad, stellen. Die Szene erinnert etwas an M:I 2, wo Tom Cruise und Dougray Scott sich auf den Motorrädern an den Küstenfelsen entgegenstehen. Und natürlich darf die obligatorische „Zwei Männer tragen ne riesige Glasplatte über die Strasse und unser Protagonisten fahren direkt durch" Szene nicht fehlen. Nun ja man mag sich ja jetzt fragen, was soll so ein Film der so viel offensichtlich klaut. Ganz einfach, der Film darf man nicht zu ernst nehmen sondern eher als eine art verarsche auf das westliche Kino. Allein schon wenn einer der 6 Bösen in die Computerzentrale des Casinos einschleicht benutzt er den Namen Austin Powers, eine Andeutung darauf das kaum einer Inder Austin Powers kennt und entsprechend niemandem der Name seltsam vorkommt.
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Bild 3 könnte glatt aus nem Jon Woo Film stammen ;)

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Musik, Tanz und der Sinn der Sache

Der Film bietet 4 große Musik- und Tanzeinlagen, alle 4 Tanzeinlagen sind sehr gut durch Choreographiert und die Musik ist, für mich, einfach nur super. Beides zusammen gibt dem Film 4 große Höhepunkte. Meine beiden vorreviewer beschwerten sich über den Sinn dieser Einlagen und dass sie die Handlung stoppen. Ich finde Dhoom ist ein Paradebeispiel wie die, typischen in Bollywoodfilmen, Tanz- und Gesangseinlagen in eine Story ehr gut eingearbeitet werden. Die ersten Songszene, ganz am Anfang dient dazu den Hauptcharakter des Film Jai und seine Frau Sweety einzuführen, sie führt halt auf eine, für westliche Zuschauer, unorthodoxe art und weise 2 Charakter in den Film ein. Thema der Lieder sind natürlich wie meißtens Liebe, Sehnsucht etc. Jai liebt seine Frau und die natürlich ihn, diese Liebesszene wird jedoch durch einen Anruf zerstört, der Jai an seine Pflicht als Polizist erinnert.
Die 2. Songeinlage führt den Charakter Ali tiefer ein und stellt einen neue Charakter dar, Sheena wird eingeführt, in diese verliebt sich Ali Hals über Kopf. Song 3 stellt das Maintheme „Dhoom“ dar. Die Polizei bekommt ein Tipp das während einer Benefizveranstalltung, bei dem dieser Song aufgeführt wird, der nächste Raubzug stattfinden wird. Bei der Haupttänzerin handelt es sich wieder um die in Song 2 vorgestellte Sheena. Nachdem der Song zu ende ist merkt man das, dass bei dem Konzert eingenommene Geld geklaut wurde, der Gang gelingt eine spektakuläre Flucht. So was hat diese Songeinlage jetzt für ein Sinn fragen sich meine beiden geschätzten mitreviewer. Ganz einfach, es dient als Ablenkungsmanöver für den Raubüberfall. Später erfährt man nämlich das Sheena zu der Räubergang gehört und man erinnert sich an die beiden Songeinlagen zuvor. In Song 3 diente sie natürlich als Ablenkung, interessant das der Regisseur Sanjay Gadhvi einen im Dunklen lässt was den Raub beim Benefizkonzert angeht, man erfährt das halt erst wenn es vorbei ist, wenn man sich das nun überlegt ist diese Songeinlage sehr gut integriert. Im Nachhinein oder beim 2 angucken kann man sich dann denken was während des Songs passiert. Auch Song 2 sieht man dann in neuem Licht. Sie diente dort auch als Lockvogel um herauszufinden wie gut das Gebäude von der Polizei bewacht wird. Auch Song 4 dient als Ablenkung, während die Gang das Casino ausräumt, diesmal wird auch der Raub, während des Songs und des getanzes gezeigt.
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Die Darsteller


Die Hauptrolle des Jai Dixit übernahm Abhishek Bachchan, Sohn von Indiens Schauspiel Legende Amithabh Bachchan, jedoch kommt Abishek Bachchan in keiner Sekunde an die Bildpräsenz seines Vaters ran. Das kann man ihm aber auch nicht wirklich zum Vorwurf machen, da sein Vater nun mal ein Ausnahme Schauspieler ist und es schier unmöglich wäre in diese Fußstapfen zu treten. Er macht seine Sache im großen und ganzen ordentlich. Es war Abhisheks erster großer Hit, bis dahin tümpelte er sich nur mit Flops herum, Dhoom machte ihn zu einem begehrten Schauspieler in Indien.
Ali wird von Uday Chopra (Mohabbatein) gespielt. Er ist Sohn von Yash Chopra und Bruder von Aditya Chopra beide Produzenten von Dhoom, tja ob bei der Rollen vergabe Vitamin B eine wichtige Rolle gespielt hat? Auszuschließen wäre es nicht. Er bleibt, mit seinem etwas beschränktem Schauspielerischen Talent, im durchschnitt. Trotz seiner mangelnden Qualität bleibt die Figur des Tagträumers Alis sehr sympathisch.
Kabir, Kopf der Gang, wird vom indischen Supermodel Jon Abraham (Jism) dargestellt. Als obercooler Gangster Kabir bleibt Abraham überzeugend. Für seine Leistung in Dhoom wurde Jon Abraham für nen Filmfare Award nominiert.
Jai Dixits Ehefrau Sweety wird von Rimi Sen gespielt. Sweety bleibt für mich der schwächste Charakter in Dhoom. Bei der ersten Songeinlage wird die Zweisamkeit durch einen Anruf den Jai wegen seinem Job bekommt unterbrochen. Enttäuschend jedoch war dann die Weiterführung des Charakters, nachdem man merkt das sie enttäuscht ist das er weg muss und ihm vorwirft sich mehr um seinen Job zu kümmern als um sie, erwartet man einen Subplot in dem sie eventuell mit einer Trennung aus Frust denkt, vor allem da der Film wie gesagt sich dem westlichen Niveau annährt. Aber nein ganz im Gegenteil, Sweety stellt sich als die Idealstandard Ehefrau aus Bollywoodfilmen.


Ode an Esha Deol

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Das Highlight des Films ist natürlich Esha Deol als Sheena, ab dem Augenblick wo sie Auftaucht, steigert sich der Unterhaltungwert um die „Potenz 6“. Bekannt aus dem doch eher schlechten Kaal, ist sie hier ein Männerfang. Aber naja seht selbst.

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Dhoom wurde insgesamt für 6 Filmfare Awards (dem indischen Pendant zu den Oscars) nominiert, u.a auch als bester Film, hatte aber selbstverständlich überhaupt keine Chancen gegen Veer & Zaara anzukommen. Am ende bekam der Film 2 der begehrten Awards für den besten Schnitt und den besten Sound.
Mittlerweile wird auch schon an der Fortsetzung gebastelt. Offenbar werden in Dhoom 2 dann 2 Bollywoodsuperstars an Bord kommen, lt. Imdb werden dann sowohl Hrithik Roshan (Kabhi Khushi Kabhie Gham, Mission Kashmir) als auch ex Miss World und Bollywoodsternchen Aishwarya Rai ( Mohabbatein, oder zuletzt an der Seite von Tourqe Star Martin Henderson in Lebe lieber indisch) mitspielen.


Fazit: Dhoom darf man nicht zu ernst nehmen, wer das tut wird an ihm keinen Spaß haben. Jeder Bollywoodfan der hier einen Kabhi Khushi Kabhie Gham, Kuch Kuch hota hai oder Veer & Zaara erwartet wird ebenfalls enttäuscht sein. Der Film ist, trotz Yash Chopra Beteiligung kein Bollywood im eigentlichen Sinne, zwar wird gesungen und getanzt, aber im Gegensatz zu den oben genannten Filme geht es hier nicht um ewige wahre Liebe, Verlust, Sehnsucht usw. Zumal der Film mit seinen 124 minuten auch aus der Norm eines „wahren“ Bollywoodfilms rausfällt.

:liquid7:

Bild Bild
Man bemerke bei Bild 1 das schwarze etwas bei der Frau, zwischen dem Handtuch und da wo der Körper anfäng, Bild 2 ist für den Vince ;)

Das was man dank RTL 2 nicht sehen konnte, weil sie keinen Abspann zeigen

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild
Zuletzt geändert von freeman am 16.03.2006, 01:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Joker6686 » 11.03.2006, 00:47

Boah watn Review :lol:
Respekt!
Alleine das Lesen hat mich schon mitleiden lassen :wink:
Aus sonnem Film so ein Review zu zaubern verdient aber schon arg viel Respekt!!!!!!!!

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Beitrag von Vince » 11.03.2006, 00:51

:lol: Klasse Review. Und wir haben ziemlich viele Parallelen drinne. Warte mal, ich stell meins auch mal rein.

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Beitrag von Vince » 11.03.2006, 00:54

So, meins ist auch drinne.

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Beitrag von freeman » 11.03.2006, 01:08

:rock: :rock: :rock:

LOL, geil ... doch nen Tripple Review ... wo bleibt Samir ...

Geiles Ding haste da gebastelt, muss ich gleich offline mal genauer lesen ... Käse beim Zerlaufen zuschauen ... das hätte ich bei der Sexszene meiner beiden Zuschauer einbauen können ... Mist :lol:

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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 01:09

freeman hat geschrieben::rock: :rock: :rock:

LOL, geil ... doch nen Tripple Review ... wo bleibt Samir ...
ich sagte ja meins kommt erst nach nochmaliger begutachtung auf DVD, also must dich noch in geduld üben

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Beitrag von freeman » 11.03.2006, 01:14

Na ok ... ich richte mal nen Samirdhoomreviewcountdown ein :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 01:16

freeman hat geschrieben:Na ok ... ich richte mal nen Samirdhoomreviewcountdown ein :lol:
mal gucken wann mir die DVD ins haus kommt, das kann noch den einen oder anderen Tag dauern aber ich lasse bescheid wissen

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Beitrag von Carlito » 11.03.2006, 01:29

lol, ich wusste warum ich Submerged geguckt hab. :lol:
:wink:
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Beitrag von freeman » 11.03.2006, 01:49

LOL @ Vince ... hammergeiles Review und wir picken uns ja wahrlich dieselben Punkte raus und sind ähnlich ignorant ... ich glaube, wenn wir den Film zusammen gesehen hätten, hätten wir extrem viel zu feiern gehabt oder hätten uns den Stummfilmdarstellern gleich gegenseitig vorn Kopp hauen können LOL

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 11.03.2006, 02:20

:lol: :26

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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 08:47

Jo Leute und am Sonntag können wir gleich weiter machen mit einem Kuch Kuch hota Hai Tripple Review, da könnt ihr mal die volle breitseite eines Bollywoods bewundern. 3 Stunden lang(ohne Werbung selbstverständlich also auf RTL 2 gute 4 Stunden) Sharukh Khan at his best. Na leute was sagt ihr, seit ihr nun richtige Männer uoder nicht. Und nächste Woche dann auch Asoka Tripple Review, den hab auch ich noch nicht gesehen, aber sharukh Khan als ne art Conan der Barbar, wird ganz bestimmt dufte

In dem Sinne:
Wir drei geben uns am Sonntag die volle kante, oder? ;)

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Beitrag von Joker6686 » 11.03.2006, 11:18

@ Vince

Auch ein Klasse Review.Wie gesagt du und freeman habt meinen tiefsten Respekt,schließlich sind dafür wichtige Stunden der Lebenszeit draufgegangen,die euch niemand wiedergeben wird :wink:

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Beitrag von daemonicus » 11.03.2006, 11:49

Geile Reviews ihr beiden. Und Respekt fürs durchhalten. Ich wollte dem Film ja auch ne Chance geben, aber nach 20 Minuten hab ichs nicht mehr ausgehalten. Warum müssen Frauen auch singen wie Mickey Mouse und Heten schwuler wirken als Schwule? Rätsel über Rätsel.

daemonicus (wegens dem Film schon fast die Gay-Wochen vermissend, die hatten wenigstens Nivea). :wink:

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Beitrag von freeman » 11.03.2006, 14:20

LOL @ Daemonicus ...

@ Samir: Kuch Kuch Hotte Hü steh ich im Leben nicht durch und Asoka würde wohl in wüstes Bashing ausarten ... weil nune mal ehrlich: Ein Barbar der singt und tanzt ist KEIN Barbar ... und bevor du mir kommst mit Feldherr oder so ... hat Braveheart getanzt? Nope. Alexander? Nope.

Wie soll das überhaupt ablaufen? Also die Schlachten? Tanzen die sich gegenseitig tot? Werden das Dance Battles bei denen die geilste Choreografie gewinnt? Und ganz ehrlich: In dem Trailer sah ALLES nach Gay Parade aus, vor allem auch die Alte, die sich da so ekstatisch rumgewunden hat ... Neee, ditte wird nüscht ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Hannibal » 11.03.2006, 14:33

Ein dickes lol, wobei der vinc'sche Verriss noch ne Spur nachvollziehbarer daherkommt, während freeman den Verrissfaden immer durch Liebesszenen unterbricht ;-)

MFG
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Beitrag von freeman » 11.03.2006, 14:46

Du wolltest doch nen Pornoreview ... dann macht man eins, dann isses auch net recht ... :wink:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 11.03.2006, 14:46

Hannibal hat geschrieben:Ein dickes lol, wobei der vinc'sche Verriss noch ne Spur nachvollziehbarer daherkommt, während freeman den Verrissfaden immer durch Liebesszenen unterbricht ;-)
Ja ja, er kann's net lassen, immer muss er Sex haben... selbst während der Reviews. :lol:

@Samir: Zu deinen Triple-Review-Plänen für Kuchen Kuchen Hottahü, hier nochmal ein Auszug aus meinem Review:
Der Dhoom zerreißende Vince hat geschrieben:[...]zum anderen das Schließen einer Trendlücke, denn dies war mein erster (und letzter, soviel sei gesagt) Bollywood-Film überhaupt.

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Beitrag von Vince » 11.03.2006, 15:24

@freeman: Barbara ist deiner Meinung! Auf Samirs kundtun seiner Note (7,5/10) im Zuletzt gesehen-Container im Vision sagte sie:
Du spinnst! Höchstens 4/10 :) /nt
:wink:

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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 18:58

@ Vince und freeman: Memmen ;)

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Beitrag von John Woo » 11.03.2006, 19:01

Äh ich hab den Film ungefähr 5 Minuten geguckt...ich hab ja echt nichts dagegen wenn in einem Film mal gesungen wird, auf eine Art mag ich das ja noch, aber diese Drecksmusik hier....SO NICHT!!! BRECHREIZ!!!

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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 19:12

so jetzt hab ich euch beide auch im Vision forum gebrandmarkt ;)

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Beitrag von John Woo » 11.03.2006, 19:12

Samir hat geschrieben:so jetzt hab ich euch beide auch im Vision forum gebrandmarkt ;)
Hä?

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Beitrag von Samir » 11.03.2006, 19:13

John Woo hat geschrieben:
Samir hat geschrieben:so jetzt hab ich euch beide auch im Vision forum gebrandmarkt ;)
Hä?
nein nicht dich freeman und Vince

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